Erfahrungen mit Saugrobotern

  • Hallo zusammen,
    mein Mitbewohner will das Putzen der Wohnung "erleichtern" und einen Saugroboter anschaffen. Wir haben zwar viel Fläche, aber da steht natürlich auch Einiges herum. Meine Nachfrage im Bekanntenkreis ergab teils positive, teils negative Bewertungen. Habt ihr außer dem hohen Preis und dem Stromverbrauch noch weitere Kritikpunkte an den Geräten? Oder seid ihr vollauf zufrieden und würdet wieder einen anschaffen?
    Danke für Eure Rückmeldungen.

    Verkaufen ist seliger denn kaufen? ;)

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  • Also wir haben den Roborock S6 Max und sind seit zwei Jahren sehr zufrieden damit.


    Als unsere Hündin noch lebte war es erstaunlich zu sehen wie viele Hundehaare der Robo trotz normalen saubermachen noch gesammelt hat. 😂


    Das Einzige was er nicht auf die Reihe bekommt sind unsere Barhocker (der Fuß ist kegelförmig und er fährt auch daran fest). Das kann man aber problemlos dadurch beheben das man eine Sperrzone einrichtet.

  • Generell funktionieren sie nur auf Hartböden, für Teppich oder Auslegware völlig ungeeignet. Wenn, dann auch nur auf größeren Flächen, sonst kann er sich auch mal leicht „verfahren“.

    Am besten sind immer noch die einfachen Lösungen - kurz mit einem Swiffer Bodenwischtuch feucht abwedeln, in 5min. ist man fertig.

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

    Einmal editiert, zuletzt von Torlok () aus folgendem Grund: Falsche Aussage

  • Generell funktionieren sie nur auf Hartböden, für Teppich oder Auslegware völlig ungeeignet. Wenn, dann auch nur auf größeren Flächen, sonst kann er sich auch mal leicht „verfahren“.

    Am besten sind immer noch die einfachen Lösungen - kurz mit einem Swiffer Bodenwischtuch feucht abwedeln, in 5min. ist man fertig.

    Das kann ich für unseren Rowenta X-Plorer nicht bestätigen. Er saugt klaglos die Teppiche mit - sogar die Bad-Vorleger. Nur echte Hochflor-Teppiche mag er nicht.

  • Ich hatte mehrere Jahre einen Eufy im Einsatz, der seinerzeit nicht nur der günstigste, sondern auch der zuverlässigste Saugroboter in irgendeinem Test war. Der fuhr täglich in unserer Abwesenheit durch die Wohnung, was für die Praxis bedeutet hat, dass wir abends sicher gestellt haben, dass es keine Hindernisse für ihn gibt. V.a. Kabel oder Textilien (etwa die vom Sofa runterhängende Kante einer Decke) sind Sachen, die sich gerne mal in die Motorrolle fressen.


    Hilfreich war, dass unsere Wohnung keine Türschwellen hatte. Weniger hilfreich war, dass einige Möbelstücke eine unpraktische Bodenhöhe hatten: es gab eine Kommode und das Sofa, die zum Boden hin in etwa genau Platz in Höhe des Eufys hatten. Ein wenig höher und er hätte problemlos drunter gepasst, ein wenig niedriger und er wäre beim Anschlagen abgedreht – so aber ist er doch gelegentlich mal stecken geblieben.


    Mittlerweile steht er ungenutzt rum aus mehreren Gründen: zum Einen sorgt die Anwesenheit eines Kleinkinds dafür, dass sich doch gerne mal in irgendwelchen Ecken Hindernisse befinden – Socken, kleine Plüschtiere, Papiere und anderer Bastelkram sind Sachen, an denen sich der Saugroboter gerne aufhängt. Dazu kommt, dass wir mittlerweile einen gemütlichen Hochflor-Teppich im Wohnzimmer haben, in dessen Kante sich die seitlichen Drehbürsten des Eufys mit großer Regelmäßigkeit reinwickeln. Zuletzt und von größter Bedeutung: der Schnitt unserer jetzigen Wohnung ist so, dass der Eufy sich ziemlich weit von seiner Ladestation entfernen kann. Da das so ein einfaches und günstiges Modell ist, verfügt das nicht über eine interne Karte der Wohnung. Stattdessen fährt der Saugroboter einfach nur so lange in zufälligen Mustern durch die Wohnung, bis die Batterie leer geht. Daraufhin sucht er das Infrarot-Signal der Ladestation, das von dieser in einem weiten Winkel abgestrahlt wird. Leider kommt es in der neuen Wohnung zu oft vor, dass der batterieschwache Eufy am anderen Ende der Wohnung rumgurkt und die Station nicht findet. Dann muss man durch die Wohnung laufen und suchen, in welcher Ecke er dann seinen Geist aufgegeben hat. Diese Faktoren in Summe haben dazu geführt, dass die Nutzung mehr Stress als Erleichterung bringt.

  • Meiner Meinung nach ist das Wichtigste bei Saugrobotern, dass man eine realistische Erwartungshaltung braucht. Der Saugroboter ersetzt nicht komplett das manuelle Saugen. Das kann er nicht. Er ersetzt die regelmäßige Grundreinigung der leicht zugänglichen Stellen (und ja, auch auf normal-üblichen Teppichen incl. Bad). Das kann er dann aber sehr gut.

    Also ja: es ist definitiv eine Erleichtung, aber die Saugarbeit ist man nicht komplett los. Wer das erwartet, wird enttäuscht werden.

  • Wir haben einen Ecovacs Deebot T9+. Tut was er soll und macht das auch sehr gut, verfügt über Kartennavigation und entleert sich selbstständig, hat keine Kamera, Datenschutz ist vom TÜV geprüft.


    Ist seit etwa einem Jahr im Einsatz und bisher sind wir damit swhr zufrieden. :)

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Meiner Meinung nach ist das Wichtigste bei Saugrobotern, dass man eine realistische Erwartungshaltung braucht. Der Saugroboter ersetzt nicht komplett das manuelle Saugen. Das kann er nicht. Er ersetzt die regelmäßige Grundreinigung der leicht zugänglichen Stellen (und ja, auch auf normal-üblichen Teppichen incl. Bad). Das kann er dann aber sehr gut.

    Also ja: es ist definitiv eine Erleichtung, aber die Saugarbeit ist man nicht komplett los. Wer das erwartet, wird enttäuscht werden.

    Völlig richtig.


    Wir haben den Roborock S7 für das Erdgeschoss, d.h. ca. 90m² Küche/Esszimmer, Wohnzimmer, Flur und Gäste-Bad. Er fährt jeden Tag und sorgt für eine Grundsauberkeit (saugen und wischen). Er schätzt es, wenn ich die Gardinen hochnehme und die Stühle auf den großen Esstisch stelle. Den hochflorigen "Kuschel"-Teppich beim Sofa mag er nicht, was ich wiederum gut verstehen kann - geht mir genauso. Dafür hat er auch eine Sperrzone. Per App geht das Einrichten weiterer Sperrzonen super schnell, so dass auch die Kinder mal ihre Puzzles, Lego und Gedöns stehen lassen können.


    Ich hatte mich aus rein optischen Gründen gegen die "Waschanlage" (Max) entschieden, würde da aber bei einem neuen Kauf darüber nachdenken. Ich habe kein Problem damit Rocky alle zwei Tage zu reinigen, aber es wäre schon besser, dass wenn ich das vergesse, ihn von unterwegs auch zum Wischen schicken zu können. #FirstWorldProblems.


    Ich will eigentlich nicht wirklich darauf verzichten. Als Vorarbeiter nach einer Feier (alle Gäste raus, Rocky an) oder für den Alltag ist der schon extrem praktisch. Effektive Zeitersparnis Rocky (regelm. Reinigung + Vorbereitung der Fläche + 14-tägig Wischen und Saugen) vs. Gerrit (wöchentlich Wischen und Saugen) vielleicht 40%.

    Mit Gewaltlosigkeit hat noch nie jemand etwas erreicht. (Montgomery Burns)

    Ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Präsident der EZB. (Das Känguru)


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  • Meine Erfahrung mit einem Saugrobotor:


    Wenn der fährt und gerade niemand guckt, ist das definitiv der Zeitpunkt, an dem einem Kater ein Missgeschick neben das Katzenklo passiert. Und genau dann wird dieser verdammte Roboter da durchfahren. Und Streifen in der ganzen Wohnung hinterlassen :rolleyes:


    Seit wir ein Kleinkind haben, das tagtäglich überall Spielzeug verteilt, hat sich das Thema bei uns erstmal erledigt. Davor war es - abgesehen von obiger Anekdote - eine nette Ergänzung der Wohnungsreinigung. Einen normalen Staubsauger kann man damit aber keinesfalls komplett ersetzen :)

  • und dem Stromverbrauch

    Das hatte ich mir vorher auch angeschaut und bin mir relativ sicher Berichte gelesen zu haben, dass es keinen Mehrverbrauch gegenüber normalen Staubsaugern gibt. Der normale Staubsauger hat deutlich mehr Leistung, wodurch der Verbrauch im Einsatz deutlich höher ist, als beim Roboter.

  • Das hatte ich mir vorher auch angeschaut und bin mir relativ sicher Berichte gelesen zu haben, dass es keinen Mehrverbrauch gegenüber normalen Staubsaugern gibt.

    Wenn ich sehe, wie planlos Saug- oder Wischroboter durch die Gegend gurken und dabei die eine Stelle fünfmal saugen/wischen und die andere gar nicht, dann fällt mir das schwer zu glauben. Also im Sinne von "kein Mehrverbrauch in der realen Praxis". Denn dass man Tests auch so gestalten kann, dass eher ein gewünschtes Ergebnis rauskommt, sollte ja spätestens seit den Verbrauchs- und Abgastest für Autos Allgemeingut sein.

    Riesige Unterschiede beim Verbrauch würde ich allerdings auch nicht erwarten. Davon würde ich einen Kauf nicht abhängig machen.

  • Lohnt sich auf jeden Fall, wenn man viele Flächen hat die auch gut erreichbar sind. Am besten alles auf einem Stockwerk und geöffnete Türen.


    Unser alter Saugroboter hat langsam keinen Akku mehr und das manuelle Auf-und Abbauen des Wischroboters hat den Reinigungsanteil bei uns in Grenzen gehalten.


    Jetzt haben wir einen Dreame Saug-Wischroboter mit Station. Kostet zwar an die 1000€, dafür macht es alles vollautomatisch. Die Erkennung von Gegenständen, Teppichen etc. ist auch um einiges weiter als noch vor Jahren. Das klappt wirklich gut. Regelmäßig muss man manuell nur das Wasser in der Station wechseln. Bei uns fährt er alle 2 Tage und das reicht mit dem Wasser locker für eine Woche. Ansonsten meldet er sich auch per App, wenn ihm was fehlt :)

  • Das hatte ich mir vorher auch angeschaut und bin mir relativ sicher Berichte gelesen zu haben, dass es keinen Mehrverbrauch gegenüber normalen Staubsaugern gibt.

    Wenn ich sehe, wie planlos Saug- oder Wischroboter durch die Gegend gurken und dabei die eine Stelle fünfmal saugen/wischen und die andere gar nicht, dann fällt mir das schwer zu glauben. Also im Sinne von "kein Mehrverbrauch in der realen Praxis". Denn dass man Tests auch so gestalten kann, dass eher ein gewünschtes Ergebnis rauskommt, sollte ja spätestens seit den Verbrauchs- und Abgastest für Autos Allgemeingut sein.

    Riesige Unterschiede beim Verbrauch würde ich allerdings auch nicht erwarten. Davon würde ich einen Kauf nicht abhängig machen.

    Was man vielleicht dazu sagen kann: herkömmlichliche Staubsauger haben ja daher einen ziemlich hohen Stromverbrauch, weil sie eine sehr starke Saugkraft aufbauen. Staubsauger-Roboter (wie auch Akku-Staubsauger) saugen weniger stark, nutzen aber zusätzlich eine Motorrolle, um Staub und Dreck vom Boden aufzulesen. Aber klar, der Staubsauger-Roboter wird deutlich mehr Betriebsstunden pro Jahr haben als ein herkömmlicher Staubsauger, also kann es schon sein, dass das in der Praxis keinen großen Unterschied macht. Am stromsparendsten wird man mit einem Akku-Staubsauger unterwegs sein, die ja mittlerweile auch ziemlich anständig saugen.

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  • Roborock

    Wir haben auch den 6er und der hat 2 große Vorteile:


    1. er wischt auch, was insbesondere in der Pollenflugzeit hilft. Und es sieht einfach jeden Morgen gut aus. Ersetzt zwar nicht kein ordentliches manuelles Wischen, aber verlängert massiv die Intervalle ;)


    2. er hat keine Kamera drauf. Andere Geräte machen Fotos von Objekten und laden diese anonymisiert hoch, damit daraus die Software lernt Objekte zu erkennen und einzuordnen. Gerade bei chinesischen Geräten bin ich da sehr vorsichtig. Der Roborock erkennt mittels Infrarot, ob etwas im Weg steht.


    Würde ich jederzeit nochmal kaufen!

  • Das hatte ich mir vorher auch angeschaut und bin mir relativ sicher Berichte gelesen zu haben, dass es keinen Mehrverbrauch gegenüber normalen Staubsaugern gibt.

    Wenn ich sehe, wie planlos Saug- oder Wischroboter durch die Gegend gurken und dabei die eine Stelle fünfmal saugen/wischen und die andere gar nicht, dann fällt mir das schwer zu glauben. Also im Sinne von "kein Mehrverbrauch in der realen Praxis". Denn dass man Tests auch so gestalten kann, dass eher ein gewünschtes Ergebnis rauskommt, sollte ja spätestens seit den Verbrauchs- und Abgastest für Autos Allgemeingut sein.

    Riesige Unterschiede beim Verbrauch würde ich allerdings auch nicht erwarten. Davon würde ich einen Kauf nicht abhängig machen.

    Die Zeiten von planlos saugen sind bei Markengeräten schon länge vorbei. Die Apps und Steuerung sind schon sehr gut geworden.

    Möchte unseren S5Max nicht mehr missen.

  • Das hatte ich mir vorher auch angeschaut und bin mir relativ sicher Berichte gelesen zu haben, dass es keinen Mehrverbrauch gegenüber normalen Staubsaugern gibt.

    Wenn ich sehe, wie planlos Saug- oder Wischroboter durch die Gegend gurken und dabei die eine Stelle fünfmal saugen/wischen und die andere gar nicht, dann fällt mir das schwer zu glauben. Also im Sinne von "kein Mehrverbrauch in der realen Praxis". Denn dass man Tests auch so gestalten kann, dass eher ein gewünschtes Ergebnis rauskommt, sollte ja spätestens seit den Verbrauchs- und Abgastest für Autos Allgemeingut sein.

    Riesige Unterschiede beim Verbrauch würde ich allerdings auch nicht erwarten. Davon würde ich einen Kauf nicht abhängig machen.

    Das ist bereits viele Jahre her, dass die Saugroboter planlos herumgefahren sind.


    Wir haben seit mehreren Jahren einen Roborock mit Wischfunktion und er hat den Staubsauger komplett ersetzt. Fürs grobe Wischen reicht er, aber um gründlich zu wischen braucht man dennoch einen richtigen Wischmob. Zum Saugen in den unzugänglichen Stellen haben wir Ersatzweise noch einen Dreame V9. Der wird dann auch genutzt, um im Auto zu saugen.


    Der Roboter fährt dann, wenn keiner zu Hause ist. Dann sollten aber natürlich keine "aufsaugbaren" Gegenstände herumliegen.

  • Wir haben jetzt seit 3 Jahren und 2 Monaten (vorhin nachgeschaut) einen DynaSun Home E30B. Er hat damals 240€ gekostet, was auf jeden Fall eher Niedrigpreissegment ist für einen Saugroboter, und tut heute noch täglich seinen Dienst, in dem er 1x das komplette Untergeschoss saugt. Er arbeitet sehr zuverlässig, hat eine gute Saugkraft, erklimmt mühelos auch hohe Steigungen wie Teppiche, Kanten usw., bleibt automatisch vor Treppen stehen und fährt wieder zurück sowie stößt nur leicht an Hindernisse und umfährt sie dann. Eine Wischfunktion hat er auch, welche wir aber nicht nutzen. Die Fernbedienung ist okay, einmal übers Handy eingestellt braucht man sie aber eigentlich gar nicht mehr. Leider ist er nirgendwo mehr erhältlich, da die Serie ausgelaufen ist. Ich würde mich aber, sollte er irgendwann mal kaputt gehen, auch in der Zukunft definitiv wieder für ein DynaSun Gerät entscheiden, da ich vollends davon überzeugt aka zufrieden bin. Beim großen A gibt es aktuell zum Beispiel einen X6 bzw. X610 für 199.99€, was dann quasi mein Nachfolgegerät darstellen würde. Einziger potenzieller Nachteil hier: er hat eine Kamera, welche von Mafti schon hier im Thread kritisiert wurde. Musst du selbst entscheiden, ob du dich damit arrangieren könntest.

    Tl;dr: Gute Qualität gibt es nicht nur bei teuren Markengeräten :)
    Lg