Gaspreise - Austausch

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  • Hallo ihr Lieben,

    ich würde mich gerne Mal zum Thema Gaspreise mit euch austauschen. Einen Thread für Strom haben wir ja bereits.

    Wir sind bei ePrimo und haben nun zum 01.10.22 unsere Erhöhung bekommen: 16cent/kwH - vorher 6cent/kWh. Das macht bei uns aus einem Abschlag von 100€/Monat einen von 300€/Monat. Holla die Waldfee. Hätten wir unsere Praxisräume nicht aufgegeben um die Praxis mit ins Haus zu nehmen, wäre da jetzt mehr Monat am Ende des Geldes übrig.
    Haus umrüsten auf Wärmepumpe ist preislich nicht drin, weil dann überall Fußbodenheizung rein müsste und es unklar ist, ob WP baurechtlich vor das Haus darf (schmale Reihenhaussiedlung). Photovoltaik geht nicht, weil Dach zu klein und wegen eigener und Nachbarsgauben quasi immer verschattet. Bleibt nur Gas oder der Check ob ein Anschluss ans Fernwärmenetz möglich ist...

    Puh!

    Wie macht ihr das? Was bedeuten die aktuellen Gaspreise für euch?

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  • Es ist mittlerweile schon fast egal auf was man geht wenn man kein neues Haus hat. Preislich explodiert gerade alles. Wir haben das Dilemma das die Öl Heizung schon fast 30 Jahre alt ist und wir absolut nicht wissen was wir machen sollen. Wir heizen noch mit Pellets zu damit wir weniger Öl brauchen, aber die Sackware kostet grad viermal so viel wie vor eineinhalb Jahren.


    Die Fernwärme wär zwar in der nähe braucht aber anscheinend noch Jahre bis die bis zu uns gelegt ist.

  • Die Fernwärme wär zwar in der nähe braucht aber anscheinend noch Jahre bis die bis zu uns gelegt ist.

    Weiß jemand, wie das mit der Fernwärme aussieht? Ich wohne in einem Mietshaus mit Fernwärme und das uns versorgende Heizkraftwerk hat einen Energiemix, der zu fast 50% auf Gas, Öl und Steinkohle beruht. Ich habe gerade keine Ahnung, mit was für einem Anstieg wir rechnen müssen. Nichtmal unser Vermieter, der hier früher bei der GASAG gearbeitet hat, weiß, was da auf uns zukommt.

  • Wie macht ihr das? Was bedeuten die aktuellen Gaspreise für euch?

    Wir sind bereits bei 17 Cent, dann nochmal Gaspauschale extra. Ihr habt es also noch relativ gut getroffen. In meiner Mietwohnung wird Heizung und Warmwasser mit Gas erzeugt und separat abgerechnet. Ich hab bereits im letzten Jahr den Gasverbrauch dadurch, dass ich die Gastherme individuell ein- und ausschalte, nur dann heize wenn es unbedingt nötig ist und auf Warmwasser nahezu vollständig verzichte, um die Hälfte gesenkt - Mein Voranschlag hat sich aber verdoppelt. Die 100 Euro im Monat Krieg ich zwar gestemmt, aber zusammen mit dem gestiegenen Strompreis sind das aktuell 100-150 Euro mehr im Monat, die Nebenkosten kommen ja auch noch, und dann noch die horrende gestiegenen Lebensmittelkosten... Aktuell heißt das für mich: kein Besuch der Spiel, keine Spaßkäufe mehr, gespielt wird was da ist, alle Abos sind gekündigt, der Desktop-PC und die Heimkinoanlage sind stillgelegt. Im Dezember gibt es tariflich mehr Geld, in Februar dann die nächste Tarifstufe, bis dahin heißt es wohl Zähne zusammen beißen und notfalls einen Kredit aufnehmen.

  • Wir haben schon im Dezember letzten Jahres eine (damals) deutliche Preissteigerung mitgemacht und hoffen dass uns die Stadtwerke dieses Jahr wohlgesonnen ist. Aber auch da hat sich unser Abschlag schon auf 160€ beinah verdoppelt. Wenn man jetzt mal auf den Vergleichsportalen Angebote einholt wird einem schwindelig. Wir landen dann bei beinah 500€ Abschlag im Monat. Somit sind wir bei unserem Grundversorger tatsächlich gut aufgehoben.

    Wir sind aber gerade dabei Angebote für eine Wärmepumpe einzuholen. Unser Haus (1980 gebaut) hat zum Glück überall schon Fußbodenheizung, somit stellt das kein Problem dar. Welche Art der Wärmepumpe wissen wir allerdings noch nicht, hoffen dass wir um eine teurer Bohrung rumkommen und evtl. schon Erdkollektoren reichen. Der Stellplatz sollte kein Problem sein da unser Haus voll unterkellert ist. Wir wurden aber schon gewarnt, dass es aktuell nach einer Lieferzeit von einem dreiviertel Jahr aussieht.

  • Wir wurden aber schon gewarnt, dass es aktuell nach einer Lieferzeit von einem dreiviertel Jahr aussieht.

    Da hat man noch Glück. Allein unsere Handwerksbetriebe hier sind bis fast Ende 2023 ausgebucht... Selbst für Reparaturen einen zu kriegen ist die Pest und dann sind die Preise für Wärmepumpen ja auch massiv gestiegen und mit den steigenden Strompreisen relativiert sich eine Wärmepumpe schon massiv, wenn man nicht zusätzlich Photovoltaik aufs Dach setzt - was preislich auch explodiert ist und lange Lieferzeiten hat...

    Es ist zum kotzen. Trotzdem ist es richtig, dass wir dem Kremlin nicht in den Arsch kriechen.

  • Naturstrom hat unseren Gaspreis von 10,45 auf 22,25 Cent erhöht, unser Abschlag steigt von 117,- auf 240,- €. Zum Glück hat sich vorletzten Monat im Rahmen einer längerfristig geplanten Umschuldung unserer Immobilienfinanzierung die monatliche Belastung verringert, das federt den höheren Abschlag so weit ab das uns das jetzt nicht das Genick bricht.

    Wir beziehen unser Warmwasser auch über die Gaszentralheizung und haben letzten Monat schon angefangen, Warmwasser zu sparen - Kleinigkeiten werden nicht mehr heiß gespült, beim Duschen war nicht soviel Potential, da wir bereits früher schon versucht haben da Wasser zu sparen. Allerdings haben wir da jetzt nochmal die Temperatur an der Mischbatterie gesenkt. Bei der Hitze ist das ja auch noch nicht so schlimm, immerhin sind so nur 150 KW/h für Warmwasser draufgegangen, das sind gut 20% weniger als vorher.

    Bei der Heizung haben wir jetzt erstmal stumpf alle Thermostate auf 16°C programmiert und werden die Temperatur nur erhöhen, wenn es notwendig wird, d.H. wenn Schimmel droht oder Wollsocken und -Pullis nicht mehr reichen.

    Mein pubertierender Sohn heizt seinen Stall eh mit Biogas, PC- und Konsolenabwärme, im Schlafzimmer hatten wir die Heizung Dank Wasserbett auch noch nie an, also zumindest nachts werden wir nicht frieren müssen.

    Wie weit wir tatsächlich runtergehen können wird sich im Winter zeigen, aber Alternativen zu Heizung runterdrehen und warm anziehen haben wir aktuell mangels Verfügbarkeit von Handwerkern, Wärmepumpen, Solarzellen leider auch nicht.

    Liebe Grüße

    Cal


    "Herrgott, etwas Gescheiteres kann einer doch nicht treiben in dieser schönen Welt als spielen"

    - aus "Klein Eyolf" von Henrik Ibsen

  • Bei uns (EFH, 4 Personenhaushalt) schaut die Entwicklung beim Gaspreis zuletzt so aus.

    4,66 Cent/ kWh (ab 01/2021)

    6,30 Cent/ kWh (ab 01/2022)

    8,82 Cent/ kWh (ab 09/2022)

    Der Grundpreis ist praktisch gleich geblieben.

    Ich hatte tatsächlich mit schlimmeren gerechnet.


    Alternative zum Gas haben wir real nicht.

    Eine PV Anlage in Kombination mit Wärmepumpe würde sich bei uns niemals rechnen wegen ungünstiger Dachausrichtung und zu großer Bäume im Umfeld. Wurde bereits ausgiebig geprüft.

    Wir haben stattdessen im Frühjahr eine neue Gastherme bestellt, um an der Front technisch wieder up to date zu sein, soweit man das sagen kann. Die jetzige Therme ist noch vom Hausbau vor 20 Jahren.


    Ansonsten sind wir schon immer sehr sparsam gewesen was Heizen und Warmwasserverbrauch angeht.

    Da sehe ich kaum Möglichkeiten weiter zu optimieren.

    Einsparpotential im Haushalt gibt es an anderen Stellen bei uns (Ausgaben für Einkäufe, Restaurantbesuche, PKW Nutzung)

    Und wir bekommen bald unseren ersten E PKW im Austausch gegen einen Diesel PKW. Zumindest fällt dann der teure Dieselkraftstoff weg. Und unser Strompreis ist aktuell weiter unverändert.

  • Mit Änderung des Förderkatalogs der BAFA wird einem als Hausbesitzer ganz deutlich vorgegeben, was von der Regierung gewünscht wird: Sanierung der Bestandsgebäude vorzugsweise mit Wärmepumpentechnik als Wärmeerzeuger in Kombination mit einer PV-Anlage.

    Weiß garnicht, wo das Problem ist 😂🍻


    Pellets? Pfft, irgendetwas zu verbrennen, ist immer schlecht. Förderung runter. Kann man auch gut mal besteuern 😁


    Eine kurzfristige Lösung wird man aktuell sowieso nicht mehr umgesetzt bekommen. Die Verfügbarkeit von Fachbetrieben zur Umsetzung sowie natürlich fehlende Komponenten (Wechselrichter, Batteriespeicher, etc.) hauen die Preise und Ausführungszeiten hoch.


    Was sagt der Energieberater (Förderung 5% bei Sanierungsfahrplan)?

    Sofern man aktuell noch einen brauchbaren findet: Gebäudehülle sanieren, dann die Heizungstechnik.

    Dies gilt insbesondere für diejenigen, welche mit dem Gedanken der Wärmpepumpe (Luft-Wasser, Geothermie) spielen.

    Letztlich bringt die beste Wärmpumpe nichts, wenn dein Verbrauch so hoch ist, dass du vornehmlich mit Strom heizt 😁👍🏼

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  • Die Fernwärme wär zwar in der nähe braucht aber anscheinend noch Jahre bis die bis zu uns gelegt ist.

    Weiß jemand, wie das mit der Fernwärme aussieht? Ich wohne in einem Mietshaus mit Fernwärme und das uns versorgende Heizkraftwerk hat einen Energiemix, der zu fast 50% auf Gas, Öl und Steinkohle beruht. Ich habe gerade keine Ahnung, mit was für einem Anstieg wir rechnen müssen. Nichtmal unser Vermieter, der hier früher bei der GASAG gearbeitet hat, weiß, was da auf uns zukommt.

    Sagt auch unsere Vermietung (München). Die sind relativ entspannt und meinen: Warten wir es ab.

  • Was sagt der Energieberater (Förderung 5% bei Sanierungsfahrplan)?

    Sofern man aktuell noch einen brauchbaren findet: Gebäudehülle sanieren, dann die Heizungstechnik.

    Dies gilt insbesondere für diejenigen, welche mit dem Gedanken der Wärmpepumpe (Luft-Wasser, Geothermie) spielen.

    Letztlich bringt die beste Wärmpumpe nichts, wenn dein Verbrauch so hoch ist, dass du vornehmlich mit Strom heizt 😁👍🏼

    Genau so ist es. Und da ich unser Haus nicht einhüllen möchte und auch keine Fußbodenheizung nachträglich einbauen will (Haus Bj. 87) kommt eine Wärmepumpe füt mich nicht in Frage. Ein Umbau in ein Niedrigenergiehaus käme bei mir einer Kernsanierung gleich. Ich habe letztes Jahr vom Öl auf Gas umgestellt, was anderes machte damals keinen Sinn, was jetzt mit dem Gaspreis (und den Energiekosten allgemein) passiert, war so schlimm nicht vorhersehbar. Auch wenn es politisch nicht ganz unerwünscht ist .... Im Moment liege ich noch bei 12,3 Cent pro kwh Gas, aber das wird so nicht bleiben. Also wird gespart, ich habe aber auch noch als Trumpf 2 Holzöfen im Haus, und die werden im Winter stärker als bisher zum Einsatz kommen und dank Solarthermie auf dem Dach habe ich die letzten 3 Monate kein Gas verbraucht.....

    Einmal editiert, zuletzt von hajott59 ()

  • Wir haben stattdessen im Frühjahr eine neue Gastherme bestellt, um an der Front technisch wieder up to date zu sein, soweit man das sagen kann. Die jetzige Therme ist noch vom Hausbau vor 20 Jahren.

    Ich kenne die Gründe nicht für den Tausch, ich hoffe nur ihr tauscht nicht wegen dem Energieverbrauch. wird die neue Therme Heizwert oder Brennwert? Bzw heizt ihr mit Fußboden/Wandheizung oder mit Radiatoren?

  • Meines Wissens nach (so sagte es mir ein Fachmann) gehen Wärmepumpen auch ohne Fußbodenheizung.

    Aber dann muss man für jeden Raum die Größe des Heizkörpers berechnen (und dann anpassen) und wie oben schon geschrieben: Wo kein Handwerker, da keine Renovierung.


    Wie lang hält überhaupt eine Wärmepumpe?

    Bei einer Anschaffung von 30.000€ möchte man das ja nicht in 10-15 Jahren noch mal machen müssen.....

  • Wir haben stattdessen im Frühjahr eine neue Gastherme bestellt, um an der Front technisch wieder up to date zu sein, soweit man das sagen kann. Die jetzige Therme ist noch vom Hausbau vor 20 Jahren.

    Ich kenne die Gründe nicht für den Tausch, ich hoffe nur ihr tauscht nicht wegen dem Energieverbrauch. wird die neue Therme Heizwert oder Brennwert? Bzw heizt ihr mit Fußboden/Wandheizung oder mit Radiatoren?

    Wir tauschen nicht wegen des Verbrauchs.

    Wir bekommen jetzt einen Buderus Brennwerkessel. Das ist ein technologischer Sprung im Vergleich zur eingebauten Heizwerttherme und dürfte effizienter sein.

    Die jetzige Therme fällt auch regelmäßig aus, verursacht höhere Kosten für Wartung und Reparaturen. War eher die günstigste Variante damals, die die Vorbesitzer hatten einbauen lassen.

    Wir haben im gesamten Haus Fußbodenheizung.

  • Ach ja, die Uhr tickt. Besitzer alter Heizungen, werden bei einem Wechsel ab 2025 sowieso genötigt sein, einen Wärmeerzeuger zu wählen, welcher seine Energie zu mehr als 60% aus regenerativen Quellen schöpft.


    Was nun als Hausbesitzer?

    Ruhe bewahren! 😁

    Wenn die eigene Heizung noch relativ neu ist, folgende Frage stellen: Lohnt sich die erneute Investition in einen neuen Wärmeerzeuger? - für ein Einfamilienhaus musste man für den Wechsel von z.B. Öl auf Pelletheizung mit Kombi Solarthermie vor einem Jahr noch mit Investitionen von ca. 60k EUR (ohne Förderung) rechnen. Bei Wechsel auf eine Wärmepumpe lässt es sich für Bestandsgebäude ohne Fußbodenheizung nur schwer beziffern. Wechsel der Heizkörper, Option von Wand- oder Deckenheizflächen wären zu prüfen. Kann schnell sehr teuer werden. Den Umweltgedanken mal ausgeblendet, kann man dafür lange fossile Energieträger nutzen und man wartet auf die bezahlbare Nutzung grüner Wasserstofftechnologie 🤔


    Andernfalls sich auf die Warteliste beim Gebäudeenergieberater und einem Fachbetrieb für Heizungstechnik (sollte auch einen "hydraulischen Abgleich“ durchführen können - eigentlich selbstverständlich) setzen und gut beraten lassen.


    Am Ende steht bei jeder Variante aber immer die Voraussetzung, den eigenen Energieverbrauch dauerhaft zu senken -> eigenes Nutzerverhalten und Optimierung der Wärmehülle. Die Behaglichkeit aber dabei nicht aus den Augen verlieren 🍻

  • Meines Wissens nach (so sagte es mir ein Fachmann) gehen Wärmepumpen auch ohne Fußbodenheizung.

    Aber dann muss man für jeden Raum die Größe des Heizkörpers berechnen (und dann anpassen) und wie oben schon geschrieben: Wo kein Handwerker, da keine Renovierung.


    Wie lang hält überhaupt eine Wärmepumpe?

    Bei einer Anschaffung von 30.000€ möchte man das ja nicht in 10-15 Jahren noch mal machen müssen.....

    Entscheidend ist halt der Wärmebedarf. Es gibt wohl auch schon spezielle Radiatoren, aber die Wassertemparatur für die Heizung bewegt sich bei einer Wärmepumpe sinnvoll nur im niederen Bereich. Und da ist eine Fußbodenheizung prädestiniert dafür. Dazu noch tüchtig dämmen/isolieren, sonst wird aus der WP eine teure Stromheizung.

    Bei Freunden von uns ist im letzten Winter nach (ich weiß es nicht genau) 10-12 Jahren die WP kaputt gegangen, die Reparatur hat rund 5000€ gekostet und 2 Monate hatten sie gar keine Heizung. Das kann passieren, war aber nicht so prickelnd. Warme Räume wurden in der Zeit mit Holz erzeugt, geduscht wurde bei Nachbarn ...

  • Wir haben im gesamten Haus Fußbodenheizung.

    ok dann zahlt sich der Tausch auch vom Energiebedarf aus. So ca. 20% schauen da durchschnittlich raus.

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  • Wir tauschen nicht wegen des Verbrauchs.

    Wir bekommen jetzt einen Buderus Brennwerkessel. Das ist ein technologischer Sprung im Vergleich zur eingebauten Heizwerttherme und dürfte effizienter sein.

    Die jetzige Therme fällt auch regelmäßig aus, verursacht höhere Kosten für Wartung und Reparaturen. War eher die günstigste Variante damals, die die Vorbesitzer hatten einbauen lassen.

    Wir haben im gesamten Haus Fußbodenheizung.

    Ich habe letztes Jahr mir eine Brennwerttherme einbauen lassen. Auch einfach aus dem Grund, weil die alte fast 30 Jahre alt war. Ersparnis bisher knapp 15% bis 20% im Gegensatz zum Vorjahr. Ich habe aber normale Wandheizkörper und den Sondereffekt beim Gasverbrauch, dass ich dieses Jahr meine Küche saniert habe und dadurch auch etwas weniger Gas verbraucht habe (Gaskochfeld). So viel macht das ersparte Kochen im Gasverbrauch zwar nicht aus, geht da aber schon mit rein. Von um die 15% Ersparnis wird allgemein gesprochen. Das passt.

  • Wenn die eigene Heizung noch relativ neu ist, folgende Frage stellen: Lohnt sich die erneute Investition in einen neuen Wärmeerzeuger? - für ein Einfamilienhaus musste man für den Wechsel von z.B. Öl auf Pelletheizung mit Kombi Solarthermie vor einem Jahr noch mit Investitionen von ca. 60k EUR ...

    Den Umweltgedanken mal ausgeblendet, kann man dafür lange fossile Energieträger nutzen und man wartet auf die bezahlbare Nutzung grüner Wasserstofftechnologie

    Ich finde es immer interessant das hinsichtlich der CO2-Bilanz immer nur der Verbrauch zu Rate gezogen wird. Der größte CO2-Treiber ist der Bau. Wenn ich Altes durch Neues ersetze, dann verursache ich also je nach Maßnahme eine ganze Menge CO2. Wenn man das dann auch noch "relativ neu" durch "neu" ersetzt, dann wird die CO2-Bilanz dieser Maßnahme spannend.

  • Naturstrom hat unseren Gaspreis von 10,45 auf 22,25 Cent erhöht, unser Abschlag steigt von 117,- auf 240,- €. Zum Glück hat sich vorletzten Monat im Rahmen einer längerfristig geplanten Umschuldung unserer Immobilienfinanzierung die monatliche Belastung verringert, das federt den höheren Abschlag so weit ab das uns das jetzt nicht das Genick bricht.


    Bei der Heizung haben wir jetzt erstmal stumpf alle Thermostate auf 16°C programmiert und werden die Temperatur nur erhöhen, wenn es notwendig wird, d.H. wenn Schimmel droht oder Wollsocken und -Pullis nicht mehr reichen.

    Ist denn euer Einkommen wirklich so sehr auf Kante genäht, dass euch eine Verdopplung des Gasabschlages zu solch radikalen Maßnahmen zwingt, zumal ihr aktuell auch noch Ersparnisse durch die Umschuldung habt? Ich meine die Heizung etwas herunter drehen ok, aber 16 Grad stelle ich mir nicht gerade angenehm vor. Das wird man deutlich merken. Wollsocken werden da definitiv nicht reichen. Da müssen gute Hausschuhe her. Hinsichtlich des Schimmels würde ich dir da dann unbedingt regelmäßige Begehungen und Kontrollen im Haus empfehlen (Ecken, insbesondere an den Außenwänden kontrollieren). Das meine ich überhaupt nicht zynisch. Wenn du Feuchteschäden zu spät entdeckst, könntest du von den Kosten zur Beseitigung des Schimmels + eventueller weiterer Schäden einige Winter ordentlich heizen.

  • Nö, ich wollte nur nicht schreiben das uns die Erhöhung finanziell nicht juckt 😁

    Wir haben im Winter bei uns eh nur 19-20 Grad, wärmer brauchen wir es nicht.

    Wenn wir nur ein Grad runtergehen sparen wir schon viel Gas ein, nur ist es für uns einfacher sich von unten nach oben in einem bequemen Bereich hoch zu regeln, als von einem sehr bequemen runterzugehen. Am Ende wird unsere Zieltemperatur vermutlich bei 18 Grad liegen.

    Aus finanzieller Sicht müssten wir nicht sparen, aber wir sehen uns dazu verpflichtet - Solidarität und so. Gas ist/wird knapp, und jede KW/h die wir schadlos einsparen kann anderswo vielleicht sinnvoller eingesetzt werden.

    Liebe Grüße

    Cal


    "Herrgott, etwas Gescheiteres kann einer doch nicht treiben in dieser schönen Welt als spielen"

    - aus "Klein Eyolf" von Henrik Ibsen

  • Ich habe letztes Jahr mir eine Brennwerttherme einbauen lassen. Auch einfach aus dem Grund, weil die alte fast 30 Jahre alt war. Ersparnis bisher knapp 15% bis 20% im Gegensatz zum Vorjahr. Ich habe aber normale Wandheizkörper und den Sondereffekt beim Gasverbrauch, dass ich dieses Jahr meine Küche saniert habe und dadurch auch etwas weniger Gas verbraucht habe (Gaskochfeld). So viel macht das ersparte Kochen im Gasverbrauch zwar nicht aus, geht da aber schon mit rein. Von um die 15% Ersparnis wird allgemein gesprochen. Das passt.

    Das lässt sich technisch nicht durch Brennwerttechnik alleine erklären. Da müssen andere Effekte noch dazu einwirken. Ein alleiniger Wechsel von Leistungsgleichen Geräten von Heizwert auf Brennwert die mit Heizkörpern betrieben wird kann nicht 20-30% ausmachen. Es sind im besten Fall 5%.

  • Ich habe letztes Jahr mir eine Brennwerttherme einbauen lassen. Auch einfach aus dem Grund, weil die alte fast 30 Jahre alt war. Ersparnis bisher knapp 15% bis 20% im Gegensatz zum Vorjahr. Ich habe aber normale Wandheizkörper und den Sondereffekt beim Gasverbrauch, dass ich dieses Jahr meine Küche saniert habe und dadurch auch etwas weniger Gas verbraucht habe (Gaskochfeld). So viel macht das ersparte Kochen im Gasverbrauch zwar nicht aus, geht da aber schon mit rein. Von um die 15% Ersparnis wird allgemein gesprochen. Das passt.

    Das lässt sich technisch nicht durch Brennwerttechnik alleine erklären. Da müssen andere Effekte noch dazu einwirken. Ein alleiniger Wechsel von Leistungsgleichen Geräten von Heizwert auf Brennwert die mit Heizkörpern betrieben wird kann nicht 20-30% ausmachen. Es sind im besten Fall 5%.

    Hydraulischer Abgleich der Heizkörper?

  • Zwei Anmerkungen zum Thema Heizungstypen, was evtl. doch Alex SpieLama passen könnte:


    1. Es gibt mittlerweile auch Hybrid-Heizungen aus Gas und Wärmepumpe. Das ist insbesondere für Altbauten interessant. Die Hauptleistung übernimmt die Wärmepumpe und nur für den Teil der zu ineffizient wird, wird Gas hinzugeschaltet. Meine Eltern haben seit neuestem so eine Heizung. Die Erfahrung ist entsprechend noch nicht da, wurde aber im Voraus auf 90% WP und 10% Gas geschätzt. Haus dazu ein paar hundert Jahre alt und dämmmäßig auf dem Stand der neunziger Jahre. Aber auch in einem der beiden Geschosse eine Fußbodenheizung.


    2. Es haben auch viele Energieberater das Thema Erdwärmesonde und Grundwasser-Wärmepumpe nicht so auf dem Schirm. Das sind beides effizientere Systeme als die gewöhnlichen Luftwärmepumpen, die allerdings in der Erstellung mit gewissen Risiken verbunden sind, die am besten ein Geologiebüro abschätzen sollte. Bei Sonden gibt's je nach Bundesland aus Gründen des Grundwasser- und Bodenschutzes für das Bohren Abbruchkriterien, so dass eine Bohrung auch abgebrochen werden könnte und bei Grundwasserwärmepumpen muss dauerhaft ausreichende Mengen an geeignetem Grundwasser zur Verfügung stehen. Zusätzlicher Vorteil bei beiden Systeme ist der geringe Platzbedarf und eben kein Lärm, was für Reihenhäuser interessant sein kann.

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  • Die Fernwärme wär zwar in der nähe braucht aber anscheinend noch Jahre bis die bis zu uns gelegt ist.

    Weiß jemand, wie das mit der Fernwärme aussieht? Ich wohne in einem Mietshaus mit Fernwärme und das uns versorgende Heizkraftwerk hat einen Energiemix, der zu fast 50% auf Gas, Öl und Steinkohle beruht. Ich habe gerade keine Ahnung, mit was für einem Anstieg wir rechnen müssen. Nichtmal unser Vermieter, der hier früher bei der GASAG gearbeitet hat, weiß, was da auf uns zukommt.

    Also der lokale Versorger bei uns hat 25% Gas im Energiemix und hat angekündigt den Preis von Fernwärme um 50% anzubheben.

  • Wir haben noch bis Ende des Monats Preisbindung.....

    Laut der Internetseite unseres Anbieters steigt die monatliche Zahlung um fast das 10 fache 😳


    Mal schauen wie sich das entwickelt. Unser lokaler Anbieter kostet wenigstens "nur" das 4 fache.

  • Für die üblichen Erdwärmetauscher braucht man schon gut Platz ums Haus, da sind die Grundwasser mit ihren Schächten platzsparender aber auch teurer.

    Wir stellen jedenfalls fest, dass wir alles richtig gemacht haben. Fertighaus mit sehr guter Dämmung und vorgesetzter Klinkerfassade, die nochmal zusätzlich ein Dämmungspolster bildet ohne den Luftaustausch (Schimmel) zu behindern. PV-Anlage ist auf einer Seite des Hauses seit knapp 10 Jahren und bei Bedarf kann die zweite Seite auch aufgerüstet werden. Bisher sehr effiziente Gasheizung (teurere aber bessere Variante damals genommen), weswegen wir entspannt nach guten Wärmetauschern schauen können und es nicht so eilig haben mit der Umrüstung. In nächster Zeit dürfte sich da auch noch einiges mit der Weiterentwicklung tun. Fußbodenheizung wird bei uns ncht notwendig, nur leicht größere Heizkörper. Akkus sind zudem auch in der Planung, werden aber vorerst von der Entwicklung her auch erst beobachtet.

    L'Art Noir
    Game Design, Translation and Media Studio

    Einmal editiert, zuletzt von AndreMW ()

  • Freunde ziehen in eine neue Wohnung (100m²) und ich habe mal nachgeschaut, was da auf sie zukommt. Da sie vorher keinen eigenen Gasvertrag hatten, müssen sie jetzt neu abschließen.
    Der Vorverbrauch beim Altmieter sollte bei 11.000kWh liegen. Die derzeitigen Angebote des Grundversorgers liegen noch mal 4ct/kWh über der Grundversorgung, die aber auch bald angehoben wird.
    Der Tarifrechner schmeißt dann 375,- € Abschlag/Monat raus für Gas.
    Strom wird derzeit NICHTS vom Grundversoger angeboten.

    “Once you've got a task to do, it's better to do it than live with the fear of it.”

  • auch keine Fußbodenheizung nachträglich einbauen will (Haus Bj. 87)

    Weil das ja öfter als Argument gegen eine Wärmepumpe angeführt wird, weil der Aufwand und auch die Kosten in einem Bestandsgebäude sehr hoch sind:

    Mittlerweile gibt es eine alternative Einbaumöglichkeit. Bei "neueren" Estrichen, in den meisten Fällen wohl fast alles, was in den letzten 40 Jahren gebaut wurde, kann man eine Fußbodenheizung in den bestehenden Estrich einfräsen. Wir haben das machen lassen. Die Kosten im Vergleich zur Entfernung und zum Neueintrag des Estrichs mit Einbau einer Fußbodenheizung dürfte wohl im Vergleich lediglich bei 25-50% der Kosten liegen. Wer da Genaueres wissen will, kann mich gerne anschreiben. Dazu komt der Zeitvorteil. Das Einfräsen und Verlegen der Leitungen sowie der Anschluss hat für das gesamte Haus lediglich 2 Tage gedauert und danach konnte sofort der neue Bodenbelag gelegt werden.

    Falls also jemand einen Besatndsbau hat und entsprechenden monetären Spielraum, wäre das zumindest etwas, das man sich einmal ansehen und Angebote einholen könnte. Das wird dann zwar auch erst etwas für die Heizperiode 2023, aber immerhin. DIe entsprechenden Firmen arbeiten in der Regel bundesweit. Wir sind bisher sehr zufrieden. Vorteil ist sogar, dass die Heizung deutlich schneller anspricht als eine im Estrich verlegte Fußbodenheizung und eher mehr Wärme in den Raum abgibt, da sie ja nicht vom Estrich vollständig umschlossen ist.

    Ach ja? Definier mir "normal"!

  • Für die üblichen Erdwärmesonden braucht man schon gut Platz ums Haus, da sind die Grundwasser mit ihren Schächten platzsparender aber auch teurer.

    Das ist beides falsch. Also sowohl was Platz als auch was den Preis angeht. Vermutlich verwechselt du Erwärmesonde mit Erdwärmeflächenkollektoren oder den ähnlichen Erwärmekörben.


    Bei den Sonden braucht's je nach zulässiger Tiefe für ein EFH circa 1-3 Bohrungen. Bohrdurchmesser kleiner < 300 mm, Schächte (in der Regel ab 800 mm) braucht es hier nicht. Das ist dann der gesamte Platzbedarf im Außenbereich.


    Die Kosten sind aufgrund der Bohrtiefen von mehreren 10er manchmal auch 100er Metern in der Regel höher. Etwas wird es aber kompensiert, da hier ein anderes Bohrverfahren verwendet werden darf, mit dem deutlich schneller gebohrt werden kann. (da schafft man eine hundert Meter Bohrung am Tag).

  • Ich habe mal eine - vielleicht naive Frage - zur entgültigen Abrechung.


    Meine letzte Ablesung des Gaszählers war Ende März 2022 - die nächste wird dann wieder ca. 12 Monate danach sein.


    Wie wird in der Jahresabrechung 2023 denn mit den Preissteigerungen über das Jahr 2022 umgegangen? Bei mir war es vom 1.1.2022 bis 31.7.2022 6,10 ct/kWh und ab dem 1.8.2022 sind es jetzt 10,19 ct/kWh.


    Wird dann der Gesamtverbrauch gleich unter den Monaten aufgeteilt? Also 7 Monate zu 6,10 Cent und die weiteren dann mit 10,19 Cent? Oder werden die 10,19 Cent für den gesamten Verbrauch dann angenommen? Einen Zwischenstand habe ich ja nicht übermittelt zum Zeitpunkt der Preiserhöhung.

  • Der Zwischenverbrauch wird geschätzt, Du zahlst pro Monat den Preis der in dem Monat gültig war - deshalb muss der Anbieter Dir ja Preiserhöhungen rechtzeitig mitteilen, es sei denn wir erreichen Notstufe 3.

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  • 11.000kWh

    Wow!! Das ist aber imho recht viel für eine 100m² Wohnung.
    Bleibt zu hoffen, dass die Vormieter es einfach nur gerne extrem warm hatten und nicht wirklich gespart haben.

    Zum Vergleich: Wir haben in den letzten Jahren im Schnitt 10.000 KWh verbraucht:

    3 Personen, 110 m², Heizen und Warmwasser über die Gasheizung.
    Unser Haus ist eine Doppelhaushälfte, Baujahr irgendwo zwischen 1923 und 1928.
    Voll unterkellert, der Keller ist unbeheizt, hat nur einen dünnen Estrich auf dem Lehmboden, ist immer feucht und die Kellerfenster (diese kleinen zweiteiligen mit Gitter und Glas) sind auch nicht wirklich dicht - sprich der Keller ist immer kalt, wobei im Kellerraum unter der Küche ein Heizkörper ist den wir im Winter verwenden um wenigstens ein wenig Kälte aus dem Küchenboden zu vertreiben, da wir keine Geschossdeckendämmung haben - dafür ist der Keller zu niedrig. Und im Heizungsraum ist es auch durch die Heizung minimal wärmer und trockener, aber der gesamte Keller aus 4 Räumen hat keine Türen.

    Der Treppenaufgang vom Keller ins EG ist seitlich zum Flur hin nur mit Holz verschalt, die Treppe ins OG ist ebenfalls eine einfache Holztreppe, wo ich allerdings die Stufen von unten mit einer dünnen Dämplatte etwas gedämmt habe.

    Die Fassade ist weder verkleidet noch isoliert, die Wände sind 40 cm dick aus Ziegelstein.
    Das Dach ist ebenfalls nur mit 15-20 cm Dämmwolle zwischen den Sparren gedämmt, das DG ist ausgebaut und lediglich auf 16°C im Winter beheizt - wir drehen da nur sehr selten höher.

    Liebe Grüße

    Cal


    "Herrgott, etwas Gescheiteres kann einer doch nicht treiben in dieser schönen Welt als spielen"

    - aus "Klein Eyolf" von Henrik Ibsen

  • Ich werde auf jeden Fall den Zähler zum 01.10. (da greift meine Erhöhung) ablesen und sowohl dem Gasnetzbetreiber als auch meinem Gasanbieter mitteilen.

    Bislang haben die auch bei unterjährigen Preisanpassungen immer taggenau abgerechnet.

    Liebe Grüße

    Cal


    "Herrgott, etwas Gescheiteres kann einer doch nicht treiben in dieser schönen Welt als spielen"

    - aus "Klein Eyolf" von Henrik Ibsen

  • Bei Neuabschluss kostet es in 21423 monatlich € 689,00 Gas (18.000 kw Verbrauch) und € 141,50 Strom (2.500 kw) Abschlag bei Vattenfall. Bei kleineren Anbietern kann man etwa € 150,00 sparen, aber da gibt es immer die Unsicherheit, ob die in ein paar Monaten noch da sind.


    Da die Gaslieferungen jetzt ja offenbar ganz gestoppt wurden, sollten wir auf einen milden Winter hoffen.

  • 11.000kWh

    Wow!! Das ist aber imho recht viel für eine 100m² Wohnung.

    Naja, 8.000-12.000kWh gelten als "Durchschnitt" für 2-Personen-Haushalten, und bei 100qm ist man da ja schon eher drüber. Es hängt halt wahnsinnig viel von den baulichen Bedingungen ab. Meine zugige Altbau-Dachwohnung wird netterweise von den Nachbarn im Winter bisher gut mitgeheizt, so dass ich lediglich im Schlafzimmer selbst heizen muss; das wird dieses Jahr wahrscheinlich anders. Meinen eigenen Verbrauch habe ich durch die o.g. Sparmaßnahmen auf 4.000kWh senken können, aber das sind 60qm und ein nur-am-Wochenende-3-Personen-Haushalt.

  • Wow!! Das ist aber imho recht viel für eine 100m² Wohnung.
    Bleibt zu hoffen, dass die Vormieter es einfach nur gerne extrem warm hatten und nicht wirklich gespart haben.

    Zum Vergleich: Wir haben in den letzten Jahren im Schnitt 10.000 KWh verbraucht:

    Tatsächlich liegst du damit deutlich unter dem Durchschnitt. Durchschnittlich wird 140kwh pro QM verbraucht. Bei Warmwasser liegt man bei 160kwh, wobei es sich mir nicht erschließt was das mit den QM zu tun haben soll. :/

  • Wie Archibald Tuttle schreibt, wenn du keinen Zählerstand meldest (du solltest dazu mit der Preisanpassung aufgefordert wesen sein), wird dieser geschätzt.

    Für die Schätzung des Zählerstandes werden deine Verbräuche aus der Vergangenheit sowie die Heizgaskurve herangezogen. Die Heizgaskurve basiert grob gesprochen auf den Durchschnittstemperaturen einer Temperaturmessstelle in deiner Nähe. Man nennt diese Kurve auch teilweise "Badewanne", da es einmal die Heizperiode Januar bis März/April gibt, dann gehen die Temperaturen über den Sommer hoch (und der Gasverbrauch runter) bis ab September/Oktober wieder die nächste Heizperiode beginnt.

    Was ich mittlerweile auch gelernt habe, dass viele ihren Gasverbrauch "nicht verstehen". (nicht böse gemeint, bisher war es ja auch relativ irrelevant). Der Gaszähler misst in m³. Abgerechnet wird aber in kWh, also der "Energieleistung". In Deutschland gibt es verschiedene Gasnetze. L- und H-Gas. Bei L-Gas kann man grob von einem Faktor (m³ -> kWh) von 9,5 bis 10 und bei H-Gas von 10,5 bis 11,5 rechnen. (Bitte in die aktuelle Rechnung schauen). In der Rechnung findet Ihr mehrere Multiplikatoren (z. B. Z-Zahl, Brennwert, ), aber zur Orientierung reicht der "Gesamt-Faktor" wie beschrieben.

    Ich kann auch nur jedem empfehlen, öfter Zählerstände notieren (ich mache es seit Jahre monatlich). In den Heizperioden macht es wöchentlich Sinn, wenn man den Effekt von Einstellungen an der Heizung "messen" will. (Auch das sind wieder grobe Tipps zu Selbsthilfe, der Fachmann kann das natürlich deutlich besser). Auch ein Trugschluss ist, dass man viel Energie sparen kann, wenn man die Heizkörper runter dreht. Wenn die einzelnen Räume mit der Heizungsanlage kommunizieren, dann stimmt dies. Meistens (Oft) ist dies nicht der Fall. Dann liefert die Heizung immer genug Wärme um alle Räume z. B. auf 21 Grad zu heizen. Wenn man jetzt überall die Heizkörper auf "20 Grad" runterdreht, wird zwar weniger Energie verbraucht, aber nicht in dem Maße wie man sich es vorstellt. Da es auf den Weg in die Räume Verlustwärme gibt. Daher an der Heizungsanlage einstellen, was die "Max-Temperatur" der Räume sein soll.

    Was man auch selber machen kann, ist den Wasserdruck im Heizungssystem überprüfen (und ggf. Wasser nachfüllen) und die Heizkörper - sofern möglich - zu entlüften.