Grimcoven [Awaken Realms]

  • Das macht das Spiel tatsächlich ziemlich taktisch bzw. auch strategisch. Im direkten Vergleich mit DmD ist Grimcoven fast schon ein Euro.

    Okay das klingt leider erstmal nicht so geil aber habe ich befürchtet nachdem was ich bisher so über das Spiel gelesen habe. Aber ich mag ja auch Spirit Island sehr und würde sagen, dass das auch eher in die von dir beschriebene Richtung geht, vielleicht wird mir Grimcoven also doch gefallen.

  • Das macht das Spiel tatsächlich ziemlich taktisch bzw. auch strategisch. Im direkten Vergleich mit DmD ist Grimcoven fast schon ein Euro.

    Okay das klingt leider erstmal nicht so geil aber habe ich befürchtet nachdem was ich bisher so über das Spiel gelesen habe. Aber ich mag ja auch Spirit Island sehr und würde sagen, dass das auch eher in die von dir beschriebene Richtung geht, vielleicht wird mir Grimcoven also doch gefallen.

    Tatsächlich hat mich das auch ein wenig überrascht, weil ich nicht so der Typ bin, der vor dem Backen die Regeln im Detail durchliest. Nach den ersten Fazits und Reviews habe ich mich aber darauf eingestellt und finde es sogar gut, dass es sich von anderen Spielen in unserer Sammlung abhebt.

    Es wäre ja auch irgendwie ungeil, wenn es quasi ein DmD in einem anderen Setting wäre. So ist es halt eher ein vergleichbarer Euro-Bossbattler... zumindest vom Ersteindruck. Es sind ja dann doch einige Dinge dabei, die durchaus glückslastig sind... Wie die Fähigkeiten die man zieht oder eben die Würfel.

    Auf jedenfall stimmt die Richtung für uns schonmal...

  • Mein Paket liegt seit einer Woche bei FedEx und bewegt sich nicht. Wird nur jeden morgen einmal gescannt und dann scheinbar zurück gelegt...

    Meine große Befürchtung bei Grimcoven ist, dass es sich für MICH wie Primal anfühlt. Ich mochte Primal nicht, weil ICH es einfach komplett unemotional empfand. Da fehlte das große Finale und irgendwann war die Frage "Wieviel Schaden machst du? Ich mache X Schaden. Ja dann ist er jetzt tot und kann nichts mehr machen" Da fehlte für MICH Nervenkitzel.

    Setting, Heldenprogression, Schwierigkeitsgrad und One-Shot finde ich dagegen sehr gut.

  • Mein Paket liegt seit einer Woche bei FedEx und bewegt sich nicht. Wird nur jeden morgen einmal gescannt und dann scheinbar zurück gelegt...

    Meine große Befürchtung bei Grimcoven ist, dass es sich für MICH wie Primal anfühlt. Ich mochte Primal nicht, weil ICH es einfach komplett unemotional empfand. Da fehlte das große Finale und irgendwann war die Frage "Wieviel Schaden machst du? Ich mache X Schaden. Ja dann ist er jetzt tot und kann nichts mehr machen" Da fehlte für MICH Nervenkitzel.

    Setting, Heldenprogression, Schwierigkeitsgrad und One-Shot finde ich dagegen sehr gut

    Du hast hier halt nicht den einen Würfelwurf oder die eine Karte, die das Spiel im letzten Moment reißt wie bei DmD...

    Dagegen sind die Karten und die Angriffe die der Boss ausführt berechenbar.

    Also es kann sich je nach Spielertyp schon so anfühlen wie du beschreibst... aber so tief sind wir auch noch nicht drin um das final zu sagen. Primal kenne ich nicht ...

    Wie gesagt... wenn es genauso wäre wie DmD wäre eins für uns überflüssig. So ist es schon was deutlich anderes ...

  • Ich das das Spiel jetzt neben der Tutorialrunde zweimal gespielt - einmal zweihändig Solo (nicht zu Ende gespielt, weil ich zu spät abends angefangen und um 2 Uhr nachts dann abgebrochen habe) und gerade eben zu dritt (nach knapp 3 Stunden verloren)

    Ich… bin immer noch etwas unschlüssig. Zugute halten muss man dem Spiel erstmal, dass es wirklich etwas eigenes ist. Ich kenne keinen Boss Battler, der sich so anfühlt wie Grimcoven, nicht mal im Ansatz. Primal ist vielleicht noch der nächste Vergleich, aber durch das Positionsspiel hebt sich Grimcoven auch davon deutlich ab. Ebenfalls positiv hervorzuheben sind die Helden, die sich durch ihre Sondermechaniken definitiv unterschiedlich anfühlen und durch die großen Decks auch eine ordentliche Build Variety zulassen. Die Levelup-Karten sind richtig cool und man wünscht sich häufig, doch irgendwie beide nehmen zu dürfen statt nur einer. Genau so muss das sein!

    Die Tischpräsenz ist auch toll, und das, obwohl ich nichtmal das 3D-Terrain habe. Das Spiel sieht beeindruckend aus und nimmt dabei noch eine einigermaßen händelbare Menge des Tischs ein, das hab ich schon viel schlimmer erlebt. Also auch hier ein Plus.

    Trotzdem bin ich nicht begeistert. Das Spielgefühl, das sich durch die gesamte Spielzeit gezogen hat, wie oben angesprochen in dieser Partie knapp 3 Stunden, hat mich leider nicht an einen epischen Bosskampf in Bloodborne (zumindest optisch offensichtlich eine Hauptinspiration) erinnert, sondern eher an ein Logikrätsel. Es gibt SO viel zu beachten, von Reichweiten über Feldeffekte über Aktivierungsabläufe von Minions und Elitegegnern über Boss-Angriffe, Stages, Sonderkarten wie den Bannern des Generals, dass ich einfach nicht hinterhergekommen bin. Die Sache ist nur: Wenn man diese Dinge nicht beachtet, bekommt man ins Gesicht, und zwar ziemlich hart. Und so haben wir jetzt verloren und waren absurd weit vom Sieg entfernt, ohne dass wir aus unserer Sicht viele offensichtlichen massiven Fehler gemacht hätten (wohlgemerkt auf der leichtesten Szenariostufe!). Wir hätten aber viele Kleinigkeiten besser spielen können, zB. ein Hex weiter laufen oder eine andere Bosskarte angreifen. Wir waren nur irgendwann völlig durch und konnten diese vielen Feinheiten, die einem das Spiel präsentiert, nicht mehr einordnen. Das Spiel ist mMn für dieses Spielgefühl einfach viel zu lang, was auch erklärt, warum es den „Rapid Hunt“-Modus gibt, in dem man in etwa im Midgame startet.

    Einen großen Teil dieser langen Spielzeit nimmt dabei die Engine ein: Während die Spielerzüge sehr snappy sind und man ständig dran ist, verlangsamt sich das Spiel regelmäßig massiv, um in der Gegnerphase alle Minions und Elites einzeln zu aktivieren (inklusive teils mehrerer Würfelwürfe pro Minion), viele verschiedene Eventkarten zu ziehen und die teilweise ausufernden Boss-Angriffskarten abzuhandeln. Diese Phase war für meine beiden Mitspieler reine Downtime, während ich wild mit Karten ziehen, Miniaturen schubsen und Würfeln beschäftigt war. Leider passiert ALLES in dieser Phase. In der Heldenphase bleibt das Spielfeld komplett statisch, bevor es dann in der Gegnerphase mit Effekten explodiert. Das sorgt dafür, dass man zu Beginn jeder Heldenphase wieder das Rechnen anfängt: okay, diese Minions bewegen sich nachher hierher, also gehe ich lieber woanders hin. Dann kann ich aber nicht mehr den Boss angreifen, und wir wollen ihm mindestens noch 3 Schaden zufügen. Aber wenn wir das tun, reicht der Gruppenschaden nicht mehr für den Elite, der auf dieses Feld läuft, den Lament frisst und uns alle stunnt. Kann ich den Lament vorher aufsammeln oder bin ich dann in LoS dieses Minions? Was macht der Boss diese Runde nochmal? Und so geht das immer weiter. Das ist mir, glaube ich, einfach zu viel.

    Ich will das Spiel wirklich mögen, weil die Charakterprogression Spaß macht und in der Theorie echt coole Züge möglich sind. Aber mir raucht der Kopf. Ich bin völlig fertig und wir hätten noch locker 2-3 weitere Stunden gebraucht, wenn wir nicht verloren hätten. Und da ist die wirklich lange Auf- und Abbauzeit noch gar nicht eingerechnet.

    Meinem primär Eurospieler-Kumpel hat das Spiel übrigens richtig gut gefallen, dem anderen, der zB Death may Die sehr mag, nur mäßig.

  • Also das Packaging für die Standee-Version ist hier echt eine Frechheit. Sie haben offenbar wirklich einfach exakt die gleiche Box genommen wie für die Miniaturen-Version..hat dann halt 30-70% Leerraum je nach Box (Core Box eher 30, die Box mit den beiden extra Bossen ist fast komplett leer). Und nicht mal ein Insert drin sondern nur gefaltete Pappe damit es beim Transport nicht auseinanderfällt. Das hab ich so von AR noch nie gesehen. Autsch.

    Einmal editiert, zuletzt von Xologrim (16. Dezember 2025 um 01:33)

  • Kleiner Nachtrag: Bei diversen Websites kann man das Spiel vorbestellen. Dort gibt es die Miniaturenbox separat. Bei der Special Edition aus der Kampagne sind aber ja die Miniaturen in der Box enthalten und deshalb ist ohne die Minis in der Standee-Version so viel Luft.

    Bedeutet das etwa, dass sie noch eine weitere Retail-Version verkaufen mit mehr oder weniger identischem Inhalt aber ohne die ganze Platzverschwendung? Denn dass sie dieses Ungetüm, das ich bekommen habe, mittelfristig im Einzelhandel platzieren wollen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    Hänge mal ein paar Bilder der Forgotten Entities Standee-Version an, damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt.

  • Wenn ich deinen Beitrag so sehe, glaube ich dass AR mittlerweile nur noch auf eine "one-box-solution" geht. Das gleich Theater ist ja auch gerade aktuell bei der Agricola Kampagne. Es scheint nur eine Box zu geben die all den Raum für Addons etc. vorsieht. Bei einem normalen Pledge hast du also mega viel Luft für Zeugs das du gar nicht hast.

    Jetzt mal ernsthaft, hat Greedo wirklich zuerst geschossen?

  • Wenn ich deinen Beitrag so sehe, glaube ich dass AR mittlerweile nur noch auf eine "one-box-solution" geht. Das gleich Theater ist ja auch gerade aktuell bei der Agricola Kampagne. Es scheint nur eine Box zu geben die all den Raum für Addons etc. vorsieht. Bei einem normalen Pledge hast du also mega viel Luft für Zeugs das du gar nicht hast.

    Sollte dem so sein, dann wird es mir in Zukunft leichter fallen auf AR Spiele zu verzichten.

  • Finde das nun wirklich nicht tragisch. Ich bevorzuge es sogar wenn alles in einer Box ist. Die meisten Inlays entferne ich eh fast immer und ersetze es durch selbst gedruckte bzw gekaufte Inserts. Wenn man evtl am Preis gespart werden kann dadurch das die nur eines entwerfen und produzieren müssen spricht erst rechts nichts dagegen.

    Einmal editiert, zuletzt von Blackwolf85 (17. Dezember 2025 um 06:14)

  • Finde ich auch wirklich nicht so schlimm. Ja, andere Trays wären schon gut/hilfreich gewesen.

    Allerdings sind ja 90 USD / 80€ inkl. Shipping auch mal ne Ansage an diverse andere Crowdfundings, wo nicht Gameplay-relevante Kosten völlig aus dem Ruder laufen.


    Mir hat das Gameplay hingegen in der erste Solo Probepartie schon mal gut gefallen. Mehr dann nach einer 2-3 Spieler Partie.

    Einmal editiert, zuletzt von HBBackstar (17. Dezember 2025 um 06:53)

  • Die meisten Inlays entferne ich eh fast immer und ersetze es durch selbst gedruckte bzw gekaufte Inserts.

    Freu dich da nicht zu früh. Standee-Versionen sind so schon häufig ein Nischenprodukt. Für viele ist es schwer, überhaupt ein Insert zu finden, weil es so wenige Besitzer gibt und die Nachfrage nicht da ist.

    Ich würde eher vermuten, dass AR bei Fortsetzung dieses Trends mittelfristig einfach komplett auf eine günstige Version verzichtet, da es ohnehin nur eine Minderheit unterstützt.

  • Ich finde das ebenfalls komplett schade. Die Standee Versionen kaufe ich genau wegen des geringeren Platzbedarfs im Regal. Der niedrigere Preis steht da bei mir an der zweiten Stelle. Falls das nun bei AR-Spielen die Schule macht, dann werde ich dort in Zukunft einfach weniger unterstützen. Das Vorgehen wundert mich allerdings nicht. Der Youtube Kanal "Sarah malt" hat bei den letzten AR Produkten wie Nemesis 3 oder Stalker schon angemerkt, dass der Production Value im Vergleich zu den früheren Spielen deutlich runter gegangen ist. Und die Standee Versionen verkaufen sich in der Regel deutlich schlechter.

  • Das ist natürlich Ansichtssache welchen Pledge man hat. Aber der Sinn von Custom Inserts ist alles noch kompakter zu lagern, ergo man hat ja dann noch mehr Luft wenn man einen Pledge hat der nicht alles beinhaltet.

    Für mich wäre die one box solution bei Agricola auf jeden Fall ein Ausstiegsgrund. Habt ihr euch das Monstrum mal angeschaut was die planen? Die Box ist nochmal wesentlich größer als die von Burgen von Burgund. Klar sind sehr viele Karten dabei, aber dann für normale Pledges noch Luft mitkaufen finde ich Unsinn. Da erwarte ich mehr Innovation bei einer Multimillionen Kampagne.

    Jetzt mal ernsthaft, hat Greedo wirklich zuerst geschossen?

    Einmal editiert, zuletzt von fastshadow (17. Dezember 2025 um 10:13)

  • Wir haben jetzt nach mehreren Teilspielen der Einführung unser erstes Spiel an einem Tag/Abend absolviert. Die Regeln sitzen jetzt und wir kommen auf ca. 2 Std. Spielzeit zu Zweit. Also wirklich nicht ausufernd.

    Der Aufbau gestaltet sich jetzt auch nicht sonderlich viel länger als bei anderen Vergleichsspielen. Ich werde hier öfter auf C:DMD verweisen im Vergleich, weil das für mich am naheliegensten ist. Beide Spiele sind in ähnlich, machen aber verschiedene Dinge grundsätzlich anders. Und das ist in meinen Augen auch gut so!

    Will ich ein Event und "Aufs Maul-Spiel", dann nehme ich DmD. Will ich aber wirklich strategischer und eurolastiger spielen, dann nehme ich Grimcoven.

    Uns haben die Partien und gerade die letzte sehr gut gefallen. Wir haben jetzt auf leicht gespielt, weil das Spiel doch sehr knackig sein kann. Vermutlich auch deswegen, weil wir überhaupt keine Ahnung hatten was wir da tun... Das Spiel hat auch eine Lernkurve, da man mit der Zeit auch lernt wie die Gegner agieren und man auch immer mehr auf das achtet, was die Gegner machen werden. Das ist auch so ein massiver Unterschied zu DmD, dass vieles einfach sehr planbar ist.

    Die Charakterfähigkeiten waren bisher cool und motivierend. Einzig die Transformation in die Corrupted Form erscheint uns etwas zu wenig spektakulär. Aber vielleicht wird das auch noch. Im Grunde wird man halt ein "bisschen" stärker... Die Fähigkeiten bleiben zum großen Teil gleich.

    Die Spielerrunden gehen mit dem richtigen Flow sehr flott. Dagegen dauern dann die Gegnerphasen verhältnismäßig lange. Das hat bisher aber nicht weiter gestört.

    Wie gesagt. Gerade die letzte Partie war wirklich sehr cool. Mal schauen ob wir es dieses Wochenende gleich nochmal spielen.

    Da wir weiter keine Bossbattler haben, füllt dieses Spiel neben DmD auf jedenfall eine Lücke bei uns...

    Über die Langzeitmotivation kann ich noch nichts sagen.

  • Heute habe ich endlich meine erste Runde gespielt. Wir sind zu zweit direkt in Szenario 1 mit Keeper und Gunslinger gegen die Convergence angetreten. Tutorial haben wir nicht gemacht. Entsprechend war unsere Spielzeit aber auch ca 5h.

    Wie erwartet hielten sich die emotionalen Hoch- und Tiefpunkte in Grenzen, da das Spiel schon sehr gut durchrechenbar ist, aber ich habe erwartet, dass es mich mehr stören wird. Wir haben sehr viel über unsere Züge gesprochen, wer geht wo hin, wer tötet was, "hast du noch ein Messer für mich?" usw. Da war also ordentlich Diskussion, wenn auch wenig direkte Interaktion der Charaktere. Spannend war es zum Ende hin aber doch. Wir haben das Szenario auf den letzten Schadenspunkt gewonnen und mussten die Final-Attack insgesamt 3x "killen" um zu gewinnen. Die Spannung eines alles entscheidenden Würfelwurf kam aber nicht auf.

    Aufgrund der vielen Diskussionen hat es sich überhaupt nicht lang angefühlt, weil ich permant wichtige und auch coole (daher auch schwierige) Entscheidungen treffen musste. Vor allem in der Charakter-Progression steckt enorm viel drin. Jedes Upgrade liefert mir 2 coole Karten, bei denen immer was spannendes dabei war, das meinen Build verbessert. Oder ich verzichte auf die Karten um einen zusätzlichen Würfel zu bekommen, damit ich mehr von meinen Aktionen machen kann. Aber welchen der 4 verschiedenen Würfel nehme ich dann? Oder doch lieber die neue Upgrade-Karte? Und wenn ich zu schnell level, hauen mir die Corruption-Karten eine rein und schlimmstenfalls sogar meinen Mitspielern. Da entsteht eine sehr sehr coole Balance zwischen Risk & Reward, je stärker ich bin, desto gefährlicher bin ich auch für meine Mitspieler. Level ich zu langsam, mache ich aber auch zu wenig Schaden, da der Boss auch stärker wird. Fetter Pluspunkt.

    Die Gegnerphasen waren zumindest bei unseren Gegnern gefühlt sehr schnell abgehandelt und aufgrund unserer langen Diskussionen stimmte auch das Verhältnis von Upkeep zu Spielzug (Diskussion ist für uns auch Spielzug).

    Die zwei Helden spielten sich zudem sehr unterschiedlich und es gab da schon leichte unterschiedliche Upgrade-Wege, die man einschlagen könnte.

    Ohne jetzt die anderen Szenarien gesehen zu haben, scheint der Wiederspielwert sehr hoch zu sein. Die unterschiedlichen Terrains, Landmarks, Events, Attack-Cards, Elites, Minion usw. sind teilweise zufällig in einem Szenario und bieten daher einiges an Abwechslung, auch wenn man ein Szenario wiederholen muss.

    Ich hätte sofort Lust wieder zu spielen. Gerne auch mit dem gleichen Charakter und den Build anders machen. Gleiches gilt für meinen Mitspieler, wenn wir noch Zeit hätten.


    Den Vergleich zu Cthulhu Death May Die sehe ich auch. Für Einsteiger ist DMD zugänglicher, aber zumindest aktuell würde ich GC absolut vorziehen, weil die Power-Progression so viel stärker ist. Wenn bald wieder Nicht-Spieler bei uns sind, kommt aber auch DMD auf den Tisch.

    Für mich ist Primal auch in einem ähnlichen Fahrwasser. Primal fand ich aber extrem unemotional und unspannend. Das Kartenspiel von Primal und der Würfeleinsatz (inkl. Refresh und Regain) bei GC bieten ein ähnliches Puzzle, das man jede Runde lösen muss. GC gibt mir aber dann noch echtes Stellungsspiel und die bereits erwähnte Charakter-Progression, die mir persönlich einfach richtig Spaß macht.

  • Nach sechs Partien würde ich noch hinzufügen, dass unserer Meinung nach die Corruption der Charaktere irgendwie zu wenig Impact hat...

    Damit ist nicht die Leiste ansich gemeint. Das haben sie mit den Karten jede Runde ganz gut und cool gelöst.

    Ich meine die "Verwandlung".

    Da bekommt man zwar eine neue krasse Figur die auch mega cool aussieht. Aber im Endeffekt dreht man nur den Charakterbogen um, bekommt eine bessere Fähigkeit, heilt ein wenig und weiter passiert dann eben nichts. Das ist etwas schade und ist ein wenig verschwendetes Potenzial. Ich hätte mir da ein bisschen einen Kniff gewünscht. Meinetwegen, dass man die Seiten wechselt und das Spiel nun mit den Bösen gewinnt oder sowas. Oder wenigstens auf den Kartenfähigkeiten alternative Bonis.


    Trotzdem : Auch die letzte Partie gegen das Swarm Beast ganz knapp verloren. War episch und cool. Zu zweit in 2 Stunden. Keiner von uns hat aber die Corruption Form erreicht...

    Einmal editiert, zuletzt von PeeWee (29. Dezember 2025 um 22:05)

  • Heute die 2. Partie zu Zweit mit neuem Mitspieler, Technomancer und Duality gegen Undead General Szenario 1.

    Kleine Kritik vorweg: Das Regelbuch ist zu grob geschrieben. Es kommt oft vor, dass es einfach nicht präzise genug ist, wann welche Aktion passiert. Da vermisse ich die FFG Referenz-Bücher, die klare Schritt-für-Schritt-Abläufe haben. Gerade der Fluss lässt bei der Minionbewegung sehr viele Möglichkeiten zu, wie sie sich bewegen und wohin sie dann getrieben werden. Wir regeln das bisher immer danach, was für uns das schlimmste ist.

    Uns fehlte diesmal 1 Runde um zu gewinnen. Wir hatten anfangs große Probleme die Minions in den Griff zu bekommen. Permanent spawnte der General neue Gefolgsleute und schickte sie uns auf den Hals. Gleichzeitig konnten wir den Minions nicht entkommen, da sie sich immer zu den Portalen teleportierten und dann kam der 2. Elite dazu und wir wurden nur noch über die Map gejagt. Das hat sich sehr sehr anders angefühlt als die Runde gegen die Convergence. Die Spieldauer war wieder gut 4:30, aber es hat sich wieder nicht langatmig angefühlt.

    Nachdem wir anfangs viel weggerannt sind, kippte es, als ich den Flammenwerfer bekam, der 1 Schaden auf 1 Reichweite gegen alle Gegner machte. Plötzlich konnte ich effektiv die Minions wegräumen und schnell leveln. Zum Ende hin sammelte ich fleißig Burn-Tokens, da mein Feuerball mit jedem Token stärker wurde. Die Karte alleine hat am Ende 11 Schaden gemacht. Das war wieder ein ganz anderes Spiel als beim Gunslinger. Mein Mitspieler sammelte mit Duality fleißig Flügel, mal den einen mehr, dann den anderen, viele Refresh und Würfel wieder holen. Das gabs bei mir garnicht.

    Wir waren dann relativ schnell in der Corrupted Form, aber leider dennoch zu spät. In der letzten Runde hätten wir genug Schaden machen können, aber da wir noch nicht bei der Final Attack waren, hat dies unsere Phase beendet und wir konnten keine weitere Eventkarte ziehen. Damit hatten wir verloren. Da waren wir zu langsam um das Spiel in den Griff zu bekommen.

    Das war wieder eine sehr coole Runde und die Progression und wie sich dadurch das Spielgefühl geändert hat (vom Gejagten zum Jäger) war sehr cool.

    Ich freue mich schon sehr auf die nächste Runde! Vermutlich werden es nächstes mal die Twins für mich

  • Ich habe mal eine Frage zum Spawnen von Minions. Wir sollen 6 Minions spawnen und fangen bei Lament Rift 4 an, was bedeutet dass wir 1 Minion auf Rift 9 platzieren müssten, aber es gibt kein Lament Rift mit der 9. Machen wir dann bei 1 weiter oder spawnen wir keinen weiteren Minion?

    Übersetzt & lektoriert Spiele für div. Verlage und probiert Spiele in allen möglichen Stadien aus.

    3 Mal editiert, zuletzt von Peer (3. Januar 2026 um 17:03)

  • Du dürftest eigentlich nur 8 Minions haben.

    Also wenn du 6 spawnen musst, dürften nur 2 auf dem Board sein.

    Danke. Hab gerade meinen Denkfehler gefunden. Ich habe falsch gezählt.

    Übersetzt & lektoriert Spiele für div. Verlage und probiert Spiele in allen möglichen Stadien aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Peer (3. Januar 2026 um 20:17)

  • Nachdem dem Scheitern gegen den Undead General beim letzten mal, wollte ich zumindest mal keinen Fluss sehen und wir haben heute zu dritt gegen den Devourer in Stage 1 gespielt. 5h Spielzeit wieder, aber kein bisschen Langeweile. Die Aufbauzeit liegt bei entspannten 25 Minuten alleine, aber zügig würde ich es auch in 15 Minuten schaffen. Ich habe aber auch ein Custom-Insert, was es ein bisschen einfacher macht.

    In Runde 1 waren wir halb tot, Event und Minions haben uns die Hölle heiß gemacht. Mit meinen Twins konnte ich aber sehr gut Minions zerlegen und habe Poison in meinem Build komplett ignoriert. Zusätzlich hatten wir den Death Jester und Duality dabei. Duality hat für uns getankt und Death Jester und ich haben enorm viel Schaden austeilen können. Der Devourer starb dann 2 Runden vor Schluss.

    Wir sind uns nicht sicher ob wir Glück hatten mit der Heldenkombination oder den Minions und Events, aber es war zum Schluss zu einfach. Ein großer Punkt war auch, dass ich den Elite 2x sofort rausnehmen konnte, bevor er einen Zug machen konnte. Das reduzierte den Schaden. Eventuell wird der Schwierigkeitsgrad im nächsten Match eins nach oben gedreht.

  • Hallo zusammen,

    es gibt ja für das Spiel bei einigen Shops die Möglichkeit zur Vorbestellung. Ich finde nur nichts zu den Stretch Goals. Auf einigen Bildern (ich nehme an aus der Kampagne) sieht man eine SG-Box, auf dem Sekundärmarkt aber nicht. Sind alle SG im Grundspiel enthalten? Gilt das auch für den Retail? Also wenn ich dort die Grundbox und die Box für die Miniaturen kaufen würde, habe ich dann die SG dabei?

    Danke sehr.

  • Beitrag von GonzoHeart (3. Februar 2026 um 13:24)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (3. Februar 2026 um 13:28).
  • Hallo zusammen,

    es gibt ja für das Spiel bei einigen Shops die Möglichkeit zur Vorbestellung. Ich finde nur nichts zu den Stretch Goals. Auf einigen Bildern (ich nehme an aus der Kampagne) sieht man eine SG-Box, auf dem Sekundärmarkt aber nicht. Sind alle SG im Grundspiel enthalten? Gilt das auch für den Retail? Also wenn ich dort die Grundbox und die Box für die Miniaturen kaufen würde, habe ich dann die SG dabei?

    Danke sehr.

    Es gibt keine seperate SG Box.

    Die Retail Version ist meines Wissens nach die Standee Version der GF Kampagne, welche die Standee SGs der Kampagne enthält.

    Es gibt einige Addons zu dem Spiel, die dir dann halt noch fehlen würden.

    Was zu sagen ist, dass die Standee Version quasi kein Inlay hat (was eine Frechheit ist) und ohne ein 3D Druck Inlay würde ich das Spiel nicht mehr aufbauen wollen. Auch sind einige Standee Bases zu lose und müssen mit Tape oder einer Zange gefixt werden.

    Ansonsten ist Grimcoven aus meiner Sicht ein guter bis sehr guter Boss Battler mit deterministischem Ansatz, die Helden spielen sich sehr unterschiedlich und es gibt einiges an Wiederspielwert.

    Typisch AR halt eine Materialschlacht, die Downtime aufgrund der Gegneraktivierung ist deutlich spürbar und es ist kein Würfel- und Emotionsfest sondern eher auf taktische Absprache und Optimierung der eigenen Züge ausgelegt.

    Wenn dir das bewusst ist, bekommst du ein sehr anspruchsvollen Puzzle Boss Battler mit starker Heldenentwicklung und "kostenloser" Mathenachhilfe.

    Offene Kickstarter 2021/22: Stars of Akarios (alias Starlight). Etherfields.