Skara Brae (2025) vom Autor Shem Phillips - Garphill Games

  • Kürzlich erschien auf BoardGameGeek ein Eintrag mit dem Titel „Skara Brae“, einem neuen Spiel von Shem Phillips. Dieser ist wohl spätestens seit „Architekten des Westfrankenreichs“ so etwas wie ein Star Autor, aber auch schon seine früheren Spiele aus der „...der Nordsee“-Reihe erfreuten sich größter Beliebtheit. Zuletzt hatte auch sein reines Solo-Spiel „Das Vermächtnis von Yu“ große Aufmerksamkeit bekommen. Bei „Skara Brae“ handelt es sich wohl um ein Worker Placement-Spiel, das zeitlich in der Antike spielt und von 1-4 Personen spielbar ist. Der Komplexitätsgrad wird bislang mit 3,00 als mittelschwer angegeben. Die Spielzeit soll 45-60 Minuten betragen.

    #SkaraBrae (Cover-Entwurf)

    Wie die meisten von Phillips Spielen wird auch „Skara Brae“ zunächst bei seinem selbst gegründeten Verlag Garphill Games erscheinen. Laut diversen Foren-Posts von Mitgliedern des Discord-Servers soll wohl zunächst eine Kickstarterkampagne im kommenden Jahr geplant sein, das Spiel dann 2025 veröffentlicht werden. Traditionell nimmt sich hierzulande der Schwerkraft-Verlag Shem Phillips Spielen an. Ob und wann es das Spiel nach Deutschland schafft, ist aber noch nicht bekannt. Auch weitere Infos oder Bildmaterial zum Spiel sind bislang rar gesät.

    Darum geht es im Spiel

    Etwa 5.000 Jahre ist es her, dass eine unverwüstliche Gruppe von Bauern und Jägern eine blühende Siedlung auf der Orkney-Insel im heutigen nördlichen Schottland errichteten. Anstatt ihre alten Werkzeuge, Knochen und Abfall einfach wegzuwerfen, formten sie daraus enorme Erdhügel über einen Zeitraum von mehreren Hundert Jahren. Spätere Generationen gruben Tunnel und Räume in diese Hügel, um dort Schutz vor den rauen Wintern und schlechtem Wetter zu finden.

    Das Ziel der Spielenden in „Skara Brae“ ist es, verschiedene Ressourcen zu sammeln, um die wachsende Einwohnerzahl zu versorgen und zu beherbergen. Dazu ziehen sie Karten und setzen Arbeiter ein, um zu kochen, Dinge anzufertigen, zu putzen und zu handeln. Denn am Ende jeder Runde wollen die Siedelnden versorgt werden und weitere Müllberge anlegen, die aufgeräumt werden müssen.

    (Zitat aus folgender Quelle: Brettspiel-News)

    Jemand dazu / davon schon gehört? Setting und Autor sprechen mich erst einmal an ... der Rest muss man halt sehen. Es bleibt spannend ...:merlt:

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  • Was mich wundert ist "Please be sure to provide your phone number for delivery."

    [...]

    Ich glaube auch, dass die beim Versand wenig hilft.

    Manche Versanddienstleister verlangen für internationalen Versand die Angabe einer Telefonnummer. Ein Händler, der sowas erfragt, erfüllt damit (mögliche) externe Vorgaben. Das ist nicht unbedingt auf deren Mist gewachsen. Ggf. gilt dann sowas auch nur für bestimmte Lieferländer.

  • Skara Brae
    Vergessene Geschichte in einer kleinen Schachtel



    Skara Brae gehört zu den faszinierendsten archäologischen Stätten der Jungsteinzeit – und dient nun als stimmungsvolle Kulisse für das gleichnamige Brettspiel von Garphill Games. Ehrlich gesagt hatte ich vorher nur vage von diesem Ort gehört. Erst durch das Spiel habe ich mich wirklich damit beschäftigt, nachgelesen, recherchiert – und erkannt, wie spannend dieser Teil unserer Geschichte ist. Allein dafür ein großes Dankeschön an Garphill Games: Selten hat mir ein Spiel so elegant Wissen vermittelt, ohne sich je wie Unterricht anzufühlen.

    Zeit also, die Steinzeit auszupacken. Wird das Spiel seinem historischen Vorbild gerecht? Macht es Spaß? Und wie viel Skara Brae steckt tatsächlich auf dem Spieltisch?


    Spielablauf – ein kleiner Überblick

    Über vier Runden wählen die Spielenden jeweils drei Karten aus einer gemeinsamen Auslage. Nach jeder Auswahl führen sie Worker-Placement-Aktionen auf ihrem eigenen Tableau aus. Jede Runde kommt ein zusätzlicher Arbeiter hinzu – beginnend mit einem in Runde eins bis zu vier in Runde vier. Ausgewählte Siedlerkarten bestimmter Berufe bringen Ressourcenboni, Dach-Upgrades ermöglichen einen Unterschlupf, und Utensilienkarten liefern effizientere Werkzeuge.

    Das Ziel ist, die gesammelten Ressourcen sinnvoll zu investieren – sei es in Upgrades, Handel, handwerkliche Verbesserungen, Nahrungsproduktion oder Tierhaltung. Nach der vierten Runde folgt eine Schlusswertung.


    Wie fühlt sich das Spiel an?

    Sobald alle ihre Karten gewählt haben, beginnt das eigentliche Spiel: ein leises, aber forderndes Effizienzpuzzle. In dieser Hinsicht erinnert mich Skara Brae an Shipwrights of the North Sea: Redux. Die Drafting-Phase ist die einzige echte Spielerinteraktion – aber eine mit interessanten Entscheidungen. Besonders clever: Wer während des Drafts früher passt, darf in der nächsten Reihe zuerst wählen. Aus einer simplen Aktion wird so ein kleiner strategischer Trade-off. Und bei nur 12 Kartenwahlen im ganzen Spiel kann jede einzelne Karte entscheidend sein.

    Wer gerne rechnet, optimiert und still vor sich hin tüftelt, wird sich hier sofort zu Hause fühlen. Ich liebe solche Spiele mit meiner Partnerin: ein Kaffee, ein paar Blicke auf den wachsenden Misthaufen (mehr dazu später...) des anderen – und leises Fluchen über falsch gesetzte Arbeiter oder falsch kalkulierte Ressourcen. Klar gesagt: Skara Brae ist nichts für alle, die intensive Spielerinteraktion suchen – und das ist völlig in Ordnung.

    Das Spiel eskaliert organisch. Mit jedem zusätzlichen Arbeiter wird die eigene Engine effizienter, die Aktionen zielgerichteter – ohne in die gefürchtete Grübelstarre abzurutschen. Gleichzeitig bleibt die Spielzeit angenehm kompakt und vermittelt dennoch ein echtes Fortschrittsgefühl.

    Die Vielzahl an Ressourcen wirkt anfangs vielleicht etwas viel, fügt sich aber überraschend intuitiv ins Spiel ein. Man lernt schnell, wo welche Ressourcen entstehen und wie man sie effizient nutzt.

    Und für Solo-Spieler:innen? Ziemlich gut. Die Soloregeln sind so nahtlos in das Hauptregelwerk eingebettet, dass es keinen separaten Abschnitt braucht. Klar, die Solo-Partien sind etwas angepasst, mit eigenen Zielkarten – aber genau das macht das Solospiel hier so zugänglich und entspannt.


    Was macht Skara Brae besonders?

    Ist es revolutionär? Nein. Aber clever.

    Im Zentrum steht der Ressourcen-Management-Slider – eine elegante, aber wirkungsvolle Innovation. Anders als viele Eurogames, bei denen Ressourcenhorten belohnt wird, dreht sich hier alles um Effizienz. Der Slider zeigt, wie viele Rohstoffe du bereits verarbeitet hast – je weiter rechts, desto mehr Lagerkapazität schaltest du frei. Der Haken: Jeder verarbeitete Rohstoff belegt einen eigenen Lagerplatz.

    Ein Schaf zu verarbeiten kann z. B. aus einem Lagerplatz vier einzelne Ressourcen generieren – was zunächst gut klingt. Doch je mehr Ressourcen man anhäuft, desto größer wird der Misthaufen („Midden“). Eine fast schon versehentliche Metapher für unser modernes Leben: Wachstum und Konsum bringen eben auch Unordnung und Kosten mit sich.

    Spannend wird der Slider, weil man ihn gar nicht zu weit nach rechts schieben will. Ihn zurückzusetzen kostet wertvolle Aktionen – und davon gibt es nur wenige. Effizienz ist also nicht nur hilfreich, sondern essenziell.



    Thema und historisches Flair – ein Hauch Geschichte

    Zurück zum Anfang: Skara Brae ist so faszinierend, dass ich den Ort nun wirklich einmal besuchen möchte. Das Spiel versetzt mich zwar nicht vollständig in den Alltag eines jungsteinzeitlichen Siedlers – samt Geräuschen, Gerüchen und Mühen jener Zeit – aber das muss es auch nicht. Entscheidend ist: Es hat meine Neugier geweckt und mich motiviert, mehr über diesen Ort zu erfahren.

    Besonders schön finde ich die historische Tiefe, die in vielen Details steckt. Shem Phillips hat nicht einfach „irgendwelche“ Ressourcen eingebaut – es gibt 16 unterschiedliche, von charmanten Hasen-Meeples und klassischen Materialien wie Holz und Getreide bis zu spezifischen Artefakten wie Skail-Messern und "Carved Stone Balls". Man merkt: Hier wurde gut recherchiert, und ich mag es, diese thematischen Verbindungen beim Spielen zu entdecken.

    Wie versprochen, zurück zu den Misthaufen:

    Ein Highlight ist die Einbindung des Midden – dem organischen Abfall, der in Skara Brae tatsächlich zum Bauen und Dämmen der Häuser genutzt wurde. Kein „Abfall“ im heutigen Sinn, sondern eben ein integraler Bestandteil des Dorflebens. Das Spiel setzt dieses Detail nicht nur thematisch um, sondern auch spielmechanisch – ein kleiner, aber bedeutungsvoller Kniff, der Tiefe und Authentizität schafft. Ich mag solche Designentscheidungen, die mehr sagen, als man auf den ersten Blick sieht.


    Visuelles Design – Sam Phillips in Bestform

    Moderne Brettspiele leben längst nicht mehr nur von guten Mechaniken – das visuelle Design prägt das Spielerlebnis ebenso stark. Sam Phillips’ Stil hat sich mit jedem seiner Garphill-Titel weiterentwickelt und seine ganz eigene Handschrift gefunden. Seine Illustrationen sind markant und ausdrucksstark, geprägt von klaren Linien und starken Kontrasten. Für mich erinnert sein Stil an die Ästhetik von neotraditioneller Tattoo-Kunst – die ich persönlich sehr schätze.

    Das Cover von Skara Brae bleibt besonders im Kopf: Eine energische Frau mit Speer, deren Blick Entschlossenheit und Überlebenswillen ausstrahlt. Sie fängt die Atmosphäre des Spiels auf den Punkt ein. Und auch sonst: Die Illustrationen auf Karten, Komponenten und selbst auf den Schachtelrändern erzählen eine durchgängige, stimmige Bildsprache.

    Was mich am meisten beeindruckt, ist, wie durchdacht und kohärent das gesamte Design wirkt. Alles scheint aufeinander abgestimmt – jedes Detail trägt zur Atmosphäre bei. Skara Brae ist nicht nur ein Spiel, sondern ein kleines Gesamtkunstwerk, das man gerne erkundet.



    Fazit

    Skara Brae ist kein Meilenstein der Brettspielgeschichte – und will das, glaube ich, auch gar nicht sein. Stattdessen liefert es ein ruhiges, durchdachtes Eurogame mit cleverem Ressourcenmanagement, solider thematischer Einbettung und einem hochwertigen Gesamtpaket in einer kleinen Schachtel.

    Es lädt ein, unterschiedliche Strategien auszuprobieren – ob spezialisiert oder breit aufgestellt. Shem Phillips versteht Balancing – und das merkt man auch hier.

    Mit einer Spielzeit von etwa 40–45 Minuten (solo oder zu zweit) eignet sich Skara Brae ideal für eine kurze Feierabendpartie – oder zwei bis drei Runden am Wochenende. Wir spielen recht flott – aber je nach Spielerfahrung und Spieltempo kann man auch mal an die 60 Minuten kommen.

    Wenn du gerne planst, tüftelst und optimierst – und dabei auch noch einen Hauch Geschichte erleben möchtest – solltest du dir dieses Spiel auf jeden Fall anschauen.


    PS: Wenn dir diese Rezension gefallen hat, schau doch gern auf meiner Instagram-Seite vorbei – dort findest du mehr Fotos zu den Spielen, die ich spiele und rezensiere (auch zu diesem hier):
    👉 https://www.instagram.com/eurotrasher_boardgames/

    Solche Inhalte zu erstellen kostet mich einiges an Zeit und Aufwand – wenn dir der Beitrag gefallen hat, freue ich mich sehr über ein Like & Kommentare. <3

    Einmal editiert, zuletzt von sNice24 (1. Juni 2025 um 10:15)

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  • Der Bericht ist wirklich schön, aber ein wichtiger (durchaus erwähnter) Punkt für alle Interessierten geht im umfangreichen Text vielleicht etwas unter und fehlt im Fazit: der solitäre Charakter des Spiels. Die Spielerinteraktion ist sehr eingeschränkt, der wesentliche und zeitlich größte Teil ist Spiel ist extrem einsam - jeder optimiert halt irgendwie ohne Einfluss der Mitspielenden auf seinem Tableau herum. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, aber erfahrungsgemäß muss man diese Art von Spielen mögen. Wer Sachen wie Erde auf Grund des tendenziellen Alleinspielens nicht mag, dürfte mit Skara Braes Ressourcenschieberei nicht unbedingt glücklich werden.

  • Der "Nachteil" macht das Spiel für mich ungünstig für offene Spieletreffs. Auch in der Anleitung wird erwähnt, dass man eher parallel spielt. Muss ich aber als Erklärer bei jedem gucken, ob die Aktionen richtig verstanden wurden, vervielfacht sich die Spielzeit.

    Ich mag das Spiel sehr und habe auch das Gefühl es verliert nicht viel als Solospiel. Bei Gruppen oder Paaren, die regelmäßig das gleiche spielen, kann ich mir den Titel auch gut vorstellen.

    Den Kartenauswahl-Mechanismus finde ich übrigens ganz pfiffig und habe ihn so noch nicht gesehen.

  • Der Bericht ist wirklich schön, aber ein wichtiger (durchaus erwähnter) Punkt für alle Interessierten geht im umfangreichen Text vielleicht etwas unter und fehlt im Fazit: der solitäre Charakter des Spiels. Die Spielerinteraktion ist sehr eingeschränkt, der wesentliche und zeitlich größte Teil ist Spiel ist extrem einsam - jeder optimiert halt irgendwie ohne Einfluss der Mitspielenden auf seinem Tableau herum.

    Ich gehe sogar mehrfach darauf ein:

    Die Drafting-Phase ist die einzige echte Spielerinteraktion

    ...still vor sich hin tüftelt...

    Skara Brae ist nichts für alle, die intensive Spielerinteraktion suchen

  • Ich finde die Scythia, Yu und Skara Brae haben kaum mehr Gemeinsamkeiten als drei andere Euros. Das sind doch mechanisch sehr verschiedene Spiele.

    Für mich ist Skara Brae fast nur ein Solospiel. Wenn man es nicht extrem darauf anlegt, bekommt man nichts von dem mit, was die anderen machen. Aber das Puzzle macht mir sehr viel Spaß. Das Gefühl geht dann schon in Richtung Yu, auch vom Regelaufwand und der Spieldauer.

    Zum Puzzle: Hier ist wichtig in welcher Reihenfolge und auch in welcher Runde man welche Aktionen macht. Kann ich mir den zusätzlichen Müll leisten? Räume ich noch schnell vor Rundenende auf? Ist es mir überhaupt wichtig, alle Siedler zu ernähren? Welche Aktion verbessere ich? und wann mache ich das? Durch das besondere Aktionsfeld und die unterschiedlichen Karten hat man dabei auch ausreichend Abwechslung.

    Bei Raiders of Scythia sind die Züge viel kürzer und es gibt auch einfach mehr davon in einer Partie. Außerdem hat man den Wettlauf um alle Aufgaben, die auf der Karte sind (man kann also schon gucken, was schafft der andere? reicht die Nahrung? bekommt der einen Bonus in Griechenland?). Ein bisschen Spannung durch die Würfel kommt auch noch dazu. Das Spiel funktioniert zwar auch solo, ist für mich aber ganz klar das Spiel, dass ich auch gern mit anderen spiele, wenn es nicht der ganz schwere Grübler sein soll.

    Einmal editiert, zuletzt von jorl (27. Juni 2025 um 11:18)

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  • Ich finde die Scythia, Yu und Skara Brae haben kaum mehr Gemeinsamkeiten als drei andere Euros. Das sind doch mechanisch sehr verschiedene Spiele

    Sehe ich auch so.

    Wenn man die Räuber von Skythien mit etwas vergleichen will innerhalb der Garphill-Spiele, dann ist das Räuber der Nordsee, wobei mir Skythien besser gefällt.

    Legacy of Yu funktioniert vollkommen anders und ist zudem eine reine Solo-Kampagne.

    Skara Brae spielt sich wiederum ganz anders. Das habe ich erst diesen Monat 5x solo und 2x zu zweit gespielt. Als Mehrspieler-Spiel gibt es schon Interaktion, nämlich beim Einfluss auf die Spielreihenfolge und somit bei der Kartenwahl. Im Solospiel gibt es keinen Bot, also auch keine Spielreihenfolge, die Kartenwahl funktioniert anders und man hat eine Ziel- und 4 Fokuskarten, die man erfüllen muss, wenn man keine Minuspunkte wegen Nichterfüllung haben will. Das Thema von Skara Brae ist zudem nicht aufgesetzt, findet sich in dem ein oder anderen Aspekt des Spiels wieder.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen

    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Räuber aus Skythien, 7. Age of Industry, 8. Nieuw Amsterdam, 9. Siedler von Catan - Entdecker&Piraten, 10. Alubari - A nice cup of Tea

  • Mich würde Skara Brae vor allem als Solo-Spiel interessieren. Insofern klingt das zumindest vielversprechend.

    Ich bin momentan aber noch immer etwas zurückhaltend, weil ich doch noch einige ungespielte Spiele im Schrank stehen habe. 🫣

    Das Argument genug im Schrank versteh ich total, hatte die Kampagne auch ausgelassen deshalb. Gerade das letzte Südtigris Spiel von Garphill kam noch immer nicht auf den Tisch wegen Zeitmangel. Aber das begeisterte Review vom Dice Tower hat mich überzeugt und ich werde es mir im Retail doch noch besorgen. Legacy of Yu als reines Solo lasse ich aber weiterhin aus, spiele doch zu selten solo, um dafür häufiger Titel zu besorgen.

  • Ich bin momentan aber noch immer etwas zurückhaltend, weil ich doch noch einige ungespielte Spiele im Schrank stehen habe. 🫣

    Dann lass es.

    Ich mag Skara Brae offensichtlich sehr gerne. Aber es erfindet jetzt nichts so Neues, dass man das "haben muss".

    Retail Verfügbarkeit ist über den Vertrieb von Renegade lange gegeben.

    Spiel das was du hast.

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  • Ich habe jetzt auch 3 Runden Solo hinter mir und bin auch sehr angetan, macht Spaß und bietet eine gute Abwechslung durch die einzelnen Karten und die Zusatzaktion.
    Nur eine Sache versuche ich doch immer wieder am Anfang zu machen, nämlich Craft ausbauen, damit man die zusätzliche Kochaktion vor der Nacht bekommt. Sehr ihr die auch als so relevant an oder ist das nur mein Gefühl?

    Einmal editiert, zuletzt von wirsing (27. Juni 2025 um 21:37)

  • Nur eine Sache versuche ich doch immer wieder am Anfang zu machen, nämlich Craft ausbauen, damit man die zusätzliche Kochaktion vor der Nacht bekommt. Sehr ihr die auch als so relevant an oder ist das nur mein Gefühl?

    Wirkt so, kann aber auch grundsätzlich auch "unnötig" sein. Wenn du z.B. eine Zelt-Strategie fährst, dann bringt dir die Kochen Aktion gegebenenfalls gar nicht viel, und somit wäre das Upgrade verschwendet.

  • Nur eine Sache versuche ich doch immer wieder am Anfang zu machen, nämlich Craft ausbauen, damit man die zusätzliche Kochaktion vor der Nacht bekommt. Sehr ihr die auch als so relevant an oder ist das nur mein Gefühl?

    Wirkt so, kann aber auch grundsätzlich auch "unnötig" sein. Wenn du z.B. eine Zelt-Strategie fährst, dann bringt dir die Kochen Aktion gegebenenfalls gar nicht viel, und somit wäre das Upgrade verschwendet.

    Ich denke schon, dass der Ausbau der „Craft“-Aktion möglichst früh im Spiel sehr nützlich ist. Abgesehen von den 2 Punkten, die du dafür bekommst, hast du an jedem Rundenende eine Kochaktion, die keinen Einsatz einer Spielfigur erfordert. Dadurch brauchst du nur sehr selten eine Spielfigur zum Kochen.

    Nur durch Kochen bekommst du Nahrung und Knochen. Nahrung brauchst du vor allem für Siedler, die kein Dach über dem Kopf haben. Knochen brauchst du, um die untere Aktionsreihe ausbauen zu können. Nahrung/Knochen brauchst du, um die Spezialaktion spielen zu können. Nahrung kannst du einsetzen für die Clean-Aktion, wenn sie ausgebaut ist, und auch für die Handelsaktion, bei der man auch Knochen einsetzen kann. Nicht verbrauchte Nahrung ist am Ende einen Punkt wert. Tiere haben im Mehrspieler-Spiel nur einen Wert, wenn man sie durch Kochen verwertet und dadurch Nahrung, Felle, Knochen oder Wolle gewinnt.

    Im Solo-Spiel ist Kochen auch nützlich, wenn du die Fokuskarte hast, die mindestens 7 restliche Nahrung am Spielende erfordert. Tiere kann man, ohne sie zu kochen, im Solo-Spiel verwenden, wenn man eine Aufgabenkarte hat, die die Verwendung bestimmter Tiere erlaubt.

    Was konkret meinst du mit einer Zelt-Strategie. Ich nehme an, du denkst dabei an die Dachkarten. Abgesehen von ihrem Punktwert, sind sie insofern nützlich, als sie bei der Berechnung der erforderlichen Nahrung am Rundenende (Anzahl der Siedler abzüglich Anzahl der Dachkarten) eine Rolle spielen. Im Solo-Spiel braucht man sie für die Fokus-Karte, die mindestens 7 Dachkarten erfordert.

    Dachkarten bekommt man auf zwei Wegen. Man kann sie bei der jeweiligen Kartenwahl nehmen, wenn denn eine zur Auswahl steht. Dabei bedenke man, man bekommt über die Kartenwahl im gesamten Spiel insgesamt nur 12 Karten (Siedler, Dächer, Steinkugeln, Gegenstände). Man bekommt Dachkarten auch, wenn man eine Clean-Aktion spielt.

    Selbst wenn du immer mindestens so viele Dachkarten wie Siedler haben solltest, und deshalb für die Siedler keine Nahrung brauchst, verschaffen sie dir keine Knochen und auch sonst nichts, das du außer Nahrung sonst noch durch Kochen bekommen kannst.

    Aus meiner Sicht ist deshalb eine Kochaktion, die nicht den Einsatz einer Spielfigur erfordert, nicht „unnötig“, egal wieviele Dächer man hat.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen

    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Räuber aus Skythien, 7. Age of Industry, 8. Nieuw Amsterdam, 9. Siedler von Catan - Entdecker&Piraten, 10. Alubari - A nice cup of Tea

    Einmal editiert, zuletzt von Ernst Juergen Ridder (28. Juni 2025 um 00:52)

  • Nur eine Sache versuche ich doch immer wieder am Anfang zu machen, nämlich Craft ausbauen, damit man die zusätzliche Kochaktion vor der Nacht bekommt. Sehr ihr die auch als so relevant an oder ist das nur mein Gefühl?

    Ich halte das auch für sehr stark (und mache das eigentlich immer), aber es geht durchaus auch ohne.

    Man spart sich jede Runde eine Aktion, allerdings kann es sein, dass das Kochen dann zu spät kommt und man Knochen und Nahrung eigentlich schon eher braucht. Außerdem kommen dadurch auch Knochen und Häute kurz vor Rundenende in die Bude wodurch sich eventuell der Platz vergrößert und man mehr Müll erhält. Würde man eher kochen, könnte man die verbrauchen und auch noch durch fegen.

    Bei BGG wurde das auch diskutiert: https://boardgamegeek.com/thread/3519418…ke-a-no-brainer

    Einmal editiert, zuletzt von jorl (29. Juni 2025 um 18:52)

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  • Ich spiele Skara Brae derzeit gerne auf BGA. Es eignet sich serh gut für zugbasiertes spielen, da man im Spielwenige, aber dafür längere Züge hat.

    Eien physische Kopie würde ich mir aber ehe rnicht zulegen, denn das ist kein Spiel, was ich mit 3 oder 4 Leuetn spielen würde. Was onlien ein Vorteil ist, könnte in echt ein Nachteil werden (downtime), und es gibt quasi null Interkation, jeder spielt nur auf seinem eigenen Board rum. Ist im Grunde ein verkapptes Solo Spiel.

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  • Habe nun 5 Solopartien hinter mit und denke ich bin soweit im Bilde, was, wann, wie nützlich ist bzw. wie Stark die Aktion für meine derzeitigen Soloziele sind. Derzeit hänge ich noch unter 50 Punkten fest, habe aber auch noch nicht ganz konzentriert auf Punkte gespielt.

    Soweit macht es mir sehr viel Spaß, es hat für mich genau das richtige Maß für "wie plane ich meine nächsten Züge", dabei ist es nicht zu komplex und spielt sich schön flott. Da mausert sich Garphill Games gerade zu meinem Lieblingsverlag für Solotitel (Hadrians Wall, Anarchy, Legacy of Yu) als auch im Kennerspiel und Expertenspielbereich (Gelehrte & Erfinder von Südtigris)

    Regelfrage zu Skara Brae bzw. eigentlich Verständnisfrage: Die Spezialaktionen spielen sich doch recht unterschiedlich und ergänzen sich mal mehr oder weniger gut mit den Zielen.

    ->Dabei ist mir aber nun das Spezialaktionsplättchen "Rekrutieren" aufgefallen. Auf der Standardseite setze ich einen Arbeiter ein, dann erhalte ich einen schwarzen Arbeiter, der wie ein kleiner funktioniert. Verstehe da den Sinn nicht? Ich benutze einen Arbeiter, verbrauche z. B. 2 Knochen und habe einen neuen kleinen Arbeiter. Im Grunde habe ich nur zwei Knochen ausgegeben oder sehe ich das falsch? Die Rückseite macht da schon mehr Sinn, da ich den schwarzen Arbeiter dann auch zu einem kleinen Arbeiter stellen kann.

    Was übersehe ich da?

  • Eien physische Kopie würde ich mir aber ehe rnicht zulegen, denn das ist kein Spiel, was ich mit 3 oder 4 Leuetn spielen würde. Was onlien ein Vorteil ist, könnte in echt ein Nachteil werden (downtime), und es gibt quasi null Interkation, jeder spielt nur auf seinem eigenen Board rum. Ist im Grunde ein verkapptes Solo Spiel.

    Auch Solo kann man physische Spiele spielen. 8o

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