[Brettspieltag.de] Auf Brettspielfreizeit: 10 Tage Spiele-Seminar mit Vollpension (05. März)

  • Vielleicht ist 2 jetzt nicht der beste Spielercount... :/

    Nach dem ersten Duell - habe ich nur noch die BGG Variante mit der reduzierten Fläche gespielt. 8-))

    widow_s_cruse
    1. Februar 2026 um 13:14

    Einmal editiert, zuletzt von widow_s_cruse (5. Februar 2026 um 13:10)

  • Ich fand es nur erstaunlich, dass mit den offiziellen Varianten die vorhandenen Glückslemente wieder zurückgeschraubt werden.

    Da musste ich doch gleich nochmal nachschauen, weil ich neulich an anderer Stelle was von Variante 2 schrieb. Das habe ich dann verwechselt, ich spiele auch NICHT mit dieser Variante, sondern lieber mit individuell zufälliger Kräuterverteilung, kurz: ohne alle diese Varianten. Ich drafte auch keine Karten bei Terraforming Mars und sortiere Unterhosen und Socken nur sehr mäßig in der Schublade ;) Kurz: es darf einfach nur Spaß machen und irgendwo mathematisch nachweisbare Vor- oder Nachteile jucken mich wenig.

    Die positiven Meinungen eint aber zumindest die Tatsache, dass es alles 3- oder gar 4-Spieler-Partien waren. Vielleicht ist 2 jetzt nicht der beste Spielercount... :/

    Denke ich auch, wenngleich auch so nicht schlecht - die "Kuchenstücke" sind einfach nur größer, es fühlt sich auf dem großen Brett dann doch etwas mehr multiplayer-solitär an. Die Variante mit dem verkleinerten Spielbrett kannte ich bis vor kurzem nicht, will ich gerne mal bei Gelegenheit erproben. So großartig anders wird das Spiel dadurch aber sicher auch nicht, der Anteil der Schlusswertung für die Kultplätze wird dadurch eher geringer ausfallen (was nicht schlecht sein muss).

    Ich werde dann mein Exemplar wohl auch einpacken, schon wegen dieses hübschen und nützlichen Zubehörs (Quelle)

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

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    Einmal editiert, zuletzt von Smuntz (5. Februar 2026 um 14:06)

  • fühlt sich auf dem großen Brett dann doch etwas mehr multiplayer-solitär

    Das ist ja reine Geschmackssache und auch in Ordnung, wenn es so bevorzugt wird. Das fühlt sich dann zu zwot irgendwie schon verkehrt an, wenn der Mitspieler einem im großen Wald hinterher läuft und stalkt. =O
    Aber zu viert geht das schon mehr zur Sache und eben auch auf die Fresse. 8| Und auf der kleineren Fläche zu zwot kann man da nicht aus. Bist du im Austeilen auf den Kultstätten nicht gut, dann gibt das in der Benotung locker 20 Punkte Abzug. :)

    7 Mal editiert, zuletzt von widow_s_cruse (5. Februar 2026 um 20:21)

  • Übrigens noch ein Lifehack fürs Edora-Spielen, auf den vielleicht noch nicht jeder gekommen ist.

    Die fizzeligen Edelstein-Plättchen nicht irgendwo mühsam stapeln, sondern jedem ein Set davon zum Spielermaterial geben, dann sieht man vor sich, was man noch legen darf, sind zwei gleiche Edelsteine auf dem Amulett doch eh nicht erlaubt. Gestapelt auf dem zentralen Plan sind sie jedenfalls komplett falsch aufgehoben - da wirft man sie nur um und sie verstecken sich hinter dem Würfelpool.

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  • Spieleklassiker leben ewig, auch wenn das Brettspiel aus dem Hause Alea einen Teil der Geschichte aufgreift, die dunkler nicht sein könnte. In der Erstauflage einfach nur ein Thema, um die Mechanismen zu tragen, dabei arg verharmlost abstrakt dargestellt, sodass alle grausamen Details bequem ausgeblendet werden können. Später ein Stolperstein, der uns nachdenken lassen kann, was wir da eigentlich spielerisch erleben. Nach Jahrzehnten mal wieder gespielt und dabei weiterhin erstaunlich elegant spielenswert.

    Rückkehr nach Puerto Rico: Plantagenbesitzer & Sklavenhändler – Brettspieltag.de

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  • ravn 9. Februar 2026 um 00:52

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] The Druids of Edora: Auf der Suche nach dem Spannungsbogen (05 Februar)“ zu „[Brettspieltag.de] Luna Maris: Unangenehm wachsende eigene Ungeduld (09 Februar)“ geändert.
  • Es hätte auch wirklich jedes andere Spiel im gemeinsamen Erstkontakt sein können. Ebenso jede andere Spielrunde, der ich mich angeschlossen hatte, um das vergessene Eurogame rund um Rohstoffabbau auf dem Mond kennenzulernen. Mit 120 Minuten Spielzeit angegeben, war ich fast vier und eine halbe Stunden ohne Erklärung damit beschäftigt, eine Kolonie auf dem Erdtrabanten zu errichten und Siegpunkte zu scheffeln. Leider für mich gefühlt zu lang.

    Luna Maris: Unangenehm wachsende eigene Ungeduld – Brettspieltag.de

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  • Der Bier und Brezel Boss-Battler ist schon eine spezielle Schachtel Pralinen für sich. Während ein gewisser Herr Gump nie weiß, was man kriegt, bekommen wir hingegen kräftig einen aufs Maul. Und das direkt von drei verschiedenen Bösewichten, die unser schönes Dorf Heureka heimgesucht haben. Eine Spielpartie mit einigen Höhen und zu vielen Tiefschlägen.

    Am Anfang und Ende lauerte unser Tod: Townsfolk Tussle – Brettspieltag.de

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  • ravn 12. Februar 2026 um 18:08

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] Luna Maris: Unangenehm wachsende eigene Ungeduld (09 Februar)“ zu „[Brettspieltag.de] Am Anfang und Ende lauerte unser Tod: Townsfolk Tussle (12. Februar)“ geändert.
  • Bis zum 19. Mai müssen wir uns noch ein wenig gedulden. Erst dann wird die Jury des Spiel des Jahres die Nominierungslisten für 2026 bekanntgeben. Im Kennerspielbereich habe ich allerdings schon jetzt meinen Titelanwärter auserkoren und dieser Eindruck hat sich mit jeder meiner Spielpartien weiter bestätigt.

    Auf dem Weg zum Kennerspiel des Jahres: Boss Fighters QR – Brettspieltag.de

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  • ravn 15. Februar 2026 um 16:10

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] Am Anfang und Ende lauerte unser Tod: Townsfolk Tussle (12. Februar)“ zu „[Brettspieltag.de] Auf dem Weg zum Kennerspiel des Jahres: Boss Fighters QR (15. Februar)“ geändert.
  • Ich mag das Spiel und wir haben aktuell Spaß damit. Aber beim KDJ sehe ich es nicht. Nicht wegen zu hoher oder zu geringer Schwierigkeit. Aber ich hab in den ersten paar Partien echt Probleme gehabt nachzuvollziehen was passiert. Ich hatte Probleme zu entscheiden schaue ich in die Anleitung oder spiele ich schon los oder lese ich auf Karten .. auf welchen Karten nochmal .. Ich fand das schon ziemlich holprig. Als Vielspieler wuselt man sich da rein, aber ich fand da ein Kennerspiel wie Endeavor zwar schwieriger aber klarer in der Anleitung und dem was ich mache.

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  • Interessant. Ich habe in meiner Erst-Erklärpartie Boss Fighters QR die Anleitung (mit teils eigenen zusammenfassenden Worten on the fly) vorgelesen und dabei genau befolgen lassen, was da Abschnitt für Abschnitt erklärt wurde. Dabei um etwas Geduld gebeten, dass sich sicher alle Fragen noch klären werden. War dann auch so.

    In kommenden Partien habe ich dann neue Spieler mit eigenen Worten und eigener Erklärstruktur in deren Erstpartie geführt. Einfach zusammen das Tutorial gespielt und Schritt für Schritt zeigend erklärt, was jetzt passiert und dabei wissend alle deren Fragen beantwortet oder selbst vorweggenommen. Hat erstaunlich gut funktioniert

    Inzwischen in Vielspieler-Kreisen spielen neue Mitspieler einfach mit. Fokus meiner Erklärung ist dann der grobe Ablauf und Keywords wie Angriff und Verstärkung und Schutz. Der Rest ergibt sich dann.

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    2 Mal editiert, zuletzt von ravn (16. Februar 2026 um 09:44)

  • Hemmschuhe bremsen ganz bewusst aus. Das ist deren Zweck. Beim kooperativ kreativen Wortspiel von Schmidt Spiele wird allerdings die Diskussionsfreude über die einsortierten Begriffe ausgebremst und das war im Spielkonzept sicherlich nicht beabsichtigt. Der Rest ist Schweigen und das tut nicht nur diesem Spiel ungut.

    One Round: Empfehlenswert mit bremsenden Hemmschuh – Brettspieltag.de

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  • ravn 17. Februar 2026 um 13:21

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] Auf dem Weg zum Kennerspiel des Jahres: Boss Fighters QR (15. Februar)“ zu „[Brettspieltag.de] One Round: Empfehlenswert mit bremsenden Hemmschuh (17. Februar)“ geändert.
  • Keine Panik, dieser Abschied ist kein Abgesang, sondern nur auf Zeit und bis zur lokalisierten Special Edition von Feuerland, die wie bisher geplant im Sommer 2026 stattfinden soll. Bleiben bis dahin drei offene Fragen, die ich hier in ungefilterter Selbstreflexion mit Euch klären möchte. Lasst uns nochmal über Vantage palavern.

    Sag Servus: Mein Abschied von Vantage ist längst überfällig – Brettspieltag.de

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  • ravn 19. Februar 2026 um 20:33

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] One Round: Empfehlenswert mit bremsenden Hemmschuh (17. Februar)“ zu „[Brettspieltag.de] Sag Servus: Mein Abschied von Vantage ist längst überfällig (19. Februar)“ geändert.
  • Brettspiele sind auch eine Form von entspannter Realitätsflucht. Wir begegnen uns in einer idealisierten heilen Welt, die uns vor überschaubare Herausforderungen stellt, Spannung bietet und uns belohnt. Am Ende hat jemand gewonnen und wir auf dem Weg dorthin Spaß und eine gute Zeit gehabt. Alles das ist Limit nicht. Limit ist zudem redaktionell mangelhaft, weil mit Mängeln behaftet und schon alleine deshalb keine Empfehlung wert. Aber morbide faszinierend fand ich Limit trotzdem mit ganz viel Gesprächsbedarf.

    Limit: An der Grenzlinie zwischen Spiel und Wirklichkeit – Brettspieltag.de

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    Einmal editiert, zuletzt von ravn (22. Februar 2026 um 12:52)

  • ravn 22. Februar 2026 um 12:52

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] Sag Servus: Mein Abschied von Vantage ist längst überfällig (19. Februar)“ zu „[Brettspieltag.de] Limit: An der Grenzlinie zwischen Spiel und Wirklichkeit (22. Februar)“ geändert.
  • Das kompakte Städetbauspiel von AEG und Board Game Circus war mich eines meiner Höhepunkt vom Herner SpieleWahnsinn 2025. Der liegt allerdings schon einige Monate zurück und Shake that City ist seit dem in diversen Spielrunden wiederholt auf den Tisch gekommen. Einfach weil es in seiner Reduziertheit flott aber nicht banal gespielt werden kann und mich der Klötzchen-Portionierer immer wieder neu fasziniert. Diesmal ging es in entspannter Zweierrunde ans Meer inklusive direkter Revanche.

    Shake that City: Meine Rückkehr ans Meer der Möglichkeiten – Brettspieltag.de

    Content-Nachschlag gefällig? Brettspieltag.de – Das Tagebuch der entspannten Brettspiele

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  • ravn 26. Februar 2026 um 18:58

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] Limit: An der Grenzlinie zwischen Spiel und Wirklichkeit (22. Februar)“ zu „[Brettspieltag.de] Shake that City: Meine Rückkehr ans Meer der Möglichkeiten (26. Februar)“ geändert.
  • Die Illustration der Spieleverpackung verspricht uns einen spektakulären Raketenstart. Eben noch als Blaupause am Reissbrett und schon schwebt das Raumschiff völlig schwerelos ins All seinen Abenteuern entgegen. Die erleben wir allerdings nur an unserem Schreibtisch. Denn wir finden uns in der Rolle als koordinierender Abteilungsleiter für Weltraumtourismus wieder. Das muss Euch Erlebnis genug sein.

    Galactic Cruise: Schöne Mogelpackung mit toller Tischpräsenz? – Brettspieltag.de

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  • ravn 2. März 2026 um 18:36

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] Shake that City: Meine Rückkehr ans Meer der Möglichkeiten (26. Februar)“ zu „[Brettspieltag.de] Galactic Cruise: Schöne Mogelpackung mit toller Tischpräsenz? (02. März)“ geändert.
  • ravn : zu #GalacticCruise lese ich von der Überschrift (immerhin mit Fragezeichen hinter "Mogelpackung") und letztlich quer durch den Text heraus, dass Dir Optimierspiele mit teilweisem Wettlaufcharakter nicht so ganz liegen, siehe auch neulich die Erfahrung mit The Druids of Edora. Macht ja nichts, tagesformabhängig höre auch ich bei manchem so gestrickten Spiel erst spät die Glocken läuten - oft zu spät für einen vorderen Platz, aber dann bleibt ja immer noch der Spielspaß und Erkenntnisse für den nächsten Anlauf.

    Ja, von den Firmenzielen früh was zu erreichen ist kein Fehler, sie einem Spieler allein überlassen für diesen ein gutes Polster für womöglich entscheidende Punktvorteile (vergleichbar den Meilensteinen in Terraforming Mars). Ein Raumschiff früh starten ist verlockend, dennoch keine Garantie für nichts. Asynchron zu anderen spielen kann sehr wohl ein Segen sein, z.B. Passagiere für Geld auf (noch) uninteressante Flüge einbuchen usw., denn auch dann kommen erzwungene Rückzüge nur selten vor und selbst wenn sind sie - anders als zweimal im Text hervorgehoben - keinesfalls ein Tempoverlust. Man bekommt die Pausenboni und darf noch eine Aktion ausführen (habt Ihr die vergessen?). Alles in allem hat mich (und bisher auch alle meine Mitspieler) GC rundherum überzeugt.

    Es bleibt der Malus der "Tischpräsenz" (Platzanspruch) / Riesenschachtel (warum durfte alles - außer Spielkarten - nicht etwa 20% kleiner sein?) und der de facto langen Spielzeit, die muss man sich nehmen wollen. Gelangweilt hat sich bei mir aber noch niemand, die Zeit verflog noch immer im Spiel. Ich lasse mich in Bad Holzhausen gerne auf eine Partie ein, wie lange sie auch immer dauern mag :)

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

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    Einmal editiert, zuletzt von Smuntz (3. März 2026 um 09:19)

  • Smuntz : Wettlaufspiele bei denen die Spieler selbst die Länge einer Partie bestimmen können, finde ich gut, weil geben Freiräume und sorgen für Interaktion und Blick auf die Mitspieler. Optimierspiele finde ich eingeschränkt gut, wenn das alles thematisch für mich passt und sich nicht in Details und Kettenzüge verliert. Spiele mit toller Optik und Haptik finde ich ebenso gut. Deshalb hat mich Galactic Cruise angesprochen. Allerdings ist es seit gut 5 Monaten nicht mehr aufm Tisch gekommen, obwohl es in meinem direkten Spieleumfeld zweimal vorhanden ist. Eben weil ich es als "gutes Spiel mit erheblichem Aufwand" für mich eingeordnet habe.

    Das Spiel ist schon ein Regelbrocken, nicht kompliziert aber umfangreich und beim Countdown, der Flugphase und dem Auffüllen der Warteschlange reine Verwaltungsarbeit, die Schritt für Schritt abgehandelt werden muss in seinen Details. Die Entscheidungen für mich als Spieler passieren eben nicht in der "Galactic Cruise" meiner Rakete. Da ist schon längst vorbestimmt, was dabei passiert. Für ausreichend Marketing-Marker sollte ich zeitig sorgen, damit die Passagiere Siegpunkte einfahren können und darum geht es ja im Spiel. Das alles kann ich mir aber vorab ausrechnen und sollte es auch, um meinen Bedarf an Marketing zu decken. Auch sollte ich bis dahin wissen, wohin ich meinen Aufwertungsmarker platziere, um den Vorteil zu wählen, der mir in den nächsten Zügen am meisten nützt. Somit gibt es für mich beim Raketenstart und Weltraumflug keinen Spannungsbogen, das ist eher mechanischen Abhandeln.

    Dabei ist der ganze Rest des Spiels die Vorbereitung auf möglichst viele Raketenstarts, die möglichst viele Siegpunkte einbringen und nebenbei mir Vorteile & Co bringen, damit meine Maschinerie besser und effektiver läuft. Diese Vorbereitungen sind aber größtenteils alles Teilaufgaben mit dem Ziel, bestimmte Erfordernisse zu erfüllen: Wir brauchen x Ressourcen für unseren Start. Wir brauchen x Passagiere und dafür brauchen wir eine Rakete und eine Reiseroute die zueinander passen. Nebenbei gibt es Teilaufgaben, die das alles effektiver machen: Zahnräder platzieren, Agendakarten erwerben, Experten freischalten.

    Der eigentliche Fokus des Spiels liegt in den zur Verfügung stehenden Reiserouten (weil die kann ich nicht ändern und muss damit leben, was da nachgelegt wird) und welche Gästeboni es in dieser Partie gibt. Und wie ich die Unternehmensziele erfüllen kann, bevor die zu teuer werden. Darauf aufbauend plane ich dann rückwärts, was ich alles dafür benötige. Somit ist die Strategie klar und folgt dann "nur noch" einen Abarbeitungsplan, um das möglichst effektiv zu erreichen. Das habe ich als viel Aufwand für einen begrenzten Spannungsbogen erlebt, Das Spiel gibt mir persönlich wenig zurück für den Aufwand, den ich in der Beachtung der Details und die Optimierung dieser Details stecken soll, um möglichst viele Siegpunkte zu erzeugen.

    Mit wenig zurückgeben meine ich, dass Countdown und Weltraumflug weniger aufregend und spannend ist, als ich gerne hätte. Die ganzen Vorbereitungen für den Raketenstart sind jetzt auch eher Routineaufgaben, die sich im Spiel mehrfach wiederholen. Wenn das alles passt und meine Aktionen ein geschmeidiges Ganzes ergeben, kann ich mich durchaus daran erfreuen. Nur der Aufwand dahin habe ich teils als notwendige Arbeit und Abarbeiten empfunden. Da fehlte mir der Wow-Faktor, die Überraschungen, die Wendungen, spektakuläre Möglichkeiten. Stattdessen sitze ich distanziert vom eigentlichen Geschehen am virtuellen Schreibtisch als Abteilungsleiter und koordiniere und befriedige Anforderungen.

    Erstaunlich, dass mit Galactic Cruise trotzdem Spaß gemacht hat. Im direkten Vergleich würde ich aber eine Partie SETI mit Erweiterung vorziehen, weil da durch die Kartenaktionen viel mehr an Möglichkeiten im Spielverlauf entstehen und die Etappenziele überschaubarer sind. Und dadurch für mich mehr Spannung aufkommt, ob ich dieses Etappenziel erreiche und dann oder teils parallel das nächste Etappenziel angehe wie "Ich will einen Orbiter um den Mars bringen" und danach "auf den Marsmonden landen" und wenn schon jemand vorab einen Orbiter um den Mars bringt, dann überspringe ich lieber das Etappenziel. Bei Galactic Cruise habe ich meine Reiseziele und baue Raketen, um die dann möglichst oft im restlichen Spielverlauf zu nutzen. Da ist von Anfang an klar, was passieren wird und ich kümmere mich nur noch um den Weg dorthin.

    Besprechungszüge in Galactic Cruise, um seine Leute zurückzuholen, empfinde ich weiterhin als Tempoverlust. Klar habe ich dabei eine Aktion, aber beschränkt auf eine angrenzend zu meinen Zahnrändern. Habe ich die Zahnräder vorab nicht ausreichend platziert, was allerdings wieder Tempo kostet, bin ich in der Aktionsauswahl beschränkt. Den Pausenbonus bekomme ich auch beim verdrängt werden ausbezahlt, nur eben Arbeiter für Arbeiter. Zudem kann ich nach dem verdrängt werden, mich auch wieder in meinem Zug genau dort wieder einsetzen, was ein Tempogewinn sein kann.

    Gerne wieder. Bevorzugt aber in Runden, die mehr spielen und weniger erklären und nachschlagen müssen, Was es dann schwieriger macht Galactic Cruise aufm Tisch zu bringen, wenn vorab klar ist, dass die Erklär- und Spielzeit die 150 Minuten-Marke locker überschreiten wird. Nicht immer nöchte ich mir so viel Zeit für ein einzelnes Spiel nehmen und nicht immer steht diese Zeit zur Verfügung oder passt erst gar nicht zur Spielrunde, weil zu üerlang von den nötigen Erklärungen und der reinen Spieldauer. Genau deshalb weiss ich nicht, wie gut Galactic Cruise für mich wirklich ist.

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  • Ich fasse mich da kürzer, das hört sich zum Teil nach falscher Erwartungshaltung an. Der Kern des Spiels ist doch nun einmal, das Unternehmen effektiv auf die Beine zu stellen, nicht auf fremden Planeten Abenteuer zu erleben. Die Flüge sind in der Tat Mittel zum Zweck - der Bewertung des Erreichten. So ähnlich, wie einst in Dampfross der Streckenbau das eigentliche Spiel war, nicht die Auswürfelei der Fahrten darauf. Das Spiel spricht eben den Planer an und nicht den Abenteurer. Eine Checkliste, um nichts zu vergessen, ist nicht nur "mechanisches Abhandeln" sondern hilfreich. Qualm an der Rampe gibt es dann später in der AR-Deluxe-Ausgabe ;) Wenn man da keine falschen Erwartungen hegt, wird man auch nicht enttäuscht.

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  • ravn

    Ich sehe das anders. Es ist ein grandioser Euro-Titel. Immerhin eine 8,4 bei BGG.

    Dein Argument: "Da fehlte mir der Wow-Faktor, die Überraschungen, die Wendungen, spektakuläre Möglichkeiten."

    Sehe ich bei kaum einem Euro. Will ich auch gar nicht. Es soll kein Glück entscheiden, ich will einen Plan entwickeln und umsetzen. Ich vermute dich da eher bei Ameri-Thrash.

    Es gibt wohl wenig Spielerinteraktion, das nimmt ein wenig die Würze.

    Andererseits können die Aktionskarten schon ein Gamechanger sein.

    Ich habe es bisher aber immer nur zu dritt gespielt.

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  • Man konurriert schon an mehreren Stellen:

    • Man muß schauen, welche Reiseziele für einen selbst passen, aber auch, ob mir die andere Wegschnappen
    • Die Passagiere sind auch in manchen Partien in bestimmten Farben knapp, da ist auch ein Wettstreit
    • Man schaut, wann man den Resoucenspeicher füllt, und wann man ihn leert
    • Man schaut, wann man sich welche Agendakarten nimmt und wann man sie wieder auffüllt
    • Auch das Zahnrädersetzen kann man eigentlich nicht machen, ohne auf die anderen Spieler und ihre Prios zu schauen

    Es sind nicht nur die Ziele, wo man auf die anderen achten sollte.

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  • Man sollte schon schauen was der/ die andere(n) da so treibt. Stichwort Ziele erfüllen und Raketen starten. das beschleunigt ja alles das Spiel. Die Ziele werden ja auch eher schwerer zu erfüllen je mehr die die schon erreicht haben.

    Und wer glaubt, dass man nicht eingeschränkt wird, da man Worker kicken kann, vergisst, dass diese Boni sich sehr schnell aufaddieren und den Gegnern den entscheidenden Vorteil im Rennen geben können.

  • Ich habe die Interaktion bei Galactic Cruise durchaus angenehm positiv ausgerichtet erlebt. Ich mache den Mitspielern nichts kaputt, sondern lasse die profitieren, wenn ich deren Zahnräder oder Workerplatz nutze. Dazu kommt dann das typische Wegschnappen von begehrten Flugrouten, Blaupausen und Agendakarten, aber da sollte ich halt einen Plan B haben oder schlicht schneller sein.

    Allerdings habe ich Galactic Cruise als eher behäbig erlebt, wenn man mal situativ umschwenken will. Ein gebautes Raumschiff ist und bleibt so (und kann nur noch ausgebaut aber nicht umgebaut werden), egal was da für Gäste in die Warteschlange kommen. Will man andere Gäste haben, wird es eben teuer vom Marketing und das verbraucht dann Extraaktionen und man verliert Tempo. Reichten eben noch zwei Kabinensymbole jedes Typs für ein Unternehmensziel aus, sind es nun durch die Mitspieler verursacht deren drei und entweder gibt man dieses Unternehmensziel auf oder werkelt weiter daran. Besser man hätte lieber andere Kabinenteile eingebaut, aber auch da ist eine Nachkorrektur nicht möglich oder eben nur über eine weitere Rakete. Ist dem geschuldet, dass sich Pläne im Spiel nur über mehrere Aktionen verwirklichen lassen und immer die Gefahr besteht, dass einem die Mitspieler dabei in die Quere kommen.

    Wird das Spiel durch die Erweiterungen flexibler oder packen die nur noch eine Schicht an Möglichkeiten dazu?

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  • Es ist ja zweifelsohne ein gutes Spiel. Wenn man zwischendurch gute Spiele mal nicht mag, ist das völlig ok (ich hasse Pandemie...). Was man nicht versuchen sollte, ist seine subjektive Abneigung objektiv zu begründen - das klappt nicht.

    Wir spielen es immer mit allen Erweiterungen und den Modulen, die individuelle Passagier-Boni haben. Das erlaubt eine ganze Menge Vorplanung und jede Menge Wettrennen um dies und das. Es bleibt eigentlich immer spannend - die ganze Zeit über.

  • Ich finde Galactic Cruise auch ganz entspannt weil es eben nicht so krass ineinander verzahnt ist, das macht es zu einem sehr entspannten Experten Euro. Klar die Aktionen folgen einem groben Grundplan, aber wenn man mal nicht die ideale Aktion gemacht hat ist das auch kein Beinbruch. Bei einem Speakeasy kann dich ein suboptimale Runde evtl. den Sieg kosten. Auch lassen sich hier für Einsteiger erfolge feiern, man muss nicht krampfhaft um die Ecke denken und die Reihenfolge was man zuerst macht kann einem als Anfänger auch egal sein.

    Wenn man das Spiel aber dann doch noch zerdenkt und 5 Stunden dranhängt, da würde mir glaub ich auch die Lust dran vergehen.

  • Bin auch froh, dass wir in unserer Erstpartie nur 3,5h gebraucht haben. 5h für nen Euro, das fühlt sicher dann schon eher nach Schmerz als nach Freude an.

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  • Die einen nennen es Freizeitvergnügen und die anderen ordnen es für sich als Bildungsurlaub ein. Die erlebte Realität liegt individuell dazwischen. Gemeinsam ist auf jeden Fall, eine um ein Wochenende verlängerte Woche im Kreise von lieben Menschen, Bekannten und Freunden, die zu Mitspielern werden. Das sind 10 Tage voller Begegnungen am Spieltisch und in den nötigen Essenspausen dazwischen. Und Erholung sollte dabei auch nicht zu kurz kommen.

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  • ravn 5. März 2026 um 23:31

    Hat den Titel des Themas von „[Brettspieltag.de] Galactic Cruise: Schöne Mogelpackung mit toller Tischpräsenz? (02. März)“ zu „[Brettspieltag.de] Auf Brettspielfreizeit: 10 Tage Spiele-Seminar mit Vollpension (05. März)“ geändert.