[Brettspieltag.de] Dindex: Kläglich an der eigenen Regelerklärung gescheitert (19. Mai)

  • So schreibt sich Spielegeschichte: Auf dem SpieleWahnsinn 2026 in Herne kennengelernt und in entspannter Viererrunde als Bestie knapp verloren, weil ich dann doch zu übermütig war und meine geheime Identität als Raubtier vorzeitig enttarnt wurde. Eine interessante Erfahrung, die sich allerdings im viel besuchten Gerne der Hidden-Movement-Spiel abspielt, von denen ich schon eine ganze Menge besitze. Trotzdem ist La Bête ausreichend anders.

    Die Bestie: Gejagt im Gévaudan im Jahr des Herrn 1764 – Brettspieltag.de

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  • ravn 8. Mai 2026 um 17:07

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] Take Time: Mehr als ein Fest und eine Falle für Alphaspieler? (04. Mai)“ zu „[Brettspieltag.de] Die Bestie: Gejagt im Gévaudan im Jahr des Herrn 1764 (08. Mai)“ geändert.
  • Komplex verschachtelte Eurogame-Optimierspiele gibt es viele. Das hier ist zum Glück keines davon. Das angenehm reduzierte Erstlingswerk vom Autor Lars Ehresmann führt uns in eine Zeit, die Ruhm und Reichtum verspricht. Der Schleswig-Holsteinische Canal wurde eröffnet und wir sind mit dabei. Eine Aktion pro Zug und keinerlei nervige Kettenzüge und das alles im belohnenden Wettstreit im Kreise unserer Mitspieler. So entfaltet sich ein empfehlenswertes 60-Minuten-Spiel vor uns.

    Kilia: 60 Minuten Reeder sein in interessanten Eurogame-Zeiten – Brettspieltag.de

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  • ravn 10. Mai 2026 um 12:22

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  • Der kryptische Spieletitel ist dem Umstand der internationalen Version geschuldet. Schwamm drüber, denn dahinter versteckt sich ein kommunikatives Echtzeitspiel im thematischen Gewand eines gemeinsamen Raubzuges. Wären da nur nicht die Laser-Sensoren, die nur jeder Zweite von uns sieht. Auf der Spiel DOCH! 2026 in Dortmund kennengelernt und aufgrund seiner Originalität direkt ins Spielerherz geschlossen.

    2gether: Kooperative Beutejagd mit Rot-Blau-Maske – Brettspieltag.de

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  • ravn 13. Mai 2026 um 00:20

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  • Die Interaktion liest sich ähnlich wie bei Concordia. Wenn du Concordia kennst, findest du es bei der Interaktion vergleichbar?

    Killia ist für mich gefühlt so weit von Concordia weg, dass ich bei der Interaktion kaum einen Vergleich ziehen kann. Bei Concordia hast Du ein eigenes Kartendeck, das Du auch persönlich erweiterst und mehrfach im Spielverlauf nutzt. Da ist die Interaktion darin begründet, dass ich mir wie bei Killia eine spezielle Karte vor den Mitspielern aus der Auslage greife.

    Ansonsten spiele ich bei Killia eher unbeeinflusst von meinen Mitspielern, da es keinen gemeinsamen Spielplan gibt, auf dem wir interagieren könnten. Jeder schippert für sich und baut für sich sein Tableau aus. In Summe ist Concordia wesentlich interaktiver und Killia wesentlich solitärer vom Spielgefühl. Concordia ist da auch konfrontativer, da ich preisgünstige Bauplätze besetze und die nachbauenden Mitspieler mehr zahlen müssen, was in Summe den Unterschied ausmachen kann. Killia kennt keine Konfrontation fernab des Karte wegschnappen.

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    Einmal editiert, zuletzt von ravn (14. Mai 2026 um 12:09)

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  • Mein Erstkontakt mit der Eurogame-Neuheit aus dem PD-Verlag beschreibt eine Geschichte des Scheiterns. Nun wäre es für mich viel zu einfach, mein spielerisches Versagen einem blöden Spieldesign zuzuschreiben. Stattdessen habe ich in meiner mitgespielten Kennenlernpartie ganz viel gemacht, nur wenig davon hat mich in der Endabrechnung auf die Siegerstraße geführt. So bleibt für mich ein arg diffuses Gefühl übrig, die zugrunde liegenden Erfolgsfaktoren noch gar nicht entschlüsselt zu haben. Folgt mir auf meiner Spurensuche der Gründe.

    Die Ameisen von Amyra: An den Siegpunkten vorbeigespielt – Brettspieltag.de

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  • ravn 14. Mai 2026 um 12:12

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  • Lasst Euch von einem farbenfrohen Abenteuer- und Entdeckerspiel in eine fantastische Welt entführen, in der Ihr Eure eigenen Märchen erleben könnt. Die Vielfalt der Möglichkeiten steht dabei im Mittelpunkt, während Ihr Euch auf der Suche nach drei Tugenden begebt. So könnt Ihr Euch in Drachenkämpfen beweisen oder Kameradschaft und Großzügigkeit pflegen. Interessant anders, aber doch vertraut.

    Aufbruch in Brighthelm: Als Habenichts auf zu Abenteuern – Brettspieltag.de

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  • ravn 16. Mai 2026 um 14:44

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  • Selbst Schuld und deshalb auch nur einen geringen Vorwurf an das kartengetriebene Politikspiel rund um unsere Demokratie, dem Geschacher um die Macht und ausgehandelte Ministerposter, während Oligarchen ihre ganz eigenen Ziele verfolgen. Die hiermit niedergeschriebene Historie meiner Erstpartie, bei der mal so alles schief lief.

    Dindex: Kläglich an der eigenen Regelerklärung gescheitert – Brettspieltag.de

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  • ravn 19. Mai 2026 um 17:54

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] Aufbruch in Brighthelm: Als Habenichts auf zu Abenteuern (16. Mai)“ zu „[Brettspieltag.de] Dindex: Kläglich an der eigenen Regelerklärung gescheitert (19. Mai)“ geändert.
  • Killia kennt keine Konfrontation fernab des Karte wegschnappen

    Ist dieses mehrfach erwähnte Killia ein anderes Spiel als Kilia ? ;) Da schnappt man sich vor allem die besseren Punkte auf dem Ratstableau weg und muss sich daher schon aufmerksam belauern, auch was das Potential unerfüllter Aufträge angeht. Die Kartenauslage ist nur eine Facette - da baue ich meine Engine nach den sich bietenden Möglichkeiten taktisch aus. Anderen was wegschnappen kann mal ein gerne mitgenommener Seiteneffekt sein, aber da kommt ja eh immer was nach. Wer sich flexibel hält, kann damit umgehen, wer nicht, verreißt das Spiel :/

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

    180+ Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Kurzspielregeln, Praxis-Tipps, ...

    Einmal editiert, zuletzt von Smuntz (20. Mai 2026 um 08:45) aus folgendem Grund: Typo

  • Selbst Schuld und deshalb auch nur einen geringen Vorwurf an das kartengetriebene Politikspiel rund um unsere Demokratie, dem Geschacher um die Macht und ausgehandelte Ministerposter, während Oligarchen ihre ganz eigenen Ziele verfolgen. Die hiermit niedergeschriebene Historie meiner Erstpartie, bei der mal so alles schief lief.

    https://brettspieltag.de/2026/05/19/din…ng-gescheitert/

    Oh je. Habs mir auf der Messe blind mitgenommen weil ich das Thema zu wichtig finde. Aber noch nicjz gespielt. Hab jetzt etwas Sorge das es doch komplexer ist als gedacht :/

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  • Dindex ist nicht komplex, nur leider aus einer wissenden Sicht in der Spielanleitung beschrieben und bei meiner ersten Regelerklärung half mir die nur begrenzt zum Nachschlagen weiter. Deshalb eigene Kurzregel zum Erklären erstellen, in dem man es vorab für sich simuliert ausprobiert. Da ich das Spiel gerne am Wochenende auf den Tisch bringen möchte, werde ich mich da notgedrungen vorab ransetzen.

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    Einmal editiert, zuletzt von ravn (20. Mai 2026 um 11:06)

  • Dindex ist nicht komplex, nur leider aus einer wissenden Sicht in der Spielanleitung beschrieben und bei meiner ersten Regelerklärung half mir die nur begrenzt zum Nachschlagen weiter. Deshalb eigene Kurzregel zum Erklären erstellen, in dem man es vorab für sich simuliert ausprobiert. Da ich das Spiel gerne am Wochenende auf den Tisch bringen möchte, werde ich mich da notgedrungen vorab ransetzen.

    Ok, verstehe. Ist dann nur schwierig sowas zu machen, wenn man es vorher noch nie mal gespielt hat. Also vorallem nicht korrekt gespielt hat :lachwein:

  • Ebenso könnte ich als zu einfache Ausrede anführen, dass ich nicht der Einzige war, der das Spiel erstmalig dabei hatte.

    Stimmt. Ich hatte mir die Regeln zur Vorbereitung nochmal überflogen, aber eine konkreten Plan wie man es erklären sollte hatte ich auch nicht parat.

    Es ist aber auch wirklich grandios gescheitert.

    Eines, das ich am liebsten ganz schnell vergessen und aus den Köpfen meiner Mitspieler streichen möchte.

    Nein! Heute lache ich darüber. Was ein Zufall!
    Es war ja sogar noch schlimmer wie beschrieben. Die Koalition wurde dir zugestanden mit 4 Ämtern zu 2 Ämtern. Ich bezweifel, dass ich man das so machen sollte. Vermutlich würde ich in der ersten Runde 3 / 3 teilen und der ausgeloste Startspieler bekommt halt das Kanzleramt. Nochmal 2 Regierungspunkte mehr (nicht, dass das relevant gewesen wäre).

    Aber damit nicht genug. Der Koalitionspartner hatte als nur 2 Ämter. Immerhin jene, für die er auch kompetent war.
    Wie hoch ist bitte die Wahrscheinlichkeit, dass alle (gezogenen) Regierungsaufgaben nur genau diese beiden Ämter betreffen!
    (später wurde noch eine Karte als zusätzliche Aufgabe für die Regierung gespielt, aber das war ja dann kein Zufall mehr)
    Nicht nur, dass der Koalitionspartner da als minderer Steigbügelhalter für den Oligarchen dienen musste. Er hat auch noch das meiste abbekommen für die fast schon zwangsweise scheiternde Regierung, die gar nicht genug Handlungsoptionen hatte! :lachwein:


    Das war fast schon maximal schlecht. Würde ich es manipulieren und noch schlechter machen, das einzige was man tun könnte wäre, jeden oligarchische Karten (Stufe 1) ziehen zu lassen. Tatsächlich wurden primär rechtsfeindliche Karten (Stufe 2) gezogen. Das geht also gerade noch ein wenig noch schlimmer. Aber viel Luft nach unten war da nicht mehr!

    Zitat

    Dindex ist nicht komplex, nur leider aus einer wissenden Sicht in der Spielanleitung beschrieben und bei meiner ersten Regelerklärung half mir die nur begrenzt zum Nachschlagen weiter.

    Die Regel ist denke ich ganz gut zum nachschlagen geschrieben aber nur begrenzt hilfreich zum sofort losspielen. Sie ist vollständig und gut strukturiert. Ich muss sie selbst nochmal lesen, aber ich vermute ich würde zur Erklärung tatsächlich einfach in der Aktionsphase starten und die Regierung / Koalition einfach jemandem geben (zur Erklärrunde). Dann erklärt man die Karten, wie man sie spielt und was die Symbolik bedeutet und was Wähler, Stammwähler, Nicht-Wähler und Systemgegner sind und wo der Dindex ist. Einzig die Lupe und das "warum" kann man nicht erklären.
    Die Lupe kann man sofort nachliefern, springt dann aber in der Zugreihenfolge rückwärts. Dann "spielt" man exemplarisch 2-3 Karten und danach beendet man die Runde und zählt aus, zeigt was am Rundenende geschieht und dann auch den Start einer neuen Runde.

    Nur um danach alles wieder zu resetten und mit der ersten echten Runde zu beginnen. Das ist aktuell mein Plan, wie ich es erklären würde. Weil man dann mit dem Kern des Spiels beginnt: den Aktionen.
    Ansonten beginnt man mit einer Koalitionsbildung mit Konsequenzen, die man noch nicht abschätzen kann. Wobei ich fast denke, dass das normalerweise kein großes Problem ist, dann wird die Regierung halt danach abgestraft. Sofern nicht bereits das erste Jahr so katastrophal ist, dass das Spiel beendet wird. :lachwein:


    Trotz alledem, ich denke Dindex ist kein hochstrategisches Spiel und will es auch nicht sein. Aber ich denke weiterhin, dass man damit schon Spaß haben kann und ein Spiel mit (wichtigem?) Realitätsbezug und Verrätermechanismus hat. Zumindest erhoffe ich mir das.
    (Die Hoffnung bezieht sich darauf, dass es nicht allzu hart chaotisch ist, sondern durchaus auch primär auf die Spieler ankommt)

  • Bei meiner Erklärung zu Dindex fehlte vor allem das "warum ich überhaupt etwas mache": Im Kern ganz einfach. Ich möchte möglichst viele 3er-Stapel von Stammwählern generieren, weil die kann man mir nicht so einfach abwerben wie Wähler und erhöhen zudem mein Limit, mit wie vielen Karten ich in eine Runde starte. Je mehr Handkarten, desto größer die Chance, sinnvoll agieren zu können. Je mehr Wähler, desto größer die Chance, stärkste Partei zu werden, um den Auftrag zu bekommen, eine Regierung für die Runde zu bekommen. Weil fast nur in der Regierung macht man Punkte (über Regierungsposten) und das will man als Demokrat. In der Aktionsphase versuche ich dann, mehr Wähler zu bekommen und/oder Wähler in Stammwähler umzuwandeln. Während ich als Oligarch dafür sorge, dass der Demokratie Index sinkt, indem ich viele 3er-Stapel von Systemgegnern in der Tischmitte versammele, aber anfangs nicht zu auffällig, um nicht offen ausgegrenzt zu werden.

    Wird Zeit für ne Revanche-Partie.

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    2 Mal editiert, zuletzt von ravn (20. Mai 2026 um 22:05)