Forestry [2025, Pink Troubadour / Pegasus Spiele]

  • Wie oben schon mal geschrieben, das Thema nachhaltige Forstwirtschaft ist nicht schwarz/weiß und wissenschaftlich stark diskutiert mit vielen Facetten. Wenn man in der PubMed Datenbank oder auch Google Scholar sustainable Forestry eingibt gibt es dutzende Treffer mit wissenschaftlicher Fachliteratur. Alles nicht ganz so einfach und überall ein bisschen Wahrheit.

    Brettspiel-Keksperte

  • Ah, Peter Wohlleben. Daher weht der Wind.

    Bevor bei Leserinnen und Lesern dieses Threads aber der Eindruck entsteht, dass mit der Etablierung dieses gestifteten(!) Studiengangs in Eberswalde -- maßgeblich finanziert von Umwelt-NGOs und dem Verlag Gruner+Jahr -- jetzt auf Wohllebens Thesen so eine Art offizielles Gütesiegel der Wissenschaft prangen würde, sollte man sich dessen bewusst sein, dass es erhebliche Widerstände innerhalb der Hochschule in Eberswalde dagegen gab und gibt. Anlässlich der Pläne hierzu wurde damals sogar eine gemeinsame Erklärung ALLER(!) neun forstlichen Hochschuleinrichtungen in Deutschland lanciert, weil man die als diffamierend und irreführend empfundenen Aussagen Wohllebens und seiner politischen Mitstreiter zum Stand der Forstwirtschaft, Forschung und Lehre in Deutschland natürlich nicht einfach so stehen lassen wollte. Presseerklärung beim Informationsdienst Wissenschaft hierzu: https://idw-online.de/de/news764575

    Da hast Du völlig Recht - Danke! :danke:

    Ich habe vieles gekürzt und da ich diesen Tatbestand nicht so gut, sachlich und prägnant ausdrücken konnte, habe ich ihn weggelassen - dadurch entstand aber ein völlig falscher Eindruck!

  • denn von einem Brettspiel-Influencer erwarte ich eine solide Rezension, eine neutrale Spielvorstellung

    Abgesehen davon ob Hunter sich da verrannt hat oder nicht, finde ich diese Erwartungshaltung befremdlich. Ich will den Menschen hinter der Rezension erleben und wenn dieser Mensch sich an einem Inhalt stößt, soll das auch artikuliert werden. Sonst kann ich mir auch einen der vielen Brettspieltests ansehen, die die Regeln wiedergeben und mir erzählen wie viel oder wenig Zeug in der Schachtel ist.

    Und was ist bitte neutral in dem Fall? Ich hoffe jeder spielt mit Menschen und diese menschliche Dimension fließt dann in die Rezension ein. Neutral kann ich nur sagen, hier funktioniert das Spiel und hier nicht, aber das ist hoffentlich schon in der Entwicklung passiert.

  • denn von einem Brettspiel-Influencer erwarte ich eine solide Rezension, eine neutrale Spielvorstellung

    Abgesehen davon ob Hunter sich da verrannt hat oder nicht, finde ich diese Erwartungshaltung befremdlich. Ich will den Menschen hinter der Rezension erleben und wenn dieser Mensch sich an einem Inhalt stößt, soll das auch artikuliert werden. Sonst kann ich mir auch einen der vielen Brettspieltests ansehen, die die Regeln wiedergeben und mir erzählen wie viel oder wenig Zeug in der Schachtel ist.

    Und was ist bitte neutral in dem Fall? Ich hoffe jeder spielt mit Menschen und diese menschliche Dimension fließt dann in die Rezension ein. Neutral kann ich nur sagen, hier funktioniert das Spiel und hier nicht, aber das ist hoffentlich schon in der Entwicklung passiert.

    Das sehe ich absolut genauso. Objektivität gibt es eh nicht und von mir aus kein eine Rezension eines Youtubers so subjektiv sein, wie sie nur sein mag. Ich interessiere mich für die persönliche Meinung einer Person, nichr für ein "Stiftung Brettspieltest". Was allerdings natürlich absoluter Kindergarten war/ist, war die 1-Sterne Bewertung bei bgg. Das ist dann auf dem Niveau eines Fünfjährigen, dem man das Schäufelchen abgenommen hat

  • Und was ist bitte neutral in dem Fall? Ich hoffe jeder spielt mit Menschen und diese menschliche Dimension fließt dann in die Rezension ein. Neutral kann ich nur sagen, hier funktioniert das Spiel und hier nicht, aber das ist hoffentlich schon in der Entwicklung passiert.

    Neutral im Sinne einer Rezension wäre für mich: "Das Spiel selbst ist Gut/Schlecht/Super/Was auch immer... , inhaltlich hab ich ein Problem damit weil ....". Anders rum - würde ich eine Rezension wollen die heißt - "das Thema ist super und ich steh da voll drauf, darum ist egal wie es als Spiel taugt" ?

  • denn von einem Brettspiel-Influencer erwarte ich eine solide Rezension, eine neutrale Spielvorstellung

    Abgesehen davon ob Hunter sich da verrannt hat oder nicht, finde ich diese Erwartungshaltung befremdlich. Ich will den Menschen hinter der Rezension erleben und wenn dieser Mensch sich an einem Inhalt stößt, soll das auch artikuliert werden. Sonst kann ich mir auch einen der vielen Brettspieltests ansehen, die die Regeln wiedergeben und mir erzählen wie viel oder wenig Zeug in der Schachtel ist.

    Und was ist bitte neutral in dem Fall? Ich hoffe jeder spielt mit Menschen und diese menschliche Dimension fließt dann in die Rezension ein. Neutral kann ich nur sagen, hier funktioniert das Spiel und hier nicht, aber das ist hoffentlich schon in der Entwicklung passiert.

    Du hast mich unvollständig zitiert, dann hätte sich Dein sog. Befremden von selbst erledigt:

    Zitat

    von einem Brettspiel-Influencer erwarte ich eine solide Rezension, eine neutrale Spielvorstellung und davon getrennt persönliche Einschätzung bezüglich der Mechaniken, des Spielgefühls etc.

    Es ist doch auch ganz leicht zu verstehen. Stell Dir vor Du erzählst einem Bekannten von einem Spiel, das Dir großen Spaß gemacht hat. Das strukturierst Du doch, beginnst mit einem neutralen Überblick, d.h. Du erzählst worum es geht, was man da so macht und DANN wirst Du persönlich, und erzählst wie es sich anfühlt, was Du erlebt hast. Du willst ihn ja daran teilhaben lassen, dafür ist es wichtig dass er zuvor verstanden hat, was da passiert. Es ist wichtig für Dein Gegenüber zu verstehen, was ist Information und was ist Deine Meinung? Wenn Du mir nicht glaubst frag mal einen Regelerklärer oder schau dir andere Influencer an: die gehen alle ähnlich vor. Und Hunter, Brettspiel-Influencer- und Regelerklärer-Profi, hat dies in der Vergangenheit auch sehr strukturiert getan, auch hat er verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, Spiele vorzustellen und sie zu bewerten. Bei besagtem Video verliert er sich und löst die Struktur extrem auf, und dass mir das nicht gefällt und ich was anderes will, "befremdet" Dich?

    Neutral heißt möglichst vorurteilsfrei, offen und fair verstehen zu wollen und es mit dieser fairen Intention auch inhaltlich richtig wiederzugeben. Es stellt die - in meinen Augen - unabdingbare Voraussetzung dafür dar, sich eine solide Meinung bilden zu können und nicht zum Schwätzer oder Spielball seiner eigenen Gefühle zu werden. Das ist nun auch nichts revolutionär neues, sondern das sind etablierte Vorgehensweisen, die man früher in der Schule gelernt hat. Meinungen müssen fundiert und nachvollziehbar sein, dafür gibt es wie gesagt bewährte Methoden und Wege (lernte man u.a. im Deutschunterricht). Kein Hexenwerk, aber bedeutet eben Arbeit und man muss von sich und seinen gepflegten Vorurteilen und Gefühlen auch Abstand nehmen wollen, und sich genauso kritisch hinterfragen wie die unliebsame Position des Gegenübers.

    Nun lass ich es genug sein.

    Der Thread widmet sich dem Spiel, und ich bin gespannt auf Eure Spielberichte.

    Schönen Abend noch!

  • Mir ist noch ein Übersetzungsfehler in den Regeln aufgefallen: bei der Schlusswertung steht, dass unerledigte Aufträge zu den "übrigen Dingen" gehören; im Englischen sind es Tasks, also Ziele.

    Korrekt, das ist leider ein dicker Fehler, der mir unterlaufen ist.

    Es gibt noch ein paar weitere, weniger schlimme Fehler, die aufgrund von Missverständnissen entstanden sind. Ich gebe noch heute die Inhalte für ein neues Errata-PDF in die Grafik. Sobald das vorliegt, eröffne ich hier im Forum im Bereich der Regelfragen einen Thread, in dem ich alles bisher Bekannte zusammengefasst posten werde.

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. viel für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

    Friendly Reminder (for me and for you)

  • Hier ist nun der Link zum Thread zu den Errata und FAQ:

    Thygra
    20. Oktober 2025 um 18:48

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. viel für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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  • Kurze Frage an Thygra weißt du, ob im Playtesting an eine 5-Spieler-Veriante gedacht wurde? Wenn die Ressourcen unbegrenzt sind, spricht da m.E. nichts dagegen, genug Spielertableaus liegen ja eh schon bei, und die Spielzeit ist auch eher kurz. Aber sicher übersehe ich da ein Argument, oder war es eine reine Kostenentscheidung?

    Einmal editiert, zuletzt von Schachtelmeer (21. Oktober 2025 um 11:21)

  • Schachtelmeer Es gibt ja eine Minierweiterung mit einem 5. Player Board. Dazu hatte ich den Autor Michal Peichl gefragt, ob man es damit zu fünft spielen könnte. Er antwortete, dass das Maximum weiterhin bei 4 Personen läge.

    Ich habe nicht nach einer Begründung gefragt, denn wenn ein Autor mir das so sagt, wird er seine Gründe haben, die ich dann gar nicht wissen muss. Es klang für mich so, als hätte er das zu fünft ausprobiert und sich dagegen entschieden. Das reichte mir.

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. viel für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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    Einmal editiert, zuletzt von Thygra (21. Oktober 2025 um 11:52)

  • Ich vermute, dass es mit 5 Erntemaschinen im Wald zu voll wird. Es ist noch ein Feld mehr besetzt und man hat weniger Möglichkeiten, sinnvolle Felder zu finden, auf denen man etwas machen möchte.

    Vermutlich wird es dadurch auch schwieriger, den Schutzbereich und den Wiederaufforstungsbereich voll zu bekommen.

    Zudem gibt es zu fünft auch nicht genügend Plätze für die Wasserlaufplättchen und die Gebäude. Und die kleinen Belohnungen für Führungskräfte, wenn sie den Sägewerkbereich wechseln, werden auch insgesamt weniger.

    Das sind jetzt nur Aspekte, die mir spontan einfallen. Es wird sicher noch mehr Argumente gegen die 5. Person geben.

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. viel für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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  • Wenns theoretisch möglich ist, spricht ja nichts dagegen, das mal auszuprobieren. Schachtelmeer - vielleicht macht ihr das einfach mal und Du stellst uns die Ergebnisse vor? Also wie lange hats gedauert, was war vielleicht blöd..?

    Euros, die man auch zu fünft spielen kann, gibt es ja nicht SO viele (gute). Und Forestry hat uns Spaß gemacht.

  • Ich habe inzwischen auch meine ersten beiden Partien zu dritt gespielt. Hat mir sehr gut gefallen, mehr dazu im aktuellen Wochenthread.

    Spielzeit bei uns 2 Stunden, beim zweiten Mal noch 1:45h, geht aber zu dritt vermutlich auch in 90 Minuten. Zu viert (okay, wenn alle das Spiel gut kennen) oder gar zu fünft, wie hier zuletzt diskutiert wurde, möchte ich das aber trotzdem nicht spielen. Klar, in der Regel gehen die einzelnen Aktionen schnell, aber hintenraus hat man halt oft zwischen 5 und 7 Aktionspunkte und das kann sich dann schon etwas ziehen, bis man wieder am Zug ist.

    Insgesamt aber von mir eine Empfehlung :thumbsup:

    Meine Top 15:

    Terra Mystica - Gaia Project - Ein Fest für Odin - Arche Nova - Underwater Cities - Great Western Trail - Clans of Caledonia - The Gallerist- Shackleton Base - Scythe - Wasserkraft/Barrage - Orleans (inkl. Handelserweiterung) - Oranienburger Kanal - Civolution - Agricola

  • Zitat aus dem Wochenthread:

    Unterm Strich hat mir Forestry sehr gut gefallen. Einem eigenen Kauf steht nur entgegen, dass mein Mitspieler schneller war und dass ich mit Woodcraft schon ein Holzverarbeitungsspiel in meiner Sammlung habe. Ansonsten ist das für mich aber eine Empfehlung im Bereich der gehobenen Kennerspiele/leichten Expertenspiele.

    Das ist bei mir auch gerade die Krux, warum ich mich nur oberflächig mit #Forestry beschäftige. Mittels dem passenden Holz die richtigen Aufträge zu erfüllen bietet mir ja schon #Woodcraft. Unterschiedliche Charaktereigenschaften habe ich bei #Arnak (mit Erweiterung), welches ebenfalls noch regelmäßig auf den Tisch kommt.

    Was bietet mir also #Forestry so aufregend neues, daß ich dafür ca. 70,- € UVP hinblättere? :/

  • Die Frage haben dir doch schon oben mehrere Nutzer beantwortet. Die jetzt nochmal zu stellen ist reine Rhetorik für "ich will's nicht kaufen weil ich keinen USP sehe". Was ja dein gutes Recht ist. Wir die wir es gekauft haben und zufrieden damit sind sehen den für sich halt. Der ist halt immer individuell. Mir reicht das frische Thema (Woodcraft war dann doch thematisch woanders unterwegs mit seinen Halblingen und zersägten Würfeln) und vor allem der Spielspaß eines gut ausgetüftelten Experteneuros. Gerade die Umsetzung des AP-Systems in Verbindung mit den doppelten Arbeitern habe ich selten als so gelungen empfunden. Für Innovation halte ich mich diese Messe an Pulitzer.


    P S. Ich habe 50 bezahlt, das dürfte in kürze der Handelspreis sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Schachtelmeer (22. Oktober 2025 um 11:01)

  • Zitat aus dem Wochenthread:

    Unterm Strich hat mir Forestry sehr gut gefallen. Einem eigenen Kauf steht nur entgegen, dass mein Mitspieler schneller war und dass ich mit Woodcraft schon ein Holzverarbeitungsspiel in meiner Sammlung habe. Ansonsten ist das für mich aber eine Empfehlung im Bereich der gehobenen Kennerspiele/leichten Expertenspiele.

    Das ist bei mir auch gerade die Krux, warum ich mich nur oberflächig mit #Forestry beschäftige. Mittels dem passenden Holz die richtigen Aufträge zu erfüllen bietet mir ja schon #Woodcraft. Unterschiedliche Charaktereigenschaften habe ich bei #Arnak (mit Erweiterung), welches ebenfalls noch regelmäßig auf den Tisch kommt.

    Was bietet mir also #Forestry so aufregend neues, daß ich dafür ca. 70,- € UVP hinblättere? :/

    Also mechanisch spielt sich Forestry natürlich völlig anders als Woodcraft. Forestry bietet dabei schon einen interessanten Mechanismen Mix, aber unterm Strich auch wenig Neues. Ich sehe auf jeden Fall noch Wiederspielreiz für einige Partien, um auch die asymmetrischen Fähigkeiten mal auszuprobieren. Ob einem das zum Kauf reicht, zumal zum UVP (die Box ist sehr prall gefüllt, verstehe schon wie der zustande kommt), muss jeder selbst entscheiden.

    Meine Top 15:

    Terra Mystica - Gaia Project - Ein Fest für Odin - Arche Nova - Underwater Cities - Great Western Trail - Clans of Caledonia - The Gallerist- Shackleton Base - Scythe - Wasserkraft/Barrage - Orleans (inkl. Handelserweiterung) - Oranienburger Kanal - Civolution - Agricola

  • Hallo zusammen, eine kurze Frage zum Spielmaterial:

    Ich versuche gerade die Erstpartie aufzubauen und suche mich gerade dumm und dämlich nach den 35 Sämlingen die enthalten sein sollen. Das sind schon Holzmarker genau wie die Baumaterialien und die Zeitarbeitskräfte, richtig? Bei den Stanzplättchen habe ich zumindest keine gefunden die dazu passen würden. Ich vermute fast dass die komplett fehlen bei mir.

    Einmal editiert, zuletzt von sundance_piet (31. Oktober 2025 um 21:11)

  • Ich würde mich freuen, wenn diejenigen von euch, die Forestry bereits gespielt haben, hier mal einen kleinen Einblick geben könnten, denn ich möchte gern wieder mal einen vereinfachten Solomodus als BYOS entwickeln und dennoch eine dynamische Entwicklung des Boards implementieren.

    Aufgefallen sind mir in der Interaktion 4 Dinge: mit Holzplättchen interagieren, Schutzplättchen nehmen,1 Auftrag nehmen und 1 Ziel nehmen.
    Für mich sind das so die wesentlichen Dinge, die das Spiel weniger vorhersehbar machen, wenn man allein spielt. Die Fluss- und Lichtungsplättchen lasse ich da mal außen vor. Falls ich etwas übersehen habe, schreit ruhig :)

    Mich würde mal interessieren in welchem Verhältnis diese 4 Aktionen zueiander stehen.

    Nach erster Sichtung eines Playthrough würde ich sagen, dass das Interagieren mit den Holzplättchen, also sowohl Ernten als auch Wiederaufforsten in Bezug auf die anderen 3 Dinge mindestens 3 mal so oft als Aktion ausgewählt wird.

    Was ich damit meine ist: Bei 6 möglichen Aktionen die sich nur auf diese 4 Dinge beziehen, würde man dabei 3x mit den Holzplättchen interagieren, 1x einen Auftrag nehmen, 1x ein Schutzplättchen und 1x ein Ziel.

    Könnt ihr das bestätigen oder liegt die Interaktion mit den Holzplättchen viel höher?

    Ich danke euch.

    Meine derzeitigen Lieblingsspiele:

    1. Galileo Galilei

    2. Forestry

    geplant für 4. Quartal '25: Everdell Duo, Artengarten, Tainted Grail Kings of Ruin ,Recall, Life of Amazonia, Creature Caravan

    Top all-time Euro's: Founders of Gloomhaven, Revive, Lost Ruins of Arnak, Terraforming Mars, Spirit Island,
    Terra Mystica, Dune Imperium

    Top all-time Thematic : Gloomhaven, Street Masters, Herr der Ringe LCG, Arkham Horror LCG, Vindiction

  • 3 Holzplättcheninteraktionen auf 1 Auftrag scheint mir im Schnitt zu wenig, das würde ich leicht höher sehen. Dafür habe ich in meinen beiden 4er-Partien selten gesehen, dass eine Aktion fürs Nehmen eines Ziels ausgegeben wird - das scheint mir eher ein Mitnahmeeffekt zu sein, etwa beim Erfüllen von Aufträgen mit so einem Bonus. Insofern wäre ich eher bei 3,5:1:1:0,5.

    Was mir an wesentlichen Interaktionsfaktoren aus der Mehrspielerpartie in Deiner Auflistung fehlt, ist, dass eine Erntemaschine das jeweilige Waldfeld für die Mitspieler blockiert (hat sich bei uns stark ausgewirkt) und dass die Boni in den Verwaltungsgebäuden in Abhängigkeit von der Anzahl ggf. schon präsenter gegnerischer Führungskräfte variieren oder sogar wegfallen. Beides aus meiner Sicht sehr wichtig.

  • Das Verhältnis zwischen Holzplättchen und Auftrag nehmen hängt natürlich sehr davon ab, ob man bei einem Doppelauftrag meist auf beide Hälften geht oder nur auf die obere. Und das hängt wiederum mit den Flussplättchen zusammen. Wenn ich zum Beispiel ein Flussplättchen genommen habe, mit dem ich bei Spielende über die Wasserlaufleiste Punkte für blaue Aufträge erhalte, dann erfülle ich lieber 2x nur die obere Hälfte eines blauen Auftrags anstatt 1x einen blauen Doppelauftrag zu erfüllen. Dann habe ich vielleicht nur 2:1 als Verhältnis. Aber insgesamt könnte 3:1 schon passen.

    Schutzplättchen dürften meines Erachtens öfter genommen werden als Aufträge.

    Bei Zielen hängt es auch sehr vom Spielverlauf ab. Wenn ich frühzeitig abschätzen kann, dass ich in der Lage bin 3 Ziele zu erfüllen, dann nehme ich gerne noch mehr Ziele, weil sie sich dann sehr zu lohnen beginnen. Ich habe sicher schon 8-9 Ziele in einer Partie genommen, davon dann ca. 3 vorzeitig eingesetzt und 5-6 erfülllt.

    Somit wäre meine Schätzung eher 6:2:3:3.

    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. viel für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

    Friendly Reminder (for me and for you)

  • Auch wenn ich nicht der größte Fan von Hunter bin, kann ich die thematische Kritik an dem Spiel nachvollziehen. Abgesehen davon, haben mich die bisherigen Videos auch mechanisch nicht wirklich überzeugt, sieht alles sehr nach Standardkost aus und Aufträge gab es bei Woodcraft schon. Dort gab es zusätzlich den interessanten Mechanismus, Würfel teilen oder kleben zu können. Hier ist mir kein neuartiger Mechanismus aufgefallen.

  • Rasch mal den Thread zum Spiel herausgesucht.... Ich hatte Forestry ja erst vor wenigen Tagen erstmals auf dem Tisch. Also mir gefällt es :) Ich weiß aber grundsätzlich gute Euro-Spiele zu goutieren. "Nichts Neues" bzw. "Standardkost" ist mal wieder so eine Abwatsch-Floskel, die ich hier nicht teilen kann. Doch, da ist genug Neues im Spiel - ich frage mich immer wieder, welche Erwartungen da gehegt werden.

    Aber egal, rausgesucht habe ich den Thread, um zum Baubericht für das von mir geschaffene Insert zu verweisen. Bei einem solchen Spiel lohnt sich ein halbwegs durchdachtes Insert allemal für Beschleunigung von Aufbau und Abbau sowie Unterstützung im Spiel. Und das alles wie immer beim Schaumkern-Basteln für kleines Geld (etwa 4€ pro Spiel, wenn man etwas günstiger Material bevorratet).

     

     

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

    180+ Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Kurzspielregeln, Praxis-Tipps, ...

    Einmal editiert, zuletzt von Smuntz (15. Dezember 2025 um 13:58)

  • "Nichts Neues" bzw. "Standardkost" ist mal wieder so eine Abwatsch-Floskel, die ich hier nicht teilen kann. Doch, da ist genug Neues im Spiel - ich frage mich immer wieder, welche Erwartungen da gehegt werden.

    Dito!

    Spielerisch habe ich ja auch im aktuellen Wochenthread darüber geschrieben und mir gefällt es vom Spiel her auch, obwohl ich jetzt kein Experte in Forstwirtschaft bin oder mich näher mit dem Thema beschäftigt habe.

    Was ich aber in meinem Bericht habe anklingen lassen und auch höchst belustigend finde ist die Tatsache der vielen Plastik-ZIP-Beutel die einem beim erstmaligen Öffnen entgegen schauen, denn das ist m.E. weniger nachhaltig als das Material direkt vernünftig in ein Pappinlay oder etwas ähnlich nachhaltigem unterzubringen ohne dass man sich bei den vielen Komponenten doch um ein Inlay kümmern müsste.
    Es gibt ja durchaus bessere Alternativen als diese Beutel - andere Hersteller können das ja auch und tragen nicht die Fahne "Nachhaltigkeit" so plakativ vor sich her.

    Jedenfalls war ich darüber doch echt erstaunt!

    2 Mal editiert, zuletzt von FischerZ (15. Dezember 2025 um 14:25)

  • Dort gab es zusätzlich den interessanten Mechanismus, Würfel teilen oder kleben zu können.

    Das war aber auch schon das interessanteste am ganzen Spiel. Wobei das wieder relativ ist, letzten Endes war es nur eine weitere Form der Würfelmanipulation. Unsere Gruppe hat es nach 2 Partien wieder verkauft.

    Was mich heute dazu bewegt hat Forestry zu kaufen war tatsächlich die doch Recht oft gelesene Aussage "Experten-Euro mit relativ kurzer Spielzeit und leichtem Einstieg."

    Bin gespannt drauf.

  • Was mich heute dazu bewegt hat Forestry zu kaufen war tatsächlich die doch Recht oft gelesene Aussage "Experten-Euro mit relativ kurzer Spielzeit und leichtem Einstieg."

    Erwartung zu 100% erfüllt. Erklärzeit 25 Minuten, gespielt zu zweit 1:20h

    Leicht interaktives Puzzle mit einigen Möglichkeiten. Haben erstmal ohne Spezialfähigkeiten gespielt, es war schön herausfordernd. Bin etwas zu konservativ rangegangen, zu wenig Ziele für den Einmaleffekt genutzt, zu viel Geld/Ressourcen gespart statt 1 Aktion für 4 zu kaufen. Am Ende fehlten bei nur 10 Zügen vielleicht 2-3 Aktionen. Hab beim Erklären eher den Gleichgewichtsaspekt genommen, also auf 1 Ernte muss 1 Aufforstung folgen um das Gleichgewicht des Waldes zu erhalten. Und das hat als solches gut funktioniert und thematisch Sinn ergeben. Wir wissen auch direkt welche Aktionen für unser Spiel "vergebens" waren, welche Technologie welchen Vorteil bringen. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht und wir wollen auf jeden Fall eine weitere Partie spielen.