[2022] Marrakesh

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  • Nachdem diese Queengames/ Stefan Feld - Neuheit nur im Bezug auf die Feld Collection auftaucht habe ich mal ein eigenes Thema gestartet, bei dem es vielleicht mehr um das Spiel selber gehen kann.


    Wir hatten nun unsere erste Partie und ich war selten bei einem Spiel so zwiegespalten.


    Einerseits war es eines der schönsten Spielerlebnisse seit langer Zeit. Für jeden Feld-Fan ist dieses Spiel eigentlich ein Muss. Die Kernmechanik, Klötzchen in den Turm zu geben und dabei seine Aktionen zu wählen fühlt sich frisch und gefällig an. Das Spiel bietet gefühlt ein Sammelsurium von Minispielen, man kann sich aber erfreulicherweise auch nicht nur auf nur ein Gebiet beschränken. Dazu gibt es leichte Anklänge an Kettenzüge: großartig. Vom Ablauf her einer der besten Feld überhaupt imho.


    Es gab für uns nur einen Haken: Wir haben zu 4. unterhalb der Woche gespielt. Das Spiel geht über 3 Durchgänge. Nach 3 Stunden inklusive Regelerklärung (schon lang, da zwar simple Grundstruktur aber viele unterschiedliche Zonen mit eigenen Regeln) haben wir dann nach Abschluss von 2 der 3 Durchgänge aufgehört. Wir hätten vor. noch 1 weitere Stunde gebraucht, was zu 4 h geführt hätte... Für unsere Runde einfach zu lang...


    Wenn das 4-Personen-Spiel nach 2 der 3 Durchgänge beendet wäre, wäre ich nah dran gewesen, diesem SPiel 10/10 Punkte zu geben, so großartig finde ich es eigentlich (man kann jedoch nicht einfach nach 2 Durchgängen aufhören, da die Endwertung auf 3 Durchgänge abgestimmt ist ).


    Mit 4 Leuten möchte ich es so eigentlich aber nicht mehr spielen. Es dürfte imho jedoch auch mit 2 gut funktionieren, so dass ich das nun ausprobieren werde.


    Fazit:

    Für Euro/Feld-Fans, die lange Spielzeiten nicht stören ein Muss!

    Für Leute, die vorwiegend in wechselnden Gruppen zu viert unter der Woche spielen (wie wir) problematisch, da zu lang... (Man muss allerdings dazu sagen, dass wir aus demselben Grund auch Arche Nova nicht unter der Woche spielen)


    Wie sind eure Erfahrungen?

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  • Ich habe es bisher nur zu viert gespielt und sehr stark auf die Zeiten geschaut. Regelerklärung war jedes Mal zwischen 38 und 40 Minuten. Spielzeit inkl. Wertung am Ende liegen ziemlich gleich auf bei 3 Stunden + X Minuten, wobei X zwischen 5 und 15 Minuten liegt. Wobei auf die letzte Runde mehr als ein Drittel der Spielzeit fällt. Die ist nämlich aufgrund teilweise heftiger Kombo-Züge nicht nur belohnend, sondern eben auch zeitintensiver. Ich finde für das opulente und wirklich grandiose Spiel sind mit Erstepielerinnen (!!!) bei 4 Personen eine Spielzeit von nur etwas über 3 Stunden absolut in Ordnung. Die Erklärung kann man sich beim zweiten Mal sparen und die Spielzeit wird auch noch ein wenig verkürzt.


    Ich bin wirklich begeistert von Marrakesh. Gut, wir mögen Feld-Spiele eh, trotzdem, dass Teil fühlt sich frisch und cool verzahnt an.

  • brettundpad

    ..wenn der letzte Durchgang der längste ist habt ihr ja deutlich kürzer gespielt als wir… und das sagt bei euer Spieldauer von 3,25 ja schon was ….


    Und dass man sich die Erklärung beim zweiten mal sparen kann gilt ja nur für exakt die gleiche Personenzusammenstzung , was bei uns nie vorkommt, daher ist das Spiel in meiner Di-Runde leider tot und werde es mal versuchen am We in einer 2er-Partie

  • Da ihr es schon gespielt habt und ich mir lediglich ein "Gaming Rules playthrough" Video angeschaut habe (und das nicht komplett), wie steht es um die Interaktion. Ich habe lediglich wahrgenommen, dass man in Reihenfolge die Holzteile aus dem Turm zieht, was ich nicht als Interaktion wahrnehme. Gibt es da noch etwas, oder ist es ein weiteres MP-Solitaire Spiel?

  • Da ihr es schon gespielt habt und ich mir lediglich ein "Gaming Rules playthrough" Video angeschaut habe (und das nicht komplett), wie steht es um die Interaktion. Ich habe lediglich wahrgenommen, dass man in Reihenfolge die Holzteile aus dem Turm zieht, was ich nicht als Interaktion wahrnehme. Gibt es da noch etwas, oder ist es ein weiteres MP-Solitaire Spiel?

    Das ist mehr Interaktion als du denkst und kann sogar richtig wehtun. Es ist aus meiner Sicht auch der spannenste Moment. Das was du auf deinem Tableau machst ist dann einfach nur geplantes abarbeiten. Solitär, macht aber Spaß. Natürlich gibt es Dinge wie die Flussleiste oder das Kaufen von Plättchen, wo Interaktion stattfindet, aber es bleibt hinter dem Würfelturm zurück.


    Was du nicht als Interaktion empfindest, möchte ich dir etwas mehr erklären.


    Du kannst (den Joker und Boni außen vor) jeden Bereich nur 1 Mal innerhalb eines Durchgangs aktivieren, weil du jede Farbe nur einmal besitzt!


    Jeder Durchgang besteht aus 4 Runden, wo jeweils 3 Keshis ausgewählt werden. Sind also 12 Keshis pro Spieler und Druchgang.


    Im gesamten Spiel kannst du also nur 3 Mal jedem Bereich mit einem Worker aktivieren.


    Weil: augewählter Keshi (farbiger Stein für den Turm) = Slot für den Worker. Ob du aber den Keshi nach dem Würfelturm bekommst, weißt du nicht! Was werfen andere rein? Wo stehen ihre Worker und welche Keshis nehmen sie?


    Beispiel: Du willst den schwarzen Spielbereich aktivieren, nimmst den schwarzen Keshi, stellt deinen Worker dahin. Der Spieler vor dir macht das auch. Nun werft ihr die Keshis rein. Der Spieler vor dir wählt schwarze Keshis. Deinen und seinen! Du bekommst keinen schwarzen Keshi. Du führst entweder die Aktion nicht aus (am Anfang) oder schwächer, je nachdem wie viele du in Runden davor gesammelt hast. Denn, je mehr Keshis im Bereich stehen, desto stärker die Aktion. Im gesamten Durchgang (immerhin 4 Runden) kannst du den schwarzen Bereich nicht mehr aktivieren, selbst wenn du dir schwarze Keshis von anderen nimmst! Erst wieder im nächsten Durchgang bekommst du die Chance. Und weiter ist die Chance gesunken, dass du den Bereich vollständig füllen kannst, was 10 Siegpunkte sind. Also da von interaktionsarm zu sprechen, halte ich für falsch.


    Du solltest erahnen, was andere wohl machen, deinen Einsatz von Keshis der Position anpassen, ab wann du in Reihenfolge ziehen kannst und bei der Auswahl darauf achten, was du anderen kaputt machen kannst.

  • Ob du aber den Keshi nach dem Würfelturm bekommst, weißt du nicht! Was werfen andere rein? Wo stehen ihre Worker und welche Keshis nehmen sie?

    Erstmal vielen Dank für die Erklärung. :thumbsup:


    Dennoch sehe ich aus dem zitierten Grund keine wirkliche Interaktion. Neben der eigenen Planung und dem eigenen Timing, sind das was du beschreibst vollendete Tatsachen, mit denen ich umgehen muss, an denen ich aber nicht wirklich etwas ändern kann. Klar, je früher ich am Zug bin, desto wahrscheinlicher, dass ich bekomme was ich will. Entsprechend kann ich mir selbst eine Vorlage geben (die allerdings dank Turm zufällig bleibt), aber alle weiteren Spieler müssen mit dem Leben, was übrig bleibt. Also im Endeffekt wie Workerplacement Felder, die vor meinem Zug besetzt werden. Das ist zwar irgendwo interaktiv, aber für mich das absolute Minimum.


    Ich sehe aber keine Interaktion, wo die Spieler tatsächlich eingreifen, etwas ändern oder gegen etwas vorgehen können. Klingt für mich wie ein Würfelwurf am Anfang der Runde, der den Spielern verschiedene Optionen vorgibt, die dann der Reihenfolge nach weniger werden.


    Anderen eine Aktion wegzunehmen bedeutet für gewöhnlich (und so verstehe ich es auch hier), dass man eine eigene Aktion opfert, die einem selbst viel mehr bringt. Das endet dann oft in "wenn sich zwei streiten, freut sich der dritte".


    Mal gucken, vielleicht spiele ich es irgendwann mit, aber überzeugen tut mich das noch nicht.

  • Im gesamten Durchgang (immerhin 4 Runden) kannst du den schwarzen Bereich nicht mehr aktivieren, selbst wenn du dir schwarze Keshis von anderen nimmst!

    Kurze Anmerkung dazu, einmal pro Durchgang geht das durchaus, da der rote Keshi es erlaubt einen beliebigen Bereich zu aktivieren.


    Ansonsten stimme ich zu, am Würfelturm kann man den Mitspieler schon gut in die Suppe spucken.

  • Im gesamten Durchgang (immerhin 4 Runden) kannst du den schwarzen Bereich nicht mehr aktivieren, selbst wenn du dir schwarze Keshis von anderen nimmst!

    Kurze Anmerkung dazu, einmal pro Durchgang geht das durchaus, da der rote Keshi es erlaubt einen beliebigen Bereich zu aktivieren.


    Ansonsten stimme ich zu, am Würfelturm kann man den Mitspieler schon gut in die Suppe spucken.

    Das stimmt natürlich, aber deshalb schrieb ich "ohne Joker oder Boni". Es gibt zig Möglichkeiten weitere Keshis einzustreuen oder Bereiche noch einmal zu aktivieren. Das ist dann der solitäre Spielreiz, weil man die ganzen Verkettungen optimal auszunutzen möchte. Da geht dann die Schere auch auseinander. Gestern habe ich mit 165 Punkten gewonnen, während Erstspieler um 110 waren und meine Frau, die es eben auch schon gespielt hat, war dann wieder bei 163. Aber für das Verständnis der Interaktion ist das erst einmal aus meiner Sicht mit den Jokern nicht wirklich relevant und macht die Erklärung nur kompliziert.


    @H8Man Ja, klar, es ist jetzt keine Interaktion wie in einem Area-Control-Spiel. Deine Zusammenfassung bzw. die gezogenen Parallelen treffen für mich den Kern des Spielgefühls aber irgendwie trotzdem nicht. Ich kann durchaus anderen etwas wegnehmen ohne selber Schaden zu nehmen. Ich schmeiße jede Runde Keshis in den Turm, wo ich die Aktion gar nicht forciere und bewusst andere Farben aus dem Turm nehmen möchte. Das geht jetzt aber zu sehr ins Detail. Aus meiner Sicht ist die Würfelturm- und Auswahlmechanik gerade mit seiner großen Entscheidungswirkung in den Gedankenspielen interaktiv. Du musst da sehr stark die anderen Personen mit einbeziehen. Es ist und bleibt aber eben im Rest eher solitär und ein klassisches Eurogame. Da will ich keine falschen Erwartungen schüren. Mir ging es nur um den versteckten Kniff mit dem Würfelturm und seiner Verzahnung mit Keshis und Worker.

  • Alles was brettundpad sagt stimmt, da ist schon Interaktion.


    Allerdings denke ich, wie oben geschrieben, dass sich das Spielgefühl zu 2. oder 3. kaum ändert, was einerseits tendenziell daran liegt, dass die Interaktion nicht groß ist, was mich vorliegend aber andereseits in diesem Spiel irgendwie nicht stört…


    Der Einwand von H8Man eines Mulitiplayersolitaires ist daher wohl nicht ganz von der Hand zu weisen….

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  • Der Einwand von H8Man eines Mulitiplayersolitaires ist daher wohl nicht ganz von der Hand zu weisen….

    Absolut! In der Phase der Workeraktivierung bin ich zwar mit großem Spaß auf meinem Tableau unterwegs, aber eben absolut nur für mich. Stört mich null, wer das nicht mag, der bekommt da die Krise.

    Zum Spiel zu zweit bin ich mir unsicher. Da folgen jetzt ein paar Partien. Es sind halt weniger Keshis im Turm, zwar nicht pro Spieler, aber vielleicht eher pro Farbe und das kann sich merklich auf das Spielgefühl auswirken. Oder? Vielleicht habe ich da auch nen Gedankenfehler drin.

  • Die allermeisten Feld-Spiele funktionieren zu zweit doch ziemlich gut, nehme an, dass das bei diesem Spiel auch so ist 🤔

    Ja, wir haben es wieder ganz viel zu Hause zu zweit getestet. Es funktioniert auch zu zweit sehr gut. Es ist dann ein wenig schwieriger, in bestimmten Bezirken Schwerpunkte zu setzen. Aber auch das gelingt mit etwas Übung ;o)


    Und das mit der Interaktion und dem Multiplayersolitaire trifft hier, wie von allen beschrieben, eindeutig zu. Wer das nicht mag, der kann einen Blick riskieren, sollte dann aber nicht enttäuscht sein.

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  • Eigentlich wollte ich das Spiel ja umschiffen. Grund: als Komplettierer wäre ich dann versucht, alle Spiele der City Collection haben zu wollen.

    Allerdings bin ich mit Brügge zufrieden und Rialto mochte ich nicht. Daher wollte ich die Collection komplett auslassen.

    Jetzt interessiert mich das Spiel aber doch irgendwie nachdem ich hier mitgelesen habe. Wahrscheinlich habe ich im November die Chance auf ein Testspiel, dann entscheide ich, ob das einziehen darf.

  • Ich würde sagen, es ist etwa so, als würde man sagen, Worker-Placement, davon brauche ich nur ein Spiel. Ja, der Wuürfelturm und ja, Aktionssteine werden reingeworfen und bestimmen was gemacht werden kann. Aber alleine die Auswahl der Steine ist ja was ganz anderes. Und haltet mich für bekloppt, aber Marrakesh ist allein deshalb befriedigend, weil man 125.000 von diesen Steinen und Workern in Doublelayertableaus steckt. Das ist wie bei Candy Crush auf dem Smartphone. Immerzu steckt man was in sein Tableau und bekommt eine Belohnung.

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  • Haben auch die ersten zwei Partien hinter uns. Scheint echt richtig stark zu sein.



    Erste Partie bin ich auf die Gelehrten und Schriftrollen, zweite Partie dann komplett anders und mit den Oasen und Toren dick gepunktet. Fühlt sich alles seeeeehr gut an. Beim Würfelturm kommt oftmals alles gleich wieder raus, nur dann wenn man es sich am meisten wünscht bleiben die Farben stecken die man braucht. :lachwein:


    Aber schon ganz cool, je nachdem was noch in Turm steckt agiert man wieder anders. Zwei gleichfarbige Abstauben kann schon einen großen Boost für die dazugehörige Aktion sein.

  • Beim Würfelturm kommt oftmals alles gleich wieder raus, nur dann wenn man es sich am meisten wünscht bleiben die Farben stecken die man braucht. :lachwein:

    Verstehe persönlich die Sinnhaftigkeit des Turmes nach wie vor nicht. Es fügt einem ansonsten sehr strategischen Spiel ein großes Zufallselement hinzu. Hinzukommt, wenn man mit mehreren spielt, wandert, wenn ich das richtig im Kopf habe, die Spielreihenfolge immer automatisch weiter. Das bedeutet dann, dass bei einem selbst der gewünschte Stein hängen bleiben kann nur um dann beim Mitspieler im darauffolgenden Zug zu kommen mit anderen der gleichen Farbe


    Damals hatte ich es jedenfalls auf dem TTS getestet und da blieb auch öfter was hängen. Am Ende nutzten wir den Turm nicht mehr.


    Mich würde interessieren, wie sich das dann real so spielt. Das Spiel als solches fand ich aber trotzdem sehr gut.

  • Verstehe persönlich die Sinnhaftigkeit des Turmes nach wie vor nicht. Es fügt einem ansonsten sehr strategischen Spiel ein großes Zufallselement hinzu. Hinzukommt, wenn man mit mehreren spielt, wandert, wenn ich das richtig im Kopf habe, die Spielreihenfolge immer automatisch weiter.

    Fand das schon interessant zu schauen was hängenbleibt und die Pläne der Folgerunde darauf auszurichten. Ist dann schon ziemlich lohnenswert mit 2 Keshis mehr die Aktion auszuführen. Lockert das ganze etwas auf und macht es variabler und bietet Chancen einzelne Bezirke zügig aufzupowern.

  • Fand das schon interessant zu schauen was hängenbleibt und die Pläne der Folgerunde darauf auszurichten. Ist dann schon ziemlich lohnenswert mit 2 Keshis mehr die Aktion auszuführen. Lockert das ganze etwas auf und macht es variabler und bietet Chancen einzelne Bezirke zügig aufzupowern.

    Ja, aber das geschieht ja zum Nachteil von dem, der vorher die entsprechenden Keshis nicht bekommen hat. Wenn ich beispielsweise meinen roten Keshi reinwerfe, weil ich Startspieler bin und diesen dann auch unbedingt möchte. Wenn ich den dann aber nicht bekomme, profitiert der anschließende Spieler potenziell daraus. Und zwar doppelt. Da die Reihenfolge weiter rotiert, kann er nun seinen roten hinzunehmen und kann dann darauf spekulieren, den roten Keshi der vorherigen Runde zusätzlich zu bekommen. Ich weiß jetzt eben nicht, wie sehr die Keshis letztendlich hängen bleiben. Aber dass sie hängen bleiben, geschieht eben rein zufällig.

  • Ja, aber das geschieht ja zum Nachteil von dem, der vorher die entsprechenden Keshis nicht bekommen hat. Wenn ich beispielsweise meinen roten Keshi reinwerfe, weil ich Startspieler bin und diesen dann auch unbedingt möchte. Wenn ich den dann aber nicht bekomme, profitiert der anschließende Spieler potenziell daraus. Und zwar doppelt. Da die Reihenfolge weiter rotiert, kann er nun seinen roten hinzunehmen und kann dann darauf spekulieren, den roten Keshi der vorherigen Runde zusätzlich zu bekommen. Ich weiß jetzt eben nicht, wie sehr die Keshis letztendlich hängen bleiben. Aber dass sie hängen bleiben, geschieht eben rein zufällig.

    Man wird nicht immer die Keshis kriegen die man möchte. Da muss man flexibel agieren und umplanen, hatte ich in meinen 2 Partien bisher keine Probleme. Es gibt durch die vielen Bezirke genug Optionen damit man eigentlich jede Runde was nützliches machen kann. Wer seine Partie vor Spielstart bis ins Detail durchplanen möchte wird hier vielleicht nicht glücklich.

  • Die Deluxe-Versionen scheint es ja nur über Kickstarter zu geben, richtig? Wird es da nochmal eine Kampagne geben, falls man die ersten verpasst hat?

    Es gibt die Deluxe Sachen auch später zu kaufen. Zu jedem der Spiele aus dem Kickstarter. Kostet halt extra. Wird auf der SPIEL wohl erst einmal nur wenige dieser Deluxe Upgrade Boxen geben. Betrifft dann allerdings nur das Spielmaterial. Die Inlays gibt es nicht dazu.


    Kuro-Okami Das ist zu einseitig gedacht. Es ist eben auch ein Vorteil für den Startspieler, wenn alle Keshis rauskommen. Der kann eh jedem in die Suppe spucken. Das Spiel funktioniert allgemein durch die geheime Auswahl und dem Turm eh nicht so, dass man alles planen kann. Wie Hillbilly schreibt, kommt es immer wieder neu auf die Situation an. Ja, in deinem Beispiel bleibt Rot hängen. Dann nimm du gerne den zweiten Roten, den du reinschmeißt. Dann habe ich meinen schwarzen Keshi als Zweiter sicher und genau dadurch gehe ich auf der Leiste einen wichtigen Schritt weiter. Das merkst du plötzlich auch. Verdammt, nimmst du jetzt die zwei Roten? Oder klaust du mir den schwarzen Keshi? Vielleicht nützt mir Rot zudem gar nichts. Und wenn du meinen schwarzen Keshi nimmst, verzichte ich trotzdem auf die zwei Roten und nehme deinen Grauen. Usw. Es läuft nicht immer so, kann aber. Der Turm und die geheime Planung ist grandios.

  • Es ist schlicht und einfach so: der Mechanismus ist nichts für Hardcore-Strategen. Ich habe neulich eine Partie verloren, weil in der letzten Runde ein Keshi hängen geblieben ist und ich (übrigens zum wiederholten Male) weniger Keshis aktivieren konnte als meine Mitspielerin. Ich kann damit gut leben, auch wenn ich natürlich in den Tisch hätte beißen können. MARRAKESH hat einen nicht unerheblichen Glücksanteil. Den muss man abkönnen und das liegt durchaus in der Philosophie, wie Stefan Feld Spiele entwickelt. Er will immer diesen Zufalls-Einfluss haben, weil dadurch auch Emotionen entstehen. Ob das dann etwas für einen selbst ist, muss jeder für sich entscheiden. Und ich kann Kuro-Okami schon auch verstehen, wenn er lieber ohne Turm spielt. Auch dann ist nicht alles durch rechenbar, weil die Frage offen bleibt, was die anderen für Keshis wählen. Das kann schon ausreichen, um trotzdem die Spielweise anpassen zu müssen. Für mich persönlich darf es gerne noch etwas mehr Spannung durch den Turm sein.

    "Das wenigste, das man liest, kann man brauchen; aber das meiste, was man braucht, hat man gelesen." Ernst R. Hauschka


    ...und auch ich bin einer dieser Blogger: www.fjelfras.de - Brettspielblog mit Biss

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  • Zitat

    Den muss man abkönnen und das liegt durchaus in der Philosophie, wie Stefan Feld Spiele entwickelt. Er will immer diesen Zufalls-Einfluss haben, weil dadurch auch Emotionen entstehen.


    Ich hätte es nicht besser beschreiben können.

    Vermutlich geht das Spiel nicht kaputt, wenn man ohne Turm spielt. Es könnte nur sein, dass zu viele Keshis zu schnell ins Spiel kommen. Habe ich aber auch nie probiert.

    Trotzdem bleibt es nicht bis ins Letzte berechenbar. Da man ja nicht weiß, was die lieben Mitspieler*innen so in die Hand nehmen. Nur der "Erstzugriff" auf eine Farbe ist gesichert, wenn ich Startspieler bin.

  • Kuro-Okami Das ist zu einseitig gedacht. Es ist eben auch ein Vorteil für den Startspieler, wenn alle Keshis rauskommen. Der kann eh jedem in die Suppe spucken. Das Spiel funktioniert allgemein durch die geheime Auswahl und dem Turm eh nicht so, dass man alles planen kann. Wie Hillbilly schreibt, kommt es immer wieder neu auf die Situation an. Ja, in deinem Beispiel bleibt Rot hängen. Dann nimm du gerne den zweiten Roten, den du reinschmeißt. Dann habe ich meinen schwarzen Keshi als Zweiter sicher und genau dadurch gehe ich auf der Leiste einen wichtigen Schritt weiter. Das merkst du plötzlich auch. Verdammt, nimmst du jetzt die zwei Roten? Oder klaust du mir den schwarzen Keshi? Vielleicht nützt mir Rot zudem gar nichts. Und wenn du meinen schwarzen Keshi nimmst, verzichte ich trotzdem auf die zwei Roten und nehme deinen Grauen. Usw. Es läuft nicht immer so, kann aber. Der Turm und die geheime Planung ist grandios.

    Wo genau denke ich zu einseitig? Verstehe mich nicht falsch. Marrakesh finde ich super, es war mir im KS letztendlich zu teuer. Holen werde ich es mir entsprechend im Retail.


    Aber die gemachte Überlegung von dir kannst du ja auch machen ohne den Turm. Der Turm beeinflusst letztendlich nochmals nur die anfängliche Überlegung. Der Rest bleibt identisch. Ich habe es ja sowohl mit als auch ohne Turm getestet. Und es funktioniert beides sehr gut. Eben weil die anderen ja auch noch ihre Keshis rein schmeißen.

  • Ich habe den Turm in der ersten Partie so arg verflucht, da er natürlich genau meinen wichtigsten Keshi gefressen hat, den ich extra ausgewählt hatte, als ich ihn als Startspieler vermeintlich sicher hatte. Emotionen entstehen da definitiv. 😅

    Dennoch gefällt mir das Spiel ausgesprochen gut. Wenn man weiß worauf man sich einlässt, plant man auch nicht entscheidende Aktionen für die letzte Runde, sondern nutzt die Chancen, wenn sie sich ergeben. Das Deluxe Material finde ich nett, aber den Aufpreis in meinen Augen nicht wert.

    Mein bislang einziger Kritikpunkt sind tatsächlich die Keshies. Die Meeple hat man zumindest in der Deluxe Ausgabe schick bedruckt, aber die Keshies, die man hinter dem schattigen Schirm liegen hat, bieten außer ihrer Farbe keinerlei Möglichkeit der Unterscheidung. So wurde bei uns schon mal fälschlicherweise der Keshi für den Palast statt der für die Stadttore gewählt. Was für uns nervig war, dürfte das Spiel für Farbenblinde quasi unspielbar machen. In der Anleitung haben die Keshies so tolle Symbole, die es dann leider nicht auf die physischen Keshies geschafft haben.

  • Eine blöde Frage: Von der KS Seite werde ich niccht schlau.

    Was sind die Unterschiede zwischen Deluxe und Retail (materialtechnisch)?

    Unter den Belohnungen kannst du vergleichen. Classic enthält nicht:

    Gametrayz, Box Sleeve, Upgraded wooden/acrylic components, or collectible items.


    Classic und Deluxe werden auch auf der Kampagnenseite einzeln gelistet samt Inhalt.

  • Unter den Belohnungen kannst du vergleichen. Classic enthält nicht:

    Gametrayz, Box Sleeve, Upgraded wooden/acrylic components, or collectible items.


    Classic und Deluxe werden auch auf der Kampagnenseite einzeln gelistet samt Inhalt.

    Gametrayz und box sleeve brauche ich nicht, aber die Upgraded wooden components wären wichtig. Hatte nicht gefunden welche das sind und ob diese dann im retail Pappmarker sind.

  • Gametrayz und box sleeve brauche ich nicht, aber die Upgraded wooden components wären wichtig. Hatte nicht gefunden welche das sind und ob diese dann im retail Pappmarker sind.

    Die Classic Version müsste die sein, die man dann später Retail auch erwerben kann. Die ganzen Holzelemente sind da auch drinnen. Sie sind dann nur nicht bedruckt. D.h. ein wenig geht die Immersion verloren, aber die Haptik müsste vergleichbar sein.