Die Sümpfe von Feya / Feya's Swamp [2025] von Helge Ostertag und Anselm Ostertag

  • Wir haben es auf dem Spielewahnsinn angespielt (2/4 Runden). Für mich irgendwie in einem uncanny Valley zwischen "zu seicht" (man hat ja nur eigentlich 3 Aktionen: Fischen, Verkaufen, Bauen. Die Fackeln-Aktion wirkt schon irgendwie so aufgeklebt, als wenn man gedacht hätte "oh, das reicht nicht an Aktionen"), gleichermaßen aber viel Potential zum Overthinking, weil man halt hart planen muss, wo man DIESE Runde hinfährt, wenn man nächste Runde dies und übernächste Runde das machen will. Der Rest: Solide Euro-Kost.

    Das Fischen hat mir irgendwie nicht so Spaß gemacht. Klar brauchts irgendwie Ressourcen, aber das "Kaufen, Verkaufen" fühlte sich für mich nicht so recht nach Spaß, sondern eher nach "ich muss das machen" an.

    Das Material ist super und für 35€, der aufgerufen wird, ist das für viele vermutlich ein No-Brainer. Wir haben dennoch gepasst. Glaube, dass da ein paar interessante Dinge drin stecken - für mich war es am Ende nix. Immerhin auch ne Erkenntnis.

  • Das Spiel scheint jetzt langsam bei den Shops einzutrudeln, ich habe jedenfalls eben meine Versandbestätigung vom Spieletaxi bekommen.

    Ich überlege übrigens, die Pappfische durch Holzversionen zu ersetzen. An alle, die das Spiel schon haben: Ist das eine gute Idee, oder wird das Handling/die Übersicht dadurch zu frickelig?

  • nomak 29. Mai 2026 um 14:36

    Hat den Titel des Themas von „Feya's Swamp [2025] von Helge Ostertag und Anselm Ostertag“ zu „Die Sümpfe von Feya / Feya's Swamp [2025] von Helge Ostertag und Anselm Ostertag“ geändert.
  • Wirklich begeistert bin ich nach unserer Erstpartie gestern nicht, aber hey, die Illustrationen mag ich.
    Für mich ist dieses „wir spielen alle nebeneinander her“ einfach nichts. Einmal wird es noch mit anderen Personen gespielt und dann wird es wohl wieder ausziehen.

    Übersetzt & lektoriert Spiele für div. Verlage und probiert Spiele in allen möglichen Stadien aus.

  • Anzeige
  • Du musst schon schauen, wo du deine Siedlungen und die Totemplättchen platzierst. Das ist wichtig für die Kosten beim Bau und für die Schlusswertung.

    Auch wo du Fische verkaufst/auf deinen Siedlungen platzierst ist wichtig, da es bei einer Feier Punkte gibt.

    Beim Einsetzen von Arbeitern kannst du ggf. jemandem auch den Platz klauen/ihn zwingen Mana auszugeben.

    Plätze wegnehmen alleine ist für mich jetzt nicht viel Interaktion. Da muss schon mehr Interaktion her, um mich zu begeistern. Zudem man ja immer noch nur für seine eigenen Punkte spielt. Ich will den Gegner richtig beeinflussen können, dann habe ich Spaß daran.

    Übersetzt & lektoriert Spiele für div. Verlage und probiert Spiele in allen möglichen Stadien aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Peer (31. Mai 2026 um 20:38)

  • Ich find das spiel auch sehr interaktiv. Man nimmt sich nicht nur Bauplätze weg, sondern oft auch Fisch-Spots, macht das Bauen durch Totems teurer, feiert Inselfeste, wo andere es wollten und baut sich gegenseitig die Wege zu. Bei uns kommt es bisher sehr gut an. Man spürt deutlich die Terra Mystica Vibes

    2 Mal editiert, zuletzt von HotSauce (31. Mai 2026 um 21:59)

  • Anzeige
  • Das Verbauen der Seewege ist halt wirklich ein Witz im Vergleich zum Original, aber ja, ein klein wenig ist da noch. Bei Kaivai konnte man halt ein paar Felder weit ziehen, während du bei Feya einfach mal 12+ Schritte machen kannst. Da geht die Möglichkeit des Verbauens halt massiv verloren.

    Eine gewisse Menge an Interaktion ist aber auf jeden Fall vorhanden, wenn auch keine stark ausgeprägte oder gar offensiv störende.

  • Ich mag den Grad an Interaktion. Der Vergleich zu Terra Mystika liegt nahe. Es hat genau das Maß von ich verfolge meine Strategie und ich achte darauf was meine Gegner tun. Wobei ich glaube, dass ich noch mehr Interaktion mit mehr Partien entdecken werde.

    Ein (vielleicht) extremes Beispiel der Interaktion: Ich hatte vor eine Siedlung an einer Insel zu bauen. Weit und breit kein Gegner in Sicht. Ich wäre gleich nachdem die anderen beiden nur noch passen könnten (ja, auch kein Mana für Überraschungen mehr übrig) vielleicht nicht als erster dran, aber auch nach einem Zug könnte keiner meiner Mitspielenden die Position erreichen. Da legt mir einer das Totemplättchen, das zuletzt als Abschluss einer Runde gelegt wird, genau auf das Feld zu dem ich will. Und das war noch nicht alles. Dazu konnte ich nun eines meiner Schiffe wegen meiner geringen Bewegungsrate nicht bewegen. Ich wollte ja bauen also hatte ich einen Anführer gewählt der günstig baut, sich dafür aber langsam bewegt. Fischen oder verkaufen war auch keine Option, da kein Fisch in meinem Vorrat und keine Möglichkeit zu angeln für das nun festgefahrene Schiff. Ich musste mich also entscheiden einen meiner Worker für die Aktion segeln zu opfern ohne einen Tempel besuchen zu können (waren schon alle besucht bis auf einen zu weit entfernten) oder eines meiner Schiffe für den gesamten Durchgang tot liegen zu lassen. Das war ein richtiger Schlag ins Gesicht.

    Was ich mit meinem Beispiel sagen will ist, dass es durchaus möglich ist jemanden fies auflaufen zu lassen.

    Auch ansonsten blockieren wir in meinem Runden immer mehr und mehr nicht nur Workerfelder sondern auch Baufelder mit eigenen Siedlungen, Totems und (am aller meisten) mit eigenen Schiffen. Und ich glaube nicht, dass wir schon das Maximum an Interaktion herausgeholt haben, da wir erst fünf Partien gespielt haben.