Mischwald: Dartmoor

  • Mischwald Dartmoor ist als Beta auf BGA verfügbar.

    Ich hab mal zwei Partien gegen einen (in dem Spiel ebenfalls erfahrenen) Freund gespielt und wir sind beide schon halbwegs begeistert. Erstmal sieht es sehr schön aus! Am grundsätzlichen Stil hat sich nichts verändert, aber die Farbpalette und die nebligen Bilder sind eine angenehme Alternative zu dem frischen Forstgrün des Vorgängers. Und momentan macht es erstmal totalen Spaß, die neuen Karten und Combos zu erkunden.

    Die Dice Tower-Review lief ja viel unter der Annahme, dass Dartmoor eine Art Reset sei, um die Balance der verschiedenen Strategien auf eine Art und Weise zu korrigieren, die mit den Erweiterungen des Vorgängers nicht möglich war. Also eine Art Neukalibrierung des ganzen Wertungsgefüges. Ob und wie sehr das zutrifft, kann ich derzeit noch überhaupt nicht sagen. Die grundsätzlichen Prinzipien der gemeinsamen Wertung gibt es ja nach wie vor: Libellen z.B. funktionieren identisch wie die Schmetterlinge, die Pflanzen haben auch die gewohnte Mischung aus Multiplikator, Bonuskarten-Effekt und Set Collection, etc. Ein paar Sachen funktionieren aber auch etwas anders: die Kaninchen z.B. können (anders als die Feldhasen) nicht mehr automatisch gemeinsam an eine Stelle gespielt werden (es sei denn man hat einen Dachs), dafür kann man beliebig viele auf einmal ausspielen. Und die Räuber-Beute-Beziehung von Wölfen und Hirschen findet sich jetzt am ehesten in den Bussarden und Mäusen wieder. Der Bussard gibt dabei deutlich weniger Punkte pro Maus als ein Wolf pro Hirsch gegeben hat, dafür verweisen viele Mäuse punktetechnisch auch aufeinander (ähnlich der quadratischen Kaninchen-Wertung). Ich bin nicht 100% sicher, aber es könnte sein, dass es keine größeren Multiplikatoren als x2 mehr gibt, was vielleicht einige Spitzen in der Punkteeskalation abschneidet. Ansonsten sehe ich erst mal keine grundsätzlichen Eingriffe in die Art und Weise wie gewertet wird.

    Zu den Mooren: die fühlen sich im Umgang auch schnell vertraut an. Die haben manchmal Nachzieh-Effekte, damit also ein bisschen was von Pilzen/Sträuchern, manchmal auch Punkte-Multiplikatoren für bestimmte Symbole – soweit so altbekannt also. Der große Unterschied liegt darin, dass sie zwar oben und unten je 2 Karten anlegen lassen, dafür aber links und rechts gar keine. Wertungstechnisch sind Moore auch manchmal von Bäumen/Sträuchern getrennt – soll heißen: es gibt Multiplikatoren, die nur für eine der beiden Punkte bringen – so dass mein Eindruck ist, dass man sich dort etwas spezialisieren kann. Das wiederum hat Einfluss auf die sonstige Strategie, weil man gewisse Symbole (Huftiere, Pfotentiere, Mäuse) an Moore fast gar nicht anlegen kann. Dafür erlaubt deren Extra-Platz oben und unten, dass man schneller auf Pflanzen, Amphibien oder Insekten gehen kann. Das erkunde ich gerne noch weiter.

    Ersteindruck also: spannend! Ich bin ja aber auch großer Freund des Vorgängers und freue mich alleine schon über alles in dem Spiel, was so schön bunt und neu daher kommt. Es stimmt natürlich, dass die beiden Versionen im wesentlichen das gleiche Spiel sind. Beide "braucht" man also eher nicht (wenn man den Maßstab des "Brauchens" hier anlegen möchte). Ob Dartmoor die "Probleme" des Vorgängers (die für mich ja schon mal keine großen Probleme waren) soweit fixen, dass damit Kritiker des ersten Spiels zu Fans werden, vermag ich nicht zu sagen. Für mich wird es wohl – weil kleine Schachtel, moderater Preis, schlechte Selbstkontrolle – ein Pflichtkauf in Essen.

  • Ich bin nicht 100% sicher, aber es könnte sein, dass es keine größeren Multiplikatoren als x2 mehr gibt, was vielleicht einige Spitzen in der Punkteeskalation abschneidet.

    Korrektur: der Otter gibt 3 pro Amphibiensymbol. Aber der Farn mit x6 für Amphibien war ja auch im Grundspiel der größte Multiplikator.

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  • yzemaze 21. August 2025 um 13:12

    Hat das Label ausgelagert hinzugefügt.
  • Ich hatte irgendwo gelesen, dass Mischwald und Dartmoor auch zusammen spielbar sind. Dazu wird nicht geraten, Balancing usw, aber technisch möglich sei das wohl. Hat jemand das schon ausprobiert?

    Kann man das denn schon ausprobiert haben? Das Spiel ist ja in echt noch nicht erschienen (oder vielleicht in den USA zur GenCon?) und bei BGA ist das ja nicht möglich.

  • Ich hatte irgendwo gelesen, dass Mischwald und Dartmoor auch zusammen spielbar sind. Dazu wird nicht geraten, Balancing usw, aber technisch möglich sei das wohl. Hat jemand das schon ausprobiert?

    Gleich auf der ersten Seite der Regeln steht sehr prominent, dass es nicht mit Mischwald oder den Erweiterungen kombiniert werden kann.

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  • Vervs Rezension hat bei mir Interesse am Spiel geweckt! Falls es eine Promo dazu gibt ( Küstenzauberer ), hole ich es in Essen, ansonsten in meinem lokalen Laden. Der bekommt solche Promos praktisch nie mit.

    War jetzt bei Kampf um Cadia auch so. Schade, ich würde gerne mehr bei ihm kaufen :D

    Kennst uns ja. Es wird in Essen eine Promokarte geben, die ist aber NICHT an den Kauf des Spiels gebunden. Kannst auch bei uns am Stand (Nordende von Halle 3) einfach vorbeikommen und am Glücksrad drehen. Oder mich irgendwo abfangen.

  • Ich hatte irgendwo gelesen, dass Mischwald und Dartmoor auch zusammen spielbar sind. Dazu wird nicht geraten, Balancing usw, aber technisch möglich sei das wohl. Hat jemand das schon ausprobiert?

    Du musst dir halt Hausregeln dazu machen. Denn du kannst dank der Rückseiten erkennen, ob es eine Karte aus dem Mischwald oder eine aus Dartmoor ist. Und dadurch, dass 5 der 6 Baumarten neu sind, machst du es dir deutlich schwerer, Farbboni zu erreichen, wenn du beide Spiele plus Erweiterungen zusammenkippst. Aber hey, probier es ruhig aus und berichte darüber.

  • Gemeint war wahrscheinlich diese Aktion: https://www.asmodee.de/news/hobby-nex…duell-um-cardia

    genau das

    War jetzt bei Kampf um Cadia auch so.

    Meines Wissens sind die Karten nur als Turnierpreise gedacht


    Turnierpreise sind die Spielmatte und Foil-karten

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  • Ich habe ja die Vermutung, daß es gar nicht beabsichtigt war, daß #MischwaldDartmoor ein stark verändertes Spielgefühl haben soll. Denn zum einen soll der friedliche Charakter bleiben, womit sämtliche destruktiven Elemente herausfallen, und zum anderen fehlt mir die Vorstellungskraft, wie man bei diesem Spielkonzept tiefgreifendere Veränderungen vornehmen will, ohne daß es auf dem Tisch noch unübersichtlicher wird. Und selbst wenn man vielleicht auf den Gedanken kommen könnte, spezielle Abhängigkeitsbedingungen von Baum/Busch/Moor in Bezug auf ihre Platzierung in der eigenen Auslage zu schaffen, so würde das aus meiner Sicht eine unnötige Komplexitätsstufe einführen, die dem Spiel Leichtigkeit nimmt und nur (noch) mehr zum Grübeln einlädt.

    Insofern gehe ich davon aus, daß man einfach weiteres Kartenmaterial produzieren wollte, es aber glücklicherweise erkannt hat, daß zusätzliche Erweiterungen zum originalen #Mischwald keinen Mehrwert schaffen bzw. das Gesamterlebnis deutlich trüben können, wenn man zuviel Themen miteinander mischt und dementsprechend viele verdeckte Karten wieder aussortieren muß, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, daß etliche Effekte gar nicht mehr zum Tragen kommen, da die entsprechenden Karten fehlen. Unter anderem aus dem Grund habe ich es auch nicht verstanden, warum bei den "Entdeckungen" die Zusatzregel enthalten ist, daß man für jede hinzugefügte Promokarte zu Spielbeginn eine zusätzliche verdeckte Karte entfernen soll. Beim "Waldrand" hatte man doch auch so nen lockeren Tipp in der Anleitung parat, daß man im Spiel zu zweit oder zu dritt entsprechende Stapel bilden und diese entfernen kann. Mit dem zufälligen Aufdecken der dritten Winterkarte kommt es doch eh nicht so genau auf die genaue Kartenanzahl an ... Insofern hausregeln wir das bei uns individuell.

    Ein Wort noch zu den individuellen Höhlen: Anfangs fand ich diese Idee richtig interessant. Mittlerweile ist es mir fast schnuppe, welche Höhle ich vor mir liegen habe. Was nützt mir da ein toller Effekt, wenn ich nicht an Tiere komme, mit welchen ich Karten in die Höhle legen kann? Und meine ganze Strategie auf die Höhle auszurichten? Nein, danke. Dafür sind die von den Punkten her deutlich zu schwach. Insofern sehe ich sie als netten Mitnahmeeffekt wenn es sich anbietet, mehr aber auch nicht.

  • Unsere Erste Partie auf BGA ist jetzt zuende. Und was soll ich sagen?

    "MAUS! MAUS!!! DAS SPIEL IST MAUS!"

    So kam es mir jedenfalls vor. Für mich ist Mischwald am besten zu zweit spielbar - alles drüber und die Kartenauslage ist (für uns) SEHR zufällig.

    Am Ende gab mir jede gespielte Maus 15/17/19/21 Punkte. Das wirkte ein bisschen wie die Wölfe/Rehe-Strategie früher.

    Ansonsten mag ich die Moore und überhaupt die neuen Grafiken. Die Karten sind echt süß gezeichnet. Vieles ist SEHR ähnlich zu Mischwald - aber ist ausreichend neu, dass es sich anders anfühlt.

  • Für mich wäre eine Lösung wie bspw. bei Dominion mit den Kartensätzen "gefälliger" gewesen.
    Also an Stelle eines neuen Spieles lieber eine weitere Erweiterung und dann ne Änderung bei der Auswahl an verfügbaren Karten. Weis nicht, in wie weit das umsetzbar wäre. Aber die Idee finde ich charmant.
    Als Mischwald-Fans werden wir das trotzdem kaufen :)

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  • Unsere Erste Partie auf BGA ist jetzt zuende. Und was soll ich sagen?

    "MAUS! MAUS!!! DAS SPIEL IST MAUS!"

    So kam es mir jedenfalls vor. Für mich ist Mischwald am besten zu zweit spielbar - alles drüber und die Kartenauslage ist (für uns) SEHR zufällig.

    Am Ende gab mir jede gespielte Maus 15/17/19/21 Punkte. Das wirkte ein bisschen wie die Wölfe/Rehe-Strategie früher.

    Ansonsten mag ich die Moore und überhaupt die neuen Grafiken. Die Karten sind echt süß gezeichnet. Vieles ist SEHR ähnlich zu Mischwald - aber ist ausreichend neu, dass es sich anders anfühlt.

    Als derjenige, der den ersten BGG strategy thread für Dartmoor gemacht hat, muss ich sagen, dass Mäuse (mit den anderen Pfotentieren zusammen) zwar stark sind, ich aber mit Mooren und Pflanzen öfter gewinne, und Fledermäuse auch ab und zu stark sein können (wenn man früh seine Haselsträucher bekommt). Insgesamt denke ich, dass Moore die stärkste Hauptstrategie sind.

    Klar, Mäuse sind stark, aber nur wenn der Gegner einem alles lässt. Wenn ich beim Gegner Mäuse liegen sehe, kannst du dreimal raten, was bei mir als Moor umgedreht wird... Dachse, Bussarde und Mäuse...

    Also meiner Meinung nach ist Dartmoor erheblich besser ausbalanciert und hat erheblich weniger "Schrott" als das original Mischwald (dass ich ohne Alpin nicht mehr so gerne spielen würde wie Dartmoor). Vögel sind zwar als Hauptstrategie deutlich schwächer, aber jede Strategie hat ein oder mehrere Vogelarten, die gut zu ihr passen.

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Harmonies

  • Sternenfahrer

    Die Alpin-Erweiterung hätte ich jetzt mal als Hochgebirge definiert. ;)

    Ein Hochland kann natürlich auch ein Gebirge mit einschließen, aber mir ging es auch nicht so sehr um Begriffsdefinitionen. Ich wollte lediglich etwas finden, bei dem man auch Alpakas integrieren kann. ^^

    Einmal editiert, zuletzt von Freizeitvernichter (23. September 2025 um 08:22) aus folgendem Grund: Bezug gesetzt

  • Für mich wäre eine Lösung wie bspw. bei Dominion mit den Kartensätzen "gefälliger" gewesen.
    Also an Stelle eines neuen Spieles lieber eine weitere Erweiterung und dann ne Änderung bei der Auswahl an verfügbaren Karten. Weis nicht, in wie weit das umsetzbar wäre. Aber die Idee finde ich charmant.
    Als Mischwald-Fans werden wir das trotzdem kaufen :)

    Da müsste man ja jedes Mal die Karten wieder auseinandersortieren? Das passt gar nicht zu Mischwald. Ich finde die Lösung ganz gut, mit Dartmoor eine leicht überholte Variante zu machen, die schon ohne Erweiterungen besser funktioniert (ähnlich wie bei Dune Imperium mit Uprising, nur sinnvoller beides zu haben, da deutlich günstiger und platzsparender)

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Harmonies

  • Sternenfahrer

    Die Alpin-Erweiterung hätte ich jetzt mal als Hochgebirge definiert. ;)

    Ein Hochland kann natürlich auch ein Gebirge mit einschließen, aber mir ging es auch nicht so sehr um Begriffsdefinitionen. Ich wollte lediglich etwas finden, bei dem man auch Alpakas integrieren kann. ^^

    Das wäre Mischwald: Anden, mit Alpakas und Kondoren... was für Kaninchen gibt es eigentlich in den Anden?

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Harmonies

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  • Für mich wäre eine Lösung wie bspw. bei Dominion mit den Kartensätzen "gefälliger" gewesen.
    Also an Stelle eines neuen Spieles lieber eine weitere Erweiterung und dann ne Änderung bei der Auswahl an verfügbaren Karten. Weis nicht, in wie weit das umsetzbar wäre. Aber die Idee finde ich charmant.
    Als Mischwald-Fans werden wir das trotzdem kaufen :)

    Da müsste man ja jedes Mal die Karten wieder auseinandersortieren? Das passt gar nicht zu Mischwald. Ich finde die Lösung ganz gut, mit Dartmoor eine leicht überholte Variante zu machen, die schon ohne Erweiterungen besser funktioniert (ähnlich wie bei Dune Imperium mit Uprising, nur sinnvoller beides zu haben, da deutlich günstiger und platzsparender)

    Weshalb sollte das bei Mischwald nicht passen? Ist ja kein Teil des aktiven Spiels sondern innerhalb der Vorbereitungs- bzw. Nachbereitungsphase.
    Aktuell muss man ja auch Karten abzählen, Stapel bilden, Winterkarten "einpflegen"...

    Das Dartmoor besser funktioniert kann ich nicht ganz nachvollziehen. In meinen BGA Runden fühlte sich das absolut gleich an. Die Mechanik der Moore lösen bei mir nun kein großartiges OHAA aus.

  • Sternenfahrer

    Die Alpin-Erweiterung hätte ich jetzt mal als Hochgebirge definiert. ;)

    Ein Hochland kann natürlich auch ein Gebirge mit einschließen, aber mir ging es auch nicht so sehr um Begriffsdefinitionen. Ich wollte lediglich etwas finden, bei dem man auch Alpakas integrieren kann. ^^

    Das wäre Mischwald: Anden, mit Alpakas und Kondoren... was für Kaninchen gibt es eigentlich in den Anden?

    Pampashasen :love:

  • Als derjenige, der den ersten BGG strategy thread für Dartmoor gemacht hat, muss ich sagen, dass Mäuse (mit den anderen Pfotentieren zusammen) zwar stark sind, ich aber mit Mooren und Pflanzen öfter gewinne, und Fledermäuse auch ab und zu stark sein können (wenn man früh seine Haselsträucher bekommt). Insgesamt denke ich, dass Moore die stärkste Hauptstrategie sind.

    Klar, Mäuse sind stark, aber nur wenn der Gegner einem alles lässt. Wenn ich beim Gegner Mäuse liegen sehe, kannst du dreimal raten, was bei mir als Moor umgedreht wird... Dachse, Bussarde und Mäuse...

    Also meiner Meinung nach ist Dartmoor erheblich besser ausbalanciert und hat erheblich weniger "Schrott" als das original Mischwald (dass ich ohne Alpin nicht mehr so gerne spielen würde wie Dartmoor). Vögel sind zwar als Hauptstrategie deutlich schwächer, aber jede Strategie hat ein oder mehrere Vogelarten, die gut zu ihr passen.

    Bis auf eine Maus hab ich alle gezogen :-/ Das ist halt der Teil des Kartenspiels, der zufallsbasiert ist. Passiert in der Form vermutlich nicht oft, aber passiert. Der Punkt, warum Mäuse wohl gut sind ist, dass sie keinen Support brauchen. Mäuse geben sich selbst Punkte und lassen sich ggf. selbst noch ne Maus spielen.

  • Da müsste man ja jedes Mal die Karten wieder auseinandersortieren? Das passt gar nicht zu Mischwald. Ich finde die Lösung ganz gut, mit Dartmoor eine leicht überholte Variante zu machen, die schon ohne Erweiterungen besser funktioniert (ähnlich wie bei Dune Imperium mit Uprising, nur sinnvoller beides zu haben, da deutlich günstiger und platzsparender)

    Weshalb sollte das bei Mischwald nicht passen? Ist ja kein Teil des aktiven Spiels sondern innerhalb der Vorbereitungs- bzw. Nachbereitungsphase.
    Aktuell muss man ja auch Karten abzählen, Stapel bilden, Winterkarten "einpflegen"...

    Das Dartmoor besser funktioniert kann ich nicht ganz nachvollziehen. In meinen BGA Runden fühlte sich das absolut gleich an. Die Mechanik der Moore lösen bei mir nun kein großartiges OHAA aus.

    Karten abzählen geht sehr flott, das kann man auch über Stapelhöhe machen (z.b. zu zweit 5 Stapel, 2 raus, in den dritten die Winterkarten). Alle Karten von einer bestimmten Erweiterung rausfischen würde DEUTLICH länger dauern. Das ist ja das schöne bei Mischwald, man haut einfach einen fetten Stapel auf den Tisch und los gehts (naja, noch die Winterkarten).

    Dartmoor wurde nicht mechanisch überholt (die Mechanik bei Mischwald ist ja auch toll), sondern hauptsächlich beim Balancing. Es gibt weniger "zu gute" (Marder, Maulwurf) und "zu schlechte" (Wildschwein, Glühwürmchen) Karten als beim alten Mischwald.

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Harmonies

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  • Karten nach Spielende auseinander sortieren hat und damals bei Dominion auch nicht umgebracht.
    War ja auch nur so eine Idee ohne Anspruch auf Pflichtumsetzung.

    Das mit dem Balancing empfinde ich auch anders. Wie der Dude schon schrieb: Theorie und Praxis sind durch die Zufälligkeit eines derartigen Kartenspiels nie stringent.

  • Karten nach Spielende auseinander sortieren hat und damals bei Dominion auch nicht umgebracht.
    War ja auch nur so eine Idee ohne Anspruch auf Pflichtumsetzung.

    Das mit dem Balancing empfinde ich auch anders. Wie der Dude schon schrieb: Theorie und Praxis sind durch die Zufälligkeit eines derartigen Kartenspiels nie stringent.

    Bei Dominion macht das auseinandersortieren mechanisch Sinn, weil es da ja die Kaufstapel gibt und jeder Mitspieler seine eigenen Karten zurücksortieren kann, und die kommen dann ja auch immer sortiert in die Box. Da kann man dann ohne Probleme die einzelnen Kaufstapel austauschen. Bei MISCHwald werden aber die kompletten Karten gemischt, und man kann den Stapel auch gemischt wieder in die Box zurückpacken. Nur die 3 Winterkarten werden während des Spiels automatisch wieder rausgenommen.

    Was das Balancing angeht, ich habe erst so 50 Partien Dartmoor auf BGA gespielt und habe eine recht gute Siegquote (allerdings schlechter als bei Mischwald, ich vermute, weil es bei Dartmoor fast nur erfahrene Mischwald-Spieler gibt und weil meine ersten Probierpartien noch zu sehr ins Gewicht fallen).

    Im Grundspiel war Mischwald sehr stark auf Hirsche/Wölfe und Bäume fokussiert, mit Alpin kommen Amphibien und Schmetterlinge dazu, und mit beiden Erweiterungen sind Schmetterlinge einen Tick zu stark, während Huftiere immer noch gut sind.

    In Dartmoor gibt es mehr Varianz bei den Strategien, man kann fast jede der vier Hauptstrategien (Pfoten, Sumpf, Pflanzen+Insekten, Fledermäuse) spielen und diese teilweise auch mischen, wird aber nicht dazu gezwungen, bestimmte Karten zu spielen. Die Nebenstrategien (Amphibien, Vögel, Huftiere, Höhle) haben auch einen soliden Platz im Spiel.

    Aber vielleicht bildet sich noch eine Meta heraus, die mich widerlegt...

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Harmonies

  • Dartmoor wurde nicht mechanisch überholt (die Mechanik bei Mischwald ist ja auch toll), sondern hauptsächlich beim Balancing. Es gibt weniger "zu gute" (Marder, Maulwurf) und "zu schlechte" (Wildschwein, Glühwürmchen) Karten als beim alten Mischwald.

    Dein Eindruck hatte ich auch - allerdings hab ich auch beim Grundspiel etwas gebraucht, die "zu guten" Karten zu identifizieren.

  • Dartmoor wurde nicht mechanisch überholt (die Mechanik bei Mischwald ist ja auch toll), sondern hauptsächlich beim Balancing. Es gibt weniger "zu gute" (Marder, Maulwurf) und "zu schlechte" (Wildschwein, Glühwürmchen) Karten als beim alten Mischwald.

    Dein Eindruck hatte ich auch - allerdings hab ich auch beim Grundspiel etwas gebraucht, die "zu guten" Karten zu identifizieren.

    Schau mal bei BGG in die Strategiediskussion (bei Mischwald und bei Dartmoor) rein, ich spiele ja viel auf BGA, schreibe Analysen auf BGG und bekomme dann Feedback von den anderen Dauerzockern. Bei Dartmoor habe ich auch so 5-6 Spiele gebraucht, um reinzukommen und die starken Strategien und Karten zu identifizieren. Den Steinschmätzer, das Tor und das Rinnsal zum Beispiel hatte ich zunächst etwas unterschätzt, und mit den Fledermäusen musste ich auch erst warm werden, weil sie im Grundspiel so schlecht waren.

    Die stärksten Karten in Dartmoor sind die Entsprechungen der Pilze, vor allem die Quelle und der Holunder. Eine sehr starke Karte, die ich zu Anfang unterschätzt hatte, ist die Palmweide. Sehr wichtig für eine Moorstrategie, aber auch solide für alle anderen Strategien, die ja auch irgendwie Platz brauchen. Bei den Mooren vorne zu liegen ist sehr wertvoll, weil dann Schnepfen und Ponys nur für dich punkten und für den Gegner praktisch nix wert sind.

    Lieblingsspiele: Go, Arnak, die Weiße Burg, Mischwald (Dartmoor), Harmonies

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