Forestry [2025, Pink Troubadour / Pegasus Spiele]

  • Im Thread über die Essen-Neuheiten wurde schon mal kurz darüber gesprochen, aber für mich verdient das Spiel einen eigenen Thread. Forestry ist ein Eurogame, dessen Komplexität sich irgendwo im Bereich gehobenes Kennerspiel bis niedriges Expertenspiel ansiedelt. Der Autor ist Michal Peichl, an der Spielentwicklung war auch Tomas Holek (Galileo Galilei, Seti) beteiligt.

    Thematisch geht es um nachhaltige Forstwirtschaft. Ihr erntet Holz, verarbeitet dieses und erfüllt dann damit Aufträge, die ihr vorher angenommen habt. Aber da der Vorrat an Holz begrenzt ist, müsst ihr die Wälder auch wieder aufforsten, damit neue Bäume wachsen können, die euch wieder neues Holz bringen. Hinzu kommen weitere Aktionen, die dem Schutz des Waldes dienen. Dazu fahrt ihr mit einer Erntemaschine durch die Wälder, denn ihr dürft nur dort agieren, wo sich eure Erntemaschine gerade befindet. Da der Waldbereich nur 15 Felder umfasst, könnt ihr euch hier (je nach Personenzahl) schnell anderen in die Quere kommen. Außerdem gibt es noch ein Sägewerk mit 3 Bereichen. Dort ist eure Führungskraft unterwegs und koordiniert die Verarbeitung des Holzes, die Erfüllung der Aufträge und andere Dinge.

    Mechanisch könnte man sagen, dass die Erntemaschine und die Führungskraft 2 "Arbeiter" sind, die über die Wahl ihres "Ortes" festlegen, welche Aktionen sie machen können. Es ist aber kein Worker Placement, sondern das Spiel wird über Aktionspunkte gesteuert. Dazu kommen im Fortgeschrittenenspiel variable Charakterfähigkeiten.

    Die englische Anleitung wurde vor ein paar Wochen bei BGG eingestellt. Die deutsche Anleitung ist seit gestern auf der Pegasus Webseite verfügbar (Link folgt unten). Sowohl die englische als auch die deutsche Version erscheinen auf der SPIEL 2025.

    Auf YouTube wurde gestern von Pink Troubadour ein kleines Preview Video veröffentlicht (2:09 Minuten, englisch), das ich ebenfalls hier verlinke.

    pegasus.de/Forestry/56270G

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    André Zottmann / Thygra Spiele - u. a. viel für Pegasus Spiele tätig
    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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    3 Mal editiert, zuletzt von Thygra (15. August 2025 um 12:42)

  • Also die Fachtexte finde ich prima, sie mitten in den Regeln zu verteilen eher weniger gelungen. Das Spiel an sich hat aber mein Interesse geweckt. Danke für die Infos Thygra

    Da gebe ich Dir bei beiden Punkten Recht.

    Ich mag den thematischen Lerneffekt bei Spielen sehr. Entweder schlage ich selbst nach oder über das Spiel wird Wissenswertes schon transportiert. Dann wäre es aber hilfreicher dieses separat zu bündeln entweder als Heft oder als Kapitel nach den Spielregeln und dem Glossar.

  • Ich kann das nachvollziehen, sehe es aber trotzdem anders. Die Fachtexte sind ja jeweils inhaltlich passend zu der Aktion, die auf derselben Seite erklärt wird, haben also einen direkten Zusammenhang. Deshalb finde ich sie schon sinnvoll platziert. Und da sie bereits von Pink Troubadour so platziert waren, passen sie auch jeweils von der Länge her gut in die Seitenaufteilung. Die Texte komplett nach hinten zu verlagern, wäre ein größerer Aufwand gewesen, dessen Nutzen ich zurzeit nicht sehe. (Und dann hätten vermutlich andere Leser geschrieben, dass sie die Texte lieber vorne integriert hätten. ;) )

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    3 Mal editiert, zuletzt von Thygra (15. August 2025 um 15:53)

  • Ergänzung: Beim Cliquenabend gab es vor ein paar Wochen schon ein Video von Forestry mit einer Übersicht der meisten Regeln. Es ist kein vollständiges Erklärvideo, aber der größte Teil ist enthalten:

    Vorstellungsvideos zu vier kommenden... | Cliquenabend

    Oder der Direktlink zum Video bei YouTube:

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  • Ich mag den thematischen Lerneffekt bei Spielen sehr. Entweder schlage ich selbst nach oder über das Spiel wird Wissenswertes schon transportiert. Dann wäre es aber hilfreicher dieses separat zu bündeln entweder als Heft oder als Kapitel nach den Spielregeln und dem Glossar.

    Nach dem, was ich da teils in diesem Heft lesen muss, würde ich ohnehin empfehlen, selbst zu recherchieren. Das Spiel vermittelt forstwirtschaftliche Konzepte, die zumindest hierzulande teilweise schon seit Jahrzehnten praktisch nicht mehr zur Anwendung kommen (in Tschechien aber scheint's schon noch). Damit meine ich in erster Linie natürlich die Bewirtschaftung von Forsten im regulären Kahlschlagbetrieb, wie sie ja durch das Spiel offenbar grob abgebildet wird.

    Gut, ist halt ein Spiel (und noch dazu ein Euro, was also erwartet man schon groß). So what. Ärgerlich wird die Sache für mich dann aber doch, weil das Spiel (bzw die Spielanleitung) ja einen erzieherischen Anspruch erhebt (übrigens auf eine Art und Weise, die ich eher als aufdringlich empfinde).

    Weitere Auffälligkeiten

    Es gibt natürlich noch andere Details der Hintergrundinformationen, an denen ich mich störe. Wildschutzzäune baut man heute z.B. kaum noch, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, wenigstens nicht in Landesforsten. Und der Förster auf dem Bild muss natürlich so gekleidet sein, als wäre er gerade fotografiert worden für den Jagdkatalog - dabei laufen hierzulande viele noch nicht mal dann in so einem Outfit herum, wenn sie tatsächlich mit dem Gewehr draußen sind, usw. Andererseits wird die mit sehr viel Aufwand verbundene Bejagung von Wiederkäuern selbst im Zusammenhang mit der Begründung artenreicher (und hoffentlich resilienter) Wälder gar nicht weiter erwähnt, dabei sind angepasste Wildbestände (also hohe Abschusszahlen) oft der entscheidende Erfolgsfaktor und wahrscheinlich auch der Teil des Ganzen, bei dem allgemeine Aufklärung über die Zusammenhänge am wichtigsten wichtig wäre. Kurz gesagt: Die Fachleute von der Agraruniversität in Prag scheinen mir ausgesprochen oldschool unterwegs zu sein. :)

    Also wie auch immer, für mich ist das Spiel nichts, da bin ich mir schon nach Vorstellungsvideo und Regelheft vollkommen sicher. Ich wünsche aber jedem viel Freude an dem Spiel, der es spielt oder gar anschafft. Behaltet dabei aber bitte die Message im Kopf, dass euch das Spiel zumindest in Bezug auf mitteleuropäische Verhältnisse ein teilweise grundlegend falsches Bild vermittelt.

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  • Ich mag den thematischen Lerneffekt bei Spielen sehr. Entweder schlage ich selbst nach oder über das Spiel wird Wissenswertes schon transportiert. Dann wäre es aber hilfreicher dieses separat zu bündeln entweder als Heft oder als Kapitel nach den Spielregeln und dem Glossar.

    Das Spiel vermittelt forstwirtschaftliche Konzepte, die zumindest hierzulande teilweise schon seit Jahrzehnten praktisch nicht mehr zur Anwendung kommen (in Tschechien aber scheint's schon noch). Damit meine ich in erster Linie natürlich die Bewirtschaftung von Forsten im regulären Kahlschlagbetrieb, wie sie ja durch das Spiel offenbar grob abgebildet wird.

    Hmm, außer dass ich regelmäßig wandere und einige Freunde in der Forstwirtschaft habe, stecke ich da nicht so im Thema..... aber m.E. gibt es auch in Deutschland noch genügend Kahlschlagpraxis (vor allem wenn die Forste privat sind)?

    In meinen Augen sind die Tschechen im Durchschnitt deutlich naturverbundener und-näher als die Deutschen und vielleicht haben Sie auch eine andere Heransgehensweise an viele Dinge. Welche davon die Bessere ist mag ich nicht zu beurteilen, das kann nur die Zeit zeigen.

  • Da der Text von "Expertinnen und Experten der Fakultät für Forst- und Holzwissenschaften der Tschechischen Agraruniversität Prag" stammt hat er mMn auch einen starken landwirtschaftlichen Einschlag. Macht thematisch ja auch Sinn, da sich das Spiel primär darum dreht. Ich selbst bin Biologe und sehe einige Dinge in den Texten kritisch. z.B. die Sätze: "Um qualitativ hochwertiges Holz zu erhalten, ist es unerlässlich, Bäume im optimalen Alter zu fällen. Wenn Bäume zu alt werden, verliert das Holz an Qualität.". Wirtschaftlich betrachtet absolut korrekt, aus ökologischer Sicht ziemlich suboptimal, da Bäume mit Baumhöhlen oder später Totholz ein Lebensraum für viele Tiere (nicht nur Schädlinge) ist und entsprechend wichtig für die Biodiversität. Auf der anderen Seite gibt es im Spiel auch ein Schutzplättchen "Baumhöhlenschutz", das eben genau diesen Aspekt thematisiert. Von daher mal abwarten, wie das Thema dann letzten Endes im Spiel rüber kommt.

    Das Thema nachhaltige Waldwirtschaft ist aber auch heiß diskutiert. Komplett oder Teilbewirtschaftung, Auslichten - ja oder nein, Aufforstung mit heimischen oder nicht heimischen (aber dafür klimatisch robusteren) Baumarten, Waldwirtschaft vs. Naturschutz vs. Landschaftsschutz... Grundsätzlich finde ich es erst mal gut wenn Spiele auch solche Themen aufgreifen und vielleicht beim ein oder anderen Interesse dafür wecken. Ich werd es mir auf jeden Fall genauer anschauen.

    Brettspiel-Keksperte

    Einmal editiert, zuletzt von ScreamingCookie (28. August 2025 um 15:08)

  • mWn ist Bierbart durchaus vom Fach...

    ... was pro forma stimmen könnte, worauf er aber nicht weiter eingehen möchte, um seine Identität zu schützen. :P

    Abgesehen davon hat man ja alleine deshalb in Fachfragen auch nicht automatisch recht. Anstatt oben von Konzepten zu reden, die "zumindest hierzulande teilweise schon seit Jahrzehnten praktisch nicht mehr zur Anwendung" kämen, wäre es tatsächlich richtiger gewesen, von Konzepten zu reden, von denen man sich hierzulande bereits vor Jahrzehnten abgewendet hat, oder dergleichen. Insofern schon richtig, Teddybrumm

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  • Thematischer Hintergrund der in der Anleitung in den Fließtext eingefügt ist wird beim lernen der Regeln von mir persönlich ignoriert. Wenn ich dann weiß wie das Spiel so lübbt dann lese ich die Texte im Nachgang nochmal um beim Erklären ggf. etwas den thematischen Zusammenhang herzustellen. Dabei spielt es für mich persönlich keine Rolle ob die Texte im Anhang stehen oder zwischendrin. Im Fließtext ist der Vorteil nur, dass ich gleich die dazu passende Regel serviert bekomme ;)

    Optik und Tischpresenz sprechen mich zwar an aber ehrlicherweise bin ich von den "Naturthemen" etwas genervt bzw. gelangweilt. Werde es wohl auslassen wenn nicht zufällig auf einem Treff eine Runde zusammenkommt.

  • Danke MiWi

    Wo ich nicht ganz mitkomme, warum lässt man jeden Spieler in Serie seine volle Palette Aktionspunkte runterspielen. Im späteren Verlauf mit bis zu 6 Aktionen am Stück möchte ich keine AP Spieler am Tisch haben die dann die 6 aus 10 Aktionen passend aufeinander durchdacht haben. Mit Wiederholungsoption. Da hätte wohl sogar ein DualCoreRechner schon ein bisschen Downtime...

    Warum nicht im TerraMystica Setting? Eine Aktion, nächster, eine Aktion, nächster. Passen wenn fertig. Rundenende.

  • Wo ich nicht ganz mitkomme, warum lässt man jeden Spieler in Serie seine volle Palette Aktionspunkte runterspielen

    Bin ja nur mal hinten ins "Fazit" bei Rahdo reingesprungen. Aber dazu - also dem Thema Aktionspunkte (was hat er bloß gegen Tikal & Co.?) - hat er dermaßen viel rumgelabert, dass ich wieder ausstieg und mir den Rest nicht mehr angetan habe. Schlimmer als das mit ansehen kann gar kein - möglicherweise auch AP-lastiges - Spiel sein ;)

    Ist auch egal, das Spiel ist bereits bestellt, bin mir einigermaßen sicher, dass mir das gefallen wird. Geschmäcker und so...

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

    180+ Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Kurzspielregeln, Praxis-Tipps, ...

  • Der Erfahrung nach sollte Pegasus aber auch ausreichend deutsche Ausgaben vor Ort haben, oder irre ich mich da?

    Meines Wissens kommt die gesamte deutsche Auflage frühzeitig genug an, sie ist schon seit Wochen auf dem Schiff unterwegs.

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  • Auf dem cover sieht man ein schweres fahrzeug. Das ist leider sehr schlecht für den Waldboden. In der modernen forstwirtschaft verwendet man wieder pferde zum abtransportieren der gefällten Bäume.

    Deine Aussage ist viel zu pauschal, das ganze ist sehr standortabhängig.

    Wir reden hier von einer solchen Maschine:

    Holzvollernter – Wikipedia
    de.wikipedia.org

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  • Auf dem cover sieht man ein schweres fahrzeug. Das ist leider sehr schlecht für den Waldboden. In der modernen forstwirtschaft verwendet man wieder pferde zum abtransportieren der gefällten Bäume.

    Das Rücken mit Pferden gibt's schon, und auch wieder mehr als vor 20 Jahren, aber die Einsatzmöglichkeiten für Pferde sind begrenzt auf bestimmte mittelstarke Sortimente - Pferd kann ja auch nur drei, vierhundert Kilo ziehen, alles andere wäre Tierschinderei. Im Gebirge geht's auch oft nicht, selbst in den Mittelgebirgen. Ohne schwere Maschinen keine Chance. Selbst, wenn man es wollte, würde es in der Praxis gar nicht gehen, weil es weit und breit nicht genügend Personal dafür gäbe: Anstelle einer solchen Maschine braucht man mindestens 10 Pferde mit jeweils einem Führer. Dann noch Ställe, Ausbildung, bürokratischer Aufwand, Tierschutzauflagen usw usw... Ohne, dass ich jetzt Zahlen dafür hätte, aber ich wäre echt überrascht, wenn auch nur 1 Prozent des in Deutschland geschlagenen Holzes mit dem Pferd an die Waldstraße gebracht würde.

    Das hat übrigens mit der auf dem Cover abgebildeten Harvester nichts zu tun. Der Harvester fällt die Bäume, zersägt sie in bestimmte Längen und legt die Stücke an die sogenannte "Rückegasse". An der Rückegasse aufsammeln und an die Waldstraße transportieren tut die Stücke dann der sog. "Forwarder".

    Beide Maschinen (Harvester und Forwarder) fahren übrigens nicht wild auf dem Waldboden umeinander, sondern bewegen sich auf Schneisen, die je nach Bundesland zwischen 25 und 40 m Regelabstand zueinander haben. Diese Abstände sind so gewählt, dass der Harvester mit seinem Ausleger gerade noch so an die Bäume hinkommt.

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  • Mein Kollege Simon und ich haben für Pegasus ein kleines Video aufgenommen mit einem Überblick über das Spiel. Ein paar Züge haben wir auch angespielt. Das Video dauert knapp 20 Minuten.

    Man merkt mir an, dass ich kein YouTuber ein, ich rede manchmal etwas zu schnell, aber ich hoffe, das Video gibt trotzdem einen guten Einblick in das Spiel.

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    Einmal editiert, zuletzt von Thygra (29. September 2025 um 12:10)

  • Da klau mir doch einer nen Hobbit, der André ist seit den Tagen im Auenland kein Stück gealtert. 8|;)

    Ich habe das Video nur überflogen, da ich mir bereits eine komplette Erklärung angeschaut hatte (anschließend kam es auf meine Liste), aber was ich so gesehen und gehört habe, sieht sehr gut aus. Also nicht der Inhalt (der auch), sondern die Vorstellung. Das Format würde ich immer wieder angucken, sofern der Titel mich interessiert.

    Daaaaamals bei Noblemen hast du auch schon ein gutes Erklärvideo gemacht, wenn auch eher "zwischen den Stühlen". Man kann dir gut folgen. :thumbsup:

  • Da klau mir doch einer nen Hobbit, der André ist seit den Tagen im Auenland kein Stück gealtert. 8| ;)

    Ha ha, was eine Glatze doch so alles kaschieren kann. ;) Lieben Dank!

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  • Danke MiWi

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    Ich schaue gerade das Lets Play bei Before you play:

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    Und genau das hab ich mich auch gefragt, warum macht nicht jeder nur eine Aktion? Hier im Video haben sie "nur" 5-6 Aktionen aus einem Zug rausgepresst, aber theoretisch wären da noch mehr möglich. Die brauchen teils 7-8min pro Zug, wenn man das zu viert spielt sitzt man teils ne knappe halbe Stunde rum ohne was zu tun.

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  • Spielt das Spiel doch bitte einfach erst mal. Dann versteht ihr vermutlich, weshalb es NICHT besser wäre, wenn jeder immer nur 1 Aktion machen würde.

    Ein paar Gründe sind offensichtlich: Zum einen hat nicht jeder dieselbe Anzahl an Aktionspunkten, zum anderen kosten manche Aktionen 2 Aktionspunkte und nicht nur 1. Das würde also schon mal dazu führen, dass am Ende einer Runde doch wieder jemand mehrere Aktionen hintereinander macht.

    Dann gibt es ja die Möglichkeit, 1-2 Mal pro Zug/Runde für je 4 Geld 1 Aktionspunkt hinzuzukaufen. Das kann man jetzt easy an Ende seines Zuges machen. Wäre jeder mehrmals an der Reihe pro Runde, müsste man noch zusätzlich tracken, wer das schon wie oft gemacht hat. Und trotzdem könnte jemand auf diese Weise 3 Aktionen nacheinander machen.

    Das heißt, es würde so oder so immer Situationen geben, in denen man mehrere Aktionen nacheinander macht, man hätte also nichts gewonnen.

    Aber: Viele Dinge in diesem Spiel benötigen eine Planung über mehrere Aktionen hinweg. Die würden sich zum Teil gar nicht mehr sinnvoll planen lassen, wenn man immer nur 1 Aktion machen dürfte. Man hätte dann einiges an Strategieoptionen verloren.

    Das sind erst mal nur ein paar schnelle Gründe, weshalb es so ist, wie es ist. Wie gesagt, bitte zuerst spielen, danach erst urteilen.

    Die brauchen teils 7-8min pro Zug, wenn man das zu viert spielt sitzt man teils ne knappe halbe Stunde rum ohne was zu tun.

    Nicht wirklich. Nur die letzte Runde des Spiels ist etwas länger, weil dann jeder wirklich alles rauszupressen versucht.

    Ab der zweiten Partie sollte man maximal 2 Stunden brauchen mit 4 Personen. Das sind im Schnitt 3 Minuten pro Zug. Man ist also im Schnitt 9 Minuten lang nicht dran. Und diese Zeit kann man gut brauchen, um seinen nächsten Zug zu planen. Wenn das alle machen, werden die Züge noch schneller und man braucht auch keine 2 Stunden zu viert.

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    Einmal editiert, zuletzt von Thygra (11. Oktober 2025 um 16:46)

  • Man ist also im Schnitt 9 Minuten lang nicht dran.

    Ich habe es nach wie vor vor, es anzuschauen, aber das spricht mich nicht gerade an. Bin gespannt, ob das in meiner Realität dann noch stärker durchschlägt. (Grundsätzlich brauche ich in meinen Partien immer länger für alles, egal was auf der Packung steht.)

    Gruß Dee

  • Um das grad nochmal zu erwähnen, Forestry sieht für mich nach einem ansprechenden Spiel mit schönen Mechanismen und toller Qualität aus. Ich werds auf jeden Fall testen.

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  • Ich habe es nach wie vor vor, es anzuschauen, aber das spricht mich nicht gerade an.

    Noch mal zur Sicherheit: Die Aussage galt für die Maximaldauer. Wenn ihr keine AP-Spieler am Tisch habt, geht das ab der Zweitpartie deutlich schneller.

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    Einmal editiert, zuletzt von Thygra (11. Oktober 2025 um 23:54)

  • Sorry, hab das Spiel auf BGG schon mit einer 1 wegen zu hoher Downtime bewertet /s

    Bin gespannt auf das Spiel, werde es aber vor Kauf erstmal testen wollen.
    Mit den "falschen" Spielern kann jedes Spiel sehr lange dauern und Monique und Naveen bremsen sich sicherlich auch für ihre Aufnahme.
    Meine Art zu spielen würde sicherlich nicht, auf youtube funktionieren.