19.09.-25.09.2022

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  • So, dann schauen wir mal – solo kommt aktuell leider wenig auf den Tisch. Zum einen fehlen mir Energie und Zeit abends und leider auch am Wochenende, zum anderen nutze ich das bisschen, was ich habe für die Vorbereitung der Messe (und die Entgegennahme diverser Kickstarter-Auslieferungen :D). Aber dennoch gibt es einiges zu erzählen :)

    Solo gab es weitere Partien des tollen #RaidersOfScythia, in dem ich tatsächlich schlecht geworden bin :$ Anscheinend hat Corona echt Hirnzellen weg gebrutzelt, ich verliere zwar nicht immer, aber doch immer mal wieder gegen den Bot auf Stufe 2. Macht aber sehr viel Spaß. Auch #EineWundervolleWelt kam wieder auf den Tisch, und nach mehreren schlechten Ergebnissen waren hier dann doch mal wieder 109 Punkte drin, also es ist nicht alles verloren.

    Außerdem dann noch was ganz frisches:
    #DogPark, solo
    Kickstarter gerade eingetrudelt – als Gassigängerin im Tierheim kam ich natürlich nicht an einem Spiel vorbei, in dem man Hunde ausführt. Dog Park sieht wahnsinnig hübsch aus (wenn man den Stil mag), das Material ist super, das Inlay grundsätzlich praktisch – diese Knochen-Trays sind niedlich, die Fächer aber echt zu klein. Erstens passen nicht alle Ressourcen sauber rein, zweitens braucht man echt dünne Spinnenfingerchen, um sie wieder raus zu fummeln. Die Anleitung ist gut, solo blieben mir 1 oder 2 kleine Unklarheiten, aber nichts tragisches, kriege ich sicher noch raus.

    Ich habe bei Dog Park ein gehobenes Familienspiel erwartet, auf angenehmem Level mit bisschen Grübelfaktor – und genau das ist es auch. Die 4 Runden bis Spielende laufen immer nach dem gleichen Prinzip ab, dabei ändern sich Rahmenbedingungen (es gibt Boni für bestimmte Gattungen o.ä.) und im Park gibt es auf manchen Feldern Extra-Belohnungen.

    In Phase 1 bieten wir Reputation (Siegpunkte) auf einen der 3 ausliegenden Hunde – Hunde gehören immer einer Gattung an (ich nenne das jetzt mal so - z.B. Jagd, Spiel, Gebrauch – hier greift am Ende eine Mehrheitenwertung, die sich in jeder Partie unterscheidet) und bringen neben Name, Kosten (in Form von Ressourcen) und kleinem Erklär-Text eine Eigenschaft mit, die sich zu verschiedenen Zeitpunkten (bei Erhalt, während des Spaziergangs, bei den Endpunkten) auswirken kann. Wir sammeln im Laufe des Spiels 8 Hunde für unsere Hütte, jede Runde 2. Je nachdem, wie wir geboten haben, bekommen wir den Hund, den wir wollten, oder den, der übrig bleibt.
    Wenn wir unsere 2 Hunde haben, geht es in die nächste Phase: die Vorbereitung. Wir entscheiden, welche Hunde wir diese Runde mit in den Park nehmen wollen. Dafür müssen wir die Ressourcen zahlen, die der Hund fordert – also sprich, was der Hund sich zur Unterhaltung wünscht: Ball, Stöckchen, Spielzeug, Leckerlie. Bis zu 3 Hunde können wir ausführen, legen sie aus unserer Hütte rüber zur Haustür, zahlen die Ressourcen und legen ein Halsband-Token auf jeden Hund – der sagt, dass der Hund ausgeführt wurde.
    In Phase 3 geht es dann in den Park. 1-4 Felder können wir laufen, auf jedem Feld gibt es entweder Ressourcen, Reputation oder eine Belohnung in Form einer Aktion: wir können z.B. im Nachzugstapel spähen, oder einen Hund aus der Hütte gegen einen aus der Auslage tauschen. Wer den Park als erstes verlässt, darf ein Belohnungsfeld aussuchen, wer als letztes drin bleibt, zahlt eine Reputation und bekommt nix.
    Phase 4 – wir kommen nach Hause. Die Hunde gehen zurück zu den anderen, wir bekommen 2 Reputation für jeden Hund, der draußen war, und zahlen 1 für jeden Hund, der kein Halsband hat, also noch nie unterwegs war. Im Park ändern sich die Bonus-Ressourcen, der Startspielermarker wechselt und wir starten in die nächste Runde.

    Am Ende von Runde 4 gibt es dann nochmal Punkte für die Mehrheit an Gattungen (in jeder Partie gibt es da andere Punkte), für erfüllte Ziele (da sucht man sich am Spielanfang eins aus) und übrige Ressourcen.

    Solo müssen wir uns direkt mit 2 Auto-Gegnern rumschlagen, allerdings ist deren Handling absolut unkompliziert, sie konkurrieren nur um die Hunde beim Bieten, sammeln diese und bekommen daher am Ende dann auch die Mehrheits-Punkte. Zusätzlich kommen Solo-Herausforderungen dazu, also Voraussetzungen, die wir erfüllen müssen, um überhaupt zu gewinnen. Die geben am Ende unterschiedlich viele Sterne, die addieren wir zu den Sternen, die bei den erreichten Siegpunkten angegeben sind, und so kommen wir zu einer End-Sterne-Wertung. In meiner ersten Partie lag ich hier bei ganzen 3 Sternen – das ist nicht ganz so gut :D aber immerhin habe ich gewonnen.

    Dog Park ist ein schönes, zugängliches Spiel auf leichtem Kennerniveau. Abwechslung kommt durch die vielen Hunde, die unterschiedlichen Runden-Bedingungen, die Bonusziele/Herausforderungen und natürlich die verschiedenen Endwertungen rein. Als ich die Karten das erste Mal in die Hand genommen habe, musste ich sofort an Flügelschlag denken, die Karten sind sich schon sehr ähnlich. Flügelschlag ist aber nochmal eine ganze Schippe drauf, auch wenn es gewisse Ähnlichkeiten durchaus gibt.
    Wie lange sich Dog Park hier halten wird, kann ich noch nicht sagen – das ist ein nettes, rundes, unaufgeregtes Spiel, ich hab aktuell auch durchaus Lust auf weitere Partien, das könnte sich aber recht schnell ausgespielt haben dann. Wir werden sehen :) Auf jeden Fall keine Enttäuschung, weil Erwartungen genau erfüllt.

    So, an Solo-Berichten war es das, aber ich habe dieses Mal einiges zu Mehrspieler-Partien zu erzählen 8o Fangen wir auch da mal mit was für mich neuem an.
    #Witchstone, zu zweit
    Meine Freundin, die Spiele-Rezensionen schreibt, hatte das noch auf dem To-Do-Stapel und hatte mich gefragt, und natürlich war ich dabei. Ich hatte mich aufgrund des nicht vorhandenen Solo-Modus bisher nicht mit Witchstone beschäftigt, hatte aber natürlich davon gehört. Ich hab dann ein Video geguckt und die Anleitung vorab gelesen, wusste schon, dass ich es mögen würde, und setzte mich happy an den Spieltisch.
    Witchstone ist ein absolut rundes Kennerspiel, und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Aktionsketten und -Kombos fühlen sich super belohnend an, das Basteln im Kessel macht Laune (vor allem wenn die Plättchen super passen *g*) und wir hatten das Gefühl, dass alle Wege, die man gehen kann, auch Sinn machen und es nichts gibt, was großartig stärker ist als anderes. Meine Mitspielerin konzentrierte sich direkt auf Energieverbindungen auf dem Plan und Hexen, dazu kombinierte sie das Pentagramm. Ich hatte anfangs fast nur Schriftrollen-Kombis für den Kessel und schnappe mir so ein paar Endwertungs-Karten für Hexenplatzierungen, auf die ich hinarbeiten konnte. Da ich keine Hexenplättchen zog, schob ich fröhlich Kristalle an den entsprechenden Stellen aus dem Kessel, um so Hexen auf den Plan zu kriegen.
    Schon während des Spiels und zu Beginn der Endwertung war meine Mitspielerin fest überzeugt, dass ich mit riesigem Abstand gewonnen hatte – tatsächlich konnte ich mit 130 Punkten auch den Sieg davon tragen, mit 119 war sie aber, für sie selbst überraschend, doch viel näher dran als gedacht.

    Ein schönes Spiel, das ich immer wieder mitspielen würde. Ging auch mega schnell zu zweit – knappe Stunde. Ich dachte, der Grübelfaktor wäre höher, aber durch die Auswahl aus den nur 5 Plättchen und dem Willen, die Dinger dann auch passend einzupuzzeln, muss man gar nicht ewig lange nachdenken.

    Danach hatten wir noch etwas Zeit, und wir entschieden uns für
    #InselDerKatzen, zu zweit
    Ihre Erstpartie, sie wollte es ewig schon spielen, und ich dachte mir, ach, das kriegste schnell erklärt, das geht fix. Okay, dass es noch gar nicht ausgepöppelt und sortiert war, machte es dann etwas langwieriger, aber wir hatten halt beschlossen, dass es das jetzt sein sollte ;)

    Erklärt hatte ich es dann recht zügig und es konnte losgehen. Für mich lief die Partie von Anfang an mega – passende Lektionskarten, prima Katzenauswahl. Meine Mitspielerin kam etwas schwerer rein, und wie so oft in den Erstpartien fiel es ihr schwer, Lektionskarten auszuwählen. Ich konnte die Partie deutlich gewinnen, aber ich denke, da wird noch eine Revanche folgen ^^

    Samstag dann mal wieder Spielenachmittag – zu viert, und unsere Koop-Spielerin fiel aus, so dass ich mich entschied, mal das etwas fiesere Zeuch auszupacken ;) Es wurde ein ultra lustiger Nachmittag…

    Wir starteten mit dem kleinen, aber sehr feinen
    #Tiefseeabenteuer, zu viert
    Oder auch „Blubb – The Dice Game“. Wie immer verschätzten sich in der erste Runde alle (ich natürlich auch) und gluckerten weiiiit vom U-Boot entfernt weg. Danach wurde man – naja, manche – etwas vorsichtiger, am Ende von Runde 3 gab es aber nur 2 Spielerinnen, die überhaupt Schätze retten konnten, und ich verlor mit EINEM knappen Punkt.
    Direkt noch eine Runde hinterher, und siehe da: alle konnten Schätze retten, und der Sieger trug ganze 25 Punkte davon.

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel fieses Gelächter und Trash Talk diese kleine Ding auslösen kann. Am besten ist immer der Moment, in dem die ganz gierigen erkennen, dass ihre 3 Schätze bedeuten, dass sie sich oft nicht nur wenig, sondern einfach gar nicht bewegen können. Herrlich, als sich eine Mitspielerin und ein Mitspieler schon ins Boot gerettet hatten und einfach meinten, sie schließen jetzt ab – und den anderen beiden, eine davon ich, tatsächlich direkt an der Tür der Sauerstoff ausging.
    In der Runde wird es jetzt 2x nachgekauft *lach* Kam also sehr gut an.

    Danach dann wurde es Zeit, eines meiner ältesten Spiele meiner neuzeitlichen Sammlung mal wieder rauszuholen:
    #DiscworldAnkhMorpork, zu viert
    Drei Scheibenwelt-Fans und einer, der sie zumindest grob kannte am Tisch – perfekte Besetzung, um sich fies durch die Hauptstadt zu meucheln. Das Spiel ist ja ultra schnell erklärt, die Feinheiten kommen dann halt während des Spielens zum Tragen.

    Meine Persönlichkeitskarte war der gute Kommandeur Mumm – gewinnt sofort, wenn der Nachzugstapel leer ist. Also galt es für mich: Karten spielen, Karten ziehen, Karten spielen, Karten ziehen. Meine erste Aktion war dann direkt ein Kredit – 10 Dollar erhalten, am Spielende 12 zurück zahlen, ansonsten 15 Minuspunkte. Da ich mir schon dachte, dass die Partie nicht mit Punktezählen enden würde (das ist nur in 2 Situationen der Fall: wenn „Aufruhr“ gezogen wird und jede Menge Unruhemarker auf dem Plan sind, oder wenn der Nachzugstapel alle wird, und das letzteres nicht passieren würde, war ja schon klar), war ich damit relativ entspannt, ich wollte nämlich unbedingt direkt in den Mobilien bauen (Effekt: am Anfang des Zugs eine Karte ziehen und eine abwerfen, super für Mumm), und die kosten Asche.

    So ging es also los, das wilde Spekulieren um die Siegbedingungen. Eine Mitspielerin verplapperte sich mittendrin, da sie ihre kontrollierten Bezirke zählte und vergessen hatte, dass sie sie am ANFANG ihres Zuges kontrollieren muss (das ist so essentiell, das hatte ich echt mehrfach erklärt, steht ja auch dabei) – wir hatten es uns aber eh schon gedacht, dass sie einen der Lords hatte. Damit wusste ich auch direkt, dass kein anderer Lord im Spiel war, da ich mir zwischenzeitlich 2 der 3 restlichen Persönlichkeiten angucken durfte, und da waren 2 Lords dabei.
    Als wir dann bei einer anderen Spielerin 7 Handlanger zählten, lag der Verdacht nahe, dass hier ein Vetinari am Werk war – sofort wurde ordentlich was weg gemeuchelt. Dann lagen da plötzlich irre viele Unruhemarker, und bei 9 dieser Marker würde ja der gute Drachenkönig gewinnen – dafür blieb dann ja nur der letzte Mitspieler übrig. Ich befeuerte natürlich jeden Verdacht, um von mir selbst abzulenken, und zählte immer lauthals meine kontrollierten Bezirke durch, um als Lord zu erscheinen. Tatsächlich stellt sich am Ende heraus, dass der vierte Spieler uns auch an der Nase herumgeführt hatte, der war nämlich der gute Chrysopas, der geldgierige Troll.

    Auf Mumm und mich achtete niemand – alle zogen fröhlich Karten, ich natürlich auch. Ein Bezirk, durch den ich Handkarten verkaufen konnte, kam mir auch noch sehr gelegen. Meine Mobilien verlor ich leider durch Dämonen, aber dennoch neigte sich der Kartenstapel mehr und mehr dem Ende zu, und mit dem Ziehen der letzten Karte konnte ich den guten Mumm offenbaren und damit gewinnen.

    Da war Leben am Tisch! Es wurde gemeuchelt was das Zeug hielt, Gebäude wurden einfach ausgetauscht, Geld wurde erpresst – wir schenkten uns echt nix, wie immer in diesem Spiel. Und was soll ich sagen – anfangs hatte ich noch kurz gedacht, dass es eine gewagte Wahl war, dafür dass sich nicht mal alle am Tisch vorher kannten und noch nie miteinander gespielt hatten – aber ich hatte die Truppe gut eingeschätzt, hatte sich bei Tiefseeabenteuer ja schon abgezeichnet. Es war Riesengelächter am Tisch, Trash Talk vom Feinsten, natürlich wurde bei jedem bekannten Scheibenwelt-Charakter wild gequietscht und wir hatten eine mega gute Zeit. Kam richtig gut an.

    Damit hatten wir uns gut warm gelaufen, und nach dem Essen kam dann noch ein bisschen Gekloppe auf den Tisch mit
    #Smallworld, zu viert
    Wie immer war die Erklärung des Spielprinzips schnell erledigt und verstanden, die Rassen-Kombinationen erforderten dann aber etwas Einarbeitung und Nachdenkzeit. Unter anderem hatten wir Berserker-Elben, Kommando-Riesen, fliegende Hexenmeister, Sumpf-Halblinge und anderes buntes Volk auf dem Tisch. Nach den ersten beiden Runden waren alle drin, hatten verstanden wie man Siegpunkte macht, und das fröhliche Ausbreiten, Draufhauen und Untergehen ging los. Nach einer munteren und spaßigen Partie konnte ich mit 93 Punkten den Sieg davon tragen, obwohl es nach den ersten beiden Runden gar nicht gut für mich aussah, da ich mein Startvolk falsch eingeschätzt hatte, es wurde mir sehr schnell weg geschnetzelt. Aber die plündernden Menschen (realistischstes Volk des Abends) und die kampierenden Wassermänner (hihi) retteten mir dann doch noch viele Punkte ins Ziel.

    Auch hier wurde das Spiel direkt auf einer Einkaufsliste notiert – macht einfach immer wieder Spaß, da waren sich alle einig. Den Rest des Abends verratschten wir dann, aber es war ein sehr gelungener Nachmittag und alle freuen sich schon aufs nächste Mal.

    Also dann, das waren meine letzten 10 Tage – langsam rückt die Messe immer näher und freue mich wie irre, auch wenn ich dank meines Knöchels sicher auf Schmerzmitteln laufen werde. Trotzdem wird das super :love: Schöne Spielewoche euch allen!!

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  • Nachdem wir in der ersten Urlaubswoche noch jedes unserer mitgenommenen Spiele auf dem Tisch hatten, wurde es in Woche zwei spielerisch ruhig. Zumindest bis zum großen Tag des Packens. Als ich die Exit-Spiele ebenfalls wieder einpacken wollte, beschloss meine Frau hier könnten wir Platz einsparen und so kam die Einsteigerschachtel noch auf den Tisch


    Exit - Das verfluchte Labyrinth

    Partie Nr. 1

    Fast wäre die Box wieder zusammen gepackt und doch mit nach Hause genommen worden.

    Das Einstiegsrätsel ließ uns sehr ratlos zurück und erneut musste ich feststellen, das es mir regelmäßig schwer fällt meine Gehirnwindungen auf die Einsteigerboxen einzustellen.

    Nach dieser fast 20 minütigen Verzögerung des Einstieges in das Abenteuer wurde es aber alles flüssiger und so konnte die restliche Box relativ gut gelöst werden. Es ist stets unterhaltsam und faszinierend was sich nach all den Teilen noch an Gedanken gemacht wird um die Spieler erneut zu begeistern. Ich in gespannt wir lange das noch so geht.


    #Exit-DasVerfluchteLabyrinth