Eure (liebsten) Queen Games Spiele - Perlen oder Nieten?

  • An Queen Games scheiden sich ja bekanntermaßen die Geister. Bei Vielspielern macht sich gerade im thematischen / gestalterischen Bereich oft Unverständnis breit, trotzdem lohnt es sich mit unter einen Blick ins Portfolio des Verlags zu werfen um möglicherweise die ein oder andere Perle zu finden. Welche Queen Games Titel habt / hattet ihr in euer Sammlung? Was sind eure Lieblings-QG Spiele und welche sind vielleicht eurer Meinung nach unterrated bzw. bekommen ganz zu Unrecht zu wenig Anerkennung und Aufmerksamkeit? Oder macht ihr generell einen großen Bogen um diesen Verlag?


    Interessanterweise habe ich im Zuge dieses Beitrags festgestellt, dass ich selbst nur drei Titel von Queen Games in meiner Sammlung habe: #Lancaster (inkl. Erweiterungen), #Amerigo und #Armageddon. Also weniger als 1% meiner Grundspiele sind von Queen Games. :denk:


    Positiv zu erwähnen wären da aus meiner Sicht #Alhambra, #Shogun, #Fresko, #Kingdom Builder und #LostLegends, welche ich zumindest gespielt bzw. früher mal besessen habe. Der 2022 erschienene Titel #Marrakesh habe ich bisher nicht ausprobieren können ...


    Meist schreckt mich tatsächlich die Gestaltung der Brettspiele von Queen Games ab bzw. die Tiefe / Komplexität der Mechanik, weshalb es schlussendlich nur so wenige Titel dieses Verlags in meine Sammlung schaffen und noch weniger davon dauerhaft dort verbleiben.:pardon:

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    • Kingdom Builder
    • Alhambra
    • Escape - Fluch des Tempels
    • Via Appia
    • Pioneers
    • Luxor

    Entspricht etwa 2,5% meiner Sammlung.

    Teilweise ganz nette Familienspiele dabei. Aufmachung/Gestaltung empfinde ich wiederum nicht als negativ.

    Für meine Spiele mit der Familie (mit unseren Jungs im Alter von 6 bzw. 9 Jahren) ist da durchaus was dabei.


    Gehört allerdings nicht zu meinen Verlagen, wo ich grundsätzlich genau hinschaue, wenn dort ein neues Spiel erscheint.

    Scarface 1920, Isofarian Guard, Drunagor: Core+Apocalypse, Too Many Bones (dt.), Distilled, The Dark Quarter, Uprising, Nanolith, Tainted Grail: Kings of Ruin, Artemis-Projekt: Satelliten und Anführer, Destinies: Hexenforst

  • Ich war mal fast schon ein Queen-Fan und besitze so ziemlich 50% des Verlagsprogramms bis 2015, würde ich schätzen - auch dank der lange vorherrschenden Rauswurf-Mentalität im Galeria Kaufhof, wo man jahrelang zu Weihnachten Titel wie Alhambra, Fresko und Co. für 5-10 Euro kaufen konnte. In den letzten Jahren konnte mich allerdings kaum noch eines der Spiele aus dem Verlag wirklich begeistern, von Rune Stones und Merlin (mit Abstrichen Luxor) abgesehen würde es mir schwer fallen, echte Highlights seit Kingdom Builder zu benennen. Das mag daran liegen, dass ich in den letzten Jahren eher Komplexeres spiele, aber es liegt m.E. auch an den zumeist eher altbackenen Spieledesigns der Neuheiten, bzw. dann wenn sie nicht altbacken sind, sind die Spiele oft auch schlicht ein Griff ins Klo (Dark Darker Darkest, Solaris, Urbanization etc.) Das geht ziemlich genau mit dem Umschwenken von Queen auf Kickstarter einher, also ca. 2013. Und da entstehen dann auch Klunker von echt professionellem Personal, wo man sich wirklich fragt, was da alles schiefgegangen sein muss (ich blicke auf Dich, Immortals!)


    Was im Übrigen nichts daran ändert, dass ich echte Favoriten im Queen-Programm habe, die ich heute noch sehr liebe: Fresko, eines der besten und modularsten Worker-Placement-Spiele, Samarkand, ein 18xx als Familienspiel, Aton, ein geniales Zweier-Mehrheitenspiel, Alhambra natürlich, das man gemolken hat wie nie zuvor ein Spiel gemolken wurde (mittlerweile kratzt Zug um Zug am Thron). Theben, das den Patchwork-Zeitmechanismus erfand, Amerigo, das wohl eines der freundlichsten Feldspiele aller Zeiten ist, und natürlich Metro/Aqua Romana/Cable Car als Plättchenlegespiele. Mein Ein und Alles von Queen ist und bleibt aber jenes Spiel, das nie jemand mit mir spielen will: Revolte in Rom 1 und 2, ein großartiges Zweierduell von Stefan Feld.


    Übrigens finde ich die Grafiken bis vor kurzem noch ziemlich gut, erst was sie seit der Pandemie produzieren, gefällt mir optisch überhaupt nicht mehr, dieser Stich in Richtung Infantilismus passt m.E. überhaupt nicht.

  • Die Kartongestaltung mit dem Gelben Queen Games Rahmen ist ne Katastrophe und nimmt jedem noch so schönen Cover den Flair.


    Spielerisch haben mich Lancaster und Marrakesch abgeholt.


    Fresko fand ich immer sehr schön, Grundspiel und Erw. 1-3 zu seicht und mit den vielen weiteren Modulen aber dann zu fummelig.


    Queen Games wird von mir im gesamten als meist "nett" , aber den Regalplatz nicht verdient angesehen.


    Zumal die letzten Deluxe KS den Vogel aus meiner Sicht abgeschossen haben.....uiuiui.....

  • #Lancaster habe ich verkauft, da der Zweispielersondermodus verhunzt ist. Wenn das irgendwann nochmal diesbezüglich überarbeitet wird, wäre es eine Überlegung wert. Die Erweiterung HenryV oder VIII (?) ist aber eminent wichtig dafür, der Adeligenstrategie Einhalt zu gebieten. Die Abstimmphase der Gesetzte fand ich damals auch recht innovativ. Material: spitze.


    #Wallenstein aka #Shogun habe ich verkauft, da es zu lange dauert, für das was es ist. Nämlich ein Mehrheitenspiel und leider weniger dass, was man vom Titel erwarten hätte können. Der Mechanismus, die Karten zu aktivieren, ist aber schon genial. Unnötig kompliziert fand ich die Wertung der Unruhewürfel aus dem Würfelturm. Material: spitze.


    #JenseitsvonTheben will ich nicht mehr spielen, wenngleich der Zugmechanismus für die verbrauchte Zeit zu überzeugen wusste. Das gefühlt zu lange Nietenziehen aus dem Sack war demoralisierend und ohne jeglichen Ausgleich. Das Thema wurde auch nur rudimentär gestreift. Als Familienspiel daher auch nur bedingt tauglich.


    Stilp. MassivPappenheimer.

    habe die Ehre *hutzieh*

    Einmal editiert, zuletzt von Stilp ()

  • Ich habe aktuell genau null Titel im Regal.


    Außer, wenn mdn berücksichtigt, dass es von "Die Händler" auch ne QG-Auflage gibt.


    Alle andere Spiele ausm QG-Verlag über die Jahre diejenigen gewesen, von denen ich mich am schmerzfreiesten trennen konnte, weil langfristig irgendwie das gewisse Etwas fehlt, auch wenn sie funktioniert haben.

  • An Queen Games scheiden sich ja bekanntermaßen die Geister.

    Ist das so? Meiner Meinung nach nicht mehr als an anderen Verlagen.


    Welche Queen Games Titel habt / hattet ihr in euer Sammlung?

    Ich habe: Shogun, Fresco, Lancaster, Amerigo, Alhambra, Chicago Express, Jenseits von Theben, Kingdom Builder und Merlin. Ein paar andere Spiele, z.B. Edo oder Runestones, sind mittlerweile "previously owned", d.h. verkauft.


    Was sind eure Lieblings-QG Spiele und welche sind vielleicht eurer Meinung nach unterrated bzw. bekommen ganz zu Unrecht zu wenig Anerkennung und Aufmerksamkeit?

    Zu den Top-10% meines Bestands würde ich keinen einzigen der oben genannten Titel zählen.

    Ein paar Spiele wackeln immer mal wieder bei den "Aussortierrunden" 1-2 mal im Jahr, aber Jenseits von Theben zum Beispiel rettet es, dass ich es mittlerweile mit meiner 8-jährigen Tochter spielen kann. Tendenziell sehe ich den Bestand an Queen Games Titeln eher ab- als zunehmen. In letzter Zeit kam wenig Interessantes von denen raus. Insbesondere scheinen die voll auf dem modernen Interaktionsarmut-Zug aufgesprungen zu sein, was nicht so mein Fall ist.

    Für etwas unterschätzt halte ich Lancaster sowie Chicago Express. Gleichzeitig kann ich aber auch nachvollziehen, warum die nicht ganz vorne in den Rankings mitspielen. Ist halt Kategorie: Spiel hat (ausgeprägte) Stärken und (ausgeprägte) Schwächen. Wenn die Stärken für die eigene Gruppe passen und die Schwächen keine große Rolle spielen bzw. umgangen werden können (z.B. im Falle von Lancaster, dass es zu zweit Schrott ist, oder bei Chicago Express, dass es Spieler auf ähnlichem Niveau braucht), dann super. Sonst halt nicht.

  • Kingdom Builder, Fresko und Rune Stone sind noch in der Sammlung. Fresko finde ich heute noch toll. Kingdom Builder mochte ich auch, aber schon ewig nicht mehr gespielt und Rune Stones hat meine Tochter gern gespielt und kam gestern nach ca. 2,5 Jahren wieder auf den Tisch.

    Mir fällt nur noch Luxor ein, welches die Sammlung verlassen hat.

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  • Lancaster und Fresko waren schon nicht schlecht, aber nur Wallenstein ist immer noch bzw. wieder in der Sammlung.

    geekeriki.tv

    YouTube.com/geekeriki

  • Noch in der Sammlung sind Lancaster mit Erw., Merlin mit Erw. 1+2, Fresko + 1Erw. und aktuell Powerline weil gerade erst eingetroffen.

    Lancaster und Merlin dürfen wahrscheinlich noch sehr lange bleiben.

    Fresko wird früher oder später gehen, Powerline wahrscheinlich auch.

    Marrakesch habe ich gespielt und finde es super, zu einem vernünftigen Preis würde ich mir das auch kaufen.

    Optisch finde ich die Spiele ok, etwas altbacken, aber es gibt vieles modernes, dass viel schlimmer aussieht. Spielerisch für mich auch nicht in meinen besten 10%.

  • Die Kartongestaltung mit dem Gelben Queen Games Rahmen ist ne Katastrophe und nimmt jedem noch so schönen Cover den Flair.

    Ja, das ist leider wahr ... bei #Armageddon ist das tatsächlich scheußlich und unthematisch. Da hat Queen Games ein ähnliches Problem wie Pegasus, die machen das ja auch nicht schöner bzw. besser ... <X


    Leider zieht sich das Gestaltungsproblem ja auch teilweise durch das eigentliche Artwork der Spiele ... #ZenGarden ist da so ein schlimmes Beispiel, gerade im Vergleich zu thematisch ähnlichen Titeln wie #TangGarden ...


  • Hier stehen 0 Queengames rum und mir würde auch keins einfallen, dass ich haben müsste.

    Optisch find ich sie bestenfalls in Ordnung, aber zumindest kann ich mich an keins erinnern, bei dem die Optik dem Spielfluss im Weg stand.

    Alhambra und Metro sind nette Familienspiele, die ich gerne in der entsprechenden Runde mitspiele. Ansonsten blieb mir nichts nachhaltig in Erinnerung, aber z.B. Amerigo und Lancaster habe ich noch nicht gespielt.

    Die City-Collection lässt mich nur kopfschüttelnd zurück, denn spätestens bei den Preisen ist die Optik für mich dann nicht mehr zu ertragen. Außerdem bin ich dem Feldschen Punktesalat in den letzten Jahren etwas überdrüssig, habe aber viele der Originale schon gespielt und sie auch gemocht.

  • Queen Games? Den Verlag kenne ich nicht (mehr)!


    Mit dem Gewinn des Spiel des Jahres Kingdom Builder verschärfte der Verlag seine Lieferbedingungen für kleine Händler so dramatisch, dass es keinen Sinn mehr machte Queen Games im Programm zu haben. Mehrere Versuche, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, scheiterten. "Wer das Spiel des Jahres haben will", muss unsere Bedingungen akzeptieren, war wohl die Devise. Daraufhin bei den meisten Fachhändlern aus dem Programm geflogen, machte Queen unter Mogli-Distribution seinen eigenen Amazon-Shop auf, um dort selbst günstig zu vermarkten. Dazu die auch damals schon stattfindenden Rabattschlachten auf der Messe Essen - nö, den Verlag brauche ich nicht mehr.


    In der Konsequenz weigere ich mich seitdem, den Verlag und sein Programm zu beachten. Und sowohl der Laden als auch ich selbst vermissen nichts.

    Martin Wehnert

    Spieleverkäufer in der Kinderkiste in Marburg

    Spielerezensent

    Veranstalter von Brettspielveranstaltungen

  • Ich habe 4 Spiele von Queen Games.

    Roma, da habe ich schon lange vor mir ein Retheme zu basteln. Jetzt ist mir nur Radlands dazischen gekommen das mir noch besser gefällt von der Mechanik.

    Fresco, habe ich als tolles Spiel in Erinnerung aber seit 2015 nicht mehr gespielt, ich will das aber unbedingt nochmals spielen.

    Shogun, hat mir eigentlich auch gefallen ist aber von besseren Spielen übeholt worden sollte ich eigentlich weggeben wird sicher nicht mehr gespielt.

    Jenseits von Theben, habe ich mit Frau und Kindern als sie noch klein waren oft gespielt hat für mich sentimentalen Wert.

    Neuere Spiele von diesem Verlag interessieren mich nicht da ich an Euros immer weniger gefallen finde.

  • Ich hab noch eine Riesenbox vom Alhambra Kickstarter zuhause. Das Spiel find ich ganz in Ordnung, aber nach dem KS hab ich mir geschworen, dass ich Queen Games auf keinen Fall weiter unterstützen werde. Wie der Verlag mit den Unterstützern umging war unterirdisch. Schlechte Kommunikation und riesen Verzögerung.

    Nun ja, dass das auf KS Standard ist, war mir damals noch nicht so bewusst :/


    Kingdom Builder hatte ich auch mal. Musste ausziehen, hat für mich null Reiz zum spielen.

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  • Die Schachteloptik mag ich eigentlich ganz gerne, es gibt viele okaye Spiele. Ein paar richtig gute sind in meinem Regal (dazu ein paar eher mittelgute bzw. welche, die noch aus nostalgischen Gründen da sind…)


    Top:


    #Marrakesh

    #Merlin

    #KingdomBuilder

    #RevolteInRom

    #Lancaster


    Gut:


    #Luxor

    #Fresko

    #Kokopelli

    #CopenhagenRollandWrite

    #RuneStones


    Okay:


    #JenseitsvonTheben

    #DerPalastVonAlhambra

    #Bastille


    ich denke, für viele hier haben viele Spiele einen Ticken zu wenig Anspruch. In einigen Fällen schreckt mich der Preis schon ab (bei Marrakesh habe ich es mal ignoriert, aber ein Helsinki finde ich beispielsweise deutlich zu teuer, wenn ich es mal Akropolis, Cascadia, o.ä. vergleiche). Mal schauen, was die Preise bei den nächsten Feld-KS so machen. Zumindest die ganz neuen bzw Komplettüberarbeitungen interessieren mich da schon sehr…


    Knapp 5% der Sammlung kommen von Queen Games (exklusive Kinderspiele/Exits etc.)

  • Amerigo und Lancaster habe ich und bleiben auch. Gefallen mir auch weiter wirklich gut (8/10) trotz der vorhandenen Einschränkungen. Shogun/Wallenstein finde ich genauso gut, aber die lassen sich eigentlich nur auf einem Spielertreff ohne Zeitbeschränkungen spielen, daher haben sie keinen Regalplatz mehr bei mir.

    Alle anderen (Fresko, Alhambra, Aton, Theben, Chicago Express, Revolte, KB, Batavia, Händler) haben ihren Platz verloren weil ich min. 100 andere Spiele in meinem Fundus lieber spiele und die Chance nochmal auf den Tisch zu kommen gegen null geht.

    Merlin gab es nie zu einem akzeptablen Preis und die Spiele der SFCC sind preislich sooo weit jenseits von gut und böse, dass ich nicht mal mehr einen Gedanken daran verschwende.

    Honorable mention: Urbanization. Optisch imho sehr ansprechend, aber leider kein wirklich funktionierendes Spiel.

  • Ist das so? Meiner Meinung nach nicht mehr als an anderen Verlagen

    Naja es ist glaube ich eher die Vertriebsstruktur die bei Queen immer sehr "eigen" war...ne Zeit lang kaum im Handel erhältlich (ausser ab und an in großen Ketten)...dann über dubiose Amazonshops und jetzt halt nur noch Kickstarter. Aus meiner Zeit im Fachhandel konnte ich mich erinnern das Queen Games tabu war...

  • Alhambra, Aton, Edo und Fresco befinden sich aktuell in meiner Sammlung. Alhambra und Fresco werden sicherlich auch noch bleiben. Edo ist für den Verkauf vorgemerkt. Bei Aton kann ich aus dem Stegreif wenig sagen. Weder wie ich dazu kam noch wie gut oder schlecht ist darüber befinde. Wahrscheinlich eher Richtung gut, weil es eben hier ist. Ist auch ein kleines Spiel, weshalb ich mir da keinen Kopf mache wegen Platz oder Muss-man-nicht-haben-Fragen.

    Eine zeitlang Gefallen hatte ich noch an Lancaster aber um den Kauf habe ich mich immer gedrückt weil es mir doch nicht gut genug war.


    Queen Games wecken bei mir schon vorab wenig Interesse. Die haben bei mir ein branding hinterlassen das in Richtung 08/15 geht. Denen fehlt etwas Liebe zum Hobby, meinem Empfinden nach. Also nicht allen, aber wohl denen die das monetäre Sagen haben. Jedenfalls spüre ich nicht daß irgendeine Detailverliebtheit in ein Spiel investiert wurde welche mein Spielerherz erwärmen würde. Mir scheint der Verlag streng zweckmäßig an den Spielen zu arbeiten. Der Einsatz an Mitteln scheint mir sehr profitorientiert kalkuliert zu werden, vermutlich auch schon die Wahl der Spiele die man sich zur Produktion anlacht. Man nimmt von dem was die anderen Verlage nicht wollten. So jedenfalls mein Eindruck. Muss ja auch kein Fehler sein. Es ist ja letztendlich ein Unternehmen das Geld erwirtschaften möchte/muß. Es fehlen jedenfalls Highlights in deren Portfolio. Die 08/15-Familie (nicht despektierlich gemeint) braucht solche Highlights aber nicht. Die spielen eher selten und genügen sich mit dem gemeinsamen Erlebnis. Das ist wohl die Zielgruppe. Die Masse der Gesellschaft ist Kunde. Ich sehe mich da weniger angesprochen.


    Weiterhin, die Optik ihrer Spielschachteln ist, wie schon von einem Vorredner angemerkt, auch für meinen Geschmack nicht ansprechend. Und daran trägt deren Logo die größte Last. Es mag für sich schön sein aber auf einem Spielekarton ist es das nicht. Für mich gleichzusetzen wie der rote Aufkleber im Supermarkt - "Reduzierte Ware". Auch hier ist das nur mein persönlicher Geschmack.


    Darum also schaue ich mir die Queen-Spiele überhaupt selten an und müßte von irgendwoher angestupst werden, wenn da mal was feines zu finden sein sollte.

  • Wallenstein und Shogun sind beides TOP titel, immer noch. Haben beide BigBoxen zu Hause.

    Wo gibt es sonst so einen genialen Plaungsmechanismus, einfache Zugänglichkeit für eine FunWarGame, den fantastischen Würfelturm der immer auf die Dauer der Partie fair bleibt. ...?! Genau...nirgendwo. ;)


    Im Ernst, die gehören zu unseren Spielerunden einfach dazu und machen vor allem in Vollbesetzung richtig Laune. Dazu nen guten SingleMalt.

  • online formular

    #JenseitsvonTheben will ich nicht mehr spielen, wenngleich der Zugmechanismus für die verbrauchte Zeit zu überzeugen wusste. Das gefühlt zu lange Nietenziehen aus dem Sack war demoralisierend und ohne jeglichen Ausgleich. Das Thema wurde auch nur rudimentär gestreift. Als Familienspiel daher auch nur bedingt tauglich.

    Also was thematische Implementierung angeht, ist Jenseits von Theben doch geradezu ein Musterbeispiel im Eurogame-Bereich. Dir Kritik verstehe ich wirklich nicht.

    Der Glücksfaktor ist natürlich Geschmackssache.


    Für mich ist es das einzige Queen Spiel, was in eine gute Sammlung gehört, der Rest ist entbehrlich.

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  • Theben, das den Patchwork-Zeitmechanismus erfand,

    Hm.

    Ich hätte gedacht, dass das mit In 80 Tagen Um Die Welt daher kam. Weil Theben hab ich, u.a. weil ich davor 80 Tage kennen lernte, aber nicht bekam.

    BGG macht mich da nicht schlau gerade...

    Die sind fast zeitgleich 2004 erschienen, Theben damals noch bei Prinz-Spiele. Insoweit tatsächlich schwierig zu sagen, ob das eine Parallelentwicklung war oder es noch ein früheres Spiel mit dem Mechanismus gibt - mir fällt keines ein.

  • Das gefühlt zu lange Nietenziehen aus dem Sack war demoralisierend und ohne jeglichen Ausgleich. Das Thema wurde auch nur rudimentär gestreift.

    Gerade in diesem Punkt und in dem Zeitmechanismus kommt für mich das Thema von Jenseits von Theben ganz besonders gut zur Geltung. Es ist ein Spiel zum Thema Archäologie, da ist auch nicht jede Grabung erfolgreich, auch nicht bei großem Zeitaufwand. Es mag ja für Planer "frustrierend" sein, wenn ein Spieler nur kurz gräbt und gleich das Sahnehäubchen erwischt, während ein anderer die längstmögliche Zeit aufwendet und trotzdem nur Schutt findet. Das kann man unbalanciert finden, aber thematisch ist es allemal. Gerade deshalb gefällt mir Jenseits von Theben wirklich gut.


    Ansonsten habe ich immer noch eine ganze Reihe von Spielen von Queen Games:


    Jenseits von Theben

    Theben - Die Grabräuber

    Fresko mit praktisch allem

    Eketorp: Die Wikingerburg

    Alhambra - Roll&Write

    Old London Bridge

    Winter Kingdom

    Marrakesh.


    Viele andere hatte ich, aber der Platzmangel trieb sie aus der Wohnung.


    Davon finde ich wirklich TOP:


    Jenseits von Theben

    Eketorp.


    Eketorp hat mich immer schon thematisch fasziniert und fand ich auch als Spiel gut. Lange genug hat es ja gedauert, aber 2019, 12 Jahre nach Erscheinen des Spiels, habe ich es endlich geschafft, Burg Eketorp im Süden der schwedischen Insel Öland zu besuchen. Für mich ein grandioses Erlebnis, für andere vielleicht nur Rekonstruktionen und ein Haufen alter Steine.


    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Räuber aus Skythien, 7. Age of Industry, 8. Nieuw Amsterdam, 9. Siedler von Catan - Entdecker&Piraten, 10. Alubari - A nice cup of Tea

  • für mich das für viele wohl eher unbekannte #LocomotiveWerks (ehemals bei Winsome).

    Hatte ich mal.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Räuber aus Skythien, 7. Age of Industry, 8. Nieuw Amsterdam, 9. Siedler von Catan - Entdecker&Piraten, 10. Alubari - A nice cup of Tea

  • #KingdomBuilder und mehr nicht.

    Die Titel bei Queen sprechen uns thematisch einfach so gar nicht an, außer evtl. die Green Planet Titel.

    Allerdings mag ich es nicht sonderlich wie Queen Games das Crowdfunding für sich ausnutzt, das hat mE nicht mehr viel damit zu tun einem Startup zu helfen sondern nur das finanzielle Risiko, das eigentlich jedem Wirtschaftsunternehmen innewohnt komplett auf die Kunden abzuwälzen.

    Liebe Grüße

    Cal


    "Herrgott, etwas Gescheiteres kann einer doch nicht treiben in dieser schönen Welt als spielen"

    - aus "Klein Eyolf" von Henrik Ibsen

  • Mir scheint , das das Bild / Image das man hier oder in Deutschland von dem Verlag ein ganz anderes ist als bzw. in den USA oder generell woanders auf der Welt in der Außenwahrnehmung hat oder erwartet ?

    Also zum einen eine völlig andere Zielgruppe (Komplexität, Alter, Generation, Nerdhaftigfkeit, Erwartung) haben

    Die eh nicht so sehr genrell an Hintergründe und Details interessiert ist und genügsamer bzw. einfacher so klaglos zufrieden zu stellen sind und sich begnügen was ihnen vorgesetzt wird


    Ich kann es ja auch nicht fassen das diese Gelbe Rand Cover bzw. heute noch so gut ankommen, gerade im Ausland , aber vielleicht ja gerade deswegen ?

    Zurück in die Zukunft als Retrowohlfühlcharme der Vergangenheit

    ich werde nie dieses Video der Brettspielgeeks von vor 4 Jahren vergessen wo man sich beim Spiel Skylands und generell Queen Game regelrecht in Rage geredet hatte :D

    Gespielt: Hadara, Gloomhaven, Herr Der Ringe und mehr | Brettspiel Geeks | Brettspiele - YouTube ab Minute 7:30

    Aber der Erfolg gibt Queen Game recht , genau wie nun bei der SFC , nicht die üblichen lauten elitären Vielspieler in Deutschland sind ihre Zielgruppe


    Ich selbst besitze von dem Verlag nur Alhambra

    Einmal editiert, zuletzt von Malefiz ()

  • für mich das für viele wohl eher unbekannte #LocomotiveWerks (ehemals bei Winsome).

    Hatte ich mal.

    Die meisten winsomes sind toll, aber die würde ich jetzt nicht als Genuine Queen-Titel werten, weil das bis auf Samarkand eigentlich nur unveränderte Nachdrucke waren, während man bei Theben und Samarkand ja doch einiges verändert hat.

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  • Ich bin weder Fan noch Feind von Queen Games und auch wenn ich einige ihrer Entscheidungen für relativ fragwürdig halte, ist und bleibt es eben ihre Entscheidung. Das seinerzeit viele Geschäfte aufgrund ihrer Praktiken alles von QG boykotiert haben, ist eben die Konsequenz und die fand ich auch gut.


    Auch wenn sich die Aufmachung ihrer Spiele gefühlt wie ein roter Faden durch ihr Portfolio zieht, finde ich sie in den meisten Fällen durchaus passend (der erste Rutsch der Feld Neuauflagen gefiel mir allerdings überhaupt nicht). Von der Produktion her war QG mMn immer im oberen Bereich angesiedelt (zB. Jenseits von Theben).


    Den Großteil ihrer Spiele habe ich gespielt (mein altes Silberzwerg habe ich zu Weihnachten meinem Bruder überlassen), aber da ihre Spiele eher nicht in meine Richtung tendieren, besitze ich nur ein paar.


    Roma (Revolte in Rom 2)

    Nach wie vor ein sehr gutes 2er. Ich besitze zwar auch Teil 1, aber nur als Erweiterung, da ich es deutlich schlechter finde als Teil 2.


    Aton

    Ein sehr einfachs und schnelles 2er, das ich auch nicht missen möchte.


    Timbuktu

    Schöne Idee, schöne Aufmachung und ein rundum gelungenes Spiel.


    Lancaster (BigBox)

    Das komplexeste Spiel, das ich von QG besitze und auch das von mir am besten bewertete.


    Pioneers

    Auch hier mag ich die stimmige Aufmachung. Zwar auch ein relativ einfaches Spiel, aber interessant genug um es hin und wieder zu spielen.



    Macht ganze 5 Titel, die ich aber auch nach vielen Jahren noch immer besitze und spiele. Pioneers wäre wohl auch der einzige Titel, der vielleicht irgendwann weichen müsste, aber aktuell gibt es dafür keinen Anreiz. Roma und Lancaster finde ich beide sehr gut und auch Timbuktu gehört zu einem Teil meiner Sammlung, der vermutlich niemals gehen wird.


    Der große Vorteil dieser Titel ist, dass sie alle (abgesehen von Lancaster) recht einzigartig sind und daher vermutlich nicht von anderen abgelöst werden.

  • Allerdings mag ich es nicht sonderlich wie Queen Games das Crowdfunding für sich ausnutzt, das hat mE nicht mehr viel damit zu tun einem Startup zu helfen sondern nur das finanzielle Risiko, das eigentlich jedem Wirtschaftsunternehmen innewohnt komplett auf die Kunden abzuwälzen.

    Richtig. Die Queen-Kickstarter waren vorher schon tendenziell teuer, aber mit der Feld City Collection haben sie nochmal den Vogel abgeschossen. Trotzdem scheint's zu funktionieren und eine ausreichende Menge von Spielern kauft anscheinend lieber Spiele für 100+ Euros, während z.B. ein ohnehin auch zum Listenpreis schon günstiges Bonfire verramscht wird, weil's vielleicht nicht in gleichen Maße von bezahlten Youtubern hochgejubelt wurde und "nur" aus dem Kleinverlag Hall Games kommt.

    Die Aufgabe der Verlage ist es nun mal, mit ihren Spielen Geld zu verdienen; dafür kann man sie nicht verurteilen, wenn sie sich sonst an alle rechtlichen und moralischen Normen halten. Wenn es im Crowdfunding-Bereich Auswüchse gibt, dann sind da die Backer mindestens genauso daran schuld wie die Macher, die sowas anbieten. Ohne Backer, die das alles auch noch sich selbst und anderen immer wieder schön reden, würde sich da manche Auswüchse doch schnell totlaufen.

    Außerdem: Dass der Veröffentlichungsweg Crowdfunding den meisten Spieleverlagen primär dazu dient, die eigenen Gewinne zu maximieren, indem man (1.) mindestens genauso sehr unscharfe Erwartungen wie echte Spiele verkauft, (2.) indem man den Zwischenhandel ausschließt und (3.) indem man alle Risiken grundsätzlich auf die Käufer auslagert .... das gilt doch für quasi alle Crowdfunding-Verlage gleichermaßen und nicht nur für Queen Games.

  • #LocomotiveWerks

    unveränderte Nachdrucke

    Naja, grafisch ist die Version von Queen schon eine andere Hausnummer, auch das Material wurde durchaus aufgepeppt. Aber eigentlich ja auch egal.

    Das stimmt natürlich, und wirklich verfügbar war Winsome ja nur für die edlen Recken, die am ersten Messetag hinliefen oder vorbestellten. Aber das gilt mittlerweile ja auch für die Queen-Nachdrucke, da sind einige Titel unbezahlbar geworden. Trotzdem war die Produktion damals für Queen laut einem Menschen, der kurz den Vertrieb für sie übernommen hatte, eine finanzielle Katastrophe und hatte wohl größeren Anteil daran, dass das Verlagsprogramm umgestellt wurde - zum Schlechteren wie ich finde.

  • In der Sammlung:


    Müssen noch gespielt werden:

    Shogun

    Marrakesh

    Die Händler

    Dschunke


    Gespielt und für behaltenswert befunden:

    Fresko + 1. Erweiterung

    Kingdom Builder + 2 Erweiterungen

    Chicago Express



    Auf dem Verkaufsstapel:


    Alhambra Family Box

    Der Dieb von Bagdad



    Gespielt & danach nicht gekauft oder besessen & wieder verkauft:


    Raubritter

    Merlin

    Lancaster

    Copenhagen R&W

    Edo

    Jenseits von Theben- Kartenspiel

    Luxor

    Na sowas!

    Scrap Racer

    Zen Garden

    Amerigo

    Kokopelli

    Revolte in Rom

    Spiele der City-Collection sind zum Teil in der alten Fassung vorhanden, kein Interesse an einem Update bei Preisen knapp vorm dreistelligen Bereich.



    Interessiert an:


    Old London Bridge

    Powerline

    Metro



    Die viel gescholtene Optik mag ich eigentlich, die Materialqualität bei Queen ist meistens überdurchschnittlich gut. Über die gelbe Kartonfarbe mag man sich streiten, aber kaum einen Bereich kann man schneller im Regal finden als den von Queen beschlagnahmten Platz.



    Das Institut für unfertige Studien hat herausgefunden, dass 8 von 10 Menschen ein

  • Bei uns ist Queen Games ebenfalls recht spärlich vertreten. #Kairo ist bestimmt schon seit zwei Jahre nicht mehr auf dem Tisch gewesen und #Dschunke glaube ich noch länger. Das aber nicht nur, weil es so viel andere tolle Titel gibt, als viel mehr, durch unseren immer kleiner werdenden Spielerkreis für diese Art von Spiele.


    Der einzige anderen Titel von Queen Games, der den Weg zu uns gefunden hatte, war #Alhambra. Das habe ich aber schon vor längerer Zeit wieder verkauft, da es schon damals bei keinem von uns einen Anklang gefunden hat. Andere Spiele aus dem Verlag habe ich nicht kennen gelernt.