[Forenspiel] Turing Machine, Partie „Qin Shi Huangdi“

  • Essen ist vorbei. Daher seid ihr sicherlich wieder bereit für eine neue Partie Turing Machine. :)

    Die Partie „Qin Shi Huangdi“ ist eine schwierige Partie. Schwierige Partie heißt: die Fragekarten werden aus allen 48 Karten verwendet!

    Wie immer kann jeder mitmachen. Vor allem neue Mitspieler sind herzlich willkommen!

    Ein eigenes Exemplar benötigt man für eine Teilnahme nicht, Regelkenntnis genügt. Eine Regelzusammenfassung von Turing Machine, sowie die Regeln des Forenspiels findet ihr hier: Partie 2

    Hier die Fragekarten:

    Die Karten 26-48 funktionieren größtenteils anders als die Karten 1-25 der mittleren Schwierigkeitsstufe. Deshalb hier eine genauere Erläuterung der Karten D-F.

    Karte D

    • Diese Karte überprüft bei einer bestimmten Farbe, ob die Zahl < 4 ist. Um welche Farbe es sich dabei handelt, weiß man aber nicht.
    • Wenn blau überprüft wird, dann bedeutet z.B. „234 richtig“: blau < 4
    • Wenn gelb überprüft wird, dann bedeutet „234“ richtig“: gelb < 4
    • Bei „234 richtig“ ist es ausgeschlossen, dass lila überprüft wird, da ansonsten die Antwort „falsch“ gewesen wäre.
    • Oder anders ausgedrückt: „234 richtig“ bedeutet: blau<4 ODER gelb<4
    • Eine Zahlenkombi 123 (z.B.) bei dieser Karte zu testen macht keinen Sinn, da die Antwort in jedem Fall „richtig“ wäre.

    Karte E

    • Diese Karte überprüft bei einer bestimmten Farbe, ob die Zahl gerade oder ungerade ist. Um welche Farbe es sich dabei handelt, weiß man aber nicht.
    • Wenn blau überprüft wird, dann bedeutet z.B. „123 richtig“: blau ist ungerade
    • Wenn gelb überprüft wird, dann bedeutet z.B. „123 richtig“: gelb ist gerade
    • Wenn lila überprüft wird, dann bedeutet z.B. „123 richtig“: lila ist ungerade
    • Oder anders ausgedrückt: „123 richtig“ bedeutet: blau ungerade ODER gelb gerade ODER lila ungerade

    Karte F

    • Durch diese Karte weiß man, dass die Quersumme des gesuchten Codes ein Vielfaches von 3 oder ein Vielfaches von 4 oder ein Vielfaches von 5 ist.
    • Die Karte überprüft einen bestimmten Multiplikator (3, 4 oder 5). Um welchen Multiplikator es sich handelt, weiß man nicht. Wenn der gesuchte Code z.B. 345 ist (also Quersumme=12), kann der Multiplikator der überprüft wird, sowohl 3 als auch 4 sein.
    • Was man sicher weiß: Die Quersumme des gesuchten Code ist ein Vielfaches des überprüften Multiplikators.
    • „123 richtig“ z.B. bedeutet: die Quersumme des gesuchten Codes ist ein Vielfaches von 3.
    • Wichtig: Es wird nur 1 bestimmter Multiplikator überprüft. Wenn dieser Multiplikator z.B. 3 ist, und der gesuchte Code z.B. 555 ist, dann liefert eine Zahlenkombination 122 das Ergebnis "falsch" (da die Quersumme von 122 kein Vielfaches von 3 ist), obwohl die Quersumme von 555 ein Vielfaches von 5 ist!


    Wer mitmachen möchte, schickt eine PM an mich, mit der gewählten Zahlenkombination der ersten Runde, und der ersten Frage (A, B, C, D, E oder F).

    Abgabetermin: bis Montag Abend, 24.11. 23:59 Uhr.

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    Teilnehmer in den letzten drei Partien: Aramegil  blade45  David14  fritzlakritz  HRune  lanzi  Mees  MKween  N3TZW3RG  Smuntz

    Weitere Nennungen: carlosspicyweener  Dee  LeGon  Zeppi

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Partie Qin Shi Huangi, Runde 1, Frage 1

    "Weise Menschen schaffen Gesetze, während unwissende Menschen von ihnen kontrolliert werden. Der Würdige ändert die Riten, während der Unwürdige von ihnen gefesselt ist"

    (Berater am Hof von Xianyang, der Hauptstadt des Herzogtums Qin, im 4. Jahrhundert v. Chr.)

    Qin Shi Huangdi (259 v. Chr. - 210 v. Chr.) war einer der bedeutendsten Personen der Weltgeschichte, und gilt als der erste Kaiser von China.


    Ausgehend von seinem Königreich Qin eroberte Qin Shi Huangdi sämtliche anderen damals existierenden chinesischen Königreiche. Seine Eroberungen waren vergleichbar mit denen von Alexander dem Großen, hundert Jahre vor ihm. Während aber das eroberte Reich Alexanders nach seinem Tod rasch zerfiel, blieb das von Qin Shi Huangdi eroberte Kaiserreich über 2000 Jahre lang im wesentlichen bestehen. Es gab zwar immer wieder Zeiten in denen das Reich geteilt war, machmal sogar über mehrere hundert Jahre. Die Idee eines geeinten chinesischen Kaiserreichs setzte sich seit Qin Shi Huangdi aber immer wieder durch.

    In den westlichen Kulturkreisen ist Qin Shi Huangdi der bekannteste fernöstliche Herrscher, vor allem durch die riesige Terrakotta-Armee in seinem Mausoleum, die 1974 entdeckt wurde.

    Durch die Überlieferungen von Marco Polo im 13. Jahrhundert ist im Westen noch ein weiterer chinesische Kaiser recht bekannt: Kublai Khan, ein Enkel von Dschingis Khan. Der Mongole Kublai Khan eroberte China, und übernahm den Kaiserthron. Er begründete die Yuan-Dynastie.

    Da die wenigsten von euch chinesisch sprechen dürften, hier eine Übersetzung von Qin Shi Huangdi:

    • Qin ist der Name des Reiches, aus dem Qin Shi Huangdi stammte.
    • Shi bedeutet: "Erster".
    • Huang bedeutet: "erhaben", und ist ein alter Herrschertitel.
    • Di bedeutet: "übernatürlich" oder "Gottheit".

    Zusammen wird dies ins Deutsche meist mit "Erster Gottkaiser von Qin" übersetzt. Oft wird der Titel kompakter mit "Qin Shihuangdi" oder manchmal auch ausführlich getrennt mit "Qin Shi Huang Di" angegeben.

    Der Name "China" leitet sich wahrscheinlich von Qin (gesprochen: "dschin") ab. Diese Bezeichnung wurde im Westen aber erst viel später verwendet. In China selber hieß das Reich lange Zeit "Tian xia" - "Alles unter dem Himmel".

    Der Geburtsname von Qin Shi Huangdi wird meist mit Ying Zheng angegeben. Den Titel "Qin Shi Huangdi" gab sich Ying Zheng erst nach seinen Eroberungen. Ähnlich wie Octavian sich später "Caesar Augustus" ("Der Erhabene Kaiser") nannte.

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    Diesmal sind wir in einer überschaubaren Runde. Mal schauen, vielleicht steigt ja die eine oder der andere noch ein... ;)

    Aramegil falsch

    HRune richtig

    Mees richtig

    N3TZW3RG falsch

    Smuntz richtig

    Wie immer der Hinweis auf die Vorgehensweise bei einem Lösungsversuch: Wenn man einen Lösungsversuch abgibt, dann hat man grundsätzlich die Möglichkeit, seinen Lösungsversuch bis zum Abend 23:59 Uhr nochmal zu ändern. Um euch nicht zu verunsichern, wird es eine Reaktion in der PM an diesem Tag von mir nicht geben. Ich werde dann am nächsten Tag in der PM mitteilen, ob der Lösungsversuch richtig oder falsch war. :)

    ZAT: bis heute Abend 23:59 Uhr.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Jetzt habe ich fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich die kleine Runde sehe, habe aber gerade nicht so den Kopf und die Zeit dafür. Werde die Runde daher aussetzen, wünsche euch aber viel Spaß beim Knobeln! ;)

    „Wer den Tag mit einem Lächeln beginnt, hat ihn bereits gewonnen.“
    Schade, dass man die User hier nicht mehr so einfach ^^ sehen kann. :crying:

  • Partie Qin Shi Huangi, Runde 1, Frage 2

    Die chinesische Geschichte lässt sich grob in vier Perioden unterteilen:

    • Prähistorisches China (bis ca. 2000 v. Chr.)
    • Antikes China (ca. 2000 v. Chr. - 221 v. Chr.)
    • Kaiserzeit (221 v. Chr. - 1912)
    • Modernes China (ab 1912)

    Prähistorisches China

    Vor etwa 12.000 Jahren schmolz das Eis der letzten Eiszeit. Die ersten sesshaften Bevölkerungen bildeten sich in den fruchtbaren Gebieten entlang der großen Flüsse, insbesondere des Gelben Flusses (Huang He) im Norden und des Jangtsekiang (Yang Ze) im Süden.

    (Das orange markierte Gebiet ist hier bedeutungslos. Das Bild stammt aus einer späteren Zeit...)

    Die ersten archäologischen Nachweise für Ackerbau und Viehzucht stammen aus der Zeit um 7000 v. Chr., als in den nördlichen Regionen Hirse und im südlichen Teil Reis angebaut wurden. Daneben wurden Blumenkohl und Sojabohnen gezüchtet, sowie Schafe, Schweine und Geflügel gehalten. Nach und nach bildeten sich erste Dörfer und später dann größere Städte. Nachgewiesen sind mehre komplexe Lebensgemeinschaften mit diversen Kulturtechniken, z.B. die Herstellung von Keramik, die Produktion von Seide oder ab etwa 3000 v. Chr. die Verarbeitung von Bronze.

    Antikes China

    Das Wissen über die frühe Geschichte Chinas wird getragen von schriftlichen Überlieferungen, einem Wechselspiel zwischen Mythos und Realität (ähnlich wie die frühe griechische Geschichte), und archäologischen Funden. Ab ca. 2000 v. Chr. werden in der chinesischen Geschichtsschreibung die ersten herrschenden Persönlicheiten namentlich genannt. Die Ursprünge der chinesischen Schrift (das älteste Schriftsystem, das heute noch in Gebrauch ist) lassen sich bis zur Shang-Dynastie (ca. 1600–1050 v. Chr.) zurückverfolgen, alles Wissen davor basiert zwangsläufig auf mündliche Überlieferungen und archäologischen Funden. Die Shang-Dynastie ist die erste gesicherte Dynastie in der chinesischen Geschichte, und zeigt bereits eine fortschrittliche Gesellschaft mit komplexen sozialen Strukturen, einer stark entwickelten Bronzeverarbeitung und einer hierarchischen Gesellschaftsordnung, mit einem regierenden König und Beratern an der Spitze.

    Gebiet der Shang-Dynastie

    Die nachfolgende Zhou-Dynastie (ca. 1050 v.Chr. - 256 v. Chr.) bildete eine Schlüsselperiode in der chinesischen Geschichte. Zunächst eroberten die einfallenden Krieger der Zhou die Vorherrschaft in der Region der Shang-Dynastie. Seine Könige nannten sich "Söhne des Himmels" und strebten an, über "Alles unter einem Himmel" zu gebieten, also die gesamte zivilisierte Menschheit. Doch das gelang ihnen, wenn überhaupt, nur für kurze Zeit. Denn die Könige der Zhou setzten Verwandte, Verbündete, örtliche Machthaber und besiegte Konkurrenen als Statthalter über ihre Provinzen ein, die dann recht selbstständig agierten.

    Gebiet der Zhou-Dynastie

    Nach und nach bildeten die Vasallen viele unabhängige Kleinstaaten, die einander erbittert befehdeten. Die Könige der Zhou hatten nicht mehr die Macht, diese in Schach zu halten, obwohl sie formal noch dem König unterstanden. In den nachfolgenden Jahrhunderten nahm die Zahl der vielen Staaten in einer Ära fortwährender Kriege durch Unterwerfungen und Zusammenschlüsse dann von mehr als 170 Staaten auf nur noch wenige Staaten ab:

    Zhou-Staaten

    Schließlich blieben noch sieben Königreiche übrig. Qin war das westlichste der sieben Königreiche, und das größte. Die anderen sechs Reiche: Zhao, Wei, Han, Chu, Yan, Qi. Unter diesen Königreichen entbrannte ein erbitterter Machtkampf. Jeder dieser Reiche beanspruchte die Vorherrschaft, und wollte die anderen unterwerfen. Man nannte sie deshalb die "Streitenden Reiche".

    Streitende Reiche

    Für die Streitenden Reiche war Krieg der Normalzustand. Jeder Herrscher setzte alle Ressourcen, alle talentierten Männer, und jede Idee und Technik ein, um das Reich kampfkräftiger zu machen. Am Ende setzte sich das Königreich Qin durch. Sein Eroberer: der erste Kaiser der chinesischen Geschichte, Qin Shi Huangdi.

    Bemerkung am Rande: Das dieses Jahr neu in Essen erschienene Spiel Tianxia spielt in der Zeit der Streitenden Reiche. Der Spielplan bildet (grob) diese sieben Königreiche ab.

    Kaiserzeit

    Hier nur kurz eine Aufzählung der bedeutendsten Dynastien:

    • Qin Dynastie (221 v. Chr. - 206 v. Chr.)
    • Han Dynastie (202 v. Chr. - 220 n. Chr.)
    • Tang Dynastie (618 - 907)
    • Song Dynastie (960 - 1279)
    • Ming Dynastie (1368 - 1644)
    • Qing Dynastie (1644 - 1912)

    Knapp die Hälfte der über 2000 Jahre währenden Existenz war das chinesische Kaiserreich in mehrere Herrschaftsgebiete zersplittert, vor allem im Zeitraum 220 - 1280.

    Obwohl über die Seidenstraße bereits vor über 2000 Jahren Handel mit Europa stattfand (bereits die Römer handelten mit China), verlief die Geschichte Chinas bis zur Neuzeit völlig getrennt von der europäischen Geschichte. In Deutschland wird die chinesische Geschichte im Geschichtsunterricht bislang kaum behandelt.

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    blade45 ist noch dazugestoßen! :)

    Aramegil richtig

    blade45 1.1 richtig, 1.2 richtig

    HRune richtig

    Mees falsch

    N3TZW3RG richtig

    Smuntz richtig

    Ihr seid gut in Form. Viele richtige Antworten! :D

    Dann zur letzte Frage der ersten Runde! :)

    ZAT: bis heute Abend 23:59 Uhr.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Partie Qin Shi Huangi, Runde 1, Frage 3

    Die meisten Informationen über Qin Shi Huangdi stammen vom Geschichtsschreiber Sima Qian aus dem späten 2. Jahrhundert v. Chr. der nachflogenden Han-Dynastie. Nach der Chronik von Sima Qian wurde Ying Zheng im Nachbarkönigreich Zhao geboren. Zum Zeitpunkt seiner Geburt diente sein Vater Yiren in Zhao als Geisel im Rahmen eines Friedenvertrags zwischen den Königreichen Qin und Zhao. Yiren war einer der Enkel des Herrschers von Qin, Zhaoxiang (325 v. Chr. - 251 v. Chr.). Die Mutter von Ying Zheng, Zhao Shi, war einst die Konkubine des wohlhabenden Händlers Lü Buwei. Lü Buwei erkannte die Chance seines Lebens, und freundete sich mit Yiren an. Der Prinz fand Gefallen an der schönen Konkubine des Händlers, worauf dieser sie ihm dann überließ. Yiren heiratete Zhao Shi, und bald darauf kam Ying Zheng zur Welt.

    Eigentlich war Yiren in der Thronfolge nicht vorgesehenen. Sein Status als Geisel in Zhao zeigte, dass der Hof von Qin ihn für entbehrlich hielt. Die Thronfolge war aber kompliziert. Im Falle des Todes von Zhaoxiang wäre der Thron zunächst auf seinen Sohn Anguo übergegangen, Yirens Vater. Yiren hatte allerdings über 20 Geschwister. Lü Buwei erinnerte aber seinen Freund daran, dass die Hauptfrau von Anguo, Prinzessin Huayang, kinderlos war, so dass alle Enkel von Zhaoxiang offiziell den gleichen Anspruch in der Thronfolge hatten, und dass Huayang das Recht hatte, im Falle des Todes von Anguo einen Erben zu ernennen.

    Lü Buwei heckte einen Plan aus, wie er Huayang beeinflussen könnte, Yiren die Thronnachfolge zu sichern. Dazu reiste Lü Buwei nach Qin und begann sich bei Huayang einzuschmeicheln. Er überhäufte sie mit Geschenken, und erzählte ihr Geschichten über die Zuneigung, die Yiren ihr entgegenbrachte. All das führte schließlich zum Erfolg: Huayang adoptierte Yiren als ihren eigenen Sohn. Damit lag Yiren in der Thronfolge auf einmal an zweiter Stelle.

    Im Jahr 251 v. Chr. starb Zhaoxiang nach einer 57-jährigen Herrschaft. Sein Sohn Anguo war nun neuer König von Qin. Aber nur drei Tage nach seiner Inthronisation starb Anguo plötzlich. Der Verdacht liegt nahe, dass der intrigante Lü Buwei hier seine Finger im Spiel hatte. Neuer König war nun der Thronerbe Yiren, mit dem nun offiziellen Königsnamen Zhuangxiang. Zhuangxiang ernannte Lü Buwei zu seinem Kanzler und Berater, und erhob ihn in den Adelsstand. Wenige Jahre später starb aber auch Zhuangxiang, so dass Ying Zheng im Alter von 13 Jahren durch eine merkwürdige Kette von Todesfällen dreier aufeinanderfolgender Könige innerhalb weniger Jahren den Königsthron bestieg. Lü Buwei war nun am Gipfel seiner Macht: er war der Kanzler eines minderjährigen Königs. Obwohl es keine Hinweise auf einen unnatürlichen Tod von Zhuangxiang gibt, liegt deshalb auch hier der Verdacht nahe, dass Lü Buwei wieder seine Finger im Spiel hatte. Da König Zheng noch zu jung und unerfahren war um selber zu regieren, übernahm bis zu seiner Volljährigkeit Lü Buwei die Regentschaft an der Seite von Zhengs Mutter Zhao, die er wieder zu seiner Konkubine machte.

    In der chinesischen Geschichtsschreibung wird behauptet, dass nicht Zhuangxiang der Vater von Ying Zheng war, sondern Lü Buwei.

    Verwicklungen, Intrigen, Mord und Liebe: ein Drehbuchautor für Seifenopern hätte sich diese Hintergrundgeschichte der Thronbesteigung von Ying Zheng nicht dramatischer ausdenken können.

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    Aramegil falsch

    blade45 richtig

    HRune richtig

    Mees falsch

    N3TZW3RG richtig

    Smuntz falsch

    Daran denken: eine neue Zahlenkombi für die nächste Runde angeben. :)

    ZAT: wie immer bis heute Abend 23:59 Uhr.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Partie Qin Shi Huangi, Runde 2, Frage 1

    Bis Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. nannten sich die Herrscher von Qin noch nicht "Wang" ("König"), sondern "Gong" ("Herzog"). Herzog Xiao (Regierungszeit 361 v. Chr. - 338 v. Chr.) hatte aus Qin einen totalen Staat geformt. Hunderte von peniblen Gesetzen regelten das korrekte Verhalten der Untertanen. Bei Vergehen wurden drakonische Strafen festgelegt, aber auch Belohnungen für Wohlverhalten (siehe hierzu auch das einleitende Zitat zu Beginn des ersten Beitrags). Alle Untertanen wurden in Gruppen von jeweils fünf Familien eingeteilt, in denen jeder für das Verhalten der anderen Familien mitverantwortlich war. Wer einen Schuldigen aus der Gruppe nicht anzeigte, wurde genauso bestraft wie der Schuldige. Wer dagegen einen Schuldigen benannte, der wurde belohnt. Durch diese Art erzwungener Selbstüberwachung hatte der Staat die Kontrolle bis in das kleinste Dorf. Dieses System wurde auch beim Militär eingeführt. Auch hier gab es Fünfergruppen. Jeder Soldat war nicht nur für sich, sondern auch für die anderen vier Kameraden verantwortlich. Floh zum Beispiel einer aus der Fünfergruppe vor dem Feind, wurden alle aus der Gruppe hingerichtet. Der Nachfolger von Xiao nannte sich dann erstmalig "Wang" - "König".

    Mitte des dritten Jahrhunderts v. Chr. wurde durch den Bau eines neuen Kanals in Qin ein innovatives Bewässerungssystem errichtet, mit dem hohe Einnahmeüberschüsse erwirtschaftet wurden. Das war ein ganz entscheidender Schritt. Qin wurde dadurch zum produktivsten und reichsten Gebiet in ganz China und war damit in der Lage, sein Heer stark zu vergrößern und mit den besten Waffen auszustatten.

    In dieser Zeit bestieg Ying Zheng den Königsthron von Qin. Einige Zeit nach der Thronbesteigung begann sich Lü Buwei vor dem heranwachsenden und selbstbewusst auftretenden Herrscher zu fürchten. Aus Angst vor dessen Zorn trennte er sich von der Mutter des Königs, und führte sie einem Adligen als neuen Liebhaber zu. Im Jahr 238 v. Chr. wurde König Zheng volljährig und damit offizieller Herrscher in Qin. Kurz darauf vermutete er eine Verschwörung des Liebhabers seiner Mutter gegen ihn, und ließ ihn hinrichten. Ein Jahr später wurde Lü Buwei als angeblicher Mitwisser der Verschwörung entlassen und ins Exil geschickt, wo er dann Selbstmord beging. Als neuen Kanzler und obersten Berater ernannte der König nun Li Si, einem ehemaligen Beamten aus dem Nachbarreich Chu, der Zheng bereits in dessen Jugendzeit begleitete, und für den Rest des Lebens von Ying Zheng ein kompetenter und einflussreicher Berater von ihm war.

    Ausgestattet mit dem nun größten und schlagkräftigsten Heer aller Streitenden Reiche, und unterstützt von den Ratschlägen von Li Si, begann Zheng schließlich ab 230 v. Chr. einen großen Feldzug gegen die anderen Reiche. "Wenn das Reich Qin 100.000 Soldaten zugleich über die Grenze führt", berichtete ein schockierter Zeitgenosse, "gleicht das einem Staudamm, der plötzlich bricht". Ein Reich nach dem anderen fällt an Qin. 221 v. Chr. musste schließlich das letzte Reich sich geschlagen geben.

    Einen Großteil der Grundlagen seines Erfolgs hatten zwar die Vorgänger von Zheng gelegt. Doch letztendlich war er es, dem es gelang, in weniger als einem Jahrzehnt die anderen sechs rivalisierenden Streitenden Reiche zu unterwerfen. Er beendete damit einen 200-jährigen Konflikt, und brachte den von Kriegen zerissenen Reichen Frieden.

    Zheng wollte nun nicht mehr länger "König" sein, wie seine Vorfahren und Rivalen. Er legte sich einen neuen Titel zu: "Qin Shi Huangdi" - "Erster Gottkaiser von Qin".

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    Aramegil richtig

    blade45 richtig

    HRune falsch

    Mees falsch

    N3TZW3RG richtig

    Smuntz falsch

    Auf zur nächsten Frage! :)

    ZAT: heute Abend 23:59 Uhr.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Capote (28. November 2025 um 12:11)

  • Partie Qin Shi Huangi, Runde 2, Frage 2

    Von Qin Shi Huangdi sind mehrere Attentatsversuche auf ihn überliefert. Hier das bekannteste Attentat:

    Als das Königreich Zhao von der Qin-Armee erobert wurde, befürchtete der Kronprinz des benachbarten Yan-Reichs, dass sein Land als nächstes an der Reihe sein würde. Der verzweifelte Prinz beschloss deshalb, den talentierten Schwertkämpfer Jing Ke anzuheuern, der in einer Selbstmordmission Ying Zheng töten sollte. Das Vorgehen war sorgfältig geplant. Um eine Audienz mit dem König Zheng zu erreichen, begab sich Jing Ke mit dem abgeschlagenen Kopf eines abtrünnigen Qin-Generals an den Hof von Qin. Dieser General hatte im Königreich Yan Zuflucht gesucht, war jedoch bereit, sich im Namen einer höheren Sache zu opfern. Mit dem Kopf des unglücklichen Generals und einer Karte der Grenzregion zu Yan, durch die die Armeen von Qin einfallen könnten, wurde Jing Ke die Audienz schließlich gewährt, und er wurde eingeladen, seine Geschenke dem König zu überreichen. Bei der Übergabe der Geschenke stand Jing Ke unmittelbar vor Ying Zheng. Als Zheng den Kartenbehälter öffnete, war er überrascht, in der Karte einen versteckten Dolch zu finden. Vorbereitet auf diesen Moment, packte Ke den König mit einer Hand an seinem Ärmel, griff mit der anderen Hand nach dem Dolch, und wollte ihm damit in die Brust stechen. Zheng konnte sich jedoch losreißen, und versuchte, vom Angreifer verfolgt, sein Schwert zu ziehen. Das Schwert verhakte sich aber. Da es den Palastdienern verboten war, Waffen im Thronsaal zu tragen, standen alle hilflos da, bis ein Arzt geistesgegenwärtig seinen Medizinkoffer nach Jing Ke warf. Er traf damit Jing Ke, und dem König gelang es, sein Schwert aus der Verhakung zu lösen, und Jing Ke zu töten.

    Nach diesem gescheiterten Attentat, griff Ying Zheng erbost nun auch das Yan-Reich an, und eroberte es letztendlich. In der Han-Dynastie wurde Jing Ke als Held mystifiziert, und auch im heutigen China wird er noch verehrt (warum auch immer...).

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    Aramegil richtig

    blade45 richtig

    HRune richtig

    Mees falsch

    N3TZW3RG falsch

    Smuntz richtig

    Dann zur letzten Frage in dieser Runde! :)

    ZAT: bis heute Abend 23:59 Uhr.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Partie Qin Shi Huangi, Runde 2, Frage 3

    Nachdem Qin Shi Huangdi ein Großreich errichtet hatte, stand er nun vor der großen Herausforderung, es auch regieren. Zunächst schaffte er in den eroberten Gebieten das Feudalsystem ab, und teilte das Reich in 36 Kommandaturen ein, verwaltet von Beamten, die vom Kaiser eingesetzt und besoldet wurden, und jederzeit von ihm wieder abberufen werden konnten. Die führenden Adelsfamilien der besiegten Königreiche wurden nach Xianyang umgesiedelt. Dort hatte der Kaiser sie vereint unter Kontrolle.

    Um Einheit und Frieden in seinem Reich zu gewährleisten, ergriff Qin Shi Huangdi weitere Maßnahmen. Dazu gehörten die Standardisierung von Maßen und Gewichten, sowie die Einführung einer einheitlichen Qin-Währung im gesamten Reich: runde Gold- und Bronzemünzen, mit einem quadratischen Loch in der Mitte, damit man sie auf Schnüren abgezählt reihen konnte (äußerst nützlich!). Diese Maßnahmen erleichterten den Handel und die Steuererhebung ungemein. Für die Friedensicherung wurden die Waffen der besiegten Reiche beschlagnahmt, eingeschmolzen, und zu Glocken und anderen Gegenständen gegossen, darunter große Bronzestatuen, die dann in Xianyang als Siegesdenkmäler errichtet wurden.

    Die wirkungsvollste und nachhaltigste Reform war aber die Standardisierung der chinesischen Schrift. Die Völker der besiegten Reiche hatten alle unterschiedliche Sprachen und unterschiedliche Schriftzeichen. Der Kanzler Li Si leitete ein Projekt zur Festlegung eines einheitlichen Satzes chinesischer Schriftzeichen für das ganze Reich. Diese Zeichen wurden zwar in den verschiedenen Gebieten des Reiches unterschiedlich gesprochen, der geschriebene Text war jedoch identisch. Dadurch war es möglich, dass trotz unterschiedlicher Sprachen, staatliche Proklamationen im gesamten Reich gelesen und verstanden werden konnten. Diese vereinhaltliche Zeichenschrift diente somit als überregionales Medium der Verständigung, und war ganz wesentlich für ein politisch vereintes China mit (auch heute noch) unterschiedlichen Sprachen. Mit einem Lautschrift-Alphabet (wie in Europa) wäre das sehr wahrscheinlich nicht möglich gewesen!

    Weiter veranlasste der Kaiser einen einheitlichen Gesetzeskatalog für das Reich. Die Gesetze wichen in den einzelnen Regionen nun nicht mehr nach ortsüblichen Brauch voneinder ab. Die Gesetze waren umfassend und streng. Sie regelten sämtliche Aspekte des täglichen Lebens. Verstöße wurden hart bestraft. Bei Kapitalverbrechen gab es je nach Schwere des Verbrechens unterschiedliche Hinrichtungsarten, darunter Enthauptung, Durchschneiden an der Hüfte oder Vierteilen durch Pferde. Bei weniger schweren Vergehen wurden Geldstrafen verhängt, anstelle den bis dahin üblichen Verstümmelungen (z.B. Abschlagen von Nase, Ohren, Hände oder Geschlechtsteil). Einer der häufigsten Strafen waren aber Zwangsarbeiten in Infrastrukturprojekten in den neu eroberten Gebieten, darunter der Bau eines Straßennetzes, das die wichtigsten Knotenpunkte im Reich verband, mit der Hauptstadt Xianyang im Zentrum.

    Das bekannteste Infrastrukturprojekt war die Erweiterung der chinesischen Mauer an der Nord- und Westgrenze des Reiches. Die ersten Teile dieser Mauer wurden bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. unter der Herrschaft der Zhou-Dynastie zum Schutz vor einfallenden Völkern aus der eurasischen Steppe errichtet. Qin Shi Huangdi ließ Teile der Mauer ersetzen, andere erweitern und Anbauten hinzufügen, die die Abschnitte der Mauer miteinander verbanden. Die große chinesische Mauer, die wir heute kennen, sind allerdings Abschnitte, die erst viel später im 16. Jahrhundert unter der Ming-Dynastie erbaut wurden.

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    Aramegil falsch

    blade45 falsch

    HRune richtig

    Mees falsch

    N3TZW3RG falsch

    Smuntz richtig

    Daran denken: die nächste Frage wieder mit einer neuen Zahlenkombi!

    ZAT: wie immer bis heute Abend 23:59 Uhr. :)

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Partie Qin Shi Huangi, Runde 3, Frage 1

    In der chinesischen Geschichte gab es mehrere Denkschulen, die Staat und Gesellschaft über mehr als 2000 Jahre geformt haben, darunter z.B. Taoismus, Mohismus oder Buddhismus. Die bekannteste Denkschule war aber der Konfuzianismus. Konfuzius (chinesischer Name: Kong Qiu) war ein chinesischer Philosoph der von 551 - 479 v. Chr. lebte. Er entwickelte ein Modell für ein geordnetes und respektvolles Zusammenleben der Menschen, insbesondere für eine moralisch unanfechtbare und fürsorgliche Herrschaft. "Was du selbst nicht wünschst, das füge auch keinem anderen zu" lautete einer seiner wichtigsten Lehrsätze. Für Konfuzius war die Basis der Tugend die Ehrfurcht der Kinder gegenüber den Eltern. Vor allem während der Han-Dynastie galt der Konfuzianismus als Prinzip allen staatlichen Handelns, das China bis in die Gegenwart hinein prägte.

    Im Qin-Reich galt dagegen die Denkschule des Legalismus ("Gesetzesschule"), der im Gegensatz zum Konfuzianismus nicht auf Moral und Einsicht vertraut, sondern auf die Wirkung drakonischer Gesetze. Im Legalismus gilt die Annahme, dass der Mensch von Natur aus schlecht sei, und nur durch strenge Gesetze und Überwachung daran gehindert werden könne, schlechte Taten zu begehen. Ordnung, insbesondere im Wirtschaftsleben durch einheitliche Maße und Gewichte, war im Legalismus ein hohes Ziel, ebenso die Nützlichkeit des Menschen. Bauern und Soldaten galten daher wichtiger als Beamte, die nur Vollzugsinstrumente seien, um die Gesellschaft unter Kontrolle zu halten. Auch der Legalismus prägte die chinesische Gesellschaft in entscheidender Weise bis heute.

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    Aramegil richtig

    blade45 falsch

    HRune richtig

    Mees falsch

    N3TZW3RG falsch

    Smuntz falsch

    Dann die nächste Frage! :)

    ZAT: heute Abend 23:59 Uhr.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Capote (1. Dezember 2025 um 07:20)

  • Partie Qin Shi Huangi, Runde 3, Frage 2

    Sie waren das letzte Aufgebot des mächtigsten Mannes der Welt. Mehr als 8000 Soldaten in streng geschlossener Formation: Infanterie mit geschliffenen Hieb- und Stichwaffen. Armbrustschützen, deren Geschosse auch harte Ziele durschschlagen. Panzerreiter mit Pferden sowie Fahrer mehrspänniger Streitwagen. Geführt werden die Einheiten von Generälen, Offizieren und Unteroffizieren aus allen Teilen des Reiches. Eine furchterregende Streitmacht. Das besondere aber: sie sind nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Ton gebrannt. Und: sie bewachen einen Toten.

    In der Geschichte gab es viele Herrscher, für die ein aufwendiges Grabdenkmal errichtet wurden. Die Pharaonen bauten hierfür Pyramiden. Lenin und Mao liegen einbalsamiert in ihren Mausoleen. Aber nur einer hatte sich so extrem umfangreich auf den Tod vorbereitet wie Qin Shi Huangdi. Und die größten Geheimnisse seines Grabs sind noch gar nicht gelüftet. Noch heute versetzen sie Menschen in Angst: Chinas Terrakotta-Krieger, die Armee des toten Kaisers, die den Eingang zu seiner Grabkammer bewachen.

    1974 stießen Bauern beim Wassergraben auf die ersten Bruchstücke. An einem Ort, wo sich die alte Kaiserhauptstadt Xianyang befand, unmittelbar in der Nähe der heutigen Stadt Xi'an. Der Zufallsfund wurde zur archäologischen Weltsensation. Hier, am Ausgangspunkt der historischen Seidenstraße, befindet sich heute eines der bedeutendsten Museen der Erde. In diesem Museum kann man den bislang ausgegrabenen Teil der Terrakotta-Armee besichtigen. Wie die Pyramiden und die chinesische Mauer zählt man die Terracotta-Krieger heute zu den Weltwundern der Geschichte. Die lebensgroßen Figuren sind eine gigantische Grabbeigabe. Nirgendwo sonst sieht man Menschen von damals so wie hier. Die Skulpturen sind reich an Details. Tausende Krieger wurden bislang ausgegraben und restauriert, jedes Gesicht unterscheidet sich dabei von den anderen, jeder mit einem anderen Gesichtsausdruck, bis ins kleinste Detail sind sie perfekt modelliert. Man kann ihre Nationalität und ihr Alter erkennen. Die Ausstattung der Soldaten und ihre hochwertigen Waffen, sowie die professionelle Herstellung der Tonkrieger, lassen Rückschlüsse auf das damalige Niveau von Kultur und Technik zu: China gehörte damals zu den fortschrittlichsten Nationen ihrer Zeit!

    Es wurde herausgefunden, dass die Oberflächen der gefundenen Schwerter der Soldaten mit Chrom, in einer Dicke von nur einem hundertstel Millimeter überzogen worden sind, um Korrosion zu verhindern. Diese Schwerter sind heute noch genauso scharf, wie vor über 2000 Jahren. Dies setzte eine hoch entwickelte Technik voraus. Weiter wurden Rüstungen entwickelt, die aus vielen kleinen Eisenteilen zusammengenäht wurden. Diese passten sich an dem Körper an, und die Soldaten konnten sich leicht damit bewegen.

     

    Der Aufmarsch der tönernen Krieger ist aber im Verhältnis nur ein kleiner Teil einer gigantischen Anlage. Das gesamte Areal des Mausoleums umfasst ein Gebiet von über 50 Quadratkilometern, in etwa die Fläche von Manhattan. Der Überlieferung zufolge ist in dem Mausoleum die gesamte gewohnte Umgebung des Kaisers nachgebildet, ein unterirdisches Reich, das sein irdisches Reich fortsetzen sollte: seine Paläste, Opfertempel, umgebende Parks mit Flusslandschaften, Zoos, daneben Mägde, Diener, Stallburschen, bewachende Krieger, Beamte, bis hin zu Akrobaten, Jongleure und Musiker, die für die Unterhaltung des Kaisers im Jenseits sorgen sollten, ihm Gesellschaft leisten, und seine enorme Macht unterstreichen sollten. Die Gruben der Terrakotta-Armee liegen etwa eineinhalb Kilometer östlich des Kaisergrabs. Bis heute ist nur etwa ein Viertel der gesamten Anlage freigelegt worden. Bis zur eigentlichen Grabkammer ist man noch nicht vorgedrungen. Die Archäologen sind hier äußerst vorsichtig. Die Gefahr, irgendetwas dabei zu zerstören ist sehr hoch. Einer der Hauptproblematiken ist die Konservierung der Fundstücke. Gefährdet sind hier vor allem Seide, Papier und Dokumente, die leicht oxidieren, wenn sie freigelegt werden. Im Gegensatz etwa zu den Ausgrabungen in Pompeji, wartet man noch ab, bis moderne Methoden entwickelt sind, die einen Zerfall verhindern, oder zumindest stark verzögern. Bis dahin wird voraussichtlich aber noch viel Zeit vergehen.

    Unterstützt werden die Archäologen hierbei unter anderem auch von der Fakultät für Chemie und Pharmazie der deutschen Ludwig-Maximilan-Universität in München. Als Beispiel: Ursprünglich waren die Terrakotta-Krieger bunt bemalt. Anfangs ist die Farbe bei den Ausgrabungen in Kontakt mit der frischen Luft und unter Lichteinfall innerhalb von Minuten abgeblättert. Inzwischen können die Farben mit chemischen Methoden und aufwendiger moderner Technik jedoch erhalten werden: die deutsche Fakultät entwickelte dazu unter anderem ein Elektronenstrahlhärtung-Verfahren, mit dem die Farben dauerhaft beständig bleiben.

    Da Qin Shi Huangdi bereits mit 13 Jahren König wurde, hatte er über 30 Jahre Zeit, diese Grabanlage zu bauen. Mit seinen Eroberungen wurde das Reich immer größer, und das Mausoleum immer gewaltiger, und nahm schließlich gigantische Ausmaße an. Nach der Vereinigung der Königreiche wurden angeblich 700.000 Männer zur Arbeit an der Baustelle zwangsverpflichtet. Das alles hing mit dem Charakter des Herrschers zusammen: seine Fixierung auf das Leben nach seinem Tod.

    Der allmächtige Kaiser war von dem Wunsch besessen, unsterblich zu werden. Seine gesamte Kaiserzeit war er auf der Suche nach dem Elixier des Lebens. Man hatte ihm berichtet, dass es irgendwo draußen auf dem Meer die sagenhaften Inseln der Unsterblichkeit geben soll. Er stattete daher Expeditionen aus, um diese Inseln zu finden, auf denen angeblich dieses Elixier zu finden war. Nachdem die Suche nach diesen Inseln aber ohne Erfolg war, beauftragte er seine Alchemisten nach Mitteln zu forschen, die das Leben verlängern sollten. Die Alchemisten empfahlen ihm schließlich unter anderem Pillen mit Quecksilber, die er dann vermutlich auch regelmäßig einnahm. Mit Quecksilber wurden wahrscheinlich deshalb auch die Flusslandschaften im Areal des Mausoleums modelliert, welche in den historischen Quellen beschrieben wurden. Damals war man tatsächlich von der positiven Wirkung von Quecksilber überzeugt. Noch im 19. Jahrhundert wurde in Europa in der Medizin Quecksilber als Medikament eingesetzt. Heute weiß man, dass Quecksilber sich im Körper als Gift ansammelt, und langfristig zum Tod führt. Man vermutet, dass dies letztlich auch die Todesursache bei Qin Shi Huangdi war. Der Kaiser starb 210 v. Chr. im Alter von 49 Jahren.

    Für den Tod hatte er aber mit einer der umfangreichsten Grabstätte in der Geschichte der Menschheit vorgesorgt. Mithalten konnten hier nur noch ägyptische Pharaonen mit ihren Pyramiden. In gewisser Weise ist er dadurch tatsächlich unsterblich geworden.

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    Aramegil falsch

    blade45 richtig

    HRune richtig

    Mees falsch

    N3TZW3RG falsch

    Smuntz richtig

    Dann die letzte Frage in dieser Runde! :)

    ZAT: bis heute Abend 23:59 Uhr.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Partie Qin Shi Huangi, Runde 3, Frage 3

    Hier noch ein paar (wenige) Infos zur weiteren chinesischen Geschichte:

    • Die Qin-Dynastie währte nur kurz. Nach dem Tod von Qin Shi Huangdi brachen überall im Reich Aufstände aus. Das Reich versank in einen Bürgerkrieg, in dessen Folgen 206 v. Chr. der letzte Qin-Herrscher getötet wurde. In den Rebellionen setzte sich letztlich Liu Bang durch, der Begründer der Han-Dynastie. 202 v. Chr. übernahm Liu Bang den Kaiserthron. Er ließ dabei aber den Verwaltungsapparat und die errichteten Infrastrukturen der Qin-Dynastie weiterbestehen, und hielt an der Mehrzahl ihrer Gesetze und Verordnungen fest.
    • Der oben bereits erwähnte Geschichtsschreiber der Han-Dynastie, Sima Qian, gilt als der Begründer der chinesischen Geschichtsschreibung. Sima Qian vefasste das "Shiji", ein Überblick über mehr als zweitausend Jahre der damaligen chinesischen Geschichte. Dieses Geschichtswerk ist die Hauptquelle der antiken Geschichte Chinas, dessen Wirkung mit dem Alten Testament der Bibel verglichen wird. Im Shiji wird Qin Shi Huangdi als grausamer und tyrannischer Despot beschrieben, der u.a. Kritiker hinrichten, und kritische Bücher verbrennen ließ, vor allem solche mit konfuzianischem Inhalt. Laut mehreren Historikern darf man allerdings dieser Bewertung und dem genauen Wahrheitsgehalt dieser Beschreibungen nicht allzu großen Wert beimessen. Sima Qian war Anhänger des Konfuzianismus, und die meisten Dynastien hatten über die Vorgängerdynastie tendenziell eher schlechtes berichtet. Man könne dies also durchaus als Propaganda sehen, um den eigenen Herrscher in hellerem Licht erscheinen zu lassen. Allerdings konnten die Funde im Areal des Mausoleums von Qin Shi Huangdi bislang vieles von dem Bericht von Qian bestätigen.
    • Während um 1000 n. Chr. in Europa tiefstes Mittelalter herrschte, war das chinesische Kaiserreich in dieser Zeit während der Song-Dynastie das fortschrittlichste Land der Welt. Es gab dort bereits Explosionswaffen und Flammenwerfer, eine Stahlindustrie, Papiergeld und den Buchdruck mit beweglichen Lettern, hunderte Jahre vor Gutenberg. Pestizide verhalfen den Bauern zu nie dagewesenen Ernteerträgen. China produzierte damals jährlich etwa 100.000 Tonnen Roheisen. Diese Menge erreichte England erst um 1800. Angetrieben wurde dieser Fortschritt von einer hochgebildeten Beamtenelite, den Mandarinen. Sie wurden in einer Reihe rigoroser Prüfungen aus den begabtesten Männern des Reiches auserwählt. Die Mandarine waren Wissenschaftler, Ingenieure, Bürokraten oder Diplomaten. Unter ihnen war China nicht nur das modernste, sondern auch das reichste Land der Welt, technisch war es anderen Ländern um Jahrhunderte voraus. In Kaifeng, der Hauptstadt des chinesischen Reichs während der Song-Dynastie, lebten in dieser Zeit ca. 1 Million Menschen.
    • Das 2000-jährige Kaiserreich sah sich selbst als größtes und charismatischstes Land der Erde, das allein durch seine Herrlichkeit die natürliche Führung in der Welt innehaben müsse. Seine Nachbarn beherrschte es dabei nicht durch imperialen Zwang (wie später viele europäische Mächte), sondern durch ein Tributsystem, bei dem Vertreter der Nachbarstaaten dem chinesischem Herrscher Luxusgüter wie Gold oder Ginseng liefern mussten. Das Tributsystem ist aber tatsächlich nicht als klassischer Ausbeutungs-Imperialismus zu verstehen. Es war zwar ein Machtverhältnis, aber es folgte eher konfuzianischen Ideen von Ausgleich und Bindung, weil die kleineren Staaten meist Geschenke im Gegenwert erhielten. Den unterschiedlichen Kaiserdynastien ist es damit gelungen, die Vorherrschaft in Südost- und Nordostasien (mit Ausnahme Japans) über viele Jahrhunderte zu sichern.
    • Hätte man um das Jahr 1430 einen neutralen, weltkundigen Beobachter gefragt, welche Kultur schon bald die Welt dominieren würde, er hätte Chinas globale Vorherrschaft vorhergesagt. Fast 100 Jahre vor Christof Kolumbus entsendete Kaiser Yongle aus der Ming-Dynastie einen gewaltigen Verband von Schiffen über die Meere, der größer und mächtiger war als alle Flotten Europas zusammen. Mit bis zu 120 Metern langen Neunmastern, die 30-mal größer waren als später die "Santa Maria" (das Flaggschiff von Kolumbus), und Hunderten von Begleitbooten segelte der kaiserliche Admiral Zheng He von Chinas Südküste bis Indien, Arabien und Afrika, möglicherweise sogar bis nach Australien, um Schätze einzutauschen, aber vor allem die Macht des Kaisers zu demonstrieren. Einen historischen Wimpernschlag lang stand das Tor zur Weltherrschaft offen.

      Expeditionen des Zheng He 1405 - 1433

      1424 starb jedoch Kaiser Yongle. Seine schwächeren Nachfolger hatten deutlich weniger Interesse an der Seefahrt. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Einer der Gründe könnte sein, dass Yongle seine Residenz von Nanjing nach Beijing (Peking) verlegen, und dort die Verbotene Stadt errichten ließ. Eine Region, die näher an den Steppen Innerasiens liegt, wo er sich mit Reitervölkern harte Kämpfe liefern musste. Die vorsichtigen Nachfolger des Kaisers sahen nun Chinas Heil in der Defensive und der Abgrenzung des Reiches nach außen. Ausländische Einflüsse sahen sie als schädlich an. 1433 setzten kaiserliche Beamte am Hofe schließlich den kaiserlichen Beschluss durch, auf weitere Expeditionen zu verzichten. Dieser Beschluss eröffnete Europa erst die Chance, über die Grenzen der Alten Welt nach Osten hinauszugreifen. Portugiesen, Spanier, Holländer und Engländer hätten in späteren Jahrhunderten niemals so leicht nach den Reichtümern des Osten greifen können, wenn sie auf ein intaktes chinesisches Seereich gestoßen wären. Historiker gehen davon aus, dass China dann höchstwahrscheinlich noch vor Kolumbus Amerika entdeckt hätte.

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    Inzwischen haben alle eine Lösung abgegeben.

    Im Laufe des Tages kommt dann die Abschlussauswertung. :)

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Partieende

    Die richtige Lösung ist 521.

    Die Auflösung der schwierigen Karten:

    • Karte D prüft lila<4
    • Karte E prüft blau ungerade
    • Karte F: die Quersumme ist ein Vielfaches von 4

    Ich habe euch diesmal in zwei Gruppen aufgeteilt: Gruppe 1 „Normalspieler“ und Gruppe 2 „Profis“.

    Gruppe 1: Aramegil  Mees  Smuntz

    Gruppe 2: blade45  HRune  N3TZW3RG

    Außer Konkurrenz:  koala-goalie (dazu später mehr)


    Beginnen wir mit Gruppe 1

    Sieger in Gruppe 1 ist …..

    Smuntz !! :gitarre:

    Herzlichen Glückwunsch! :klatsch:

    Er hatte nach nur 7 Fragen am Ende der Runde 3.2 die richtige Lösung angegeben. Super!


    Das Abschneiden der anderen Spieler in Gruppe 1:

    Aramegil: Falsche Lösung nach 7 Fragen am Ende der Runde 3.1

    Mees: Falsche Lösung nach 8 Fragen am Ende der Runde 3.2


    Die ersten Überlegungen von Mees:

    Durch A und F lassen sich ja schon einige Codes ausschließen, eigentlich auch durch C

    Stimmt. :)

    Mit dem Abfragen fange ich bei E an, weil es da die meisten Antwortmöglichkeiten gibt: E 135

    Richtig!

    Okay, das hat zumindest noch ein paar Codes ausgeschlossen, die nur gerade Zahlen hatten.

    Weiter ging es bei ihr mit C (falsch).

    Na gut, alle Codes ohne eine direkte Abfolge können gestrichen werden, bleiben leider immer noch genug übrig 😄

    :pardon:

    Ihre nächsten Fragen: B (falsch) und 234 A (falsch).

    Ach, das war ja blöd, nach A zu fragen, da hätte ich ja mal vorher schauen können, was dabei rumkommen könnte.

    Sie machte aber tapfer weiter. :thumbsup:

    Die nächsten Fragen waren dann F (falsch) und E (falsch).

    Sie hatte ziemlich viel Pech. Fast nur falsche Antworten…

    Oh oh, was passiert denn in meinen Kopf? Nicht viel ...

    Ojeh…

    Nach 154 D (falsch) und F (nochmal falsch…) schließlich:

    Oh man, diese Partie ist nichts für mich 🤪 Gerade aus dem Zug gestolpert und die nächsten Tage wird es auch schwer. Darum versuche ich jetzt einfach mein Glück mit der 453

    Leider falsch…

    Aber lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende... ;)


    Aramegil startete mit einem Kommentar zu den Fragekarten:

    Die ausgewählten Karten sehen auf jeden Fall interessant aus.

    Freut mich. :)

    Seine ersten beiden Fragen: 123 F (falsch) und E (richtig).

    Meine Zahlenkombi war gar nicht mal so clever.

    Jetzt kann ich nicht nach D fragen.

    Stimmt, das wäre eine recht blöde Idee… ^^

    Seine letzte Frage der ersten Runde war dann A (falsch). Danach:

    Hatte leider nicht die Zeit mich intensiv mit den Zahlen zu beschäftigen 😬

    Ich denke aber dass 354 eine super Kombi für die nächste Runde ist.

    Seine Fragen zu dieser Kombi waren dann: F (richtig), C (richtig) und A (falsch).

    Danach erfolgte ein Zwischenfazit:

    Mit den bisherigen Fragen weiß ich, dass 🔺am größten ist, es zwei fortlaufende Zahlenfolgen gibt und dass 🔺+🟨+🟣 ein Vielfaches von 4 sind. Damit ergeben sich nur noch 5 Kombinationen: 211, 431, 512, 521, 534

    Das sah doch schon mal gut aus! :thumbsup:

    Für Frage B sind noch alle Möglichkeiten offen, wobei 🔺<6 (1x),🔺=6 (1x) und🔺>6 (3x) vorkommt. Bei den "Bestätigt" Karten bin ich mir noch ein wenig unsicher, ob und wie ich hier am schnellsten zum Ziel komme. Ich habe das Gefühl, dass es sich wahrscheinlich jetzt schon lösen lassen könnte, aber will es lieber auf die sichere Variante machen.

    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass 🔺>6 ist und beschäftige mich nur noch mit den drei Kombinationen.

    Pragmatisch. :)

    Dabei schaue ich jetzt, ob 🟣die Zahl ist die kleiner als 4 ist und wenn dem so ist, muss 🟨gerade oder 🟣 ungerade sein, um eine Lösung zu bekommen.

    Hmm… :/

    Er fragte dann 453 D (richtig).

    So kann man sich irren 😅

    Mit der Antwort sind noch offen 211, 431, 521. Mit den verbleibenden Karten sind aber 431 und 521 "identisch" und können so nicht gelöst werden. Damit ist meine Annahme 🔺>6 falsch und ich löse mit 211.

    Ups! 8|

    Er musste irgendeinen Denkfehler gehabt haben…

    Seine Erklärung:

    Ich war da auf einem falschen Weg unterwegs. Irgendwie habe ich blau ausgeblendet bei der weiteren Betrachtung und nur auf die anderen beiden geschaut.

    Tja…


    Der Einstieg von Smuntz:

    ein schwieriges Rätsel, also Stress in der Vorweihnachtszeit... ok, passt, gehen wir es an.

    So muss es sein. :)

    Vorüberlegungen zum Qin-Rätsel:

    A, D und F sind Tests, die bereits eingrenzende Bedingungen an die Lösung stellen (eine allein größte Zahl, mindestens eine Zahl kleiner 4, Summe durch 3/4/5 teilbar). Filtert man alles raus, was nicht alle drei Bedingungen erfüllt, verbleiben noch 66 Kombis, d.h. das allein halbiert beinahe den Lösungsraum

    Ich wollte es euch nicht so schwer machen… ;)

    C "3 fortlaufende Zahlen" würde bedingen, dass F "Summe durch 3 teilbar" gilt. Das schließt aber nicht aus, dass F die Teilbarkeit durch 4 oder 5 prüft, so wie umgekehrt eine Teilbarkeit durch 3 nicht fortlaufende Zahlen bedingt. Kurz: daraus kann man nichts schließen oder streichen.

    Gut erkannt! :)

    Ansonsten bleibt nur die Feststellung: C "3 fortlaufende Zahlen" und F "Summe durch 5 teilbar" sind unvereinbar.

    Beides zusammen... gibt auch nur Qin - äh... Quark

    ^^

    In der ersten Runde fragte er 125 F (richtig), E (richtig) und D (falsch). Seine Bestandsaufnahme:

    Runde 1 Test 1 125 F richtig -> die Summe ist ein Vielfaches von 4
    Runde 1 Test 2 125 E richtig -> mindestens eine Aussage stimmt: blau ist ungerade, gelb ist gerade, lila ist ungerade
    Runde 1 Test 3 125 D falsch -> lila ist kleiner als 4

    Prima, damit sind F und D vom Tisch und ich bin runter auf 15 Kombis:
    112, 121, 143, 152, 211, 242, 251, 341, 413, 422, 431, 453, 512, 521, 543

    Na denn...
    Runde 2 Test 1 413 E bitte, und es darf gerne richtig sein ;)

    Falsch.

    "Was erlauben... Struuunz!" :alter:

    Hatten wir uns nicht auf "richtig" geeinigt? Hmm... wir müssen nochmal an unserer Kommunikation arbeiten ;)

    :saint:

    Seine nächste Frage war dann A (richtig)

    Na das war doch wieder ein schöner Treffer, da bleiben nur noch 4 Kombis:
    422, 512, 521, 543

    Er sah dann keine sinnvolle Frage für 2.3, und passte deswegen.

    Nach zwei weiteren Fragen hatte er dann die Lösung. :thumbsup:

    ...und dann bin ich mal neugierig der Frage nachgegangen, wie man "Qin" eigentlich richtig ausspricht.

    Wenn man weiß, was das hier für einer ist, hat man es ziemlich gut getroffen ^^

    Damit hatte er sich souverän den Sonderpreis für den thematischsten Beitrag geholt. ^^

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Capote (3. Dezember 2025 um 11:44)

  • Da in einem Beitrag maximal 50 Smilies & Co. angezeigt werden, musste ich den Beitrag wieder aufspalten…

    Kommen wir nun zu Gruppe 2

    Sieger in Gruppe 2 ist …..

    blade45 !! :drums:

    Herzlichen Glückwunsch! :klatsch:

    Er hatte nach nur 4 Fragen am Ende der Runde 2.1 die richtige Lösung angegeben. Bei einer schwierigen Partie!


    Das Abschneiden der anderen Spieler in Gruppe 2:

    HRune: Falsche Lösung nach 4 Fragen am Ende der Runde 2.1

    N3TZW3RG: Falsche Lösung nach 5 Fragen am Ende der Runde 2.2


    N3TZW3RG meldete sich mit:

    bin mitten im Ref, witzigerweise bring ich am Mittwoch meiner Klasse das Konzept der "echten" Turingmaschine näher bzw. versuch es zumindest

    Sehr schön! :)

    ausschließen konnte ich B2 und C3, danach hab ich nichts konkretes

    In der ersten Runde fragte er dann 342 F (falsch), D (richtig) und B (richtig). Darauf:

    irgendwie hab ich mich komplett verrannt und bin gedanklich falsch abgebogen: mir bleiben nach einigen Ausschlüssen nur noch die 341 und die 354 über, gleichzeitig sind beide Ergebnisse nach meiner Logik nicht gültig wegen Redundanter Informationen..

    Oha… 8|

    Er fragte dann noch 354 E (richtig) und nochmal D (falsch). Danach:

    nachdem ich jetzt nochmal alles durchgegangen bin, bleibt eigentlich nur die 534 über - damit würde ich dann bitte gerne lösen!

    Ups… Aus 342 D richtig und 354 D falsch, folgt eigentlich lila<4 … Was ist passiert?

    ach scheiße..
    ich weiß nicht, wieso, aber ich hab nach der zweiten Antwort D1 und D2 eingekringelt und war entsprechend davon überzeugt, dass ich mit 354 falsch D2 ausschließen kann und D1 bleibt

    Tja, dumm gelaufen… ;)

    ja das war ein ordentlicher Schuss in den Ofen..
    ich glaub, meine Gedanken muss ich an der Stelle gar nicht teilen, die waren ja mal gar nicht zielführend. wobei ich meinen Gedanken hier keine Schuld gebe, stattdessen den Händen ;)

    Einen Verantwortlichen muss man ja finden… ^^

    einerseits frustrierend, andererseits war es auch eine wertvolle Lektion: in Zukunft darf ich keine Fragen mehr stellen, mit den Antworten kann ich nämlich offensichtlich nicht umgehen ;)

    Auch eine Möglichkeit… ^^


    Die erste Frage von HRune war 512 C (richtig). Darauf:

    Ich weiß schon ne ganze Menge und schaue, dass ich das die Tage noch ein wenig darlegen kann.

    Okay…

    Bin, so alle Überlegungen korrekt sind, auf 12 mögliche Codes herunter.

    Das war doch schon mal eine solide Grundlage. :)

    Die Kombo aus Tests C und F finde ich sehr schön. Damit waren drei aufeinanderfolgende Ziffern in Test C auszuschließen, da die Quersumme eines solchen Codes immer 3x wäre, wenn x die mittlere der drei Ziffern ist. Und damit wäre Test F unnütz.

    Sehr schöne Schlussfolgerung! :thumbsup:

    Auch müsste ich ausschließen können, dass Test A nicht auf Dreieck prüft

    Ups…! 8|

    … und Test B nicht auf „=6“

    Das wiederum war richtig.

    Von der Falschannahme bei A rückte er allerdings nicht mehr ab. Dies führte dann zu brüchigen Folgeüberlegungen und letztlich zu einer falschen Lösung.

    Es folgte dann die Erklärung, warum er bei Karte A den Fall „blau größte Zahl“ ausgeschlossen hatte:

    Ich habe von Anfang an Code 521 übersehen. :lachwein:

    Tja…

    Ich Dösbaddel....

    :)


    Der Titel der PM von blade45 lautete „Turing Machine Quin irgendwas“. ^^

    Das war keine Überraschung, sowas hatte ich erwartet. Wie die meisten konnte auch er mit Qin Shi Huangdi nichts anfangen. Für dieses ehrliche Bekenntnis sammelte er schon mal Punkte für den Sonderpreis der thematischsten Zugabgabe! :)

    In der ersten Runde fragte er 431 A, C und F. Alles richtig!

    Also ich würde ja fast schon denken, dass 431 die richtige Antwort ist, bei den ganzen "richtig", die ich hier um die Ohren gehauen bekomme.

    Aber er war dann doch nicht mutig, sondern…

    Aber neee.... Ich will es genau machen und schauen, ob ich korrekt schließe...

    :)

    Nach drei richtigen Abfragen ist der Pool der möglichen Kombinationen auf 5 gesunken:

    211, 431, 512, 521, 534

    Seine Überlegungen waren dann:

    Wenn nach Karte B blau und gelb kleiner als 6 wäre, dann wäre ich bei 211. Diese Kombi habe ich dann aber bereits mit 4 Karten, somit wären 2 Karten überflüssig.

    Gleiches Argument: blau+gelb = 6 würde sofort 512 ergeben.

    Also kann ich diese beiden Kombinationen schonmal streichen.

    … und weiter:

    Da bei den übrigen Kombinationen blau größer 4 ist, kann Karte D nicht blau<4 sein. Wenn bei Karte D allerdings gelb<4 wäre, wäre dies keine zusätzliche Info. Anders gesagt: Mit gelb<4 könnte ich auf die Kombinationen kommen, ohne Karte D zu benutzen. Damit muss lila<4 sein und 534 fällt somit raus.

    Er hatte mit dieser Argumentation allerdings Bedenken:

    Ich muss zugeben, dass ich mir bei der letzten Schlussfolgerung nicht ganz sicher bin, aber ich probiere es einfach.

    Hier war er dann doch mutig. :)

    Übrig bleiben 431 und 521, welches ich durch Karte E hervorragend abfragen kann:

    Nach 521 E richtig konnte er den richtigen Code benennen. :thumbsup:

    Ich glaube es war meine bisher beste schwere Partie :D

    Stimmt! :)

    Muss aber auch sagen, dass ich mit den ersten drei Fragen megaviel Glück hatte...

    Ich hatte zwischendurch gedacht, dass ich lieber beim Lotto spielen so viel Glück haben sollte ;D

    :)


    Und nun zu „Außer Konkurrenz“ :)

    Vorgestern Abend hatte sich ein ehemaliger Teilnehmer gemeldet: koala-goalie

    Willkommen zurück! :thumbsup:

    Er hatte das letzte mal bei der Partie „Fugger“ teilgenommen. Lang, lang ist‘s her… :)

    Er hatte damals eine Sofortlösung abgeliefert. Dafür hatte er einen Algorithmus entwickelt, wie man maschinell die Lösungskandidaten auf wenige Codes, eventuell sogar nur noch auf einen Code, einschränken konnte. Aus Spoilergründen bin ich damals natürlich nicht näher auf die Kerninhalte des Algorithmus hier eingegangen.

    Nach einer netten Begrüßung ging er direkt in medias res:

    Und da die Partie mittlerweile schon recht fortgeschritten ist, will ich natürlich direkt lösen:

    Karte A prüft auf Blau
    Karte D prüft auf Lila
    Karte E prüft auf Blau
    Karte F prüft auf 4
    Lösungskombination 5-2-1

    Holla!! =O

    Sofortlösung bei einer schwierigen Partie!

    Er lieferte anschließend noch nach:

    Hinweise zu meinem Lösungsweg:

    • Karte A war sehr nett, da sie ja schon mal gefühlt mindestens ein Drittel der möglichen Kombinationen (ohne eindeutig größte Zahl) direkt eliminiert.
    • Karte F ist auch nett, da sie ja sehr nahe am Verifikator ist. (Ich hab mir hier einfach drei Blöcke gemacht, bzw. gleich darauf 9 Blöcke, in Kombination mit A
    • Karte C ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass man die 3er Folgen ebenfalls direkt ausschließen kann, weil als Bedingung viel zu stark (gerade in Kombination mit Karte A)
    • Da Karte B auf gelb und blau prüft, hielt ich es für recht "wahrscheinlich", dass entweder Karte A oder Karte D auf Lila prüft, die beiden Blöcke habe ich mir zuerst angeschaut, die jeweils andere prüft welche von den beiden Zahlen von B (also gelb und blau) kleiner oder größer ist
    • Die mittlere Option von Karte B hielt ich ebenfalls für ziemlich stark, da sowohl 2+4 als auch 5+1 jeweils beide gerade oder ungerade sind. Damit würde Karte E weniger relevant

    Dann:

    Gut, am Schluss hatte ich meine Blöcke wieder in einem Spread-Sheet und habe [SPOLER].

    Okay… :)

    So ganz kann ich das nicht lassen, aber ich hab immerhin ohne angefangen. Aber es wurde sonst einfach ziemlich schnell unübersichtlich…

    Er war ehrlich… ! :)

    Aber egal… eine Sofortlösung bei einer schwierigen Partie gab es hier noch nicht! Hut ab! :hutab:

    Mal schauen, ob er in zukünftigen Partien wieder dabei ist! ;)


    Fazit:

    • Vier falsche Lösungen! 8|
      Die Partie war offensichtlich schwieriger als ich gedacht habe…
    • Der Preis für die thematischste Zugabgabe geht diesmal an Smuntz! :)
      Den zweiten Platz holte sich blade45.
    • Die Maschine hatte für diese Aufgabe diesmal 10 Fragen benötigt.
    • Start der nächsten Partie ist voraussichtlich Mitte/Ende Januar.
    • Für den Buchstaben „R“ (jetzt wirklich! :) ) starte ich hiermit wieder das Tippspiel. Diejenigen, die dafür bereits einen Tip abgegeben haben, dürfen ihn behalten, oder nochmals ändern. :)

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Für den Buchstaben „R“ (jetzt wirklich! :) ) starte ich hiermit wieder das Tippspiel. Diejenigen, die dafür bereits einen Tip abgegeben haben, dürfen ihn behalten, oder nochmals ändern. :)

    Ich frag für so etwas immer einen Chatbot, um Ideen zu sammeln. DeepAI kam dabei komplett ins Straucheln, weil der Nachname mit R anfangen sollte. Er lieferte immer die gleiche, falsche Liste, schrieb in Klammern aber immerhin dazu, dass das falsch sei und ignorieren soll. Also doch wieder zurück und den eigenen Kopf benutzen. Mir kommen folgende in den Sinn:

    • Richard I. (Richard Löwenherz). Hab ich als „Richard Cœur de Lion“ aus dem Französisch-Unterricht immer noch im Kopf.
    • Maximilien de Robespierre. Wo ich schon bei Französisch bin. Kenne ich natürlich aus dem Geschichtsunterricht zur Französischen Revolution.
    • Rembrandt van Rijn. Auch wenn ich wegen Vermeer ins Mauritshuis in Den Haag gefahren bin, waren die Werke von Rembrandt schon schön anzusehen. ;) (Als Maler ginge sicher auch Raffael - ja, der von den Turtles.)
    • Franklin D. Roosevelt: War mal US-Präsident. Und trägt gar nicht den Spitznamen Teddy, den hat sein ferner Verwandter Theodore Roosevelt (war auch mal US-Präsident). Wenn wir dabei sind: Ronald Reagon fängt auch mit R an.
    • Heinz Rühmann: Ja, wer kennt ihn nicht? Vermutlich alle, die jünger als 40 sind. War auch nicht mehr ganz meine Zeit, habe aber ein paar Filme mit ihm gesehen.

    Und was sehe ich? Keine einzige Frau dabei. Dann liefere ich noch nach:

    • Eleanor Roosevelt: Nichte von Theodore Roosevelt und Frau von Franklin D. Roosevelt.

    Und wen wähle ich jetzt: Am liebsten wäre mir wohl Rembrandt. Aber ich entscheide mich mal gegen meinen eigenen Wunsch und für Roosevelt. Welchen oder welche? Diese Entscheidung sei dem geneigten Leser überlassen.

    Gruß Dee

  • Franklin D. Roosevelt: War mal US-Präsident. Und trägt gar nicht den Spitznamen Teddy

    Roosevelt, also Teddy, wäre gerne zweite Wahl gewesen.

    Maximilien de Robespierre

    Kam mir auch in den Sinn, aber Robespierre ist halt auch (imho zu Recht) ziemlich negativ besetzt. Wenn schon Aufklärung und französische Revolution und R, dann lieber Jean-Jacques Rousseau.

  • Guten Morgen und auch von mir einen herzlichen Glückwunsch an die Gewinner! Das war eine sehr schöne Kombination an Testkarten, umso mehr wurmt es mich, dass ich in meiner Aufstellung genau den Siegcode übersehen habe (als einzigen, wie ich in meiner Rückschau feststellte - muss man auch erst mal schaffen :lachwein:).

    Lieben Dank Dir, Capote , dass Du uns weiterhin mit diesen Rätseln beglückst - bereichern sie doch jeweils für eine gute Woche den Tag. Ich freue mich weiterhin jedes Mal, wenn die Nachricht eines neuen Rätsels in der Mitteilungszentrale hier aufpoppt. Irgendwann interessiert mich mal der Blick hinter die Kulissen - kommst Du vom Code oder von den Rätselkarten her zu einem neuen Rätsel und wie häufig verwirfst Du in dem Zuge die ein oder andere Karte, um uns das Leben so rätselig wie möglich zu machen?

    Letting your mind play is the best way to solve problems. (Bill Watterson)

    Bin auch immer mal in der FAIRPLAY zu lesen.

  • Irgendwann interessiert mich mal der Blick hinter die Kulissen - kommst Du vom Code oder von den Rätselkarten her zu einem neuen Rätsel und wie häufig verwirfst Du in dem Zuge die ein oder andere Karte, um uns das Leben so rätselig wie möglich zu machen?

    Die Erklärung ist recht einfach :). Mit der TM-App erstelle ich zunächst eine große Menge von Codes, und speichere diese ab (Fotos). Aus dieser Sammlung wähle ich dann die Codes aus, die ich interessant finde. Eine Zeitlang habe ich Codes ausgewählt, die eine Assoziation mit der aktuellen Persönlichkeit haben (du wirst dich noch erinnern...). Das mache ich aber inzwischen nicht mehr. ;)

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Lach-Smiley ^^ als Reaktionstyp wieder möglich sein soll. :)

  • Eine Zeitlang habe ich Codes ausgewählt, die eine Assoziation mit der aktuellen Persönlichkeit haben (du wirst dich noch erinnern...). Das mache ich aber inzwischen nicht mehr. ;)

    Ja - seit dem sind meine Leistungen hier rapide abgefallen. 8o

    Letting your mind play is the best way to solve problems. (Bill Watterson)

    Bin auch immer mal in der FAIRPLAY zu lesen.