21.11.-27.11.2022

  • Dee, wie gehabt sehr sehr gute Qualität der Beiträge und auch sehr ausführlich, aber den Beitrag zu Cookie Champion hast du schon Anfang des Monats gesendet ;-).

    Bereits im Juli konnte ich den Prototypen von „Cookie Champion“ von Stefan Malz und Louis Malz spielen. malzspiele bot mir an, einen zweiten Test via Tabletopia zu fahren, da sich auch Kleinigkeiten geändert hatten.

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  • aber den Beitrag zu Cookie Champion hast du schon Anfang des Monats gesendet ;-).

    War nur ein Test, ob meine Beiträge gelesen werden. ;) Danke fürs aufmerksame Lesen. Da sind meine Aufzeichnungen wohl durcheinander geraten.


    Gruß Dee

  • Heute kam #Tiletum das erste Mal auf den Tisch zu zweit. Insgesamt hat es ca. 2 Stunden gedauert. Der Ersteindruck ist bei uns beiden sehr gut. Simone Luciani und Daniele Tascini haben ein elegantes Spielgefühl erzeugt. Es waren spannende Entscheidungen zu treffen mit jedem Würfel, den wir gewählt haben vom kombinierten Ressourcen- und Aktionen-Rondell (immer sieben, aber die Augenzahl zeigt die Anzahl der Ressourcen, die gegenüberliegende Würfelseite die Aktionspunkte). Die Würfelfarbe zeigt die Ressourcenart. Uns erschien es auch abwechslungsreich, denn alle Bonusplättchen werden zufällig gezogen wie auch die Personen, die in unsere Häuser einziehen und Aktionen verstärken können wie auch die Aufträge, die reichlich Siegpunkte bringen. Das Freischalten des eigenen Tableus war ebenfalls interessant.

    Thematisch war es jetzt nichts Besonderes: wir bauen an Kathedralen und Häusern, treiben Handel und bewegen uns dabei durch Europa.

    Insgesamt runde Sache. 8 Punkte und dann mal schauen, wo es langfristig landet.


    Bei näherer Betrachtung ist es sogar recht schön anzuschauen:



  • Auch bei mir kamen ein paar Spiele auf den Tisch:


    #RococoDeluxe


    Rococo kam in der Deluxe Variante zu viert auf den Tisch. Das Spiel sieht nicht nur gut aus, sondern spielt sich auch hervorragend. Die gleichzeitige Auswahl der Aktionskarten zu Beginn jeder Runde ist ein hervorragender Mechanismus hat meiner Meinung nach jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile. Zum einen kann man natürlich durch das kleinhalten (oder verkleinern) des Decks bereits in die nächste Runde planen, zum Anderen führt es aber zu Situationen in denen die geplante Aktion (bzw. bestimmte Stoffe oder Kleider) nicht mehr Verfügbar ist, was die Überlegungen des Rundenbeginns ein wenig zu Nichte macht und zu erhöhter Downtime durch neues Überlegen führt. Dies kann man wiederum durch das besuchen der Königin und somit dem Erhalt des Startspielermarkers umgehen. Alles in allem also nicht so schlimm. Da einer unserer Mitspieler allerdings recht stark zu AP neigt hat es sich trotzdem manchmal in die Länge gezogen. Ich hatte mir relativ schnell eine Strategie ausgedacht um dem bei mir eher unbeliebten Area-Control Aspekt möglichst gut aus dem Weg zu gehen. So hatte ich recht schnell ein komplettes Set an Kleidern im Bereich des Königs, wozu ich dann auch noch die beiden 3er Feuerwerksmultiplikatoren gekauft hatte und so in diesen beiden Bereichen die Mehrheiten Wertung gewinnen konnte. Danach (und um die Feuerwerke zu finanzieren) habe ich eine extreme Geld-Strategie gefahren und möglichst viele Kleider verkauft. Mit einer zusätzlichen Aktionskarte, welche mir erlaubte Geld in Siegpunkte zu verwandeln konnte Ich so kurz vor der Schlusswertung 20 Siegpunkte generieren. Am Ende wurde ich dann mit 69 Punkten zweiter.


    Fazit: Tolles Spiel, würde ich jederzeit wieder mitspielen (bis maximal 4, da hier die Downtime schon grenzwertig war), brauche ich aber nicht in der Sammlung.


    #HeatPedaltotheMetal


    In gleicher Besetzung gab es dann auch das inzwischen von mir gekaufte Heat. Was für ein fantastisches Spiel. Das Rennen in Italien war bis zur letzten kurve super spannend. Diese Kurve habe ich aus mir unbekannten Gründen nicht wahrgenommen. Ich dachte ich wäre bereits auf der Zielgeraden und habe 3 Stress Karten gespielt. Die verwunderten Blicke der Anderen über meine Freude nachdem diese 3,4,4 lauteten haben mich dann realisieren lassen was gerade geschah. So habe ich also nicht nur die Kurve versaut, sondern auch meine guten Karten in den Sand gesetzt. Ich habe es schlussendlich nicht mal bis an die Ziellinie geschafft.


    Zum Sonntagskaffee habe ich dann den Solo-Modus und die Wetter- und Garagenmodule ausprobiert und bin direkt 4 Rennen hintereinander gefahren. Dieses Spiel macht Solo einfach richtig Laune. Ich freue mich bereits auf die Meisterschaftsmodule die ich hoffentlich als nächstes testen kann.


    Ebenfalls am Sonntag gab es eine Zweier Partie mit meiner Freundin. Leider hat Ihr das Spiel ("Das ist so ein richtige Männerspiel") nicht gefallen und so möchte ich nicht wirklich einschätzen wie viel Potential es zu zweit hat. Ich kann allerdings festhalten, dass mir die Bots hier relativ egal waren und so wäre meine vorsichtige Einschätzung, dass ich es tendenziell eher alleine oder mit 4+ Spielern spielen würde.


    Fazit: Vielleicht habe ich Turing Machine zu früh zum Spiel des Jahres gemacht?


    #Cascadia


    Zu guter Letzt gab es dann noch ein Duell in Cascadia, welches meine Freundin in mit 81:79 für sich entscheiden konnte. Hier hatten wir beide keine besonders guten Kombinationen aufgebaut und so blieben die großen Punkte aus. Cascadia bleibt eines dieser Spiele von denen ich froh bin Sie im Regal zu haben. Flott gespielt, tolles Artwork, tolle Tischpräsenz bei gleichzeitig relativ wenig Platzbedarf und funktioniert in jeder Konstellation.


    Fazit: Cascadia war, ist und bleibt ein Wohlfühlspiel.

  • Ebenfalls am Sonntag gab es eine Zweier Partie mit meiner Freundin. Leider hat Ihr das Spiel ("Das ist so ein richtige Männerspiel") nicht gefallen und so möchte ich nicht wirklich einschätzen wie viel Potential es zu zweit hat. Ich kann allerdings festhalten, dass mir die Bots hier relativ egal waren und so wäre meine vorsichtige Einschätzung, dass ich es tendenziell eher alleine oder mit 4+ Spielern spielen würde.

    Gibt es die Bots denn nicht auch im Solo-Spiel oder wie unterscheidet sich dies von der Partie zu zweit? Ich hoffe ja sehr, dass wir es auch zu zweit mögen werden - wird sich leider erst später im Jahr zeigen.

  • Ebenfalls am Sonntag gab es eine Zweier Partie mit meiner Freundin. Leider hat Ihr das Spiel ("Das ist so ein richtige Männerspiel") nicht gefallen und so möchte ich nicht wirklich einschätzen wie viel Potential es zu zweit hat. Ich kann allerdings festhalten, dass mir die Bots hier relativ egal waren und so wäre meine vorsichtige Einschätzung, dass ich es tendenziell eher alleine oder mit 4+ Spielern spielen würde.

    Gibt es die Bots denn nicht auch im Solo-Spiel oder wie unterscheidet sich dies von der Partie zu zweit? Ich hoffe ja sehr, dass wir es auch zu zweit mögen werden - wird sich leider erst später im Jahr zeigen.

    Doch, aber sie sind mir halt vollkommen egal. Wenn ich mit echten Mitspielern spiele dann will ich diese besiegen. Ob ich dabei gegen 4 Bots verliere (Ich habe in unserer Partie sogar gewonnen) ist mir persönlich in dem Moment egal. Daher für mich Solo interessant weil ich natürlich gewinnen will und in einer größeren Konstellation auch wieder weil mehr echte Mitspieler.


    Um es zusammenzufassen: Solo zählt für mich nur der Sieg, mit Mitspielern nur der Sieg gegen diese, daher werden die Bots hier zu Mitteln zum Zweck um fehlende Mitspieler zu ersetzen, während sie Solo meine Konkurrenz sind.

    Einmal editiert, zuletzt von Rotereber ()

  • ein kleiner Spieletag heute konnte aber die Woche noch retten

    wenn so der Kleine Spieletag aussieht, will ich dann wissen was bei einem großen alles auf dem Tisch liegt :D ?


    Da zeigt sich wieder die unterschiedliche Wahrnehmung unseres Hobbys der verschiedenen Personen!


    Respekt für die 4 Spiele und wir drücken die Daumen, das es in der kommenden Wochen wieder mehr wird, wenn aktuell bei dir eine ruhigere Phase ist (will ja keiner hier regelmäßig nen St. Peter machen müssen :P ).

  • wenn so der Kleine Spieletag aussieht, will ich dann wissen was bei einem großen alles auf dem Tisch liegt :D ?




    Respekt für die 4 Spiele und wir drücken die Daumen, das es in der kommenden Wochen wieder mehr wird, wenn aktuell bei dir eine ruhigere Phase ist (will ja keiner hier regelmäßig nen St. Peter machen müssen :P ).

    Tiletum war nicht mal Teil des einen Tages, das kommt aus meinem Beitrag nicht hervor. Die letzten drei Spiele wurden aber an einem Tag gespielt. Ich hoffe auch, dass bald wieder bessere Zeiten folgen. Ich habe in den letzten zwei Wochen nicht einmal eine Solo-Partie von irgendwas geschafft. Beruflich war einfach zuviel zu tun. Aber der Dezember wird hoffentlich tatsächlich ruhiger.

  • Letzte Woche Spieletreff im Bergischen Land von DO bis SO. Gespielt habe ich dabei unter anderem (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    #Hitster (3 Partien)

    Ganz großes Kino. Man hört ein Musikstück und soll das Jahr, aus dem das Stück stammt, Anno-Domini-like in der richtigen Reihenfolge zwischen andere Stücke einsortieren. Dabei hat jeder seine eigene Kartenreihe. Man deckt sofort auf und vergleicht, ob man richtig liegt und die Karte behalten darf. Liegt man falsch, muss man die Karte wieder ablegen. Wer zuerst 10 Karten vor sich hat, gewinnt. Wobei wir die Runde fairerweise immer zuende gespielt haben, damit jeder gleich oft dran war.

    Die erste Partie am Freitag Abend mit 10 Personen, die zweite Partie am Samstag Abend ebenfalls mit 10 Personen, und dann am Sonntag Mittag noch mal eine Partie mit 7 Personen als Abschluss des Treffs, bevor wir alle heimfuhren. In der ersten Partie wurde ich knapp Zweiter mit 9 Karten. (Ich weiß nicht mehr, welches Lied ich falsch einsortierte.) In der zweiten Partie war ich am Ende einer von Zweien mit 10 Karten, so dass wir ein Stechen austrugen. Hier scheiterte ich leider an Westerland von den Ärzten. ich hatte vor mir u. a. die Karten 1987 und 1991 liegen. Die ersten Alben der Ärzte kannte ich alle, aber nach "Die Ärzte" hatte ich die Band aus den Ohren verloren. Das Lied Westerland lernte ich erst spät in den 90ern kennen. Insofern hatte ich hier keine Ahnung, wo es hingehörte. Ich legte die Karte rechts von der 1991, aber richtig war 1988. Mein Kontrahent verwandelte seinen "Matchball" und gewann.

    Am Sonntag scheiterte ich dann erneut an den Ärzten und auch noch an den Toten Hosen. Eigentlich peinlich. Meine ersten 3 Karten waren 2004, 2008, 2013. Dann kam "Tage wie diese" von den Hosen. Ich war mir sicher, dass es während einer Fußball-WM rauf und runter lief. 2010 konnte es nicht gewesen sein, also ging ich von 2014 aus. Unklar war mir aber, ob das Lied zu dem Zeitpunkt neu oder schon 1-2 Jahre alt war. Ich entschied mich, dass es von 2014 sein müsste und legte es rechts neben die 2013. Leider falsch, es war 2012. Und dann klärte mich ein Mitspieler auf, dass das Lied nicht bei der WM 2014, sondern bei der EM 2012 ständig gespielt wurde. Ach ja, ich Depp, es gibt ja auch noch EM-Turniere ...

    Eine Runde später, ich hatte immer noch 2004, 2008, 2013, kamen dann die Ärzte mit "Junge". Und wieder wusste ich es nicht genau, ich tippte auf 2009 und legte die Karte rechts neben die 2008. Tja, es war dummerweise 2007. Damit war ich definitiv raus aus der Partie. Wieso hatte ich nicht sowas wie 1965, 1977, 1982, 1999, 2015 vor mir liegen, als diese Lieder kamen? Dann hätte ich sie richtig gehabt. An dieser Stelle braucht man halt auch etwas Glück, keine Frage. Aber wir hatten permanent viel Spaß, Hitster war das Highlight des Wochenendes.

    Dummerweise ist die Box nun aber auch schon quasi durchgespielt. Hier werden dringend viele Erweiterungen benötigt! Mal sehen, ob ich mir nicht selbst eigene Editionen basteln kann. Einen Spotify-Link in einen QR-Code umzuwandeln, sollte kein Hexenwerk sein. Allerdings weiß ich noch nicht, ob mein Drucker QR-Codes sauber genug ausdruckt, um sie lesen zu können. Muss ich mal ausprobieren - und dann zwischen den Jahren mal 2000 Karten oder so basteln ... :/

    #Dorfromantik (2 Partien)

    Jeweils Einführungspartien für Menschen, die es noch nicht kannten, zu fünft und zu dritt. Kam auch hier überall sehr gut an. Innerhalb der ersten 24 Stunden des Treffs wurde das eine vorhandene Exemplar schon ca. 6x gespielt.

    #CalderaPark (1 Partie)

    3 Personen. Mehrspieler-Solitär-Optimierungsaufgabe mit indirekter Interaktion. Fantastisch! Fühlt sich ein wenig an wie ein etwas einfacheres Calico. Da mir Calico eine kleine Spur zu verkopft ist, passt es hier bei Caldera Park ganz wunderbar für mich. Würde ich jederzeit wieder mitspielen und auch aktiv vorschlagen.

    #KuZOOka (1 Partie)

    4 Personen, für alle außer mir die Erstpartie, also war erst mal langsames Eingrooven angesagt. Nach 3 Durchgängen ohne Erfolgserlebnis beschlossen wir einen Neustart. Und siehe da, nun klappte es so langsam. Wir schafften Runde für Runde einen Fortschritt und hätten das Spiel in der vorletzten Runde vorzeitig gewinnen können, sogar mit 3 der 6 Farben. Aber niemand war dazu mutig genug, so dass wir in die letzte Runde gingen - und dort scheiterten. Diesmal nicht an uns selbst, sondern an der Kartenverteilung, da wir tatsächlich in keiner der 6 Farben die nötige Anzahl der Karten gezogen hatten. Immerhin haben wir daraus gelernt, dass man in der vorletzten Runde gerne mal etwas mutiger sein sollte, falls man die Chance auf einen vorzeitigen Gewinn sieht.

    #WildeWorte (1 Partie)

    Ca. 5-6 Personen. Kooperatives Wort-Assoziationsspiel. Eigentlich eine schöne Idee, hat aber leider dasselbe Problem wie das erste Codenames: Während eine Person sich einen Begriff überlegen muss, haben alle anderen Downtime. Insofern für mich nichts, was ich noch mal mitspielen würde.

    #LivingForest mit Erweiterung "Kodama" (1 Partie)

    4 Personen. Nachdem ich die Übersetzung dieses Produkts gerade abgeschlossen hatte, wurde es höchste Zeit, die Erweiterung auch mal auf den Spieltisch zu bringen. Mehrere neue Elemente heben das Spiel auf eine höhere Stufe. Alles ist irgendwie miteinander verzahnt. Nur die Spieldauer war länger als erwartet - was aber wohl vor allem daran lag, dass nach der 3. Runde alle Feuer-Warane im Spiel waren ... ^^ Mir hat das Ding jedenfalls sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächsten Partien, vermutlich noch in dieser Woche.

    #FeedTheKraken (1 Partie)

    9 Personen. Ich kannte es bisher noch nicht und war froh, diese Bildungslücke endlich schließen zu können. War für alle außer dem Besitzer des Spiels die Erstpartie. Das führte dazu, dass alle relativ zurückhaltend agierten und nicht zu früh ihre Fraktion verraten wollten, weil niemand so genau wusste, wie das Spiel ablaufen würde. Am Ende gewannen die blauen Matrosen, nicht zuletzt auch deshalb, weil der Kultist sich einen der 3 Piraten in sein Team holte und die 2 verbliebenen Piraten danach zu schwach waren. Tolles Spiel, was ich aber auch so erwartet habe.

    #TheHunger (1 Partie)

    3 Personen. Für mich die 3. Partie, für die anderen beiden die Erstpartie, weshalb wir auf der Anfängerseite spielten. Ein Mitspieler ging schon früh auf die Jagd und bewegte sich später auch nur halb in die Ebene hinein, um mit seinem langsamer werdenden Deck wieder ins Schloss zurückzukommen. Ein anderer Mitspieler dagegen kaufte früh ein paar Bewegungskarten und lief hoch bis zur Rose. Ich ging auch bis in den Wald, aber nicht bis zur Rose, sondern kümmerte mich um das Verschlingen einiger Menschen. Nach ca. 10 Runden lag ich punktemäßig weit zurück, aber in den letzten Runden konnte ich noch viel aufholen, da ich jede Runde noch einmal jagen konnte, während die anderen beiden jeden Bewegungspunkt zum Bewegen brauchten und nicht zum Jagen ausgeben konnte. Da ich unterwegs mehr Jagdziele eingesammelt hatte, konnte ich noch knapp gewinnen.

    Morgen geht es zum nächsten Spieletreff, diesmal ins Sauerland. Ich freu mich schon. :)

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

    3 Mal editiert, zuletzt von Thygra ()

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  • Fort– 4 Partie


    Es ist mal wieder Fort auf den Tisch gekommen. Dieses nette kleine Deckmanagementspiel ist vor allem wegen des Themas einfach super. Als Kind eine große Festung bauen und dabei Pizza ohne Ende essen und Spielzeuge anhäufen. Die Kinder mit den man nichts macht können dabei leicht von den anderen überzeugt werden lieber bei ihrem Fort mitzuhelfen, Spielregeln während dem Spiel manipulieren und wer am Schluss das coolste und mächtigste Fort gebaut hat, gewinnt. Ich finde das Thema kommt auch gut durch. Leider war es in dieser Runde mit zwei neuen etwas mechanischer als die 3 Partien davor. Lag aber sicher daran, dass dies eher wenig Spielende waren und so stark der Fokus jede Runde darauf gelegt werden musste was darf ich machen und wie funktioniert es mechanisch. Spaß hat es trotzdem gemacht, auch wenn dieses Mal es etwas nüchterner abgelaufen ist. Es hat aber auch etwas Glück im Spiel wegen der Aktion folgen. Wenn du einfach immer unpassend ziehst, schaust du bei manchen starken Aktionen der Mitspielenden ziemlich in die Röhre

    7/10



    Keep the heroes out!– 5&6 Partie – Koop


    Achtung das Spiel ist kein Dungeon Crawler, was ich schon von manchen gehört habe, sondern ein „Tower“-Defense Spiel. Wir spielen auf 2/2 also mittlere Schwierigkeit. Die Regelerkenntnis, dass die Bogenschützinnen nur Richtung Schatzkammer beim ins Spiel komm Effekt schießen hat das Spiel nur minimal einfacher gemacht. Es ist immer noch knallhart. Wir fanden das Spiel klasse, auch wenn wir bis jetzt oft verloren haben. Die Aufmachung und dass das Spiel so schön gestreamlint ist, machen viel aus das sich die doch vorhanden Entscheidungsmöglichkeiten und Aktionen durchaus mächtig anfüllen. Es macht einfach Spaß in dieser Welt etwas zu grübeln.

    8/10


    Nemesis: Lockdown– 1 Partie – Koop


    Zum Spielregeln lernen erst einmal eine Runde Koop. Nach Durchsicht der Regeln nach dem Spiel alles richtig gespielt und wir sind etwas stolz auf uns 😊. Die Regeln sind voll Okay geschrieben ich komm nur nicht mit der Strukturierung des Regelbuches klar da sich dieses nicht wirklich nach dem Rundenablauf orientiert, sondern einfach eine Aneinanderreihung der Regeln ist. So kommt es mir zumindest vor. Dementsprechend muss man eigentlich immer suchen, wenn etwas unklar ist…

    Hat Spaß gemacht. Waren ein paar schöne Aktionen und Momente dabei. Aber wir haben eigentlich recht locker gewonnen. Gibt es hier eine Möglichkeit das Spiel schwieriger zu machen, wenn wir Koop spielen? Naja, nächste Runde wir mit eigenen Agenden gespielt 😊 Aber insgesamt war es schon spannend zu spielen mit schweren Entscheidungen wie wir mit dem Strom umgehen usw.
    Für die Koopvariante 7.5/10 Punkte erstmal, weil gefühlt zu einfach.

    Einmal editiert, zuletzt von gipsn ()

  • Da bin ich mit meinem Beitrag doch glatt in die falsche Woche gerutscht… :whistling:

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

  • Da bin ich mit meinem Beitrag doch glatt in die falsche Woche gerutscht… :whistling:

    ... und andere rutschen beim Spiel des Monats ebenfalls in den falschen Monat! ;)

  • #SleepingGods

    Im zugehörigen Thread hatte ich ja schon geschrieben. Es hat mir gut gefallen und ich hoffe wir spielen es zeitnah weiter. Weil ... Solo sind mit die 9 Charaktere zu viel ... Aufwand, Fläche die man nicht gleichzeitig im Blick hat ... Keine Ahnung. Auf jeden Fall empfand ich es solo als anstrengend, zu zweit aber gut .


    #DieVergesseneWelt / #TheAncientWorld

    Zu zweit. In 60 Minuten. Mit der ersten Edition auf deutsch von Schwerkraft Endstand 25 zu 26. Das Spiel mag ich gerne. Ich weiß gerade nicht, ob ich die Mechanismen dieses durchaus schon etwas älteren Spiels hier nochmal erklären muss, aber ich will ja Werbung machen:

    • Thematisch sind wir ein kleiner Stadtstaat, der sich die Unterstützung der in Land verbreiteten Stämme (farbige Banner) suchen will und die umherstreifenden, die Stämme bedrohen den Titanen besiegen will
    • Ziel des Spiels ist Set-Collection von farbigen Bannern (thematisch die Unterstützung der verschiedenen Stämme), dafür gibt es Punkte ... Und das ist alles. Kein Siegpunkte-Salat.
    • Sammeln können wir die Banner über das Besiegen der Titanen oder das Errichten von Gebäuden. Beides ist ... teuer
    • Titanen werden über Militärkarten bekämpft... Nur müssen die wegen exponentiell steigender Einsatzkosten regelmäßig abgelöst werden. Dabei vererben sie teilweise ihre Fähigkeiten.
    • Das eigentliche Spiel bestreitet man dann über Arbeitereinsatz. Dabei können besetzte Felder von "höheren" Arbeitern besetzt werden und besonders wichtige Felder haben noch weichere Platzierungs-Regeln.
    • Die Arbeiter muss man Ernähren können... Blöd das die Titanen immer die Gebäude zur Ernährung (oder anderes Einkommen) kaputt machen

    Es handelt sich hier um ein klassisches Kennerspiel. Ich mag es, weil es mit der Set-Collection genau eine Wertung hat. Ich empfinde das als fokussiert. Alle Spieler konkurrieren eigentlich immer um die selben Dinge: Titanen, Gebäude, Militärkarten, neue Bürger. Allerdings lässt das Spiel trotzdem Raum für ein bisschen Strategie... Je nach Gebäuden oder Spezialfähigkeiten die man so bekommt, aber die ist natürlich schwer von der aktuellen Auslage abhängig; also nicht mit einem Experten-Strategiespiel vergleichbar, will es aber auch nicht sein. Außerdem empfinde ich die Anzahl der Worker als nicht so wichtig, weil man von den wichtigeren Aktionen eh nur wenige Bezahlen kann oder das nützliche Angebot schnell kleiner wird.

    Fazit: Kennerspiel mit Ecken und Kanten, welches ich wegen seiner Mechanik und eines Themas aber echt gerne mag.


    #EndlessWinter

    Zu viert, drei Erstspieler, das Grundspiel. Mit Aufbau und Erklärung hat es leider vier Stunden gedauert. Für mich war es bewusst eine Ausprobier-Runde und ich habe nicht mehr fokussiert gespielt sondern mehr situativ halbwegs sinnvolle Aktionen gemacht. Am Schluss hab ich leider eine Zeltfarbe verwechselt und so noch ordentlich Punkte bei den Monumenten liegen lassen (weil ich für mich optimales Timing hätte garantieren können), aber an den Platzierungen hätte dies nichts geändert. Mit 89 Punkten gab es einen dritten Platz, der Sieger landete bei knapp 140. Insgesamt empfand ich es bei unserer Spielzeit als zu viel Downtime und insgesamt zu lang. Aber ich muss leider sagen, es hat mir auch insgesamt nicht besonders gefallen. Mir fehlt da zum Einen etwas der Fokus ... Also klar, die Aktionen und die Sonnenfinsternis und die Boni an der ein oder anderen Stelle ergehen schon eine gute Verzahnung der Mechanik, alle Aktionen, jeder Spielbereich bleibt über die Spielzeit relevant und liefert nicht nur Punkte, sondern sich Ressourcen ... Nur leider hat die Mechanik mich nicht wirklich mitgenommen. Insgesamt passieren mir diese ganzen Spielaspekte wie die Gelände-Expansion, die Jagd, der Monumentbau zu sehr nebeneinander. Das fühlt sich für mich einfach nach Mechanismen-Salat an, aus dem dann halt auch ein Punktsalat wird. Thematisch trägt das für mich nicht, auch wenn das natürlich schön designed ist und (von weiter weg) thematisch auch irgendeinen Sinn ergibt, aber bis ins Spielgefühl hat es das Thema halt leider nicht geschafft. Das ist natürlich persönlich und für mein Gefühl trägt da aber auch der Mechanismen-Salat in der Punktewertung dazu bei; und auch diese Siegpunkteinkommen Felder (im Gelände oder über die Steintafeln) sind sowas von mechanisch. Das allein wäre aber nicht schlimm, würde mich dann wenigstens die Mechanik "wie ich etwas tue" motivieren. Diese hat aber leider auch nicht wirklich gezündet. Das würde ich jetzt aber auch nicht dem Spiel anlasten, sondern das ist einfach mein persönlicher Geschmack. Diese Karten-Mechanik zwischen Aktionsphase und Aufdeckphase ist ja ganz nett, hat mich aber schon bei Dune Imperium nicht begeistert. Die Sonnenfinsternis hat mir dann wiederum ganz gut gefallen. Aber der zweite Steuerungsmechanismus, die Aktionsauswahl mit den Workern, die gefiel mir irgendwie gar nicht. Weil zum Einen laden die mit ihren Optionen die Ressourcen an den Aktionen zu optimieren zum Nachdenken ein, und das zog sich bei uns diesmal ziemlich, und zum Anderen tun die Aktionen (für mich) nichts Spannendes: ich habe halt dann ein Zelt mehr irgendwo stehen oder ein Tier mehr für ein paar Siegpunkte, aber es fühlt sich nicht so an, als könnte ich hier irgendwie epische Züge machen oder vorbereiten ... mein Belohnungszentrum blieb dunkel.

    Fazit: Weder Thema noch Mechanik haben mich abgeholt, dazu war es diesmal eine echt zähe Partie. In Summe fand ich es wohl einfach etwas langweilig.


    Und als Absacker haben wir noch ein paar Missionen in #DieCrewMissionTiefsee vergeigt. :)

  • ...die zweite Novemberhälfte, uns hat der "NovemberKitaHustenRotz" fest im Griff, Tochter und Frau liegen flach, so berichte ich von den ersten zwei Wochen des Monats...


    EDIT:

    Aufgrund von Über- Müdigkeit poste ich die einzeln gespielten Spiele in separaten Beiträgen ... hab am Nachmittag nen mega langen Text hier "verloren" :crying: Sorry dafür...


    #Dominion


    drei Partien

    zu zweit

    24 // 30 // 35 Minuten

    41-31 // 39-59 // 109-74


    immer wieder toll, alle drei Partien; Karten-Deck´s aus:


    - Grundbox 1st Edition

    - Intrige 1st Edition

    - Alchemisten

    - Dark Ages

    - Nocturne

    - Blütezeit


    diese mal haben wir initial aus einer Zufallsbestimmten Box mittels W20 eine Königreichskarte (KRK) ausgewürfelt und der Endbuchstabe des ausgewürfelten Titels der KRK war dann relevant für die Auswahl der nächsten KRK. Es wurde im Uhrzeiger-Sinn die Boxen durchgeschaut und sobald ein Anfangsbuchstabe mit dem letzten Buchstaben der initialen KRK übereinstimmte, war das die nächste gewählte KRK, und deren Endbuchstabe war dann wieder relevant für die Auswahl der nächsten KRK usw. bis 10 KRK ausgewählt wurden!


    Da kamen spannende Kombo´s heraus, zu zweit mögen wir den Klassiker immer noch sehr gern, zu den Weihnachtsfeiertagen wird wohl die


    - Empires


    Box einziehen, reizvoll finde ich dort das "Kaufen auf Pump" sowie die "Ereigniskarten" und die "Landmarken" welche VP zum Spielende nochmal generieren.


    Die nächste veröffentlichte Erweiterung "Plünderer" ist in Deutsch für Q1 2023 wohl anvisiert, sollte die mich inhaltlich überzeugen wäre das wohl was für Christmas 2023 / 2024 je nach dem wie oft #Dominion dann 2023 gespielt wird...


    Was Gefällt/Missfällt an Dominion


    + Gute Varianz.

    + gut Planbar, das der statische Kartenmarkt, auf eine Strategie hin gezielten Deckbau sehr gut unterstützt...

    + dazu durch die Aufteilung in Aktions- Geld- und Punktekarten, sehr gute "Rückmeldung vom Deck" ob es fluppt oder hakt.

    + Von der Übersicht her sehr gute Storage- Lösung.

    + Einfache Grundregeln, geringe (Wieder-) Einstiegshürde.

    + Durchgehen fast immer ein Sehr Gutes Regelwerk je Box.


    o zu zweit ne "Schnelle Nummer" wer "Episch" sucht ist hier falsch.

    o Reduzierung auf exakt einen Kern- Mechanissmus.

    o Artwork sehr "swingy" mal HOP mal FLOP inklusive aller Nuancen.

    o massenweise Zusatzregeln die über die Karten in das Spiel kommen harmonieren nicht immer, bzw gefühlte Dopplung der Effekte möglich bei Nutzung von Zufallsgeneratoren bei der KSK Auswahl.

    o Es kann schon Früh im Spiel der Sieger feststehen ... vereinzelt kann es zum "Running-Leader-Effekt" kommen.


    - Nutzt man die Original Spielkartons, massiver Platzbedarf.

    - All in ... Arschteuer und mehr als man wohl je brauchen wird ...

  • Sooo, ich hab auch endlich Mal wieder was zu berichten:


    #LegendsOfVoid

    3 Spieler - 5 Stunden - 27 / 29.5 / 30.5

    Sehr, sehr cooles Erstlingsprojekt. Schon sehr nah an Terraforming Mars - das ich absolut nicht mag - aber es macht einfach alles besser. Die Iconographie ist nicht schwierig aber erschlägt einen mit schierer Masse. Das war der Hauptgrund für die Länge. Außerdem haben wir uns die Regeln in etwas über einer Stunde gemeinsam erarbeitet. Die Spielzeit verging dann wie im Flug. Bemängeln könnte man, dass man zu wenig Karten sieht, um wirklich schöne Combos zu bauen. Es macht aber auch Spaß das beste aus dem zu machen, was man halt bekommt. Hat uns alles sehr getaugt, wenn die Spielzeit auf 2 1/2 Stunden reduziert werden kann, geht's noch einen Punkt rauf. Aktuell wärs ne 8/10.


    #Virtu

    3 Spieler - 3 Stunden - 16 / 10 / 9

    Sorry, aber was für ein Müll. Ich mag gar nicht viele Worte verlieren, es entsteht überhaupt kein Spielfluss und die Take That Elemente sind viel zu viel (wir haben uns nach ein paar Runden drauf geeinigt, dass man nur einen Agenten bei den anderen Spielern im Palast haben kann, sonst hätte das Spiel sicher garkein Ende gefunden)... Durchgefallen. Nur aufgrund des coolen Artworks und der Idee mit dem eigenen, konfigurierbaren Rondell reicht's noch für 3/10.


    #Agricola

    4 Spieler - 3 Stunden - 34/36/38/39

    Früher (vor 10 Jahren) zweimal gespielt und nicht gemocht. Zwischendurch Cavera gespielt und gut gefunden, abgesehen von den Kriegern. Deswegen Agricola nochmal ne Chance gegeben und es hat diesmal voll ins Schwarze getroffen. Der Spiele-Geschmack ist wohl gereift. 9/10.


    #Resurgence

    3 Spieler - 2 Stunden - 133/133/136

    Noch ein absoluter Volltreffer. Will ich sofort wieder spielen. Mehrmals. Bag Building & Worker Placement, dazu ein bisschen Blind Bidding und im Spielverlauf entstehende, leichte Asymmetrie - und das alles in einem extrem schlanken Regelwerk, das in maximal 15 Minuten erklärt ist. Kein Regelnachschlagen notwendig. Trotzdem aber eine wirklich geniale Spieltiefe, ohne AP-fördernd zu sein. Und die unterschiedlichen Strategien scheinen extrem gut ausbalanciert zu sein. Nach einer Partie immer mit etwas Vorsicht zu genießen, aber das spielt dieses Jahr ganz weit vorne mit. Hier passt einfach alles. Wenn man was bemängeln möchte, dann die etwas klein geratene Iconographie. Dafür aber auch endlich Mal keine Luftgefüllte Spielbox.10/10.

  • Am Mittwoch beim Afterwork-Spieletreff gab es eine Partie Come Together zu dritt. Das Spiel zähle ich zu den Essen-Neuheiten 2022 und ich war gespannt ob sich hier ein Woodstock Feeling einstellen würde.

    Alle Mitspieler versuchen in drei Tagen ein grandioses Musik Festival auf die Beine zu stellen. Zu diesen Behufe erarbeiten wir uns per Worker Placement Bühnen, Zelte, Festival-Zuschauer und Bands. Zudem machen wir Werbung im Radio, im Fernsehen und in den Printmedien. Haben wir am Ende des Tages genug Werbung gemacht und zudem genügend Zelte in denen genügend Zuschauer mit dem passenden Musikgeschmack für die Bands auf der Bühne zu finden sind, dann können wir ordentlich Punkte machen. Zusätzlich gibt es jeden Tag Punkte für die Zeitungswertung.

    Das ganze schwang sich nach der Erklärung relativ schnell ein. Und so konnten schon am ersten Tag die ersten Bands für Punkte Sorgen. Nach dem zweiten Tag wähnte sich ein Mitspieler klar abgehängt. Bisher hatte er fast nur Newcomer-Bands auf seine Bühnen gebracht und auf der Siegpunktleiste lag er weit zurück. Am dritten Spieltag aber gelang es ihm mit drei Star-Bands dank guter Fernseh-Präsenz jeweils die volle Punktzahl abzurocken und damit auf der Punkteleiste an allen vorbei zu stürmen.

    Das Spiel ist nur bedingt etwas für reine Strategen, da man nicht weiss welche Bands in der nächsten Runde in die Auslage kommen. D.h. man sollte sich viele Wege offen halten und dann situationsbedingt die taktisch besten Züge wählen. Bei uns war die Partie auch deshalb spannend bis zum Ende.

    Was ist das Spiel nun? Haben wir ein seelenloses Walker-Placement mit musikalischem Anstrich oder ein thematisches Spiel welches aus allen Ecken das Woodstock Feeling aufkommen lässt? Meine Antwort: weder – noch! Natürlich steht die Mechanik im Vordergrund, Aber das Thema ist gut in den Ablauf eingebettet. Die Illustrationen auf den Karten und die Anspielungen auf real existierende Bands (wobei auf historische Korrektheit nicht immer streng geachtet wurde) machen das Spiel für den Musikfreund dann aber durchaus auch zu einem thematischen Erlebnis. Wenn man dazu noch die richtige Mucke im Hintergrund abspielt - dann kann es aufkommen: das Woodstock Feeling.

    Für mich ein Spiel ziemlich genau in der Mitte zwischen 7/10 und 8/10.

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

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    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

    6 Mal editiert, zuletzt von Herbert ()

  • Grand Austria Hotel

    Dieses spät von mir entdeckte und neulich auf einer bekannten großen Veranstaltung in Essen erworbene Spiel bedarf in meiner Runde weiterer Erkundung. Hätte es hier einer gehabt, hätte ich es ja schon gekannt. Umso schöner, dass es auch meinen regelmäßigen Mitspielern bestens gefällt. Wir hatten uns zu dritt lediglich den Luxus der Wahl der Tagseite mit asymmetrischen Vorgaben der Hotelzimmer gegönnt. Entsprechend wurde ein wenig neidvoll geschaut, wenn z.B. einem aufgrund einer passenden Zimmergruppe ein großer Sprung auf der Kaiserleiste gelang, ich revanchierte mich dafür mit vier vollen blauen Zimmern mit entsprechend satter Siegpunkte. Vorgeführt wurden wir von dem Mitspieler, der alle drei Zielkarten erfüllte, wir anderen schafften gerade mal eine. Er hatte seine Chancen auf den Karten halt besser erkannt und genutzt wie wir. Das Spiel hat einen für uns äußerst angenehmen Flow, ist nicht wirklich kompliziert und doch spaßig herausfordernd - wie konnte ich daran so lange vorbeigehen?

      

    Ganymede + Moon

    Hiermit war mir das nicht passiert, das hatte nach Kauf auf der SPIEL '18 sofort eingeschlagen. Nun, wo ich diesem Spiel gerade ein kleines Insert verpasst hatte, wollte ich es sogleich wieder spielen. Aber selbst bei diesem doch eher einfachen Spiel waren die Regeln nach längerer Spielpause nicht mehr unmittelbar präsent. Hatte ich neulich für den Nachfolger Galileo Project - dessen Regeln auch nur in englisch und französisch vorliegen - eine deutsche Kurzspielregel geschrieben, so war ich einst bei diesem Spiel nicht schlau genug, dies gleich zu tun. Das habe ich jetzt nachgeholt. Zwar findet sich auf BGG bereits ein Werk mit diesem Anspruch, nur ist es mir zugegebenermaßen weder kurz noch übersichtlich genug. Ich hab ja gerade Übung, passt alles auf zwei Seiten. Bevor das bei BGG freigegeben ist, können Interessenten meine deutsche Kurzspielregel zu Ganymede + Moon gleich hier herunterladen. Fehlerhinweise wie üblich gerne per PN.

    Ganymede - KSR v1.0.pdf (mit freundlicher Genehmigung von "Sorry We Are French" für die Nutzung der Grafiken aus der Originalregel)

    In unserer Partie haben sich meine Mitspieler nicht an die zusätzlichen Elemente der Erweiterung herangetraut. Für mich arbeiteten am Ende zwei Berater und ein vom Berater initiierter Schiffskartentausch bescherte mir satte Extrapunkte, die nach der Standardregel nicht möglich gewesen wären und mir den Vorsprung zum Sieg sicherten. Das Spiel ist mit oder ohne Erweiterung einfach ein schöner Engine Builder, der sich dank seiner eher kurzen Spieldauer eben noch als Absacker nach einem längeren Spiel eignet.

      

    #GrandAustriaHotel #Ganymede

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

    "pimp my game" - Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Bemalungen, ... siehe Linkliste auf meiner Pinnwand

    2 Mal editiert, zuletzt von Smuntz ()

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  • Endlich habe ich sie hinter mir - eine Partie zu fünft #NemesisLockdown und kann für mich das Fazit ziehen: Brauche ich nicht! Nicht das es ein schlechtes Spiel wäre, mitnichten. Aber im Vergleich schneidet auch für mich #Nemesis „besser“ ab. Rein vom atmosphärischen Aspekt habe ich mehr Bezug zu Aliens in Raumschiffen als zu Monstern auf einer Marsstation ala Doom. Auch scheint mir mehr los zu sein auf dem Schiff als in der Station, trotz gleichem Procedere beim Spawning. Kann aber auch an diversen Zufällen gelegen haben…

    Die Idee mit dem Strom/Licht ist nicht schlecht, allerdings wird es irgendwann doch eher lästig selbigen anzuschalten um was mit seinen Aktionen zu veranstalten, nur um dann durch jemand anderem wieder im dunklen zu stehen. Der Fahrstuhl hingegen ist ein nettes Gimmick, auch die neuen Rettungskapseln haben was für sich. Die Eindämmungsprotokolle hingegen am Ende mit dem deduktivem Element, finde ich zu glückslastig. Entweder ist man sicher im Bunker oder in einer Rettungskapsel, aber dann noch ein „hoch gewinnt“ folgen zu lassen, ist eher unbefriedigend nach X Stunden spielen. Klar kann man sich das ein oder andere Plättchen dazu anschauen, alle aber wird man wohl nicht zu Gesicht bekommen.

    Die Idee mit den Computerkarten, die neuen Raumteile und die neuen Charaktere jedoch sind eine schöne Bereicherung, die ich mir auch fürs ursprüngliche Spiel wünschen würde. Wobei auch da manch - für mich - Logikfehler innewohnt: Mein Hacker z.B. kann bei Licht nur in Räumen ohne Computer eine Computeraktion ausführen, während er in dunklen Räumen ohne Licht einen Computer braucht. Häh? Will mir nicht in den Kopf… :zip:


    Auch ich komme zum Ergebnis: Eins von beiden ist völlig ausreichend, beide braucht man nicht. Jedes funktioniert nach dem gleichen Prinzip, nur das Setting ist unterschiedlich. Wer mehr den Alienfilmen zugetan ist, dem sei Nemesis empfohlen.

    Wer mehr durch Doom getriggert wird, sollte sich für Lockdown entscheiden.

    Lockdown hat etwas mehr mechanische Begleitung durch Licht, Fahrstuhl und Computer, die aber auch nicht fehlen im alten Nemesis. Ist für mich eine ähnliche Entscheidung wie bei Dark Ages - auch da reicht eins von beiden Spielen.

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine fürs Archiv :/

  • Nach dem die Kaufwut mit #Dorfromantik , #TheGallerist , #OnMars und #Lisboa wieder mal extrem zugeschlagen hat glaubte ich, daß jetzt mal Ruhe im Suchtkaufgen ausgebrochen ist.


    Ist es nicht. Dazu aber unten mehr. Ich bin derzeit dran Spiele vertieft auszutesten. Drei Spiele werden dazu regeltechnisch immer aufgefrischt und dann je min. 10 mal gespielt. Danach darf das Spiel im Regal bis zum nächsten mal abhängen oder seine Reise über den Gebrauchtmarkt antreten.


    Im Moment wurde folgendes schon getestet:


    #Sprawlopolis (12 Partien)

    Was man aus diesen wenigen Karten (Grundspiel 18) für eine Varianz rausbekommt ist sagenhaft. Für mich ein Vorzeigeprodukt in Sachen "Größt möglicher Spielspaßoutput bei geringsten Materialeinsatz". Das Tüfteln wie man die Stadtgebiete anordnet ist einfach toll.


    #Agropolis (10 Partien)

    Die ländliche "Schwester" von Sprawlopolis. Es gilt gleiches wie oben. Diese zwei Juwele werden immer bleiben und haben bei Urlaubsreisen einen Fixplatz im Gepäck.


    #UndauntedNormandie (10 Partien)

    Jedes Szenario mit dem Sohn absolviert. Er mit den Deutschen, ich mit den US Truppen. Derzeit steht es 5:5, wobei ich von den höheren Szenarien mehr für die Amiseite entscheiden konnte. Das hau ich dem Jungspund natürlich immer um die Ohren. Revanche mit umgedreht gespielten Nationen folgt natürlich. Das Spiel bleibt, weil erstens wie oben erwähnt unser Kampf noch nicht beendet ist, zweitens #UndauntedReinforcements mit neuen Szenarien kommt und drittens das Spiel für uns genial ist. Einfach, taktisch, thematisch.


    Derzeit wird gerade folgendes gespielt:


    #Dorfromantik (3 Partien)

    2 Partien wurden zur Eingewöhnung mit den Grundplättchen absolviert. Mit Partie 3 dann die Kampagne gestartet. 137 Punkte, wobei sogar das Plättchen mit der Waldfahne gar nicht dabei war. Heute wird direkt mal die Box 1 aufgemacht und dann weiter gezockt. Ich kann jetzt schon sagen, daß dieses Spiel sehr lange bleiben wird. Macht so viel Laune, entspannt aber fordert gleichzeitig das Vorausplanen. Ich hoffe da kommt bald irgendeine Erweiterung dazu. Ich werde bald durch sein.


    #PaxPamir (4 Partien solo)

    Hat man die Regeln mit den ganzen Aktionsmöglichkeiten der Karten drauf, dann entfaltet sich ein taktisches Koloss an Spiel das seinesgleichen sucht. Ich machte mal den Fehler dieses Kronjuwel zu verkaufen. Jetzt ist es wieder da und zieht nie mehr aus.


    #TheGallerist (3 Partien solo + 1 Partie zu dritt)

    Eigentlich schon vier Partien, aber in der ersten machte ich zuviele Fehler und brach kurz vor dem Ende ab. Die Regeln sind gar nicht mal so schwer verständlich, aber "lacerdalike" mit vielen Zusätzen versehen. Die Iconographie muss man auch mal lernen (wie üblich) ist aber logisch aufgebaut. Im Vergleich mit #KanbanEV und #OnMars ist die Anleitung sehr gut gemacht. Bei den erwähnten zwei anderen Titeln war die Lernerei erheblich schwerer. Trotzdem beging ich sehr viele Fehler in Partie 1. Ich erklärte mir es so, daß ohne dem Verständnis der Verzahnung thematisch manche Aktionen wenig Sinn machen. Ab Partie 1 (der wirklichen) war aber auch das kein Problem mehr, weil sich mir die Verzahnung immer mehr erschloss und auch thematisch dann stimmig wirkten. Was kann man sonst sagen. Workerplacement gepaart mit dem Tauziehen der Besucher. Wobei das Tauziehen um die Besucher solo gar nicht stattfindet. Das ist schade. Gibt es da einen kartengetriebenen Automa? Muss das mal suchen. Über die Ergebnisse der Partien hülle ich mal den Mantel des Schweigens. Erbärmlich, mehr sag ich nicht. ;) Aber einen Lacerda gleich auf hohen Niveau spielen wird sich halt nicht "spielen". ;)


    Jetzt zum Kaufverhalten:

    Ich wollte wirklich mal mit dem Shoppen aufhören, aber ein #HighFrontier4all (Core) um € 35 ließ mich schwach werden. Ich werde diesen Klopper wahrscheinlich nie spielen, aber ich hab mal vor das Regelwerk zu übersetzen. Da geb ich mir mal 1 Jahr dafür Zeit. :lachwein: Wenn's nix wird häng ich mir das Spielbrett als Bild an die Wand. Und wenn Besucher das sehen, protze ich mit meinen Spielergebniserfolgen.

    Einmal editiert, zuletzt von Gewei ()

  • alle aber wird man wohl nicht zu Gesicht bekommen.

    Man DARF sich übrigens auch gegenseitig erzählen, was man hat, wodurch dann nur noch die in der Sicherheitszentrale unbekannt ist/sind. Und natürlich kann es sein, dass jemand lügt ... :)

  • alle aber wird man wohl nicht zu Gesicht bekommen.

    Man DARF sich übrigens auch gegenseitig erzählen, was man hat, wodurch dann nur noch die in der Sicherheitszentrale unbekannt ist/sind. Und natürlich kann es sein, dass jemand lügt ... :)

    Yep, kurioserweise waren bei meinen Sichtungen alle blau… ^^

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  • Man DARF sich übrigens auch gegenseitig erzählen, was man hat, wodurch dann nur noch die in der Sicherheitszentrale unbekannt ist/sind. Und natürlich kann es sein, dass jemand lügt ... :)

    Yep, kurioserweise waren bei meinen Sichtungen alle blau… ^^

    Ich meinte auch den eigenen ...


    Witzigerweise spielen verdammt viele Leute Nemesis so, als würde man verlieren, sobald jemand anderes überlebt ...

    Klar, kann immer sein, dass jemand darauf spielt, dass ein Charakter stirbt, aber es ist nicht verboten, die Wahrheit zu sagen und/oder anderen zu helfen. 😊


    Ich finde das ja immer wieder faszinierend - der Drang vieler Spieler, bei Nemesis Lockdown keine Info freiwillig rauszugeben und zu hoffen, dass die anderen schon irgendwie scheitern, scheint mir genau so groß zu sein wie der in Siderische Konfluenz, mit aller Macht zu verhindern, dass ein anderer Spieler auch nur minimalen Profit macht. 🤷🏻‍♂️🤔

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  • aber ein #HighFrontier4all (Core) um € 35 ließ mich schwach werden.

    8| wo?

    willhaben.at


    Ca. 2 Jahre im Suchagenten und immer wieder teure Angebote des Spieles vorbeiziehen lassen. Und vor 5 Tagen war das Angebot mit € 40 drin. Um 3 Uhr in der Früh hat der Agent gebimmelt. Ich munter und sofort mit einem € 35 Gegenangebot drauf geklickt. Das hat er auch angenommen. Ich hab ihm bei der Abholung ein #PalmIsland (Gratisexemplar von Müller) geschenkt.


    Vielleicht aus schlechtem Gewissen. ;) Man weiß es nicht.

    2 Mal editiert, zuletzt von Gewei ()

  • So vollgepackt die letzte Woche war, so dünn ist diese ;)

    Ein paar Partien #Zitrushain gab es in Mittagspausen, aber dazu gibt es ja nicht viel zu erzählen – ich habe die Aufgaben noch nicht rein genommen, spiele es also eher noch so wie Obsthain. Mal schauen, wann ich Bock habe, die zusätzlichen Herausforderungen zu spielen. Macht schon Spaß, aber Obsthain ist mir aktuell noch etwas lieber. Hat halt auch irre viel Vorsprung, und war einfach „neuer“, als ich es damals kennengelernt hatte.


    #LandsOfGalzyr, solo
    2 weitere Partien gespielt, also je 8 Tage im Spiel verbracht, und noch kein Ende in Sicht ^^ Mittlerweile ist es Winter in Galzyr, was sich auf dem Plan auch optisch deutlich zeigt. Ich bin echt gespannt, wie das zu einem Ende findet.
    Zur Story kann ich ja nur im Spoiler ein bisschen was erzählen – und Mechanik ist halt fast keine vorhanden :D Figur bewegen, eventuell Quest nehmen, und dann den Story-Abschnitt, den man wählen möchte, in die App eintippen. Und dann halt lesen, Proben würfeln und schauen, wie sich die kleine Geschichte entwickelt. Eine richtig epische Rundrum-Geschichte gibt es nicht wirklich (außer der Hintergrundgeschichte des Landes vielleicht), sondern es sind immer kleine Ereignisse, meistens haben die Quests mehrere Etappen, bevor sie beendet sind. Die Geschichten sind mal witzig, mal traurig, immer unterhaltsam.

    Macht mir schon Spaß, aber ich fürchte, einmal wird mir reichen.

    #Descent2ndEdition, Schatten von Nerekhall Kampagne, zu fünft
    Die Descent-Runde nähert sich immer mehr dem Ende – das vorletzte Abenteuer wurde gespielt, nun nur noch eines, dann das große Finale, dann sind alle vorliegenden Inhalte durch. Nach Rücksprache mit der Gruppe habe ich daher heute auf dem Gebrauchtmarkt die letzte große Erweiterung - Labyrinth des Verderbens - zu einem einigermaßen annehmbaren Preis geschnappt, wird aus der Gruppenkasse gezahlt. Sie wollen alle weiter machen.
    Das Abenteuer „Massenpanik“ brachte auf jeden Fall mal wieder richtig Spannung rein. In Szene 1 hab ich mich noch recht zurückgehalten, hab nur jede Runde meine beiden Randalierer geholt (die mir in Szene 2 dann Vorteile brachten), bisschen um mich gehauen und Karten gehortet. In Szene 2 dann hab ich direkt im ersten Zug richtig ausgeholt und Karten rausgeknallt. Dadurch konnte ich Monster gut in Stellung bringen, und direkt einen ersten Patienten töten (mein Ziel: alle 5 Patienten umbringen in 5 Runden, die Helden mussten nur einen Patienten am Leben halten) – und das Rennen begann. Hui, dieses Mal ging ihnen aber die Düse ^^ Ich glaube nicht, dass ich in einem Abenteuer jemals so viele Helden gekillt habe, gleichzeitig schafften es die anderen Monster, den Patienten böse zuzusetzen.
    Wären es 6 Runden gewesen, hätte ich gewonnen, so konnten sie auf der letzten Rille den Sieg erringen, aber das war mal richtig spannend für alle Beteiligten.

    Tja, das war es schon für diese Woche – der Opa-Kater bedarf aktuell mehr Pflege, man merkt, dass er tüddelig wird. Da muss ich ab und zu auf den Spieletisch verzichten und statt dessen halt Unterlage fürs schlafende Katzentier spielen. Daher hab ich den Sonntag Nachmittag mit erschwertem Auspöppeln von Legends of the Void verbracht - liegend, mit Kater auf dem Schoß. Das Material sieht echt super aus, und es ist wirklich viel Zeug. Hab auch schon ein wenig in die Anleitung geschnuppert, da sind schon ordentliche Parallelen zu Terraforming Mars zu entdecken. Freue mich drauf, muss mich aber noch einarbeiten.

    Schöne Spielewoche euch allen!