Gnomenparlament

  • Schon mal eine kleine inoffizielle Ankündigung. Fobs Games wird nach fast 10 Jahren dieses Jahr in Essen wieder mit einem neuen Spiel am Start sein. Das Spiel heißt #Gnomenparlament, ist ein Verhandlungsspiel für 4 bis 8 Spieler und dauert ca. 45 Minuten. Autor ist Channing Jones ( Mageant), als Illustrator konnten wir Dennis Lohausen gewinnen.

    In dem Spiel sind die Spieler Mitglieder des Gnomenparlaments, in dem es als besonders ehrenhaft gilt mit der Mehrheit zu stimmen. Ein Spieler ist Präsident und hat die Aufgabe ein Gesetz vorzuschlagen, über das verhandelt und anschließend angestimmt wird. Sollte die Mehrheit gegen den Gesetzesvorschlag stimmen, muss der Präsident zurücktreten.

    Mal ein erster Entwurf der Spielerboard. Unter dem Board werden Siegpunkt-Marker gesammelt. Der Spieler hat hier schon 14 Punkte. Außerdem ist er Präsident, was man daran erkennt, dass er den Aufsatz über seinem Stuhl hat.

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

  • Ist das das gleiche Spiel, welches Argentum vor ein paar Jahren in Essen als Prototyp dabei hatte?

    Jein.

    Vielleicht ein wenig zur Entstehungsgeschichte as meiner Sicht: Ca. 2015 war ich mit meinem Prototypen von #Tiefe Taschen auf einem Prototypentestwochenende von Christwart Conrad (https://christwart.hpage.com/uebersicht-veranstaltungen.html). Dort kam auch #Gnomenparlement auf den Tisch und es hat mich direkt begeistert. Das sollte später bei Argentum erscheinen, aber leider hat sich dieser Verlag kurz vor der Veröffentlichung aus unerklärlichen Gründen aufgelöst.

    Da ich gerne wieder ein Spiel veröffentlichen wollte, habe ich Channing 2019 gefragt, ob wir es bei Fobs Games rausbringen können. Die Argentum Version enthielt im Gegensatz zum Prototyp einen Spielplan, was vermutlich deren üblichen Schachtelformat geschuldet war. Dies hat zwar ein paar Probleme gelöst, hat aber vom Kern des Spiels abgelenkt. Wir haben also beschlossen, an der ursprünglichen Version weiterzuarbeiten. Wir wollten ein großes Spielerlebnis in einer kleinen Schachtel.

    Da während der Corona-Zeit das Testen sehr interaktiven Spielen nicht oder nur schwer möglich war (m.E. lebt dieses Spiel von der Interaktion am Tisch und dies lässt sich nicht gut digital testen), lag das Projekt erstmal einige Zeit auf Eis.

    Inzwischen arbeiten wir wieder intensiv daran und haben einiges verändert: Das Spielbrett wurde wieder durch einen Pappstreifen ersetzt, der Präsident wechselt anders, das Spielendekriterium ist verändert, einige Regeln wurden vereinfacht und vieles mehr. Inzwischen sind wir beim Feinschliff und uns sicher, dass wir keine weiteren, größeren Anpassungen mehr vornehmen müssen.

    Der von Sternenfahrer verlinkte BGG-Eintrag stammt noch von der Argentum Version, wir hatten ihn nur angepasst ...

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

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  • Kurzes Feedback dazu: Wir durften den Prototyp 2024 beim Spieletreff in Willingen spielen und waren SEHR angetan von dem Spiel!

    Wir haben in den letzten Monaten noch ein paar Dinge verändert und m.E. auch verbessert. Evtl. waren sie auch schon teilweise in der Version drin, die du gespielt hast.

    Ursprünglich wurde das Spielende eingeleitet, sobald ein Spieler 10 Ehrenpunkte erreicht hat. Dies hat manchmal zu seltsamen Situationen geführt. Wir haben jetzt zwei Spielende-Karten im Nachziehstapel. Sobald die erste dieser Karten gezogen wird, gibt es für Mehrheitsstimmer 2 Ehrenpunkte statt 1 Ehrenpunkt.

    Fürs erste Spiel gibt es ein Set an Gesetzen, die gut zusammen harmonieren und nicht zu kompliziert sind. Die Handkarten (Dekrete) und die Agendakarten gibt es dann in der Variante für erfahrene Spieler.

    Außerdem gibt es weitere Entwürfe für die Grafiken:

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

  • Coole Gnome!

    Hat das entfernt was mit Secret ... zu tun oder ist es kein Social Deduction?

    Es ist ein Verhandlungsspiel. Jeder spielt einen Gnom und möchte mit der Mehrheit stimmen (am besten mit einer kleinen Mehrheit). Idealerweise kann man gut abschätzen, wie seine Mitspieler abstimmen werden. Im Gegensatz zu klassischem Social Deduction hast du keine geheime Rolle, aber erfahrungsgemäß gefällt dieses Spiel meistens Spielern gut, die auch Social Deduction mögen ...

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    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

  • Wir waren fleißig und haben die letzten Woche das Spiel immer weiter verfeinert. Insbesondere haben wir an einzelnen Gesetzen und Gesetzestexten weiter gefeilt. Dennis Lohausen hat inzwischen auch weiterhin sehr gute Arbeit geleistet und ein tolles Cover entworfen:

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    Einmal editiert, zuletzt von Fobs (12. Juni 2025 um 15:49)

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  • Letzte Woche haben wir Druckdaten freigegeben und das Spiel wir jetzt endlich produziert.

    Die Planung für unseren Messeauftritt nehmen jetzt auch so langsam Gestalt an. Ihr findet uns in Halle 5 zusammen mit PALATIA Spiele (Stand 5-D715).

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

  • Geekpunkt hat mich zu Gnomenparlament interviewt. Es war auf jeden Fall ein sehr angenehmes Gespräch. Danke dafür :danke:
    Ich hoffe ich konnte ein paar Einblicke in das Spiel geben:

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  • Bin gerade erst zur "Party" dazugestoßen und weiß noch nicht allzuviel über das Spiel. Es klingt aber erst einmal interessant für mich.

    Kannst Du sagen, inwieweit es sich von Animocrazy | Board Game | BoardGameGeek abhebt, außer, dass man Punkte bekommt, wenn man mit der Mehrheit stimmt? Der Rest klingt, zumindest grob, sehr ähnlich.

    Das Konzept hat mir schon damals gefallen, aber Democrazy (so heißt Animocrazy auf Deutsch), ist damals leider bei unseren Gruppen als sehr willkürlich durchgefallen, weil es, neben den Gesetzen selbst, recht wenig "Agency" gibt. Es wirkte daher eher wie eine "Wahl-Variante" von Fluxx. Auch waren die Gesetze oft sehr unterschiedlich stark und zum Teil auch eher albern, wie "alle mit Bart," "alle, die etwas rotes tragen," etc.

    Gibt es hier mehr "Fleisch" auf den Knochen?

    Mögest Du in uninteressanten Zeiten leben...

    3 Mal editiert, zuletzt von Neva Kee (1. Oktober 2025 um 13:46)

  • Kannst Du sagen, inwieweit es sich von Animocrazy | Board Game | BoardGameGeek abhebt, außer, dass man Punkte bekommt, wenn man mit der Mehrheit stimmt? Der Rest klingt, zumindest grob, sehr ähnlich.

    Ich kenne leider Animocrazy nicht, aber das Element Siegpunkte fürs Stimmen mit der Mehrheit ist aus meiner Sicht das wichtigste Element beim Gnomenparlament. Es macht einen Großteil der Punkte aus, die die Spieler erhalten. Außerdem versucht dadurch jeder ständig die anderen einzuschätzen. Am besten ist es im Gnomenparlament mit eine kleinen Mehrheit zu stimmen, s.d. man selbst und wenige andere Spieler Siegpunkte erhalten, aber andere leerausgehen. Gnomenparlament lebt daher auch sehr stark von der Interaktion (Einschätzen, Bluffen, andere Beeinflussen) zwischen den Spielern.

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
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  • Das Konzept hat mir schon damals gefallen, aber Democrazy (so heißt Animocrazy auf Deutsch), ist damals leider bei unseren Gruppen als sehr willkürlich durchgefallen, weil es, neben den Gesetzen selbst, recht wenig "Agency" gibt. Es wirkte daher eher wie eine "Wahl-Variante" von Fluxx. Auch waren die Gesetze oft sehr unterschiedlich stark und zum Teil auch eher albern, wie "alle mit Bart," "alle, die etwas rotes tragen," etc.

    Gibt es hier mehr "Fleisch" auf den Knochen?

    Es gibt m.E. keine "albernen" Gesetze. Die Gesetze betreffen entweder Spieler mit vielen/wenigen Siegpunkten , mit wenigen/vielen Lobbystimmen, den Präsident und ggf. seine Sitznachbarn oder sie ändern etwas den Spielablauf. Neben dem Grundspiel ist eine Fortgeschrittenen-Variante enthalten: Jedes Gesetz ist einer von vier Fraktionen zugeordnet und jeder Spieler hat eine geheime Agenda, für und gegen eine Fraktion, s.d. es ein zusätzliches Incentive gibt für oder gegen ein bestimmtes Gesetz zu stimmen.

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

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  • Ich habe den Bericht zur Messe-Vorbereitung hier hin verschoben, da er da besser passt:

    Fobs
    11. Oktober 2025 um 09:39
  • Auf Reich der Spiele ist eine sehr gute Rezension des Spiels erschienen :love:

    Das Spiel Gnomenparlament ist gut balanciert und bietet einiges an Abwechslung. Die vorgeschlagene Spieleranzahl von vier bis acht funktioniert gut. Auch ein neunter Mitspieler lässt sich integrieren, wenn Abstimmungsmünzen dazu gegeben werden. Die Spieldauer passt und hängt natürlich stark von der Diskussionsfreudigkeit der Einzelnen ab.

    Gnomenparlament
    Gnomenparlament
    www.reich-der-spiele.de

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

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  • Sowohl der Ringbote als auch die Rheinpfalz hat über das Spiel berichtet. Während die Rheinpfalz (leider hinter eine Bezahlschranke) das Spiel uneingeschränkt lobt, kommt der Ringbote zu einem gemischten Fazit:

    Der größte Kritikpunkt ist die Unvorhersehbarkeit der Spieldynamik. Mit den richtigen Gesetzen in der Auslage entstehen spannende Interessenkonstellationen und sehr lebhafte Diskussionen. Ich bekomme gleich zwei Ehrenpunkte, wenn ich als einziger Gnom mit NEIN gestimmt habe. Oder einstimmige Ergebnisse kehren sich um. Stimmen also alle mit JA, dann wird das Gesetz abgelehnt. Manchmal wird das in der Kombination dann auch zu viel des Guten. Und niemand steigt mehr durch. Dann wiederum ergeben sich manchmal triviale Gesetzes-Konstellationen, in denen die Mehrheit klar ist und man sich dieser anschließen muss, um nicht abgehängt zu werden. Meh.

    Gnomenparlament
    Wir sind Gnome. Wir glauben an die Demokratie. Und wir debattieren und erlassen neue Gesetze. Unser Ziel: ein besseres, sichereres und unbeschwerteres Leben…
    www.ringbote.de
    „Gnomenparlament“: Feilschen um Gesetze - Spielewelten
    Bei den Gnomen geht es wesentlich lustiger als zu als in der echten Politik. Aber auch am Spieltisch stehenLobbyarbeit und Gesetze auf dem Plan.
    www.rheinpfalz.de

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

  • Sowohl der Ringbote als auch die Rheinpfalz hat über das Spiel berichtet. Während die Rheinpfalz (leider hinter eine Bezahlschranke) das Spiel uneingeschränkt lobt, kommt der Ringbote zu einem gemischten Fazit:

    Der größte Kritikpunkt ist die Unvorhersehbarkeit der Spieldynamik. Mit den richtigen Gesetzen in der Auslage entstehen spannende Interessenkonstellationen und sehr lebhafte Diskussionen. Ich bekomme gleich zwei Ehrenpunkte, wenn ich als einziger Gnom mit NEIN gestimmt habe. Oder einstimmige Ergebnisse kehren sich um. Stimmen also alle mit JA, dann wird das Gesetz abgelehnt. Manchmal wird das in der Kombination dann auch zu viel des Guten. Und niemand steigt mehr durch. Dann wiederum ergeben sich manchmal triviale Gesetzes-Konstellationen, in denen die Mehrheit klar ist und man sich dieser anschließen muss, um nicht abgehängt zu werden. Meh.

    https://www.ringbote.de/rezensionen/gnomenparlament
    https://www.rheinpfalz.de/ratgeber/games…id,5865143.html

    Die Kritik des Ringboten kann ich voll und ganz nachvollziehen. Während die Einstiegspartie (bei der die Karten vorsortiert sind) eines der besten Spielerlebnisse war, was ich in den letzten Monaten hatte, hatten wir in der Zweitpartie (mit zufälligen Gesetzen) dann leider eine Kombination, die in der letzten Hälfte des Spiels komplett die Spannung und die Luft rausgelassen hat.

    Schön wäre, wenn man (wie bei manch anderem Spiel auch) bei BGG oder bei Fobs Games (die ja leider keine eigene Internetpräsenz haben, oder finde ich die nur nicht, Fobs?) - oder vielleicht hier bei unknowns? - Sets von Gesetzen finden würde, die man vor dem Spiel zusammenmischen kann?

    Wobei ich mir das schwierig vorstelle, denn den "Deadlock", der bei uns entstanden ist, hatte auch niemand im Vorhinein vorausgesehen. Vielleicht ergäbe sich ja bei selber Gesetzeslage bzw. -auswahl in anderer Spielrunde eine komplett eigene Dynamik? :/

  • Wobei ich mir das schwierig vorstelle, denn den "Deadlock", der bei uns entstanden ist, hatte auch niemand im Vorhinein vorausgesehen. Vielleicht ergäbe sich ja bei selber Gesetzeslage bzw. -auswahl in anderer Spielrunde eine komplett eigene Dynamik? :/

    Willst du etwas über die Situation schildern, die bei euch entstanden ist? Vielleicht können dann Mageant oder ich etwas konkret zu dieser Situation sagen.

    Allgemein war unser Dilemma bei Entwicklung, dass wir zum einen sehr viele unterschiedliche Gesetze haben wollten, damit jede Partie anders und überraschend verläuft. Dadurch gibt es natürlich Kombinationen von Gesetzesvorschlägen, die spannender sind als andere, wobei dies teilweise an den Vorschlägen selbst, aber auch an der Gruppendynamik liegen kann. Wir konnten zwar unmöglich alle Kombinationen testen, aber hatten bei unseren zahlreichen Tests auch vereinzelt Partien, die für einzelnen Spieler nicht so spannend waren, weil sie abgehängt waren oder weil sich der Präsident ewig halten konnte.

    Wenn man mit Dekreten und Misstrauensvotum spielt, ist die Gefahr einer langweiligen, frustrierenden Partie geringer. Dafür sollte man das Spiel allerdings schon kennen. Beim Einführungsspiel haben wir u.a. Gesetze dabei, die Lobbystimmen verteilen, was zu überraschenden Abstimmungsergebnissen führen kann. Dadurch wollten wir im ersten Spiel auf jeden Fall ein gutes Erlebnis erzeugen. Vielleicht hätten wir die Auswahl der Startgesetze noch etwas mehr einschränken oder einzelne Gesetze streichen können, was aber zu Lasten der Vielfalt gegangen wäre.

    Bavarred mein erster Tipp für die hoffentlich nächste Partei wäre als geltendes Startgesetz eines der folgenden Gesetz zu nehmen: das Gesetz zur Tröstung der Verlierer (gibt Lobbystimmen an die Verlierer) oder das Gesetz zur Ehrung der einsamen Nein-Simme bzw. das Gesetz zur Bemächtigung der einsamen Nein-Stimme (machen Nein-Stimmen und damit die Abwahl des Präsidenten wahrscheinlicher) oder das Gesetz zur Förderung des Präsidentenwechsels. Generell sind die Partien oftmals spannender, wenn das Präsidentenamt häufiger wechselt. Evtl. könntest du auch noch ein paar Gesetze, die den Präsidenten stärken oder die bei der letzten Partie Probleme gemacht haben, gezielt weglassen.

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

  • Danke für das ausführliche Statement und die Tipps.

    Ich werde am Donnerstag bei unserem Spieletreff noch mal mit den Mitspielenden von damals versuchen, das Ganze nachzuvollziehen, aber die entsprechende Partie ist inzwischen auch schon ein wenig her.
    Was ich aus eigener Erinnerung noch rekonstruieren kann ist, dass es zunächst recht spannend war, weil wir ein Gesetz drin hatten, welches bei einstimmiger Abstimmung (wenn ich mich recht entsinne auch mit einer einzelnen abweichenden Stimme bei höherer Anzahl der Gnome?) das Abstimmungsergebnis negiert. Das hat dazu geführt, dass Präsidenten auch schon mal gegen das eigene Gesetz stimmen mussten, um es durchzubekommen (und, wenn ich mich richtig erinnere, auch noch immer mit den Lobbysteinen einen weiteren Gnom "kaufen" mussten, der ebenfalls mit "Nein" stimmt - was ja Ehrenverlust bedeutete). Bis dahin war das Spiel chaotisch wunderbar.
    Der Umschwung ergab sich dann, als dieses Gesetz rausgeschoben wurde und lag in erster Linie (zumindest in meiner Erinnerung) an einem Gesetz, dass alle Gnome (mit zwei Ehre?) dafür belohnt, wenn sie mit ihren beiden Tischnachbar*innen stimmen.
    Dies hat - vermutlich in Kombination mit einem weiteren Gesetz - dazu geführt, dass dann bis zum Spielende alle Gnome konstant mit "Ja" gestimmt haben, weil eine Nein-Stimme direkt den Verlust von drei oder vier Ehre bedeutet hätte. Ganz genau bekomme ich das nicht mehr auf die Reihe. Gleichzeitig war aber auch noch ein Gesetz im Spiel, das dafür gesorgt hat, dass der Gnom mit den meisten Lobbysteinen am Ende der Runde zwei Stück abgeben musste - was in dieser Phase des Spiels ebenfalls zu (zu) wenig Anreizen führte, sich einen Vorrat davon anzulegen...

    Wir haben allerdings tatsächlich ohne Dekrete etc. gespielt, ich befürchte aber, das wird auch immer mal wieder der Fall sein, solange immer neue Mitspielende dabei sind.

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