Warhammer Stammtisch - Frauen und Männer mittleren Alters kaufen Plastik

  • Ja spannend. Irgendwie geht von der Brettspielwelt (mit Skirmishern) zum Tabletop ein paar kulturelle Unterschiede.

    Zuletzt habe ich mit einem Kumpel Galaxy Defenders durchgespielt. Bei uns war das schon so, dass wir sehr ausgiebig Planen und regelmäßig Detailregelfragen auftauchen. Die müssen dann erstmal geklärt werden damit wir zufrieden weiter machen können. Ich glaube wir sind beide schon Typen, den das korrekte Spielen sehr sehr wichtig ist.

    Auf der anderen Seite würde ich von einem Publischer auch erwarten Regeländerungen kostenlos zu bekommen, wenn ich einmal das Spiel gekauft habe. Natürlich sehe ich, dass Tabletop mit einer kompetitiven Szene da was anderes ist als ein Brettspiel. Aber als Einsteiger und wahrscheinlich eher unambitionierter Freizeitspieler würde ich mir mehr Konstanz wünschen.

    Wie habt ihr den in der Vergangheit die Regeländerungen beim Editionswechsel wahrgenommen? Geht es da wirklich darum das Spielerlebnis zu verbessern (wie und was wurde verbessert) oder ist das eher als GW Cashgrab einzuordnen?

    Ansonsten will ich noch mal sagen: ich finde das Grundregelwerk von AoS richtig gut gemacht. Z.B. weil man nachvollziehen kann ich welcher Reihenfolge Fähigkeiten/Effekte stattfinden. Gefühlt vermisse ich sowas in Brettspielen häufig.

    Ich sehe auch total, dass Spearhead das normale AoS gut reduziert. Als Neuling habe ich keine Ahnung von Tatik. Wie soll ich dann da bitte eine Armeeliste schreiben.? Der Honest Wargamer hatte neulich ein alternatives Format zu Spearhead vorgeschlagen. Wenn ich es richtig verstanden habe dann so: schreibe eine 1000 Pkt Liste, kämpfe nach Grundregeln, um Zielobjekte/Punkte. Er fand das sei ein besserer Einstieg als Spearhead, weil du so wenigsten das Spiel lernst... Oh manno. Ich fand den Vorschlag echt daneben.

  • Als Neuling habe ich keine Ahnung von Tatik. Wie soll ich dann da bitte eine Armeeliste schreiben.?

    Mit Stift und Papier? Spaß beiseite... Wo liegt das Problem? Wenn du rangehst und erwartest gleich beim ersten Match ein würdiger Gegner zu sein oder sogar zu gewinnen, dann bist du zu ungeduldig. Und selbst wenn du eine TOP Liste hast geht es immer noch darum wie man sie einsetzt...

    Daher halte ich mich an die drei Geheimnisse der Shaolin: 1. Üben 2. Üben und 3. Üben

    Mach deine eigenen Fehler. Schreib ne Liste die dir taugt und dann schau was damit passiert. Lerne aus deinen Aufstellungs- und Spielfehlern. Du kannst eine Strategie nur dann verbessern wenn du sie verstehst, nicht wenn du sie stumpf übernimmst.

    Und somit sind wir wieder bei:

    Er fand das sei ein besserer Einstieg als Spearhead, weil du so wenigsten das Spiel lernst... Oh manno. Ich fand den Vorschlag echt daneben.

    Ich find das einen super Tipp. Nicht nur für WH oder cosims oder KDM oder andere Spiele oder Sport oder oder... lerne erst mal die Grundlagen. Es gibt nicht umsonst Tutorials.

    Top 10 games

    1: Kingdom Death: Monster - 2: Conan - 3: Twilight Imperium 4. Ed. - 4: Arkham Horror LCG - 5: Warhammer Underworlds - 6: Crokinole - 7: Baseball Highlights: 2045 - 8: Blitz Bowl - 9: Blood Rage - 10: Blood Bowl: Team Manager Das Kartenspiel

    Top 10 wargames

    1: Battletech - 2: BCS - 3: GOSS - 4: Men of Iron Series - 5: Enemy Action Series - 6: 1985 Series - 7: Starship Troopers - 8: East Front Series - 9: Fields of Despair - 10: Fortress Europa

    geekeriki.tv

    YouTube.com/geekeriki

  • So grosse kulturelle Unterschiede gibt es da nicht, es ist - wie bei Brettspielen auch - eher eine Frage des Spielertyps. Aber so wie es klingt, seid ihr von der Kombination aus unbekanntem Spielsystem, vielen Miniaturen, Regeln des Spielsystems und Regeln der Fraktion so paralysiert, dass ihr nichtmal starten könnt. Und da hilft halt üblicherweise eine Reduktion der wahrgenommenen Komplexität. Wenn es dann mal läuft, könnt ihr ja problemlos die exakten Regeln anwenden.


    Auf der anderen Seite würde ich von einem Publischer auch erwarten Regeländerungen kostenlos zu bekommen, wenn ich einmal das Spiel gekauft habe. Natürlich sehe ich, dass Tabletop mit einer kompetitiven Szene da was anderes ist als ein Brettspiel. Aber als Einsteiger und wahrscheinlich eher unambitionierter Freizeitspieler würde ich mir mehr Konstanz wünschen.

    Wie habt ihr den in der Vergangheit die Regeländerungen beim Editionswechsel wahrgenommen? Geht es da wirklich darum das Spielerlebnis zu verbessern (wie und was wurde verbessert) oder ist das eher als GW Cashgrab einzuordnen?

    Die Regelanpassungen innerhalb einer Edition erhält man ja auch kostenlos. GW macht alle 3 Monate ein Balance Update, mit dem Ziel, dass alle Fraktionen untereinander ungefähr ausgeglichen sind. Referenz sind dabei die üblicherweise auf Turnieren gespielten Spielgrössen, also 2000 Punkte. Häufig sind es nur Anpassungen der Punktekosten, gelegentlich auch Anpassungen von Fähigkeiten. Das ist auf der einen Seite ein bisschen lästig, weil Armeelisten dadurch überarbeitet werden müssen oder nicht mehr so funktionieren, wie sie vorher funktioniert haben. Auf der anderen Seite auch sehr positiv, weil man nun nicht mehr wie früher über Jahre hinweg mit einer "schlechten" Armee spielen muss.


    Die Editionswechsel: Mittlerweile geht es dort - zumindest mein Eindruck - schon in erster Linie darum, das Spielerlebnis zu verbessern. Die Grundregeln sind sowohl bei 40k als auch bei AoS kostenlos verfügbar, Fraktionen erhalten entweder Anpassungen für die neue Edition, das Battletome bleibt aber gültig, oder (wenn es eine grössere Überarbeitung ist) die Fraktionen werden frei zur Verfügung gestellt, bis ein aktualisiertes Battletome verfügbar ist. Anschliessend ist zumindest der Kauf des Battletome/Codex nötig.


    Der Cashgrab bei GW ist mMn mittlerweile deutlich besser geworden als früher, als es zeitweise doch sehr klare Bevorzugung für die jeweils neuesten Einheiten gab. Das gilt aber nur für das frühere "Pay to Win"-Gefühl. Denn generell ist das Preisniveau sehr hoch, weshalb sämtliche Käufe, die durch Anpassungen von Armeelisten nötig sind, natürlich finanziell spürbar sind. Dazu kommen diverse künstliche Verknappungen insbesondere bei Armeesets oder Startsets, stellenweise auch bei anderen Produkten (Würfel, Karten, etc., das meiste davon nice to have, aber eigentlich unnötig) um FOMO zu triggern. Insofern ist GW deshalb nach wie vor auch Cashgrab.


    Ich sehe auch total, dass Spearhead das normale AoS gut reduziert. Als Neuling habe ich keine Ahnung von Tatik. Wie soll ich dann da bitte eine Armeeliste schreiben.? Der Honest Wargamer hatte neulich ein alternatives Format zu Spearhead vorgeschlagen. Wenn ich es richtig verstanden habe dann so: schreibe eine 1000 Pkt Liste, kämpfe nach Grundregeln, um Zielobjekte/Punkte. Er fand das sei ein besserer Einstieg als Spearhead, weil du so wenigsten das Spiel lernst... Oh manno. Ich fand den Vorschlag echt daneben.

    Spearhead ist im Prinzip ein eigenes System, das sich auf kürzere, kleine, schnelle Spiele spezialisiert. Meine Frau hat es vom Spielgefühl her mal als "Underworlds mit Einheiten" verglichen, und ich finde den Vergleich recht treffend. Es ist nicht das vollwertige Age of Sigmar, und es hat gegenüber dem regulären System ein paar Änderungen, die man beim Wechsel (Spearhead ->AoS oder andersrum) beachten muss. Das sind vor allem z.T. angepasste oder andere Einheitenprofile sowie der Wegfall der Herophase und der Command Points (sowie der assoziierten Fähigkeiten). Da aber die Grundregeln gleich bleiben und durch die Vorauswahl viele (potentiell überwältigend erscheinende) Variablen wegfallen und die Spearheads untereinander einigermassen gebalanced sind, ist es ein guter Einstieg.


    Die Variante, selber eine 1000 Punkte Liste zu schreiben und diese zu spielen ist ebenfalls eine gute Variante, mMn aber der nächste Schritt nach Spearhead, wenn man die ersten Schritte in das vollständige Spiel machen möchte. Grundsätzlich gilt hier das, was carlosspicyweener schon gesagt hat. Mit der Ergänzung, dass 1000 Punkte nicht die ideale Spielgrösse sind und es deshalb eher mal passieren kann, dass die gegeneinander antretenden Armeen trotz nominell gleicher Punkte sehr unausgewogen sind.

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Dirtbag

    Spannend, ich wollte neulich mal die aktuellen Fraktionsregel der OBR lesen. Habe ich leider nicht gefunden. Ich glaube das war mal kostenlos downloadbar aber GW hat es sich jetzt anders überlegt. Richtig???

    Die Regel aus dem GHB scheinen auch nicht zum download bereit zu stehen. Von Commandpoints habe ich noch nichts gelesen - wo steht das eigentlich?

  • Anzeige
  • Werde wohl als "Zweitarmee" eine reine Troll-Armee für Age of Sigmar ins Auge fassen. Aber bevor ich mir da neue Modelle hole, muss ich erstmal meine Tyraniden fertig machen. Leider wird es bis dahin die Troll Battleforce für AoS wohl nicht mehr zu kaufen geben und ich werde auf (teureren) Einzelkauf setzen müssen. Naja ... vielleicht gibts bis dahin ja was anderes interessantes.

  • Die Grundregeln findest du hier zum Download. Generell ist für alle offiziellen Downloads der Download-Bereich von Warhammer Community eine gute Anlaufstelle.

    Command Points sind teil der Heldenphase im vollen Spiel, und werden entsprechend in den vollständigen Regeln erklärt (Seiten 29 und 30). Eine Übersicht, welche allgemeinen Fähigkeiten man damit triggern kann, findet sich auf dem Schnelleinstieg.


    Ossiarch Bonereapers sind nicht mehr frei verfügbar, weil sie in der Zwischenzeit ein neues Battletome erhalten haben. Das ist mittlerweile für so ziemlich alle Fraktionen der Fall. Fyreslayers, Seraphon, Behemaths Söhne und Oger sind derzeit noch ohne Battletomes und frei verfügbar, aber zumindest für die letzten beiden wird sich das sehr bald ändern, und Fyreslayers und Seraphon dürften auch bald ihre Battletomes erhalten.


    Alternativ: newrecruit.eu nutzen, dort sind die Regeln aller Fraktionen und Einheiten ebenfalls verfügbar. Ich nutze es gelegentlich, wenn ich etwas über Einheiten von Fraktionen nachrecherchieren möchte, die ich nicht spiele. Für meine gespielten Fraktionen bevorzuge ich persönlich es, mir die Battletomes und Codices zu kaufen.

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.