Bloodstones von Martin Wallace

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  • Martin Wallace unternimmt einen neuen Versuch mit einem Eigenverlag: Wallace Designs. In Australien angesiedelt, diesmal aber mit ein paar richtigen lokalen Mitarbeiterinnen. Das erste Spiel, das wohl bald bei Gamefound gefördert werden kann, ist Bloodstones, ein leicht asymmetrisches Fantasy-Strategiespiel mit Stoff-Maps und sowas wie Domino-Steinen für die Einheiten.


    Auf BGG ist vor kurzem das Designer-Diary gestartet. Hier auch schon ein erstes How to Play:

    [Externes Medium: https://youtu.be/QTuCuzQ1dkU]


    Was haltet ihr davon?

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  • Da geht's mir fast genau andersrum. Hab bei weitem noch nicht alle Martin Wallace Titel gespielt, aber alle die ich gespielt habe, fand ich super.


    Entsprechend Blicke ich der Sache gespannt entgegen.


    Edit. Da war jemand schneller 😉

    Einmal editiert, zuletzt von The1Def ()

  • Brass ist für mich ein absolutes Meisterwerk. Leider kommen die anderen gespielten Titel nicht da heran. Oftmals endet es also damit, dass ich bei Brass bleibe. Er hat auch recht viele Spiele, die ich nur ok fand.

  • Martin Wallace spiele haben was.

    Ich mag die meisten.

    Wie evil_puck schon sagte,

    sehr kreativ, nie ganz rund 😁

    Und Richard Garfield….

    Magic …. :gott:

    Aber ich habe auch schon mal von Leuten gehört denen Magic nicht gefällt.

    Ich dachte das wären Gerüchte

  • Magic nie gespielt, kein Interesse.


    Vielleicht ist es dieses "nicht ganz rund"...bei so einem berühmten Namen erwarte ich etwas, was so rund ist wie ein Hulla Hoop reifen...keine Ahnung

  • Ich bin auch ganz bei 'EvilPuck': mag viele Wallace-Spiele wirklich sehr. Eine meiner Hoffnungen an seinen neuen Eigenverlag war eigentlich, dass er seine Spiele wieder mit mutigeren, auch 'erwachseneren' Themen ausstattet, wie er es zu War- und Treefrog-Zeit oft getan hat. Bloodstones ist leider nur generisches Fantasy... und interessiert mich daher leider ähnlich wenig wie z.B. Mythotopia. Aber wer weiß schon, was das Spiel jenseits des Themas kann.


    Ich freue mich jedenfalls auf den neuen Wallace-Verlag. Bin gespannt, ob die Neupublikationen redaktionell so rundgelutscht werden wie seine Auftragsarbeiten für die etablierten Verlage, oder ob sie doch wieder sehr viel 'Mitarbeit' der Spielerinnen und Spieler brauchen. Mit einem Mittelweg wäre ich wohl auch zufrieden... :)

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  • Magic nie gespielt, kein Interesse.


    Vielleicht ist es dieses "nicht ganz rund"...bei so einem berühmten Namen erwarte ich etwas, was so rund ist wie ein Hulla Hoop reifen...keine Ahnung

    Berühmt ist ja relativ im Brettspiel Bereich. Viele der "ersten" Spiele waren sehr limitiert im kleinen Verlag und kamen dann später noch Mal raus. Fürsten von Florenz z.B. , ist irgendwie was anderes als ein FFG Spiel.


    Ich mag Discworld, a Few acres of snow, Brass (hab inzwischen 4 verschiedene Auflagen...), Wildlands, Auztralia aber auch wirklich die ganzen sehr komischen Treefrog und Eisenbahn Spiele.

  • Wallace-Spiele gab es immer schon in zwei Qualitäten: Seine Eigenen und die in anderen Verlagen veröffentlichten, welche zumeist nicht die gleiche Qualität haben. Unter seinen eigenen Designs sind einige meiner absoluten Lieblinge. Aber, und das ist ein riesiges ABER

    Martin ist einfach kein Geschäftsmann. Das wird garatiert wieder ein Desaster a la Moongha Invaders

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Ich weiß zwar nicht warum wir hier über andere Wallace Spiele reden, aber warum zum Hoff wurde A Study in Emerald noch nicht erwähnt? :S

    geekeriki.tv

    YouTube.com/geekeriki

  • Das wird garatiert wieder ein Desaster a la Moongha Invaders

    Was hat er denn da gemacht? (Ich hab MI erst recht spät gebraucht gekauft und offensichtlich was versäumt...)

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  • Ich habe noch nie ein Wallace Spiel gespielt, dass mich überzeugt hat...gut Eisenbahnspiele interessieren mich nicht, ähnlich wie Richard Garfield...zwei große Namen, hab kein einziges Spiel von denen.

    Tjo, shit happens! Ich besitze auch nur Brass Lancashire und Rise of Empires von ihm und habe ewig Magic gespielt. Alle anderen Titel von beiden Autoren finde ich bestenfalls ok.

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  • Auf BGG schrieb MW er spiele mit dem Gedanken, das Spielbrett vielleicht auf Stoff zu drucken, dann könnte man das komplette Spiel im Beutel mitnehmen und überall spielen.

    So einen Ansatz finde ich super, deswegen habe #HivePocket immer im Rucksack.


    Ich hoffe das Spiel bleibt bis auf die Anleitung sprachneutral, dann bin ich da dabei. Das kurze „How to play“ macht auf jeden Fall Lust auf mehr!

  • Hier übrigens der Link zur Kampagne: Bloodstones

    Irgendwie witzig, das MW schon so lange an dem Spiel bastelt, dass es früher noch Runestones hieß, jetzt aber umgetauft wurde und 2023 nun als Bloodstones erscheint, wo im gleichen Jahr ein weiteres Spiel namens Bloodstone herauskommen soll.


    Das Spiel soll ja nur über die Kampagne zu beziehen sein und nicht im Verkauf landen… als Laie frage ich mich da immer wieso? MW ist ja kein Unbekannter in der Brettspielblase. Kann mir da nicht so richtig vorstellen, dass der Mann keinen Verlag findet.


    Und wenn es nicht im Verkauf landen soll, wie ist das dann zu verstehen, dass sie mit anderen Partnern im Gespräch sind wegen Lokalisationen?


    Was auf jeden Fall sicher ist, die Kampagne wird teuer. Angepeilt waren mal 80$, aber aufgrund der überall gestiegenen Kosten werden jetzt 100$ aufgerufen und dazu kommen noch Steuer und wahrscheinlich recht hohe Versandkosten.

    Wenigstens soll die Kampagne keine AddOns oder anderen Kram bieten, um den Käufern mehr Geld aus der Tasche zu locken.

  • Regel gelesen. Der klare Fokus auf die Asymmetrie bei starkem Streamlining im gesamten Rest gefällt mir. Bei "Wargame" denkt man ja erstmal an tausende von Detailregeln, aber das hier ist mechanisch absolut auf das Wesentliche runterbrochen. Bewegen, kämpfen, punkten. Fertig. Bloodstones ist so viel oder so wenig "Wargame" wie etwa Small World. Eine klare Wargame-Basis, aber so stark als Euro der Area Control Richtung verpackt, dass der Nicht-Kenner von den Wargame-Wurzeln nicht mehr allzu viel merkt. Von den 28 Seiten Anleitung sollte man sich hier auch nicht täuschen lassen. Die enthält noch Anhänge mit allen Einheiten, Strategietips und ist dazu sehr platzverschwenderisch gesetzt. Die kurzen zusammenfassenden Sätze im rechten Drittel der Seite erinnern da etwas an die klassischen Alea-Anleitungen.

    Martin Wallace respektiere ich als sehr kreativen Spieleautor und das kommt auch hier durch. Mechanisch ist's wirklich interessant mit den Multi-Use Spielsteinen (die mit "Domino" nicht viel zu tun haben außer einem 2:1-Seitenverhältnis) und mit den individuell unterschiedlichen Wertungen, die jeder Spieler zweimal im Spiel auslöst, wenn er seine Armee "durchgespielt" hat, d.h. ausgespielt oder damit bezahlt -- eben "multi use". Nach seiner letzten Wertung spielt man einfach weiter, bis alle Mitspieler zweimal durch sind (bzw. dreimal im 2er-Spiel). Würde ich alles gerne mal bei TTS ausprobieren.

    Es fällt mir allerdings sehr schwer, darin ein 150-Euro-Spiel zu sehen, denn in diesem Bereich wird das wohl mit Versand und Steuer kosten. Mag sein durchaus, dass das Material besonders edel wird und der Preis daher irgendwie gerechtfertigt ist. Aber mein Interesse wäre höher, wenn es ein normal produziertes Spiel für einen normalen Preis wäre. Spielplan, ein Stanzbogen pro Spieler mit den ganzen Plättchen, fertig. Pappe reicht doch, genau wie's auch bei Small World reicht. Mehr ist da an dem Spiel gefühlt nicht dran. Irgendwas Deluxe-mäßiges brauche ich nicht bei einem unbekannten Spiel und einem Autor, dessen Stärken erwiesenermaßen wirklich rein bei der kreativen Autoren-Rolle liegen und nicht beim handwerklichen Rundschleifen als Redakteur oder gar auf der wirtschaftlichen Seite als Verlagschef.

    Sprich: Für den aufgerufenen Preis ist mir hier zu viel Risiko dabei. Herr Wallace sollte wirklich versuchen, seine Ideen bei Verlagen unterzubringen und andere Leute die Sachen machen lassen, die sie besser können als er. Dann würden bestimmt auch keine Sätze in der Anleitung bleiben wie: "The factions are not balanced, some are more powerful than others. However, any imbalance can be overcome with superior play." Arghh! Wenn man sich beim Regelschreiben selbst ins Knie schießen will, dann so. (Richtig wäre etwas in der Richtung von: "The factions are balanced. However, some factions require more experience to play well." Das wäre eher vermittelbar. Wobei das dann natürlich auch wirklich der Fall sein muss, ohne indirektes Balancing durch die Spieler, die sich gemeinsam auf den Führenden stürzen müssen. Testen, testen, testen.)

    Dieses Beispiel, wo Imbalance vom Autor einfach kurzerhand als "völlig okay" deklariert wird, dient mir exemplarisch dafür, dass ich angesichts des hohen Preises zu sehr fürchte, dass das Spiel mit etwas Pech -- ich möchte fast sagen: in typischer purer Wallace-Manier ohne kompententen Redakteur dahinter -- nur in Vollbesetzung und unter den passenden Umständen vernünftig funktioniert. Soll heißen: In der 4er-Runde, in der jeder das Spiel gut kennt, "weiß man halt", dass man gemeinsam gegen Fraktion X anspielen muss, wenn sie Y tut. Nun ja. Sowas macht ein Spiel nicht automatisch schlechter, aber es reduziert es ohne Not auf bestimmte Spielerkreise -- und selbst bei diesen verlangt es dann wiederholtes Spiel in kurzer Abfolge. Ich denke: Das muss doch auch besser gehen; andere Verlage/Autoren kriegen's ja auch hin. Und sowas ist mir dann tendenziell keine ca. 150 Euro für ein unbekanntes Spiel wert.

  • Ich habe die Regeln auch nicht gelesen - und werde sie vor Erhalt des Spiels nicht lesen.


    Ich sehe das von MetalPirate erwähnte Risiko, bin aber zu neugierig. „Früher“ war auf der Spiel meist mein erster Gang zu seinem Stand um das neue Spiel zu kaufen - enttäuscht wurde ich eigentlich nie. Warum sollte es jetzt so sein?


    Und den Mut von Autoren wie ihm oder z.B. Cole Wherle, auch Ungewöhnliches zu veröffentlichen, belohne ich gerne. Was soll ich mit dem x-ten JASE?

    Einmal editiert, zuletzt von Bernd68 ()

  • Er muss unbedingt seinen (Redakteur-)Kompagnon finden, so wie Uderzo/Goscinny, Greg/Hermann o.ä..

    Gibt es in der Brettspielwelt ähnliche Duos?

    Jo, schon. Autor Stefan Feld + Redakteur/Verlagschef Ralph Bruhn [Hall Games] ist eine starke Kombination. Autor Alexander Pfister + Redakteur Viktor Kobilke [Ex-Eggertspiele] war das ebenso. Aber die Wallace-Problematik des superkreativen Autors, der ohne fähige Redaktion zum Ausbügeln der handwerklichen Unsauberkeiten nur die Hälfte wert ist -- das ist anscheinend schon ziemlich speziell...


    „Früher“ war auf der Spiel meist mein erster Gang zu seinem Stand um das neue Spiel zu kaufen - enttäuscht wurde ich eigentlich nie.

    Hmmm. Das sehe ich anders. Ich hatte schon diverse Wallace-Spiele, aber dauerhaft bleiben durften eigentlich nur diejenigen, die in einer zweiten oder späteren Edition von einer fähigen Redaktion "geradegezogen" worden sind (Age of Steam, London, Brass). Anderes wie z.B. Moongha Invaders oder Ships musste irgendwann gehen, weil sie trotz schöner Ideen nicht über "jo, ganz nett" hinauskamen. So Wallace-Dauer-Probleme wie "nur in Vollbesetzung gut" sind dann einfach ein Killer-Argument, wenn mal wieder Platz im Regal geschaffen werden muss.


    Und den Mut von Autoren wie z.B. ihm oder z.B. Cole Wherle, auch Ungewöhnliches zu veröffentlichen, belohne ich gerne. Was soll ich mit dem x-ten JASE?

    Dem ersten Satz möchte ich ja noch zusammen, aber der zweite Satz bzw. die Frage danach ist doch ein bisschen komisch... Es gibt auch noch die Möglichkeit, weder das unreife Experiment noch das x-te JASE zu kaufen.

  • Ich find's Projekt ganz spannend. Erinnert mich ein klein wenig an ein thematischer es und mehrspielerfähiges War Chest. 140 Euro inkl. Shipping und VAT scheint mir auch relativ fair. Ich bin Mal drin und lasse dafür Quodd Heroes liegen.

  • Die EU Versandkosten sind noch nicht in Stein gemeißelt, aber sollen wohl im Bereich 20-32$ liegen (siehe Kommentar).


    Aber bedeutet Customs friendly nun mit oder ohne USt?


    Es gäbe auch noch die Möglichkeit eines 6er Gruppenpledges mit 30% Ersparnis auf das Grundspiel… :/

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  • [...] mehrspielerfähiges War Chest [...]

    An War Chest musste ich auch ein paar Mal denken. Wenn der Text oben nicht eh schon so lang geworden wäre, hätte ich das auch genannt, weil es neben Small World gut die grundsätzliche Richtung des Designansatzes beschreibt. Aber genau das zeigt auch ein bisschen die Problematik. War Chest hat direkt bei AEG einen Listenpreis von $49.99. Mit Pokerchips als Spielsteinen, also auch bewusst aufgewertet und eben keine Pappplättchen. Im US-Handel rund 40 Dollar und selbst hier als Importspiel bei Fantasywelt 42,49 EUR incl. Versand. Das ist dann deutlich eher die Kategorie "kann man mal ausprobieren".

    Ob du Bloodstones für 140 Euro inkl. alles bekommst, da würde ich mal ein Fragezeichen dran machen. Auch sowas wie Wechselkurse (hier: von australischen Dollar ausgehend) wird von Machern gerne mal schöngerechnet bzw. nicht berücksichtigt, dass die Kreditkartenfirmen beim Umrechnen aus exotischen Währungen auch nochmal ihren Gewinn mit dem Kurs machen. Ich würde mich da eher fragen, ob die Kampagne für diesen Preis überhaupt ausreichend Schwung und Backer jenseits der sehr überzeugten Wallace-Fans gewinnt.

    Und dann gibt's da noch die -- bei Wallace ja durchaus angebrachte -- Frage, ob man statt "mehrspieler-fähig" nicht lieber sagen sollte "Vollbesetzung mit gleich guten Spielern zwingend erforderlich". Ein "mehrspieler-fähig", d.h. spielbare mit allen möglichen Spielerzahlen, wäre mir deutlich lieber, wenn man ~150 Euro ausgeben soll.

  • Es gäbe auch noch die Möglichkeit eines 6er Gruppenpledges mit 30% Ersparnis auf das Grundspiel…

    Interessant. Das hieß gestern in der Vorschau noch "Shop Pledge", d.h. meine Befürchtung war, dass ein Händlernachweis erforderlich wäre. Mit der Benennung als Group Pledge offensichtlich nicht mehr. Das könnte ein Weg sein, für einen akzeptablen Preis an das Spiel zu kommen.

    Leider noch keine Versandangaben für die EU, weder für Group Pledge noch für die normalen Pledges. Finde ich auch schon wieder ziemlich unprofessionell, eine Kampagne zu starten, ohne wenigstens eine Schätzung für diesen wichtigen Markt abgeben zu können.

    Jemand Interesse an einer TTS-Probepartie? Regeln könnte ich erklären.

  • Hatte ich auch so in Erinnerung, aber in den Kommentaren wurden sogar ein paar ermutigt über den Gruppenpledge sich das Spiel nach Kanada zu holen, weil dorthin der Versand anscheinend nochmals teurer ist.

    Interesse wäre da an einem Gruppenpledge. Mit 6 Leuten (inkl. mir) ist das ja auch noch in einem überschaubarem Rahmen.


    TTS wäre ich auch interessiert, ist zwar nicht meine bevorzugte Spielweise, aber das Spiel reizt mich sehr. Natürlich fällt dann die Haptik flach, was für mich bei diesem Spiel ein großer Punkt ist.

    MetalPirate hat es ja schon angesprochen, theoretisch würde das auch mit Pappplättchen umsetzbar sein. Aber das könnte man mit Schachfiguren auch machen, nur will das niemand so spielen. 😄

  • MetalPirate hat es ja schon angesprochen, theoretisch würde das auch mit Pappplättchen umsetzbar sein.

    Jo. Und auf Basis des Regel-PDFs ließe sich sogar mit erstaunlich geringem Aufwand eine Print'n'Play Version basteln. Seite 5 ist die Karte und auf Seiten 22/23 gibt's alle Spielsteine. (Seitenzahlen aus PDF. Das Dokument selbst benennt Seite 3 als Seite 1, also dort immer zwei abziehen.) Das in der passenden Größe/Anzahl ausdrucken und auf Pappe kleben, Beutel aus dem Vorrat, für Villages/Citadel irgendwelche Würfelchen oder Zylinder aus dem Materialvorrat, Battles Tiles durch D8-Würfel ersetzen (-> Wertebereich anpassen/umrechnen bei Einsatz eines "Faction Tiles" zum Kämpfen), PnP fertig. Verbesserung/Aufmotzen nach Wahl möglich, z.B. durch 3D-Druck.

    Und weil das so einfach ist, materialmäßig ist nämlich an Bloodstone nicht viel dran, finde ich es auch so schwer, hier ~150 Euro zu rechtfertigen. Erst recht, wenn man bei Herrn Wallace gewisse Zweifel haben kann, wie gründlich das Spiel getestet und ausbalanciert worden ist und wie gut er den Produktions- und Auslieferungsprozess einer Crowdfunding-Kampagne gemanagt bekommt. Und nochmal: Seine kreativen Leistungen als Spieleautor schätze ich wirklich sehr. Aber das ist halt nicht alles, was man in dieser Branche braucht, wenn man aus eigenen Stücken als Einzelkämpfer unterwegs ist...


    Ich versuche mal rauszukriegen, was ein Group Pledge für Deutschland kosten würde. Vielleicht mache ich da etwas. Vorheriges Anspielen ist aber bei mir ein Muss bei diesem Spiel; selbst als Group Pledge dürfte es ja noch dreistellig werden.

    Mal spontan in die Runde gefragt: Wer hätte am Freitagabend Zeit für eine Probepartie auf TTS?

  • Die Teile wurden von MW mit denen von Azul verglichen, da kosten 100 Stück um die 35€. Bei Bloodstones sind fast 240 von diesen (und teils größere) drin und zusätzlich noch die Beutelchen + einen großen für alles, nicht zu vergessen 2-3 Stoffkarten.

    Hive hat ~26 größere Teile für um die 20€ im Beutel.

    Ich möchte den Preis nicht schön reden, aber "materialmäßig ist nämlich an Bloodstones nicht viel dran" kann ich so nicht unterschreiben. Azul und Hive wären ohne das Material lange nicht so beliebt. Es hat einfach was das ganze Spiel über mit solchen Handschmeichlern zu hantieren.

    Bei jeder Partie Brass freue ich mich meine (schnell schwindenden) Pokerchipsberge zu sortieren und möchte das nicht mit Pappgled spielen. Apropos Brass, da steht Freitagabend bei mir eine Partie an, weswegen ich keine Zeit für TTS habe, aber Samstag oder Sonntagabend wäre ich dabei.

  • Aber bedeutet Customs friendly nun mit oder ohne USt?

    Ich verstehe das als: "Keine EUSt (plus ggf. Abgaben des Versanddienstleisters für die von ihnen durchgeführte Zollabwicklung) bei der Zustellung des Pakets, wohl aber 19% Aufschlag auf alles im Pledge Manager". Die 19% dabei für in Deutschland lebende Backer; anderswo der entsprechende Satz.

    Anders ergibt die Darstellung der UK-Situation keinen Sinn. Die Briten zahlen entweder einen EU-ähnlichen Preis ohne VAT im PM, haben aber dann beim Versand von der EU aus auf ihre Insel die Einfuhrabgaben selbst zu tragen, oder sie zahlen etwas weniger für den Versand von UK aus, aber dann im PM für die Einfuhrabgaben (VAT).

    Könnte bzw. sollte das klarer ausformuliert sein? Ja, definitiv! Aber mir ist schon klar, wo sowas herkommt. Das ist halt (wieder mal) ein Beispiel, dass manche Macher es nicht ausreichend schaffen, sich in die Lage der Backer zu versetzen. Der Macher hat mit VAT nicht viel am Hut; aus dessen Sicht kommt das halt im PM automatisch mit dazu, um dann an den Staat abgeführt zu werden. Aber für den Backer ist's natürlich ganz entscheidend, was er am Ende des Tages für ein Spiel bezahlen soll, das will er schon vor dem Backen wissen...


    Die Teile wurden von MW mit denen von Azul verglichen, da kosten 100 Stück um die 35€. Bei Bloodstones sind fast 240 von diesen (und teils größere) drin

    Das ist doch eine Milchmädchenrechnung. Bei Plastikteilen gilt, dass die Kosten maßgeblich durch die Gussformen entstehen. Hohe Einmalkosten, niedrige Stückkosten. Doppelt so viele Teile kosten nicht doppelt so viel in der Herstellung. Okay, es sind keine Miniaturen hier, und die Kosten der Bedruckung steigen schon halbwegs linear mit der Anzahl, aber trotzdem ist der Vergleich der Steinezahl mit Azul deutlich am Ziel verbeigeschossen.

    Im Übrigen finde ich luxuriöse Ausstattungen ("Handschmeichler" hast du's genannt) eher berechtigt bei Jubiläumsausgaben erwiesenermaßen guter Spiele. Weniger bei Designs, die sich erst noch bewähren müssen. Gerade wenn's dort auch sehr viel einfacher (und günstiger) ginge.

    Das letzte, größere Kickstarter-Projekt von Martin Wallace war #Rocketmen (mit dem Verlag PHALANX zusammen, KS-Kampagne 2020, Veröffentlichung 2021). Ich sag's mal so: wer da die Deluxe-Version gebacken hat, wird beim Weiterverkauf sehr viel Geld abschreiben müssen...