Solaranlage - Erfahrungsbericht

  • Lustigerweiße halte ich dieses Forum kompetent, um mir bei der Frage nach Solaranlagen weiterzuhelfen.
    Ich baue gerade ein Einfamilienhaus (EH 40, 150qm für 4 Personen) und hab ein Dach Ost/West mit 22 Grad Neigung.

    So nun gibt es in diesem Haus viele Komponenten die ich ganz schlecht einschätzen kann (da keine Erfahrung).
    Wir werden eine Warm-Wasser-Wärmepumpe haben und perspektivisch sicherlich auch ein E-Auto. Unser Stromverbrauch in der Mietwohnung war in den letzten Jahren etwa 3000kw pro Jahr. Nun stehe ich vor der Frage 14kwP + 10kwP Speicher für 20.000 Euro oder 21kwP (wäre das komplette Dach) mit 14kwP für 28.000 Euro.

    Ich frag mich halt ob diese zusätzlichen 7kwP eigentlich noch irgendwie Wirtschaftlich Sinn macht oder ich diese Mehr-Leistung einfach nur günstig
    einspeise. Evl. gibt es ja hier Leute die Erfahrung mit Solaranlagen, Wärmepumpen in Kombinationonmbination mit einem Speicher und evl. sogar E-Auto haben. :sonne:

  • Mal unabhängig von der Firma, hier sind wichtige Infos gut zusammengefasst:

    Photovoltaik Größe: Richtig berechnen und dimensionieren
    Die optimale Größe für eine PV-Anlage hängt von vielen Faktoren ab. Wir geben Ihnen eine Schritt-für-Schritt Anleitung, um alles richtig zu machen.
    www.enpal.de

    Wir haben eine 10kwP anlage mit 10kw Speicher (ohne Wärmepumpe) und sind damit mehr als ausreichend versorgt. Die 21kwP halte ich für überdimensioniert, die Einspeisevergütung sinkt ja auch bei größeren Anlagen. Ansonsten noch wichtig: Der Förderantrag muss vor dem Kauf gestellt werden. Auch über eine entsprechende Versicherung sollte man verfügen.

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

    2 Mal editiert, zuletzt von Torlok (18. August 2025 um 06:32)

  • Die einhellige Meinung bei denjenigen, die sich viel damit beschäftigen, lautet "Dach voll machen!". Ich halte eher den Speicher von 14 kWh überdimensioniert (wenn man irgendwo Geld sparen möchte).

    Grundsatzfrage: Was ist dir denn an dem Projekt wichtig? Möchtest du möglichst profitabel werden? Möglichst gut für die Umwelt? Möglichst autark? Davon hängt mMn ab, worauf es hinauslaufen wird.

  • Ich befasse mich auch seit gestern damit, habe ähnliche Voraussetzungen und das ganze mal durch die KI gejagt.

    Dabei kam raus: 8 kWp Module + 10-12 kWh Speicher

    Aussage meines Nachbarns (fähiger Elektriker): Das passt so, er selbst ist aber auf 12 kWp hochgegangen, hält es aber, Stand jetzt, selbst für überdimensioniert.

    Ich frage das ganze jetzt mal bei einem regionalen Anbieter an, der mir schon einige Male empfohlen wurde und bin gespannt, was dessen Empfehlung sein wird.

  • Mein Tipp: bei der Verbraucherzentrale nach einer Photovoltaikberatung fragen.

    Die kostet 30 EUR, es kommt ein Energiebearter für 2 Stunden ins Haus, berät einen und macht dafür auch eine detailierte Rechnung fertig. Die Rechnung hat verschiedene Beispiele durchgerechnet wie nur Module, verschiedene Batteriegrößen, mit und ohne E-Auto usw. und was man voraussichtlich davon nutzt, einspeist usw. Super und unabhängiger geht es nicht.

    Idealerweise hat man dann auch schon 1-2 Angebote da, die dann konkret beleuchtet werden.

    Bei mir kam dann raus, dass sich die zumindest finanziell nicht lohnt. Wir haben bei unserem Haus 2.300 kw Verbrauch im Jahr, das hätte sich nie amortisiert, mit dem E-Auto käme man dann langsam in Bereiche, das sich das rechnen könnte, die Rechnugn war aber trotzdem negativ.

  • Noch einen Ergänzung: man kann sich auch allgemein zur energetischen Sanierung beraten lassern oder zum Heizungstausch.

    Heizungstausch haben wir nicht gemacht, die allgemeine Beratung war etwas oberflächlicher, weil man in den 2 Stunden einfach nicht das ganze Haus besprechen kann. Aber trotzdem kriegt man vernünftige Hilfe, was jetzt eher sinnvoll ist und was nicht.

  • Die einhellige Meinung bei denjenigen, die sich viel damit beschäftigen, lautet "Dach voll machen!". Ich halte eher den Speicher von 14 kWh überdimensioniert (wenn man irgendwo Geld sparen möchte).

    Grundsatzfrage: Was ist dir denn an dem Projekt wichtig? Möchtest du möglichst profitabel werden? Möglichst gut für die Umwelt? Möglichst autark? Davon hängt mMn ab, worauf es hinauslaufen wird.

    Auf allem davon ein +1.

    Der Speicher ist relativ groß. Das Problem was du vermutlich haben wirst ist, dass du den im Winter nicht voll bekommen wirst und im Sommer ist das Ding um 9:00 Uhr voll und ab dann ist's dann auch egal, ob der 5kWh, 10kWh oder 14kWh hat.
    Der Akku des Elektroauto ist mutmaßlich sowieso größer mit 40 - 80kWh. Wäre natürlich super, wenn das Auto auch mal zu Sonnenstunden (Mittags) an der Wallbox hinge, wo es dann vollgeladen werden kann. Wenn das ausschließlich Abends geschieht, dann musst du den Strom aus der Batterie nehmen und macht es einen Unterschied. Wobei du dann mit den 4kWh mehr auch keinen großen Unterschied machst.

    Bei einem Dach in Ost/West Lage hast du nicht den maximalen Ertrag wie im Süden (in absoluten Zahlen), aber den Vorteil, dass du mehr von der Morgen- und Abendsonne abgreifen kannst. In der Zeit wo die Einspeisevergütung dynamisiert ist, ist das IMHO eine gute Sache, denn du produzierst perspektivisch mehr Strom außerhalb der Hauptzeiten (im Vergleich zu einer maximal nach Süden getrimmten Anlage).

    Zur Wärmepumpe kann ich dir nicht viel sagen. Nur dass es natürlich Sinn ergeben würde, die (als einer der Hauptabnehmer) primär arbeiten zu lassen, wenn Strom günstig ist. Im Gegensatz zum Auto ist die auch (hoffentlich) immer am Haus angeschlossen.

    Wie gesagt, die Fragen die du dir stellen solltest:

    * Willst du autark sein, d.h. soll die Anlage ohne Netz weiterlaufen? Dazu gehen die Meinungen außeinander. Meiner Meinung nach ist das eine Spielerei und ich hoffe, dass sich meine Meinung dazu nicht ändern wird ;) Unstrittig ist allerdings, dass das Geld kostet und ggfs. auch die Wahl des Herstellers deiner Anlage beinflusst, wenn du Wert darauf legst.

    * Willst du das ganze möglichst wirtschaftlich betreiben, d.h. die Anlage darauf optimieren, wieviel Geld sie einspart.
    Der größte Hebel dort sind die Prognosen zu den Strompreisen und der Entwicklung. Das ist leider auch der Faktor, der absolute Kaffeesatzleserei ist.
    Wenn deine Motivation Unabhängigkeit ist, siehe oben. Umweltschutz ist nochmal eine andere Sache. Bei einem Mix aus diesen Faktoren (der Normalfall) wird es eine komplizierte Mischgeschichte (der Normalfall).
    Die Empfehlung "Dach voll machen" kommt daher, weil Module nicht so teuer geworden sind und die Arbeitsleistung, Absicherung usw. im Verhältnis relativ teuer ist und wenn man einmal dran ist, spart man sich das. Etwas mehr ist auch selten ein Problem. Aber es gibt/gab einige, die dann nachträglich nochmal mehr Strom haben wollten und das ist dann ärgerlich, weil der Aufwand erneut anfällt.

    * Verschattung ist (hoffentlich) kein Thema. Falls doch, kann das auch nochmal viel beeinflussen. Also steht da eine Baumreihe vor dem Dach, die regelmässig Schatten wirft? Oder hat das Dach Gauben etc.pp.?

  • Autarke Solaranlagen sind definitiv eine Spielerei. Bereits ein Backofen der über alle 3 Phasen starkstrom läuft übersteigt das, was der stromspeicher maximal abgeben kann an Strom.


    Dach Vollmachten gilt deswegen, weil die Module ansich ja nicht der Kostenfaktor sind, sondern dass da Menschen auf deinem Dach rumturnen. Wenn die also eh schon mal oben sind, sollte man das Dach auch voll machen.

  • Je nachdem, wie das Obergeschoss gestaltet ist und ob ihr einen Dachboden habt, ist das Thema Beschattung des Daches durch die PV Anlage ein Thema. Der Temperaturunterschied der Dachziegel oder -platten unter und neben der PV-Anlage betragen im Sommer über 40°C. Für ein Dachgeschoss direkt unter dem Dach hat eine PV Anlage also einen erheblichen Einfluss auf die Innentemperatur.

  • Beschäftige mich seit 2019 intensiv mit dem Thema. Dach vollmachen und Speicher eher mehr als weniger, dazu allerdings dann einen Energiemanager und einen dynamischen Stromtarif buchen. Dann macht auch der große Speicher Sinn. Selbst wenn das geplante E-Auto irgendwann einmal bidirektionales Laden können sollte, steht es nicht immer tagsüber auf dem Hof für Überschussladen.

    Im Prinzip kann niemand voraussehen, wie die Preis- und Marktentwicklung in den nächsten Jahren bei Strom und Gas laufen werden. Allerdings hat man es selbst in der Hand, sich davon zu guten Teilen unabhängig zu machen. Wärmepumpe und E-Auto sind schon einmal zwei große Verbraucher, die dann Skaleneffekte im Bezug von Strom ausmachen können. Im Prinzip steuert mit der beschriebenen Konfiguration eine zentrale Einheit den direkten Einkauf (und später auch Verkauf) von Strom zwischen Leipziger Strombörse und deinem Haus. Strom ist gerade billig? -> Speicher vollladen! Du möchtest morgen früh mit dem Auto 200 Kilometer fahren? -> Auto dann laden, wenn es günstig ist, aber so, dass es zu 80% voll wird. Es ist Winter, die Anlage produziert nix, Du willst Auto fahren und die Wohnung soll auch noch schön warm sein? -> Kombination aus billig eingekauftem Strom im großen Speicher und möglichen Phasen mit viel Windstrom und wenig Abnahme durch die Industrie.

    Die PV-Anlage macht deine eigene Erzeugung - logisch, je größer sie ist, umso mehr kommt man damit im Grundrauschen auch später bzw. früher im Jahr in die Abdeckung. So lässt sich auch im November oder schon im Februar noch ein bisschen was rausholen. Viel wichtiger ist aber der Speicher in dem beschriebenen Szenario: je größer der ist, desto mehr kann der Hochpreisphasen im Strombezug vermeiden.

    Einmal editiert, zuletzt von unittype001 (18. August 2025 um 09:48)

  • Je nachdem, wie das Obergeschoss gestaltet ist und ob ihr einen Dachboden habt, ist das Thema Beschattung des Daches durch die PV Anlage ein Thema. Der Temperaturunterschied der Dachziegel oder -platten unter und neben der PV-Anlage betragen im Sommer über 40°C. Für ein Dachgeschoss direkt unter dem Dach hat eine PV Anlage also einen erheblichen Einfluss auf die Innentemperatur.

    Ist es im DG wärmer oder Kühler mit Solar auf dem Dach?

  • Je nachdem, wie das Obergeschoss gestaltet ist und ob ihr einen Dachboden habt, ist das Thema Beschattung des Daches durch die PV Anlage ein Thema. Der Temperaturunterschied der Dachziegel oder -platten unter und neben der PV-Anlage betragen im Sommer über 40°C. Für ein Dachgeschoss direkt unter dem Dach hat eine PV Anlage also einen erheblichen Einfluss auf die Innentemperatur.

    Ist es im DG wärmer oder Kühler mit Solar auf dem Dach?

    Wärmer.

    Sorry für den Trugschluss

    Einmal editiert, zuletzt von Leaf348 (18. August 2025 um 10:57)

  • Das klingt hier aber genau anders rum :/

    Bessere Wärmedämmung durch PV-Module ?? - Photovoltaikforum
    Mich würde mal interessieren, wie sich PV-Module auf dem Dach auf das Dämmverhalten vom Dach im Sommer auswirken. Besonders bei DG-Wohnungen ist das sicherlich…
    www.photovoltaikforum.com

    Ich hab gerade erst angefangen, mich mit dem Thema zu beschäftigen, bin also absoluter Laie. Allerdings hat das schon zu meinen Überlegungen gepasst, so dass ich es nicht hinterfragt habe 8o

    Kann noch jemand dazu Erfahrungen teilen?

  • Ich habe ehrlich gesagt nur kurz google gefragt, da heißt es, man muss halt auf ordentliche Hinterlüftung achten, um Überhitzung im Sommer zu vermeiden und dass es möglich ist, dass das DG im Winter langsamer abkühlt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es im Sommer in älteren Häusern durchaus im DG etwas wärmer sein könnte.

    Neubau mit ordentlicher Dämmung dann vermutlich nicht so sehr? Aber ich kann hier (noch) nicht aus Erfahrung sprechen.

    Evtl. kann sychobob nochmal kurz drauf eingehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Leaf348 (18. August 2025 um 10:26)

  • Autarke Solaranlagen sind definitiv eine Spielerei. Bereits ein Backofen der über alle 3 Phasen starkstrom läuft übersteigt das, was der stromspeicher maximal abgeben kann an Strom.

    Das stimmt so überhaupt nicht. Auch wenn du wahrscheinlich ein Kochfeld und nicht einen Backofen meinst. (Ein Haushaltsbackofen max 3.6kW)

    Und selbstverständlich gibt es diverse Speicher (wie die HVS von BYD) und Wechselrichter (z.B. GoddWe ET 10) die auch eine Dauerleistung von 10kW liefern können. Das einzige was sich in einem normalen Haushalt nicht von einem solchen System versorgen lassen könnte wären Durchlauferhitzer, die brauchen dann doch zu viel Leistung.


    Ist es im DG wärmer oder Kühler mit Solar auf dem Dach?

    Wärmer.

    Da halte ich gegen und behaupte kühler ;)

  • Meine Schwester hat mich kürzlich um Rat zu dem Thema gefragt. Im Moment sind überall diverse Firmen mit kostenlosen Beratungen und schnell auslaufenden Angeboten unterwegs.

    Ich hab allerdings keine Ahnung, da ich zur Miete wohne und bisher nur Balkonkraftwerke für mich in Frage kämen.

    Ansonsten noch wichtig: Der Förderantrag muss vor dem Kauf gestellt werden. Auch über eine entsprechende Versicherung sollte man verfügen.

    Gibt es denn momentan noch eine Förderung?

    Wie teuer ist so eine Versicherung in etwa?

    Mein Tipp: bei der Verbraucherzentrale nach einer Photovoltaikberatung fragen.

    Die kostet 30 EUR, es kommt ein Energiebearter für 2 Stunden ins Haus, berät einen und macht dafür auch eine detailierte Rechnung fertig.


    Danke für den Tipp:danke:

    30€ ist ja nichts, wenn man die Kosten der Anlage vor den Augen hat.

  • Je nachdem, wie das Obergeschoss gestaltet ist und ob ihr einen Dachboden habt, ist das Thema Beschattung des Daches durch die PV Anlage ein Thema. Der Temperaturunterschied der Dachziegel oder -platten unter und neben der PV-Anlage betragen im Sommer über 40°C. Für ein Dachgeschoss direkt unter dem Dach hat eine PV Anlage also einen erheblichen Einfluss auf die Innentemperatur.

    Ist es im DG wärmer oder Kühler mit Solar auf dem Dach?

    Ist natürlich deutlich kühler. Die PV Anlage stellt schlicht eine Beschattung für das Dach dar. Die Erwärmung durch die PV Anlage ist vernachlässigbar gegenüber dem Energieeintrag durch die Sonne im Sommer auf die Dacheindeckung. Vor allem wenn es wie heute häufig verwendet eine dunkle Eindeckung ist. In der prallen Sonne erwärmen sich die Dachziegel bis auf 90°C. Da ist dann irgendwann logischer Weise auch die Dachdämmung durcherwärmt.

  • Mein Tipp: bei der Verbraucherzentrale nach einer Photovoltaikberatung fragen.

    Die kostet 30 EUR, es kommt ein Energiebearter für 2 Stunden ins Haus, berät einen und macht dafür auch eine detailierte Rechnung fertig. Die Rechnung hat verschiedene Beispiele durchgerechnet wie nur Module, verschiedene Batteriegrößen, mit und ohne E-Auto usw. und was man voraussichtlich davon nutzt, einspeist usw. Super und unabhängiger geht es nicht.

    Idealerweise hat man dann auch schon 1-2 Angebote da, die dann konkret beleuchtet werden.

    Bei mir kam dann raus, dass sich die zumindest finanziell nicht lohnt. Wir haben bei unserem Haus 2.300 kw Verbrauch im Jahr, das hätte sich nie amortisiert, mit dem E-Auto käme man dann langsam in Bereiche, das sich das rechnen könnte, die Rechnugn war aber trotzdem negativ.

    Toller Tipp! Vielen Dank! Haben gerade ein Haus aus 2000 gekauft mit entsprechend alter Gastherme und stehen wie der ochs vorm Berg vor dem Thema Heizung/PV etc. Die ganzen Preise und Abhängigkeiten bei den herkömmlichen Energieberatern lassen einen ja schlecht werden. Also danke!

  • Was spricht gegen 21kWp + 10kW Speicher? Bei Deinem Verbrauch halte ich 14kW Speicher für überdimensioniert. das teure ist der Speicher, die Module bekommt man heute hinterhergeschmissen. Daher eher Dach voll mit 21kWp (damit im Herbst/Winter genug Strom generiert wird) und 10kW Speicher reicht dicke!

  • Ist es im DG wärmer oder Kühler mit Solar auf dem Dach?

    Ist natürlich deutlich kühler. Die PV Anlage stellt schlicht eine Beschattung für das Dach dar. Die Erwärmung durch die PV Anlage ist vernachlässigbar gegenüber dem Energieeintrag durch die Sonne im Sommer auf die Dacheindeckung. Vor allem wenn es wie heute häufig verwendet eine dunkle Eindeckung ist. In der prallen Sonne erwärmen sich die Dachziegel bis auf 90°C. Da ist dann irgendwann logischer Weise auch die Dachdämmung durcherwärmt.

    Wie ist das denn im Winter?

    Fungiert die Anlage auch als Dämmung und das Dachgeschoss hält die Wärme (durch Heizen) besser?

  • Gibt es denn momentan noch eine Förderung?

    Wie teuer ist so eine Versicherung in etwa?

    Ja, gibt noch Förderung, z.B. von KFW oder auch regional bei den Kommunen.

    Das wäre meistens ein erweiterter Baustein deiner Wohngebäudeversicherung.

    Beides musst du jeweils mal konkret dort nachfragen. ;)

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

  • Wie ist das denn im Winter?

    Fungiert die Anlage auch als Dämmung und das Dachgeschoss hält die Wärme (durch Heizen) besser?

    Nein, die Module sind ja nicht direkt auf den Ziegeln montiert sondern auf Schienen und haben ca. 5cm Luft zum Dach. Demzufolge zieht der Wind ungehindert durch, gedämmt wird dadurch nichts.

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

  • Wichtig ist die Regel- und Steuerbarkeit. Wer sich heute noch Billig-komponenten ohne APIs für (intelligente) Regelbarkeit klemmt, lässt m.E. nach viel liegen. Auch dass wir jetzt ja endlich in der notwendigen Diskussion stehen, wie wir eigentlich Netze und Co. stabilisieren bzw. dahin bringen wollen, dass die mit all dem EE-Strom auch effizient klarkommen können, lässt halbwegs erahnen, dass es Regelungen dafür geben wird. Wer selber nicht steuern kann, weil es die eigene Hardware (Wechselrichter, Speicher) nicht hergeben, dem bleibt dann nur das An/Aus, notfalls von außen.

    Die Diskussion um Temperaturveränderungen durch Panele auf dem Dach ist in der Relevanz zu den anderen, grundsätzlichen Überlegungen ziemlich weit hinten und in der Praxis echt zu vernachlässigen.

    Einmal editiert, zuletzt von unittype001 (18. August 2025 um 11:07)

  • Unsere Brauchwasser Wärempumpe (Waterkotte) saugt im Betrieb rund 450 Watt und wird daher schon vom 1600WP Balkonkraftwerk mit 5Kwh Speicher voll versorgt. Nach rund einem Jahr nutzung ist uns klar geworden das bei unserem Gesamtverbrauch im Haus eine große Anlage auf dem Dach erst dann Sinn macht wenn auch ein E Auto zum Laden in der Garage steht. Alles andere wäre bis dahin vollkommen unwirtschaftlich. Aber das hängt hart mit dem eigenen Energienuntzungsverhalten zusammen und kann dir jemand fremdes kaum beantworten.

    Wen ihr ein E Auto kauft versuche darauf zu achten das man den Speicher des Autos dynamisch nutzen kann. Dann kannst du auch den voll laden und wenn das Auto nicht bewegt wird kann es die Energie nach und nach wieder ans Hausnetz abgeben. Dadurch kanst du ggf den fest insallierten Speicher kleiner halten. Ich würde solche Gedanken gleich in die Planung mit einbeziehen.

  • Ihr seid der Hammer! Ich liebe dieses Forum. Vieles muss ich erstmal sacken lassen. Aber die Frage bzgl. des Speichers würde ich gerne beantworten.
    Also das war im Angebot halt so drin. Wobei der Aufpreis von 10 auf 14kw Speicher etwa 1000 Euro beträgt. Aber stimmt schon muss das sein und sind die Speicher nicht eh Spielerrei.

    Was im Übrigen den Sprung von 14kwP auf 21kwP neben dem Speicher teuer macht sind 1800 Euro für einen extra Wechselrichter.

    Was ist das Ziel? Mein Ziel ist es eine wirtschaftlich sinnvolle Anlage zu bauen. Es geht hier nicht um jeden Cent. Immerhin verschlingt der Neubau auch so unsummen. Doch ob dann jetzt die letzten 8000 Euro zu setzen auch noch sinnvoll sind ist für mich eben fraglich. Eine andere Überlegung wäre natürlich zu sagen, jetzt mach ich mal die 14kwP und lege alles so, dass später (sollte die Energiekosten in die Höhe schießen und der Verbrauch ebenfalls) eine Erweiterung noch möglich ist.

  • Klingt nach Paketangeboten von Leuten wie Energiekonzepte Deutschland oder Enpal. Wäre ich vorsichtig mit. EKD wollte hier auch vollkommen sinnloses Zeug hinzaubern, da gabs dann auch nur Speicher x in Größe y im Angebot, weil die diese halt deutschlandweit billig auf Lager in Riesenmengen eingekauft hatten. Dementsprechend versuchte man, das Angebot zu standardisieren. Wenns passt - ok, das ist aber den Verkäufern in der Regel aus meiner Erfahrung heraus dann eher egal.

    Einmal editiert, zuletzt von unittype001 (18. August 2025 um 11:39)

  • Eine andere Überlegung wäre natürlich zu sagen, jetzt mach ich mal die 14kwP und lege alles so, dass später (sollte die Energiekosten in die Höhe schießen und der Verbrauch ebenfalls) eine Erweiterung noch möglich ist.

    Wie gesagt, der große Speicher macht m. E. nur Sinn, wenn er Teil eines intelligenten Energiemanagementsystems ist. Dann aber umso mehr.

  • Eine andere Überlegung wäre natürlich zu sagen, jetzt mach ich mal die 14kwP und lege alles so, dass später (sollte die Energiekosten in die Höhe schießen und der Verbrauch ebenfalls) eine Erweiterung noch möglich ist.

    Wie gesagt, der große Speicher macht m. E. nur Sinn, wenn er Teil eines intelligenten Energiemanagementsystems ist. Dann aber umso mehr.

    Also es im Angebot geplant ein SMA Sunny Home Manager 2.0 zu installieren. Meinst du das mit intelligenten Energiemanagementsystem oder ist das bereits veraltet und da gibts KI mäßig was neues/intelligenteres?

  • Wir sind einmal bei 1komma5° komplett eingedeckt. Die haben einen Manager namens Heartbeat dazwischen, der PV, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox steuert. Zusammen mit dem dynamischen Stromtarif kann der so die unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten sowie Verbräuche mit KI optimieren und macht das mittlerweile auch ziemlich gut. Bei dem Laden kommts son bisschen drauf an, welche Niederlassung sich um dich kümmert, wir haben mit Bremen fast durchweg großartige Erfahrungen gemacht. Deswegen durften die auch bei uns mit der Wärmepumpe weitermachen. Falls dich das System interessiert, kannst du meinen Friends&Family Werbecode bei der Kontaktaufnahme mit angeben. Wird dann ein bisschen billiger, muss aber direkt am Anfang eingegeben werden.

  • Gibt es denn momentan noch eine Förderung?

    Wie teuer ist so eine Versicherung in etwa?

    Ja, gibt noch Förderung, z.B. von KFW oder auch regional bei den Kommunen.

    Bei der KfW gibt es imho keine 'Förderung", sondern nur nen günstigen Kredit . (Im Gegensatz zur Wärmepumpe).

    Hast du das Geld grad übrig, bringt dir die KfW wenig.

    Planst du eine andere Anschaffung und kannst nicht beide zahlen (das passende e auto), ist der KfW Kredit natürlich der günstigstere

  • Ich frage mich immer, welche versteckten Kosten noch alles aufkommen, an die man nicht gedacht hat..


    Evtl.:

    - Wartungskosten der Ablage

    - Versicherungskosten

    - Zusatzkosten beim Erneuern des Dachs

    -Anschaffnung neuen Speichers aufgrund von Kapazitätsverkust

    - Anschaffung neuer Module aufgrund von Leistungsverlust

    - können sich darunter Tiere einnisten - kann es da zu Problemen kommen


    Und bestimmt noch weitere.

    🐌 - Nein.. ich möchte nicht in einer Signatur vorkommen.. was soll das überhaupt sein..?!

    Einmal editiert, zuletzt von Tesigma (18. August 2025 um 13:48)