Axon Protocol

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  • Ich war sehr interessiert, bin aber nach dem Test auf der Spiel eher geneigt nicht zu backen

    Hier hab ich was zu meinen Eindrücken geschrieben

    Glaube auch ganz abgesehen von allen Balance bedenken das es ein sehr sehr spezielles Spiel sein wird und wirklich nicht leicht auf den Tisch zu bringen.

    Wenn das später auf dem Gebrauchtmarkt so günstig wie HP:tB gibt kann ich noch immer zugreifen um es der Cyberpunk Brettspielsammlung hinzuzufügen.

  • Ich finde die Idee von dem Spiel sehr interessant.

    Es ist das erste Spiel von den Jungs für 55 € - das klingt doch nett.

    Ich werde dem Spiel eine Chance geben.

  • Hallo zusammen :)

    Ich bin einer der drei Jungs hinter Axon Protocol. Erst einmal ein großes Danke an IamSalvation, dass Du uns auf der Spiel22 besucht hast und Dir die Mühe für ein derart ausführliches Review gemacht hast :)

    Dazu würde ich gerne ein zwei Dinge erklären, insbesondere was das Balancing angeht.
    Du schreibst, dass Du beispielsweise Konsumgüter stärker findest als Drogen, da diese leichter im Spiel zu halten sind bei gleichem Aufwand sie zu generieren. Das stimmt teilweise auch, lässt sich aber mit bestimmten Spielstrategien sehr leicht auch als Vorteil nutzen. Zum einen geben Dir Drogen eine zusätzliche Bewegung - Charaktere auf denen Drogen liegen sind dadurch deutlich mobiler. Konsumgüter geben allerdings keinen Vorteil.

    Dann hast du die Möglichkeit Drogen auf Character zu platzieren, die ausschließlich jemand anderem nützen. Nehmen wir als Beispiel mal einen Konzern, der mit Scandal Punkte generiert und die Reporterin ist im Spiel. Da kann sich die Alte in ihrer Freizeit reinpfeifen was sie will, der andere Spieler wird auf jeden Fall verhindern wollen, dass sie stirbt weil sie ihm zuverlässig Resourcen verschafft. Zumal einen Character zu töten auch oft damit einhergeht dass man in der Runde nichts anderes macht - selbst also auch keine Punkte generiert und sehr oft dafür auch eine Softwarekarte opfern muss. Ganz so kostengünstig ist die Sache also nicht.

    Was die Konsumgüter angeht, so landen diese nur auf einem anderen Character, wenn jemand stirbt. Wenn ich eine Person einfach aus der Stadt schicke, gehen auch die Konsumgüter zusammen mit dem Character aus der Stadt.
    Wie Du siehst gibt es durchaus Möglichkeiten vermeintliche Nachteile auch zum Vorteil zu nutzen :)

    Im Bezug auf die Übersichtlichkeit und vor allem der Anzahl der NPCs im Spiel hat dir das Demospiel möglicherweise einen falschen Eindruck vermittelt. Gespielt wird anfangs mit einem Character pro Spieler. Über Phishing kann man weitere Character ins Spiel holen, wenn man eine Softwarekarte bezahlt. In vielen vielen Demospielen hat sich das eigentlich immer so ergeben dass man im Laufe des Spiel irgendwann bei 1,5 bis 2,5 Character pro Spieler landet. Sicher kann es jemand drauf anlegen möglichst viele Character ins Spiel zu bringen, würde dann aber eben nichts anderes tun (und vor allem auch keine Punkte generieren weil er nur damit beschäftigt ist).

    Ich hoffe das hat ein klein wenig Klarheit bringen können :)
    Im Messestress war es leider nicht immer möglich in einer kurzen Demorunde alle Facetten des Spiels zu erklären. Gerade Freitag und Samstag mussten wir ziemlich an der Erklärzeit schrauben, damit jeder Interessent an unseren beiden kleinen Demotischen auch mal kurz spielen kann. Wir haben einfach nicht mit SO viel Interesse gerechnet.


    Dann kurz zu Joachim, was genau findest du denn langweilig? Die Routinen? Das Prinzip des Hackens? Wir würden uns da wirklich über Feedback freuen, vielleicht kann man es mit kleinen Änderungen ja auch für Dich noch spannend machen :)


    Und natürlich ein ganz ganz großes Danke an alle die uns bisher in der Kampagne unterstützt haben (laut Stats bisher zwei Leute hier ausm Forum). Dafür unbekannterweise vielen vielen Dank an euch beide :)

  • Im Bezug auf die Übersichtlichkeit und vor allem der Anzahl der NPCs im Spiel hat dir das Demospiel möglicherweise einen falschen Eindruck vermittelt. Gespielt wird anfangs mit einem Character pro Spieler. Über Phishing kann man weitere Character ins Spiel holen, wenn man eine Softwarekarte bezahlt. In vielen vielen Demospielen hat sich das eigentlich immer so ergeben dass man im Laufe des Spiel irgendwann bei 1,5 bis 2,5 Character pro Spieler landet. Sicher kann es jemand drauf anlegen möglichst viele Character ins Spiel zu bringen, würde dann aber eben nichts anderes tun (und vor allem auch keine Punkte generieren weil er nur damit beschäftigt ist).

    In wie fern falschen Eindruck? Wie haben mit einem Character pro Spieler gestartet und dann konnten bis zu 4 zusätzlich pro Runde rein kommen. In unserem Spiel das wegen der Demo auf halber länge war hatten wir am Ende schon 10 Characters dort liegen. Wenn in einem längeren Spiel auch Leute sterben oder die Stadt verlassen mag das etwas zur Übersicht beitragen, allerdings wechseln dann ja auch Routinen und Eigenschaften - und es ist ja nicht so das die Characters übersichtlich wären. die meisten hatten 3-6 Eigenschaften/Symbole + Mehrere Zeilen Text für die Routinen.


    Wenn ich eine Person einfach aus der Stadt schicke, gehen auch die Konsumgüter zusammen mit dem Character aus der Stadt.

    Das gilt aber für alle anderen Ressourcen auch oder nicht?

    Dann hast du die Möglichkeit Drogen auf Character zu platzieren, die ausschließlich jemand anderem nützen. Nehmen wir als Beispiel mal einen Konzern, der mit Scandal Punkte generiert und die Reporterin ist im Spiel. Da kann sich die Alte in ihrer Freizeit reinpfeifen was sie will, der andere Spieler wird auf jeden Fall verhindern wollen, dass sie stirbt weil sie ihm zuverlässig Resourcen verschafft. Zumal einen Character zu töten auch oft damit einhergeht dass man in der Runde nichts anderes macht - selbst also auch keine Punkte generiert und sehr oft dafür auch eine Softwarekarte opfern muss. Ganz so kostengünstig ist die Sache also nicht.

    Dann kann der Spieler, der durch Konsumgüter Punkte bekommt erst recht einen turn darauf verwenden die Reporterin umzubringen weil er dann direkt Punktequellen von 2 Spielern beseitigt.

    Wenn ich meine Drogen auf den Konsumgüter Inhaber lege ist das dem Konzern auch recht egal, er kann ihn ja einfach umbringen, wird meine Drogen los und die Konsumgüter wandern auf den Character der den Mord begangen hat. Wo die sind ist ihm ja im Endeffekt egal. Das kommt nämlich noch dazu: Konsumgüter kann so gut wie jeder Character besorgen, Drogen können nur von weniger Leuten besorgt werden. Dadurch ist es für einen Konsumgüter Konzern leichter seine Punkte auf verschiedene Leute zu verteilen.

    Wir hatten bei uns die Situation das 2 Spieler ein "Drogen Opfer" am leben halten wollten, das klappt aber selbst wenn es zwei wollen nicht zwingend unendlich lang, erst recht nicht bis zum Ende eines langen Spiels. Es mag aber sein das dort irgendwas falsch erklärt wurde oder wir etwas falsch verstanden haben.


    Vielen Dank übrigens das du dir die Mühe machst hier zu Antworten.

    Ich denke auch noch drüber nach es zu backen, ich mag das Cyberpunk Setting sehr.

    Ich weiß momentan nur nicht mit wem ich das Spielen sollte. Für "Casual" Spieler sind es viel zu viele Regeln und das Spiel zu lang und in einer Gruppe von "Experten Spielern" wird es wahrscheinlcih allen zu sehr "Take that" sein mit dem töten der Charaktere und den Programmkarten.

  • Ich weiß nicht ob die "Take that"-Elemente so krass werden. Die Autoren haben offenbar versucht, dass sich die Spieler in gegenseitige Abhängigkeiten verstricken (siehe oben, die drogensüchtige Bild-Reporterin). Ob Ihnen das gelungen ist werden wir in einem Jahr (hoffentlich =D) sehen können.

    Ich denke für meine Gruppe kann das gut funktionieren (einige Kenner+, andere Expertenspieler), gerade wenn man das zu 6. in 2h gespielt kriegt (in der zweiten Partie, nicht erst in der 12ten), wäre das cool.

    Wahrscheinlich macht es Sinn die erste Partie zu 3. oder zu 4. zu spielen. Dann ist die Characterflut auf dem Board nicht so groß und man kann sich einlesen.

    In einer Gruppe harter Eurogamer die sonst nur Lacerdas oder Through the Ages spielen, wird das Spiel wahrscheinlich einen schweren Stand haben.

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  • Ich weiß nicht ob die "Take that"-Elemente so krass werden.

    Ich schon, ich habs gespielt.

    Und schon die Grundmechanik von "wenn jemand stirbt sind alle Ressourcen weg" (bis auf Konsumgüter) sorgt dafür das du im Endeffekt mit einer Aktion einem anderen Spieler einfach alle Punkte wegnimmst die er sich über X Turn erarbeitet hat. Das finde ich schon schwer zu überbieten was Take That angeht - die Programm Karten kommen dann noch als Sahnehäubchen an mehr Take That drauf.

  • .... sorgt dafür das du im Endeffekt mit einer Aktion einem anderen Spieler einfach alle Punkte wegnimmst die er sich über X Turn erarbeitet hat.

    Aber auch nur wenn alles auf einer Karte liegt oder? Also man würde ja nicht 40 Skandale auf einer Karte ansammeln, sondern das versuchen zu streuen?

  • Aber auch nur wenn alles auf einer Karte liegt oder? Also man würde ja nicht 40 Skandale auf einer Karte ansammeln, sondern das versuchen zu streuen?

    Klar versucht man es, möglich ist das aber nicht immer zwingend - es kann ja nicht jeder Character jede Art von Markern produzieren und die Mitspieler können ja auch einen der Chars nehmen wegen einer anderen Fähigkeit. Aber selbst wenn du es auf 2 oder 3 Verteilst, ein Spiel in dem man durch eine recht einfache Aktion eines Mitspielers 30-50% aller Punkte verliert ist noch immer sehr sehr heftig Take That. (Zumindest aus meiner Sicht, gibt da sicherlich unterschiedliche Ansichten was viel oder wenig ist)