Räder, Routen, Randnotizen - Fahrradfahren

  • Ich verstehe den Unterschied zwischen "zielorientiert" und "sportiv" nicht, glaube ich. :D

    Haha, die erklärst es selbst richtig. Zielorientiert bedeutet du fährst direkt zu einem Ziel weil du bspw. einen Termin oder eine Verabredung hast. Du bewältigst die Strecke einfach nur mit dem Rad.

    Sportiv dann das Fahren mit dem Rad um seine körperlichen Fähigkeiten und Eigenschaften zu verbessern, Sport mit dem Rad halt... Der Übergang ist fließend :D

  • Danke für den Thread! Nachdem ich mehrmals was von einem Gravelbile gelesen habe wollte ich wissen was das ist und wurde gleichzeitig um einen weiteren Begriff erleuchtet.

    Jetzt begebe ich mich auf die Suche nach der Arschrakete - vielleicht beschleunigt die ja meine Fahrt in die Arbeit. :D

  • So, die ersten 6 Etappen (je zwischen 18 und 26km) sind gefahren. Mehr Kilometer kann und möchte ich erstmal nicht fahren aber ich merke zunehmend wie mir die Strecken leichter fallen... Kreislauf fährt hoch, Puls fährt nach der Tour unglaublich schnell wieder auf normal runter. Heute mit viel Gegenwind gefahren, ich war schon fertig aber auch hier nach nicht mal 5 Minuten könnte ich gefühlt weitermachen. :D Das fühlt sich echt gut an und ich bin stolz, dass mich zumindest bisher noch kein eBike überholt hat 8o

    Ein neuer Sattel musste allerdings her, dass Standardmodel hatte keine Druckentlastung im Dammbereich... Fahre nun mit einem SQ Lab herum und muss mich erstmal daran gewöhnen.

    Ansonsten sind mittlerweile einige Erkenntnisse dazu gekommen, unter anderem sind diese seltsamen Fahrrad-Trainingsanzüge gar nicht mal so unpraktisch. Die BIB-Shorts rutschen schon hier und da mal...

    Und ich überlege tatsächlich schon mal für die kälteren Tage nach langen Varianten Ausschau zu halten.

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  • Hier mal meine Favoriten dazu:

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    2 Mal editiert, zuletzt von hedisch (16. Juli 2023 um 16:53)

  • seltsamen Fahrrad-Trainingsanzüge gar nicht mal so unpraktisch...

    ... die kälteren Tage nach langen Varianten Ausschau zu halten.

    so mal ein paar Tips:
    - Ich bevorzuge Trägerhosen und da ist noch nie was gerutscht (Bei Radhosen trägt man kein Unterwäsche drunter)
    - Hirschtalgcreme ist sinnvoll für untrainierte Hintern

    für kältere Tage empfehlen sich Arm- und Beinlinge und erstmal eine leichte Windjacke (speziell wenn man sportlich fährt)

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  • Ich bin überhaupt kein Fan von Trägerhosen. Sitz ist ja schön und gut, aber erstens hatte ich in 25 Jahren MTB noch nie Probleme mit verrutschenden Bikehosen, und zweitens finde ich den nassgeschwitzten und dann eiskalten Trägerbefestigungsabschnitt am Rücken extrem unangenehm. Das Trikot kann ich einfach ausziehen und kurz trocknen. Mit der Trägerhose wird das schwierig.

    Deshalb: Ich habe zwar eine Trägerhose, vermeide sie aber nach Möglichkeit.

    Ausserdem fahre ich grundsätzlich mit Unterwäsche und ziehe selbst auf dem Gravelbike noch die - wie sagte man früher so schön - "Fox-Flatterhose" drüber. :D

    Wird's kühler, bevorzuge ich mehrere dünne Layer und schaue, dass der Rumpf so warm wie nötig und so gut belüftet wie möglich ist. Richtlinie: wenn's vor dem Losfahren angenehm ist, bin ich zu warm angezogen. Ausserdem: solange der Rumpf warm ist, kommen Arme und Beine auch mit einer dünneren Schicht klar. Deshalb nutze ich auch weder Arm- noch Beinlinge.

    Ist aber sicherlich Geschmackssache, und man wird da mit der Zeit seine eigene Lösung finden.

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Gibt es hier noch mehr Radfans? Ich bin jahrelang gelegentlich mit meinem Kumpel Rennrad gefahren. Seit letztem Jahr bin ich übers Fitness-Studio in den offenen Treff eines Radsportvereins geraten. Inzwischen fahre ich eigentlich jeden Mittwoch Abend und wenn es passt auch noch am Wochenende oder Montags. Es ist wirklich ein toller Sport, um sich an der frischen Luft zu bewegen und fit zu werden. Und die Aufzeichnungen mit Strava motivieren mich zusätzlich.

    Fabian Zimmermann - Spieleautor

  • Ich habe das Rad fahren maßgeblich durch unsere kleine Tochter wiederentdeckt und so sind wir beinahe jedes Wochenende unterwegs mit Rädern samt Anhänger.

    Vor einigen Jahren hätte man mich beinahe als "Fahrradsammler" bezeichnen können, da waren es noch zehn Stück in unterschiedlichen "Zuständen". ;)

    Derzeit grüble ich, ob ich ein Fahrrad mit Riemenantrieb "brauche". :saint:

  • Gibt es hier noch mehr Radfans?

    Hier! :peace: Früher, also gaaaanz früher, mal Rennrad, im Studium und danach primär Hardtail und seit '24 zusätzlich bzw. überwiegend Gravelbike und seit letztem Winter auch Wahoo Kicker mit Zwift in den schlechten Monaten. ;)

    Und die Aufzeichnungen mit Strava motivieren mich zusätzlich.

    Worin siehst du die Vorzüge von Strava? Ist ja insbesondere nicht ganz billig. Ich tracke noch immer alles mit Komoot (also nicht live, sondern im Nachgang vom Wahoo zu Komoot) und das reicht mir eigentlich. Bei Strava habe ich immer ein wenig Vorurteile, dass es dort vor allem ums Vergleichen geht, zu kompetitiv...

  • Worin siehst du die Vorzüge von Strava? Ist ja insbesondere nicht ganz billig. Ich tracke noch immer alles mit Komoot (also nicht live, sondern im Nachgang vom Wahoo zu Komoot) und das reicht mir eigentlich. Bei Strava habe ich immer ein wenig Vorurteile, dass es dort vor allem ums Vergleichen geht, zu kompetitiv...

    Mich persönlich motivieren die Segmente bei Strava tatsächlich und ich versuche mich auch in einzelnen Segmenten zu verbessern. Es ist auch interessant, zu sehen, wie lange dort die besten gebraucht haben.

    Der Hauptgrund ist aber für mich, dass Strava automatisch erkennt, wenn ich mit anderen Nutzern gemeinsam gefahren bin. Insbesondere wenn man die Leute einer Gruppe noch nicht kennt, ist die toll.

    Ich glaube, man kann auch einfach die kostenlose Version von Strava nutzen, die auch die wesentlichen Features hat. Ich glaube, man kann sich damit aber schlechter mit anderen vergleichen.

    Fabian Zimmermann - Spieleautor

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  • Bezüglich Strava und den möglichen Kontakten stimme ich zu. Meine Freundin nutzt es zum tracken ihrer Läufe und hat einerseits so manche neue Strecke entdeckt beziehungsweise auch Personen gefunden, die die Strecke auch fahren und so Motivation gefunden.

    Ähnlich stelle ich es mir auch beim Rad fahren vor. Einerseits durch neu entdeckte oder angepasste Wege, aber auch wenn eine Tour nicht mehr möglich ist durch Umbaumaßnahmen oder ähnliche Widrigkeiten. Ob nun Strava da die einzige Möglichkeit ist weiß ich nicht, aber es ist wohl eine viel genutzte und damit "datenträchtige" Form. :)

  • Bin mit Anfang 40 in das Hobby Biken eingestiegen - habe mir damals ein Trail-MTB gekauft und ca. 3 Jahre gefahren. Bin dann auf ein Light-Assist eMTB (Orbea Rise) umgestiegen, und fahre seit Juni diesen Jahres nun das Light-Assist eMTB hier (Mondraker Dune):



    Meistens in den lokalen Wäldern und angrenzenden Mittelgebirgen, aber gerne auch 1-2x Jahr im Jahr in den Alpen (zuletzt: Schladming, Serfauss, Leogang, Kronplatz, Brandnertal), am liebsten dort dann möglichst naturbelassene Single-Trails (möglichst hoch oben aufm Berg über der Baumgrenze), aber auch ab und an mal in einem Bikepark.

  • Ich bin begeistert, wir schnell sich regelmäßiges Radfahren auf die Fitness auswirkt. Als ich nach dem Winter, in dem ich recht faul war, wieder angefangen habe, musste ich mich die Berge hochquälen. Ein Fahrer der Gruppe ist dankenswerterweise bei mir geblieben und ich konnte mich in seinem Windschatten zurück ins Ziel retten. Jetzt kann ich in der gleichen Gruppe bei schnellerem Tempo viel vorne im Wind fahren und es ist nur noch halb so anstrengend wie damals. Ich glaube, ich konnte dadurch auch ein paar Kilo abspecken ...

    Wer fit werden will, sollte Radfahren mal ausprobieren. Es muss einem natürlich Spaß machen, aber ich habe meine neue Lieblingssportart gefunden :)

    Fabian Zimmermann - Spieleautor

  • Ich hatte nie Lust auf Fahrradfahren, bin schon zu Schulzeiten lieber täglich 1,5 KM zur Schule gegangen, anstatt mit dem Fahrrad zu fahren. Dann habe ich dieses Jahr "The Chace" auf YouTube entdeckt und es hat mich total motiviert. Habe mir dann, auch aus Sorge wie lange meine Motivation anhält, erstmal "nur" ein recht gutes und eher sportliches Trekkingrad gekauft. Das habe ich jetzt seit Anfang Juni und am Montag habe ich bei einer Tour meine 1000 KM mit dem Rad vollgemacht. Das ist wahrscheinlich mehr als ich die 38 Jahre vorher gefahren bin. Ich genieße es gerade total unterwegs zu sein und meine weitere Umgebung nochmal ganz anders kennenzulernen. Werde dann im Herbst / Winter nach Angeboten für ein gutes Gravelbike schauen, weil ich mir mittlerweile sicher bin, dass die Motivation anhalten wird. Schaue momentan auch viel auf YouTube zu Ultraraces und finde das schon faszinierend, auch wenn ich nicht glaube, dass es mich irgendwann wirklich noch dahin führen wird. Aber wer weiß, vor 6 Monaten hätte ich auch noch gelacht, wenn man mir vorhergesagt hätte dieses Jahr noch über 1000 KM Rad zu fahren und über Bikepacking - Urlaube nachzudenken..

  • Ich habe mir vor 2 1/2 Jahren ein Jobrad "gegönnt" und bin seitdem, sage und schreibe, ganze 130km damit gefahren. Die Freude am Radfahren aus meiner Jugend besteht also heutzutage so gar nicht mehr. 😂

    Ich bin froh, wenn ich es im April 2027 wieder abgeben kann.

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  • Gestern war wieder eine Ausfahrt von unserem Radsportverein, knapp 60 km und es waren richtig viele mit am Start. Wir waren ca. 20 Fahrerinnen und Fahrer. Normalerweise fahre ich Gruppe 4, aber unsere Gruppe hat sich für diese Tour Gruppe 3 angeschloßen, für die es der Saisonabschluss war.

    Von Gruppe 3 kam vorher die Warnung, dass wir schnell genug sein müssen, um rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit zurück zu sein. Unser Plan war es daher, bis zum großen Anstieg an Gruppe 3 dranzubleiben und danach gut zusammen zu arbeiten. Es lief allerdings viel besser als erwartet. Alle aus Gruppe 4 sind problemlos mit über die Anstiege drüber gekommen und wir konnten so mit Gruppe 3 gemeinsam die komplette Tour fahren.

    Natürlich wurden auch wieder von Assi-Autofahrern angepammt ("alle hassen euch"), von Motorradfahrern angehupt und wir konnten sehr riskante Überholmaneuver beobachten. Aber dies gehört leider auch mit dazu. Trotzdem war es eine großartige Tour bei bestem Wetter. Wir von Gruppe 4 werden auch nächste Woche nochmal fahren, falls es das Wetter noch zulässt.

    RVM Gruppe 3 & Gruppe 4 | Strava
    View Fabian Zimmermann's Ride on September 30, 2026 | Strava
    strava.app.link

    Fabian Zimmermann - Spieleautor

  • Sankt Peter 1. Oktober 2026 um 10:53

    Hat das Label [OT] hinzugefügt.
  • Ich wusste gar nicht, dass es hier einen Fahrrad-Thread gibt. :)

    (Edit: Wie ich sehe, habe ich hier früher schon was geschrieben. Offenbar habe ich also nur erfolgreich vergessen, dass es diesen Thread gibt :saint: )


    Aber in diesem Fall nutze ich die Gelegenheit und gebe mal eine Bike-Empfehlung ab. Für ein Bike, das sehr unerwartet und spontan in die Bike-Familie aufgenommen wurde und von dem ich seitdem echt begeistert bin: das Otso Fenrir.

    Ende März diesen Jahres ziemlich spontan für eine Mehrtagestour gekauft, weil ich mein Alltags-Pendel-Gravelbike nicht für die Reise umbauen wollte, um es dann anschliessend wieder zurück umzubauen, inklusive der dafür nötigen Anpassungen der Sitzposition. Das Fenrir habe ich in einem Bikeshop per Zufall entdeckt, es war zudem im Angebot, ich bin es probegefahren, und habe es kurz entschlossen mitgenommen.

    Seitdem hat es nun viele Kilometer und noch sehr viel mehr Höhenmeter hinter sich, die auf allen möglichen Untergründen von Strasse bis alpiner Trail, mit und ohne Gepäck, stattgefunden haben. Auf dem Bild oben gerade auf einem Pass in der Innerschweiz, zuletzt eine zweiwöchige Tour von der Schweiz nach Slowenien über die Dolomiten.

    Die Geometrie ist so gut getroffen, dass es tatsächlich den Spagat schafft, sowohl für selbst sehr lange Tagestouren (deutlich jenseits 100km) komfortabel zu sein, an steilen Anstiegen dank relativ langer Kettenstreben sehr gut zu klettern, und bergab auch auf anspruchsvolleren Trails extrem gut kontrollierbar zu bleiben. Das Ganze kombiniert mit einem Edelstahlrahmen, dank dem man sich um Kratzer und Scheuerstellen der Taschen keine Sorgen machen muss. Ich liebe dieses Bike. :love:

    Falls also jemand ein Reisevelo für jede Gelegenheit sucht: das wäre meine Empfehlung. Es ist vielleicht nicht ganz so schnell wie ein gut optimiertes Gravelbike, das Mehrgewicht insbesondere der 29"-MTB-Laufräder merkt man schon. Es ist träger, nicht so spritzig, eher so ein unermüdlicher Langstreckenläufer. Aber es macht einfach alles mit. Wenn ich es nicht schon hätte, ich würd's mir glatt nochmal kaufen. :)

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

    Einmal editiert, zuletzt von Dirtbag (4. Oktober 2026 um 15:32)

  • Das hier ist mein vollbepackter Hobel auf dem Rallarvegen in Norwegen.
    Ein alter Bahnarbeiterweg der für Autos gesperrt ist. Absolut traumhafte Landschaft teilweise direkt am Gletscher vorbei. Als ich im Juli dort war, musste ich teilweise noch über Schneefelder drüber.
    Diese 82km kann ich wirklich jedem empfehlen, der mal mit dem Rad etwas Abenteuer erleben möchte. Geeignet für Mountain-, Gravel- und Trekkingbikes.

  • Ich überlege meine Midlife-Crisis doch weiter auszubauen. Nach Barista und Siebträger mir ein doch etwas im Gravel-Bike zuzulegen. Ich habe aktuell ein gutes Allrounder. Das wird aber eher für Alltag genutzt. Ich suche also schon eher eins im Bereich Sportgerät.

    Reines Rennrad möchte ich eigentlich nicht. Da ich nicht auf Asphalt begrenzt sein möchte. Was es ebenfalls interessant macht, dass ich das Rad Leasen kann über den Arbeitgeber.

    Habe schon ein Auge auf folgendes geworfen:

    https://www.wilier.com/de/bikes/gravel/rave-slr-id2?color=v14-the-grip-elite-gravel-team

    Mir ist klar, dass man bei Wilier sicher auch etwas für den Namen zahlt. Aber das spricht mich schonmal sehr an.

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  • Das hier ist mein vollbepackter Hobel auf dem Rallarvegen in Norwegen.
    Ein alter Bahnarbeiterweg der für Autos gesperrt ist. Absolut traumhafte Landschaft teilweise direkt am Gletscher vorbei. Als ich im Juli dort war, musste ich teilweise noch über Schneefelder drüber.
    Diese 82km kann ich wirklich jedem empfehlen, der mal mit dem Rad etwas Abenteuer erleben möchte. Geeignet für Mountain-, Gravel- und Trekkingbikes.

    Nice. Die Ecke steht bei uns für kommendes Jahr auch auf dem Plan.

    Das sind meine zwei (ein drittes steht noch auf die Rolle montiert 😅)


    Das Trackbike habe ich mir auf Kleinanzeigen geschossen und die pinken Details drangeschraubt, ist mein Rad für die Stadt/den Arbeitsweg. Singlespeed, will das demnächst noch auf Fixie umrüsten.

  • Nach Barista und Siebträger mir ein doch etwas im Gravel-Bike zuzulegen. Ich habe aktuell ein gutes Allrounder.

    Ein Allrounder Fahrrad oder ein Allrounder Gravelbike?

    Im zweiten Fall wirst du wissen was du tust, und wenn du das nötige Kleingeld hast ... Why not?

    Im ersten Fall eines erstmaligen Gravelbikes... probiere es aus. Ich persönlich komme mehr von Mountainbike, bin aber kein Fan von Race-Geometrien. Ich habe schon mindestens acht Jahre ein Gravelbike und wäre eher bei den mittleren oder leicht entspannten Geometrien. Einfach weil das Konzept des Gravelbike ist ja Unkompliziertheit und Freiheit, also ein Rad das quasi alles mit macht. Und da finde ich eine Geometrie, die man auch mäßig trainiert einfach viele Stunde fahren kann, einfach besser passend. Für die Stunde Vollgas hätte man dann immer noch den Unterlenker.

    PS: Falls ungebetener Ratschlag, dann tut es mir Leid.

    Einmal editiert, zuletzt von koala-goalie (4. Oktober 2026 um 01:31)

  • muewo Wilier machen schon sehr schicke Räder. Das Adlar gefällt mir auch richtig gut. Ich bin auch mehrere Gravel Probe gefahren und am Ende wurde es bei mir eben das Specialized.
    Schließe mich koala-goalie an: Probefahrten sind super wichtig. Das Ding muss von der Geometrie her erstmal passen.
    Ich habe vor meiner großen Tour auch noch ein Bikefitting gemacht.
    Bei dem Thema wird ja viel gestritten, aber ich denk mir, wenn ich einen mittleren bis hohen vierstelligen Betrag für ein Rad ausgebe, dann kann ich die 200-400€ für so ein Fitting auch noch investieren.
    Mir hat es echt geholfen. Hatte jetzt auf meiner Tour mit ca 9000km keinerlei Beschwerden oder Schmerzen.

  • muewo

    Was Oktobull und koala-goalie bereits gesagt haben, kann ich nur unterstützen. Und noch mit zwei Punkten ergänzen. Der erste ein genereller Gedanke, der zweite eine persönliche Meinung.


    Punkt 1

    Das Wilier ist ein extrem schickes Bike, gefällt mir sehr gut. Fast so gut, wie das Pinarello Grevil, das wohl meine Wahl wäre, wenn ich nicht wüsste wohin mit dem Geld. :D Aber: ich würde mir zunächst gut überlegen, ob du wirklich ein Race-Gravelbike willst. Die Dinger machen mMn dann Sinn, wenn du wirklich Rennen fahren willst, das letzte bisschen an Reserven aus dir herauskitzeln, pushen bis es nicht mehr weiter geht. Und wenn bei der Nutzung von dem Bike genau hier dein klarer Schwerpunkt liegt, also >50% willst du so fahren. Wenn das nicht der Fall ist, dann würde ich eher ein Allround-Gravelbike ins Auge fassen. Du verlierst ein bisschen Optimierung, die du in der "Hobby-Klasse" ohnehin nicht merkst, hast immer noch ein sehr schnelles, leichtes Bike, und gewinnst enorm an Flexibilität. Das geht los bei der Sitzposition, die koala-goalieund Oktobull angesprochen haben, es geht weiter mit den Aufnahmepunkten für Gepäck, und hier und da noch mit ein bisschen Variationsmöglichkeiten bei der Geometrie. Wie das Wilier Adlar bspw., oder das Giant Revolt Advanced, das meine Frau fährt, oder eines der vielen anderen Bikes dieser Klasse.


    Punkt 2

    Wie auch koala-goalie komme ich vom Mountainbike. Und mit >20 Jahren Mountainbike-Erfahrung auch hinsichtlich Geometrie habe ich mich daran gemacht, zuerst das Gravelbike meiner Frau zu recherchieren, und dann noch ein wenig nach einem für mich selbst zu schauen. Und auch einige probezufahren. Und im Gegensatz zum Mountainbike, wo es selbst innerhalb der gleichen Kategorie teilweise recht krasse Unterschieden in den Geometrien und entsprechend im Fahrvehalten gibt, finde die Unterschiede bei den Gravelbikes minim. Die Geometrien der Hersteller (in den jeweiligen Kategorien, also Race oder Allround) sind extrem ähnlich, fahren sich extrem ähnlich. Die Unterschiede sind vor allem den verwendeten Materialien, Komponenten und Details geschuldet. So hat Specialized bspw. eine Lenkerdämpfung im Steuerrohr patentiert, Trek macht das gleiche mit dem Sitzrohr (aber nicht mit der Front, weil... Patent), Giant arbeitet mit vibrationsdämpfenden Bauformen, etc. etc. Was ich damit sagen möchte: Man hat ziemlich viel Auswahl, und selbst wenn man andere Hersteller ins Auge fasst als ursprünglich geplant, ist die Chance sehr sehr hoch, dass man immer noch das gleiche Fahrerlebnis bekommt.

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

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  • Mag mir hier jemand erklären, was ein Gravelbike genau ist? :)

    In Kurz und ohne viel Spezial-blabla:

    Ein Rennrad das auch der Strasse fahren kannt...also auch mal auf Waldwegen oder so.


    Und zu der oberen Diskussion:

    Die Fragr ist immer warum man fährt.

    Ich bin eher ein Gegner der spec-Optimierung. Ich fahre um besser zu werden...also um selber besser zu werden. Wenn ich mithilfe eines teureren Rades besser werde... ist das doch irgendwie Beschiss an mir selbst. (=

    Ausserdem habe ich mehr Spass und längee Spass an weniger Technik. Ich bin happy mit meinem 3*6 80 Jahre Rennrad mit Positionsschalthebeln.

    Und wenn etwas kaputt ist fahre ich in die Fahrrad selbsthilfe und hole mir dort zB ein Tretlager, was die aus einer alten Radruine gerettet haben.

    Vorteil: Alte Technik hält gefühlt länger und muss man nicht so präzise einstellen.

    Sicher ist man nicht kompetetiv ...aber ich mach das ja für mich. (=

  • Ich überlege meine Midlife-Crisis doch weiter auszubauen [...].und mir ein doch etwas im Gravel-Bike zuzulegen.

    Also ich kann die Überlegung nur unterstützen. :) Früher bin ich Rennrad gefahren, hatte aber irgendwann die Nase voll davon, immer nur Asphalt zu fahren. Im Studium kam dann das Hardtail, was ich auch bis heute immer mal wieder fahre und 2024 dann das Gravelbike, welches seitdem im Dauerbetrieb ist.

    Gestern erst wieder 4h durch den Wald gequält damit (inkl. lustiger Kommentare von Wanderern), weil das eben möglich ist. Und wenn's mal eine flotte Runde sein soll, geht damit eben auch die klassische Rennradrunde (die ist dann zwar langsamer als mit Aerorennrad, aber es ist halt am Ende ein Kompromiss).

  • Ich überlege meine Midlife-Crisis doch weiter auszubauen. Nach Barista und Siebträger mir ein doch etwas im Gravel-Bike zuzulegen. Ich habe aktuell ein gutes Allrounder. Das wird aber eher für Alltag genutzt. Ich suche also schon eher eins im Bereich Sportgerät.

    Reines Rennrad möchte ich eigentlich nicht. Da ich nicht auf Asphalt begrenzt sein möchte. Was es ebenfalls interessant macht, dass ich das Rad Leasen kann über den Arbeitgeber.

    Habe schon ein Auge auf folgendes geworfen:

    https://www.wilier.com/de/bikes/grave…ite-gravel-team

    Mir ist klar, dass man bei Wilier sicher auch etwas für den Namen zahlt. Aber das spricht mich schonmal sehr an.

    Ich finde Willier Räder superschön, wenn die günstiger wären, hätte ich eins!

  • Ich bin letztes Jahr zum Gravel gekommen. Da ich mich damals nicht wusste, was ich möchte, suchte ich die eierlegende Wollmilchsau.

    Es ist ein Mondraker Dusty R geworden. Ein E Gravel (Mahle Hinterradmotor, kaum erkennbar). Mit 14 kg Gewicht ist das Rad trotz Motor und Akku sehr leicht. Die 45 mm Reifen fühlen sich auf Schotter sehr wohl. Sitzposition (wenig überhöhung) ist sehr angenehm. Trotzdem kann man auch mal Gas geben.

    Ein Jahr und 5000 km später kann ich sagen, super Entscheidung. Das Fahrrad hat mich motiviert dran zu bleiben, so kamen dieses Jahr mehrere Bikepacking Touren und die erste 200km Tour zustande.

    Der E Motor ist 99% der Strecke aus. Dennoch bin ich immer froh die Option zu haben. :S Insg. habe ich 10 Ladezyklen in der Akkustatistik.

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  • Nach Barista und Siebträger mir ein doch etwas im Gravel-Bike zuzulegen. Ich habe aktuell ein gutes Allrounder.

    Ein Allrounder Fahrrad oder ein Allrounder Gravelbike?

    Im zweiten Fall wirst du wissen was du tust, und wenn du das nötige Kleingeld hast ... Why not?

    Im ersten Fall eines erstmaligen Gravelbikes... probiere es aus. Ich persönlich komme mehr von Mountainbike, bin aber kein Fan von Race-Geometrien. Ich habe schon mindestens acht Jahre ein Gravelbike und wäre eher bei den mittleren oder leicht entspannten Geometrien. Einfach weil das Konzept des Gravelbike ist ja Unkompliziertheit und Freiheit, also ein Rad das quasi alles mit macht. Und da finde ich eine Geometrie, die man auch mäßig trainiert einfach viele Stunde fahren kann, einfach besser passend. Für die Stunde Vollgas hätte man dann immer noch den Unterlenker.

    PS: Falls ungebetener Ratschlag, dann tut es mir Leid.

    Eher Allrounder Gravelbike. Ich habe es mir damals geholt, um damit Mehrtätige Touren zu machen. Allerdings haben sich die Lebensumstände ein Stück weit geändert, dass das nicht mehr passiert. Deshalb ist das Rad mehr und mehr zum Alltagsfahrrad mutiert und macht dazu auch einen guten Job.

    Was mir klar war, dass ich ohnehin das Fahrrad Probefahren werde. Das ist ja in dem Preissegment ohnehin sinnvoll. Es ist für mich nur interessant geworden, da ich es über den Arbeitgeber leasen kann... wobei die Rechnung nur zum Teil wirklich aufgeht. Längere Touren sind vielleicht perspektivisch mal drin. Aber eher jetzt Tagestouren im und um den Schwarzwald rum.

    Danke auch an alle anderen Kommentare.

    Bananenfischer Ja was kommt dann mit 40? Bike und Siebträger habe ich ja schon.

    Einmal editiert, zuletzt von muewo (4. Oktober 2026 um 13:36)

  • Eher Allrounder Gravelbike. Ich habe es mir damals geholt, um damit Mehrtätige Touren zu machen. Allerdings haben sich die Lebensumstände ein Stück weit geändert, dass das nicht mehr passiert. Deshalb ist das Rad mehr und mehr zum Alltagsfahrrad mutiert und macht dazu auch einen guten Job.

    Ok, vor dem Hintergrund macht das Race-Gravelbike mehr Sinn. :)

    Und den Wunsch kann ich gut nachvollziehen. Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich habe ein 8 Jahre altes Trek Checkpoint SL5 als Alltags-Pendelbike. Damals war der Gravelbike-Markt noch deutlich überschaubarer, und es wurde vor allem noch nicht zwischen "Race" und "Allround" differenziert, und ich habe mit etwas Überraschung vor einiger Zeit festgestellt, dass die Geometrie des aktuellen Race-Gravelbikes von Trek ziemlich identisch mit meinem Alltags-Bike ist. Weshalb ich nun also - nach heutigem Stand der Dinge - ein "Race-Gravelbike" als Pendelbike fahre. Egentlich hätte ich aber ganz gerne noch ein zweites Gravelbike, das primär als Sportgerät für schnellere Touren und/oder schnellere Mehrtagestouren mit wenig Gepäck gedacht wäre. Und auch, um Alltag und Sport etwas zu trennen. Nicht ganz sicher bin ich mir bei der Frage, ob ich noch ein zweites "raciges" Bike nehmen würde, oder eher was allround-tauglicheres. Aber in meinem Fall sind das eh eher so theoretische Überlegungen. :D


    Bananenfischer Ja was kommt dann mit 40? Bike und Siebträger habe ich ja schon.

    Deep Sky Astrofotografie. Das hat genug Potential. :D

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

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