Age of Comics: The Golden Years (Lirius Games, 2023)

  • „Age of Comics: The Golden Years“ ist mal wieder ein Arbeitereinsetzspiel, aber das Thema finde ich besonders. Wir stellen fiktionale Comic-Buch-Verlage dar während der golden Ära der Comics (von 1938-1956). Die Grafik der Karten mit den ausgedachten Comic-Heft-Cover von Laura Guglielmo gefällt mir seht gut.


    Das Spiel wird irgendwann auf Kickstarter finanziert:


    Auf Tabletopia und Tabletop Simulator lässt es sich bereits spielen. Es gibt auch einen offiziellen Solomodus, leider ist der aber noch nicht in der Anleitung erwähnt und auch nicht online spielbar. Sollte jemand Interesse an einer Mehrpersonen-Onlinepartie haben, könnt Ihr Euch ja melden.


    BGG-Link: Age of Comics: The Golden Years | Board Game | BoardGameGeek


    Gruß Dee


    #AgeofComics

    Blog (manchmal sogar über Brettspiele): deesaster.org

    Einmal editiert, zuletzt von Dee ()

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  • So, Regeln gelesen. Hier die Kurzzusammenfassung:


    * Spieler repräsentieren Comicbuchverlage

    * Jeder hat 4 Editoren/Arbeiter zum Einsatz bei 6 Aktionen.

    * Durch Aktionen erhalte ich Comicbuch-Entwürfe, Texter und Grafiker. Zusammen kann ich damit ein Comicbuch drucken.

    * Jedes der 24 Originalbücher gibt es auch als Plagiate, die auch gedruckt werden können.

    * Jedes Buch hat Fans und einen Wert (abhängig von Texter und Grafiker), die ich auch nach dem Druck noch erhöhen kann (z.B. durch Weiterbildung der Kreativen).

    * Fans geben mir Einkünfte und Siegpunkte am Rundenende.

    * Der Wert ist für den Verkauf durch den Vertrieb wichtig. Der Vertriebler reist durch die Stadt und sucht sich passende Aufträge. Die Erfüllung bringt wieder Fans.

    * Beim Druck des 2./3./4. Comicbuches darf ich je eine Spezialaktionen freischalten, die zur jeweiligen Hauptaktion gehört.

    * Gespielt wird über 5 Runden.

    * Aktuell für 2-4 Spielerinnen. Solomodus ist in Arbeit.


    Meinung;

    * Anleitung gut strukturiert, aber nach einmaligem Lesen ohne Material nicht alles klar (siehe BGG-Thread: Several rules questions and recommendations | Age of Comics: The Golden Years). Vor allem bei der Freischaltung der Spezialaktionen musste ich interpretieren.

    * Aufbau mit 42 verdeckten Plättchen und bis zu 7/14 aufdecken pro Runde wirkt sehr kleinteilig und aufwändig. Auch Verwaltung von bis zu 48 Buchmarkern (vermutlich eher so 6 pro Spieler in einer Partie), die jede Runde zwingend ein Feld bewegt werden, wirkt aufwändig. Oder das Austauschen von Kreativen nach einer Weiterbildung (weil Marker drauf liegen). Allein das Austauschen von Kreativen als gestapelte Karten bei Tabletopia wird ein Graus.

    * Spiel enthält wenig Neues bis auf das Thema. Arbeitereinsatz ist Standard, Track-Mechanismus ist nicht neu. Interessant ist die Freischaltung von Spezialaktionen, da man nur 3 von 6 freischalten kann.

    * Zeichner und Texter nur durch Namen dargestellt. Zusätzliches Bild wäre immersiver. So verkommt die Karte zu einer abstrakten Farbe plus Wert.

    * Thema ist ansonsten schon spürbar, aber nicht optimal umgesetzt. Die Farbtoken könnten zumindest einem Comicbuch zugewiesen werden. Ideen nur in Fans zu wandeln könnte man thematisch besser erklären. Die Weiterbildung (Lernen und Training) der Kreativen unterscheidet sich nur durch eine andere Geldsumme. Und warum die Vertriebler Auftragsmarker umdrehen, versteh ich nicht. Was tun sie da thematisch?

    * Es gibt drei kleine Variationen, die das Spiel etwas einfacher, oder etwas kompetitiver machen. (Vor allem der Verlust von Fans, wenn Plagiat auf den Markt kommt, klingt spannend.)

    * Symbolik ist gut verständlich. Spiel ist bis auf die Comic-Cover sprachneutral.


    Gruß Dee

    Blog (manchmal sogar über Brettspiele): deesaster.org

    Einmal editiert, zuletzt von Dee ()

  • Ich suche natürlich wie üblich noch Mitspielerinnen bei Tabletopia für eine Testpartie. Wäre schön, wenn das klappt. Regeln kenn ich inzwischen. ;)


    Gruß Dee

  • Dee

    Hat das Label von Preview auf Funding geändert.
  • Der Kickstarter ist heute gestartet. Und das Ziel auch schon erreicht, wobei ich darauf ja eher wenig gebe. Das muss ja nur gering genug angesetzt sein.


    Online könnt Ihr es auf Tabletopia https://tabletopia.com/games/age-of-comics-the-golden-years und TTS https://steamcommunity.com/sha…iledetails/?id=2746332157 testen. Die Regeln stehen auf der Webseite: https://www.liriusgames.com/rules/ Deutsch ist noch in Arbeit.


    Die Standardedition kostet 45 Euro, wobei da aber noch 15 Euro Versand plus VAT dazu kommen. Das sind dann also 71,40 Euro – und nein, das ist zu viel für mich. Ich hatte dem Designer damals gesagt, dass mir das Spiel 45 Euro wert wäre, meinte aber natürlich mit allem drum und dran. Nach wie vor ist „Age of Comics“ ein sehr gutes Spiel, mir aber nicht so viel Geld wert. Es gibt auch noch eine Collectors Edition, die mit allem drum und dran mit 97,60 Euro zu Buche schlägt. Ob das die Extra-Karten, eine Mini-Erweiterung, ein Box-Hülle und ein Insert das einem Wert ist, muss jeder selbst entscheiden.


    Es gibt nur die englische Version zum Kauf. Das ist unter anderem für mich ein Grund, abzuwarten, bis das Spiel lokalisiert wird. Die Macher sagen zwar, es ist sprachunabhängig, aber das stimmt leider nicht ganz. Es sind zwar nur wenige Dinge wie die Aktionsbezeichnung auf dem Spielbrett, die Wörter "Writer" und "Artist" auf den Kreativen-Karten und die Automa-Aktionskarten, aber genug für mich, nicht die englische Version zu nehmen (zumindest Stand jetzt ;) ).


    Ich wünsche den Machern jedenfalls alles Gute. Und hoffe auch, dass meine Automa-Ideen es in die finale Version schaffen. :) "Age of Comics" ist ein tolles Spiel, auch wenn man mit dem Thema nicht so viel anfangen kann.


    Gruß Dee

  • Ich wünsche den Machern jedenfalls alles Gute. Und hoffe auch, dass meine Automa-Ideen es in die finale Version schaffen. :) "Age of Comics" ist ein tolles Spiel, auch wenn man mit dem Thema nicht so viel anfangen kann.

    Aber genau das Thema ist doch mit das Interessante an dem Spiel. :D


    Ohne mich jetzt im Detail mit dem Spiel beschäftigt zu haben. Ich verstehe nicht, wieso sie alles sogar ins Deutsche übersetzen, aber dann nicht als Ausdruck anbieten. Haben sie dazu Stellung genommen?

  • Naja, das kostet halt schon mehr. Die Karten wäre noch ne Kleinigkeit, aber die müssen alle Spielbretter extra drucken je nach Sprache. Ich hätte die ja wirklich sprachneutral gedruckt und mit Symbolen versehen.


    Sicherheitshalber: Es ist wirklich nicht viel Englisch. Und die Anleitung gibt es zumindest auf Deutsch zum Download. Aber dennoch hindert es mich (zusammen mit dem Preis) an der Unterstützung.


    Gruß Dee

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  • Die Standardedition kostet 45 Euro, wobei da aber noch 15 Euro Versand plus VAT dazu kommen. Das sind dann also 71,40 Euro – und nein, das ist zu viel für mich

    Wenn es das Spiel in den deutschen Retail schafft, dann wird man das Spiel sicher für um die 50€ bekommen. Von daher ist der Kickstarter für mich unattraktiv.

  • Bei dem für mich persönlich interessanten Thema habe ich dann zumindest Mal einen Blick auf das Spiel geworfen. Die Mechaniken als solche sind nicht sonderlich schwer und ein Gros dieser Aktionen wird durch Workerplacement getriggert.


    Was genau ist es dann letztendlich, das dieses Spiel von anderen abheben soll? Zum einen ist es die Thematik, da man Comicbuch Publisher ist und versucht, möglichst viele Fans für seine Werke zu gewinnen. Und zum anderen, zumindest für mich, die Mechanik, die Comicbücher der Konkurrenz kopieren zu können. Die Thematik wirkte auch beim Lesen der Anleitung schon durch. Was der besondere Kniff sein soll, erschloss sich mir jedoch zunächst nicht. Um ein besseres Gefühl zu bekommen, habe ich dann erste gespielte Runden auf YT angesehen und denke, dass die Mechanik mit dem Plagiieren herausstach. Teure Originale zu produzieren, bringt für einzelne Werke zwar mehr Fans, das eigene Portfolio aber mit günstigen und auch plagiierten Werken zu erweitern, spart wertvolle Ressourcen. Ich mag die Interaktion, die dadurch auch provoziert wird.


    Was ich kritischer sehe, ist die Bewegung in der Stadt. Man sammelt Aufträge und wendet diese auf die eigenen Werke an. Tatsächlich stört mich, dass ich quasi alle Aufträge eines Genres einsammeln und auf ein einzelnes Comic anwenden kann. Es ist nämlich auch so, dass ich schlechtere Artisten und Schreiber entwickeln kann. Es spricht also eigentlich nichts dagegen, direkt zu Beginn alle Aufträge von einzelnen Genres einzusammeln und diese gegen Ende zu erfüllen - Fans bedeuten in diesem Spiel nämlich Siegpunkte.


    Letztendlich macht mich das Spiel aber sehr neugierig und ich wäre interessiert daran, es Mal ausgiebiger zu testen.


    Die anschließende Frage ist natürlich, ob der Einstieg im KS sinnig ist. Der sehr hohe Preis wurde ja bereits von Dee verdeutlicht. Das wäre definitiv kein Grund, hier zuzuschlagen. Also ist die Frage, ob exklusive Inhalte es rechtfertigen.


    Die Collector's Edition gilt als KS exklusiv:

    enthalten sind neue Comics (da ich das Artwork sehr mag durchaus interessant), ein neues Genre, War (Erklärungen dazu weiter unten, zitiert aus den Kommentaren), und Schreiber und Artisten, die 2 verschiedene Genres beherrschen.

    Es wird also ins bestehende Spiel integriert (wenn man mag) und verändert die Regeln ein wenig.


    Auch eine interessante Frage aus den Kommentaren:

    Zitat von KS Gamer

    1) How does this game plays at 2 players vs higher player counts?

    2) Can the Automa be played with 2 and 3 player games?

    3) Being the cooler components of this game... Will we see more Comic Book Cards and Mini-Comic Book Tiles?

    mit der Antwort darauf:

    Zitat von Lirius Games

    1) In two it's a more relaxed game than in three and four. We assumed that many would have been couple and we didnt' want to destroy relationship :) There is a variant that make the game more aggressive fot two players two. We would also love to see some other players mods :)

    2) It si something we have been considered. the short answer is yes, assuming every player move independently one editor. Yet the game might suffer if one player is too predominant and decide for the others. Did you try it?

    3) We really do hope so :) It will depends on the success of the game.

    Eine deutsche Anleitung kann ich noch nicht einsehen, aber gesagt wird dazu schon folgendes:

    Zitat von Lirius Games

    The English, the italian and the franch have passed the test of many hardcore players our channel and on BGG as well (we are also still constantly updating them). The German, Spanish and Portugues are been done by professional translators. The spanish one on bgg has been done and updated by a fan with whom we re in contact but hasn't released officially from our social channel.

    Und falls es Solospieler interessiert:

    Zitat von Yoon

    Is everything in Collectors Edition (12 extra comics cards, War expansion, 6 double specialisation creative cards) soloable?

    Zitat von Lirius Games

    Thanks for asking. Yes. Rules needs to be aupdated but all the extras will be usable.

  • Teure Originale zu produzieren, bringt für einzelne Werke zwar mehr Fans, das eigene Portfolio aber mit günstigen und auch plagiierten Werken zu erweitern, spart wertvolle Ressourcen.

    Sicherheitshalber: Die Veröffentlichung eines Plagiats ist im Sinne von Geld gleich teuer, weil Du die Kreativen bezahlen musst. Wo Du "sparen" kannst: Du brauchst kein Comicbuch und keine Ideenmarker, sodass Du Dir zwei Aktionen gespart hast. Dafür hat das Plagiat aber auch Nachteile: Zum einen 0 Siegpunkte am Spielende, im Gegensatz zu den 2-6 SP für ein Original. Und: Nur mit Plagiaten kannst Du keine Mehrheiten erhalten. Ich behaupte, dass Du nur mit Plagiaten nicht gewinnen kannst. (Ich müsste das aber einmal durchspielen, um zu wissen, wo ich ungefähr punktetechnisch lande.)

    Tatsächlich stört mich, dass ich quasi alle Aufträge eines Genres einsammeln und auf ein einzelnes Comic anwenden kann. Es ist nämlich auch so, dass ich schlechtere Artisten und Schreiber entwickeln kann. Es spricht also eigentlich nichts dagegen, direkt zu Beginn alle Aufträge von einzelnen Genres einzusammeln und diese gegen Ende zu erfüllen

    Hier sind gleich drei Dinge, die ich näher erläutern will:


    1. Du könntest zwar alle Aufträge eines Genres einsammeln. Aber: Sobald Du ein passendes Comic hast, werden diese erfüllt. Das ist keine Entscheidung von Dir, wann Du diese einsetzt. Sobald es passt, wird der Auftrag erfüllt. Sprich, bis zum Ende aufheben geht nicht.


    2. Alle Aufträge auf ein Comicbuch anwenden ist unsinnig. Du kannst maximal 10 Fans haben. Normalerweise hat Dein Comicbuch so um die 5 Fans. Mit zwei-drei Aufträgen bist Du also schon am Limit, der Rest verpufft einfach. Und wie bei 1 gesagt kannst Du passende Aufträge nicht zurückhalten. Die Kunst ist, die Aufträge dann zu nehmen, dass Du das Limit an Fans optimal ausreizt. Während des Spiels für das Einkommen und in der letzten Runde für die Siegpunkte.


    3. Die Fortbildung der Texter und Zeichner geht nur für um Comic passende Zeichner und ist auch nicht gerade billig. Das geht also auch nicht beliebig als Quelle für wertvolle Comics. Aber es ist eine sehr wichtige Option, die man unbedingt nutzen sollte, um den Wert einer Comicbuch-Reihe zu steigern. Da du die Option pro Kreativen aber nur einmal am Anfang der Runde nutzen kannst, musst Du auch das gut timen mit den Aufträgen, die Du nimmst.

    Letztendlich macht mich das Spiel aber sehr neugierig und ich wäre interessiert daran, es Mal ausgiebiger zu testen.

    Ich kann mal schauen, ob sich eine Partie in TTS oder Tabletopia nächste Woche anbietet, falls Interesse besteht. Ansonsten empfehle ich Dir den Solo-Modus. Der Automa agiert zwar zufällig, nervt aber fast genauso gut wie jeder andere Mitspieler. Es reicht zumindest, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das Spiel anfühlt.


    Gruß Dee

  • Sicherheitshalber: Die Veröffentlichung eines Plagiats ist im Sinne von Geld gleich teuer, weil Du die Kreativen bezahlen musst. Wo Du "sparen" kannst: Du brauchst kein Comicbuch und keine Ideenmarker, sodass Du Dir zwei Aktionen gespart hast. Dafür hat das Plagiat aber auch Nachteile: Zum einen 0 Siegpunkte am Spielende, im Gegensatz zu den 2-6 SP für ein Original. Und: Nur mit Plagiaten kannst Du keine Mehrheiten erhalten. Ich behaupte, dass Du nur mit Plagiaten nicht gewinnen kannst. (Ich müsste das aber einmal durchspielen, um zu wissen, wo ich ungefähr punktetechnisch lande.)

    So meinte ich es auch. Man spart sich ein Comicbuch und die Ideenmarker und damit eben auch wertvolle Züge mit den Arbeitern. Die Plagiate als solche bringen in der Kombinatorik keine Punkte, aber die Fans, die sie einbringen, zählen dazu. Außerdem können sie im Zusammenspiel mit einem Original genutzt werden, die Mehrheit in einem Genre zu erlangen und so nochmals mehr Fans sammeln. Plagiate bringen natürlich nicht nur Vorteile, sonst könnte man ja lediglich auf sie setzen. Aber die Mechanik da herum gefällt mir sehr gut.


    Zitat

    1. Du könntest zwar alle Aufträge eines Genres einsammeln. Aber: Sobald Du ein passendes Comic hast, werden diese erfüllt. Das ist keine Entscheidung von Dir, wann Du diese einsetzt. Sobald es passt, wird der Auftrag erfüllt. Sprich, bis zum Ende aufheben geht nicht.

    Ja, man möchte die Comics natürlich auch nicht aufheben. Was ich damit sagen wollte. Es gibt keinen Nachteil, sich sofort alle möglichen Aufträge einzusammeln und anschließend einen passenden Comic zu entwickeln. Die Fans sind ja letztendlich das, was am Ende die Siegpunkte ausmachen.


    Zitat

    2. Alle Aufträge auf ein Comicbuch anwenden ist unsinnig. Du kannst maximal 10 Fans haben. Normalerweise hat Dein Comicbuch so um die 5 Fans. Mit zwei-drei Aufträgen bist Du also schon am Limit, der Rest verpufft einfach. Und wie bei 1 gesagt kannst Du passende Aufträge nicht zurückhalten. Die Kunst ist, die Aufträge dann zu nehmen, dass Du das Limit an Fans optimal ausreizt. Während des Spiels für das Einkommen und in der letzten Runde für die Siegpunkte.

    Aber ein Comic kann 20 Fans haben? Ich habe gerade nochmals in der Anleitung geschaut, Seite 5:

    Zitat

    If a comic book reaches more than 10 fans, flip the tile over and set it back at the bottom of your track

    Auf der Rückseite der Comicbücher ist auch das 10+ abgebildet und dass es 6$ bringt. D.h. dieses Limit erreicht man eher nicht so einfach.


    Zitat

    3. Die Fortbildung der Texter und Zeichner geht nur für um Comic passende Zeichner und ist auch nicht gerade billig. Das geht also auch nicht beliebig als Quelle für wertvolle Comics. Aber es ist eine sehr wichtige Option, die man unbedingt nutzen sollte, um den Wert einer Comicbuch-Reihe zu steigern. Da du die Option pro Kreativen aber nur einmal am Anfang der Runde nutzen kannst, musst Du auch das gut timen mit den Aufträgen, die Du nimmst.

    Das auf jeden Fall. Es sorgt aber dafür, dass man nicht vollends abhängig davon ist, dass man den 3er Schreiber und den 3er Artisten direkt setzt. Man kann auch mit 2 2ern oder einem 1er und einem 3er gut arbeiten, vor allem wenn man sie zu Beginn anwirbt. Dass man dafür auch Geld braucht, stimmt natürlich. Aber es ist natürlich möglich, zunächst günstig zu beginnen und nach und nach nachzurüsten. Vor allem eben, wenn man seinen Fokus auf 2 Reihen beispielsweise setzt.


    Zitat

    Ich kann mal schauen, ob sich eine Partie in TTS oder Tabletopia nächste Woche anbietet, falls Interesse besteht. Ansonsten empfehle ich Dir den Solo-Modus. Der Automa agiert zwar zufällig, nervt aber fast genauso gut wie jeder andere Mitspieler. Es reicht zumindest, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das Spiel anfühlt.

    Tabletopia habe ich bisher noch nie genutzt, TTS hingegen häufiger. Da wäre ich definitiv dabei. Den Automa müsste ich noch testen, aber ich spiele eigentlich nicht gerne mit einem Automa online.

  • Auf der Rückseite der Comicbücher ist auch das 10+ abgebildet und dass es 6$ bringt. D.h. dieses Limit erreicht man eher nicht so einfach.

    Da hast Du recht, das habe ich falsch gespielt. Was schade ist, denn es stellte mir eine kniffelige Aufgabe, dass ich das Einsammeln der Aufträge optimiere und zum Ende hin, versuche die Fans gleich zu verteilen, um keine zu verschwenden. Schade eigentlich.


    Gruß Dee

  • Da hast Du recht, das habe ich falsch gespielt. Was schade ist, denn es stellte mir eine kniffelige Aufgabe, dass ich das Einsammeln der Aufträge optimiere und zum Ende hin, versuche die Fans gleich zu verteilen, um keine zu verschwenden. Schade eigentlich.


    Gruß Dee

    Ich würde sagen es ändert die Abwägung, die man vornimmt. Nach wie vor kann man kleinere Aufträge sammeln und auf eine größere Masse setzen. Aber eben auch auf einzelne Starke, die einem viel Einkommen bringen. Eine dominierende Strategie sehe ich grundsätzlich nicht, aber eben die Stärke in den Aufträgen. Wer keine sammelt, wird denke ich keine Chance haben, da die anderen ansonsten zu viele Fans sammeln.

  • Wer keine sammelt, wird denke ich keine Chance haben, da die anderen ansonsten zu viele Fans sammeln.

    Das stimmt auf alle Fälle. Wer die Aufträge ignoriert, dessen Comicbuch-Reihen verlieren jede Runde Fans. Das wäre nicht einholbar. Nur über die Aufträge konnte ich am Ende mit > 40 Punkten für die Fans aus dem Spiel gehen.


    Gruß Dee

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  • So, dann möchte ich mich doch auch nochmals zum Spiel äußern. Danke an dieser Stelle an Dee, der sich nochmals die Zeit nahm, sodass ich das Spiel testen konnte.


    Das Lesen der Anleitung war eigentlich durchaus verheißungsvoll - immerhin kann man nicht behaupten, dass man in vielen Spielen Comicbuch Verleger spielen durfte. Da Dee das Spiel bereits gut kannte aus vorherigen Partien und ich mich gut vorbereitet hatte, konnten wir zügig starten. Insgesamt würde ich sagen, ist das Spiel nicht sehr schwer zu erlernen. Die Mechaniken sind sehr eingängig und die meisten Aktionen sind auch relativ schnell absolviert. Aus meiner Sicht ist die komplexeste Regel, wie man seine Angestellte trainieren bzw. "aufleveln" kann. Hier gibt es nämlich diverse Details zu beachten. Es ist aber ein sehr wichtiges Spielelement, da man so die Qualität der eigenen Comicbücher steigern kann.


    Insgesamt würde ich auch sagen, dass das Spiel recht geradlinig verläuft. Mit dem Ausliegen der Aufträge wusste ich zumindest, wie ich meine ersten Züge spielen möchte. Es ist natürlich durchaus wichtig, wie der Gegenüber seine Züge wählt, aber vor allem zu Zweit ist es recht einfach, um die Strategie des anderen herum zu planen. Die mächtigste Aktion ist natürlich, in einem Zug 2 Comics zu publizieren. Nutzt einer jedoch dieses Feld vorschnell und publiziert nur einen Comic, um den anderen zu verhindern, kann der andere einfach auf den nächsten Zug warten, um anschließend eben selbst 2 auf einmal zu veröffentlichen. Das Warten war mir relativ einfach möglich, da ich in der ersten Runde einen Comic veröffentlichen konnte, der direkt mit 12 Fans eingestiegen ist. Persönlich denke ich, dass dieses Element mit mehreren Spielern wesentlich stärker wiegt, da der Kampf um das beste Feld eben ausgeweitet wird. Insgesamt skaliert das Spiel sogesehen nicht optimal für mich. Man muss es sich so vorstellen. Zu zweit sind die untersten 2 Felder einer jeden Aktionsmöglichkeit nicht verfügbar. D.h. an einem Ort können 3 Worker platziert werden. Je Spieler steigt die Anzahl der möglichen Felder um 1. Um die begehrtesten Plätze kämpfen dann aber mehr Leute - diese begehrten Plätze werden nämlich nicht mehr. Oftmals war es bei uns so, dass ich relativ flexibel agieren konnte und selten meinen Plan nicht umsetzen konnte. Dee nimmt diese Runde dieses Feld? Egal, ich kann es immer noch problemlos nutzen oder dann nutze ich eben vorher das andere, da ich sowieso noch anschließend erledigen kann, was ich möchte.


    Die Idee, erst einmal Aufträge eines Genres einzusammeln, macht auch absolut Sinn. Es hat sich relativ schnell herauskristalisiert welche beiden Genres mich besonders interessieren und welche beiden Dee. Die Aufträge sind sehr mächtig, weil sie einem relativ einfach viele Fans bringen. Hat man den passenden Artisten und Schreiber, kann man einfach jeden Auftrag eines spezifischen Genres einsammeln ohne Verluste zu befürchten. Tatsächlich würde ich sagen, dass man vor allem zu Beginn ein spezifisches Genre ohne Risiko sammeln kann, weil man ausreichend Zeit bekommt, Artist und Schreiber gegebenenfalls zu trainieren. Hier und da hatte ich noch kleinere Aufträge anderer Genres, diese machen im Endeffekt aber oftmals einzelne, wenige Fans aus. Das Laufen auf der Map fand ich persönlich auch nicht so zufriedenstellend. Man konnte sich wie gesagt größtenteils aus dem Weg gehen und als Mechanik finde ich es auch nicht sonderlich ansprechend. Die Idee, Replikas nutzen zu können, fand ich im Vorfeld vor allem thematisch super. Die Situationen, in denen sie wirklich Sinn machen, kommen aber relativ selten - schafft man es jedoch, diese Situation zu nutzen, ist es durchaus sehr zufriedenstellend. Aus meiner Sicht bekam ich das beispielsweise hin, da ich durch die Kopie es schaffte, 2 Comics in einer Runde zu publizieren. Ohne das Replikat hätte ich einen zusätzlichen Worker gebraucht, um mir einen neuen Comic zu besorgen, den ich in der Runde jedoch nicht mehr hatte. Dee hätte hingegen auf seine Kopie problemlos verzichten können, da ihm ein Original nicht nur mehr Punkte gebracht hätte zum Ende hin, er hatte auch die Ressourcen, eins zu produzieren. Da ich aber grundsätzlich ein Fan dieser kleineren Gedankenspiele bin, mag ich diese Mechanik durchaus, wenngleich sie bei weitem nicht die Tragkraft hat, die ich mir anfangs versprochen hatte.


    Was besonders gut ist, ist aus meiner Sicht die Thematik und wie sie durch das Gameplay hervorkommt. Ich mag das Artdesign (Ich erwähne aber bewusst, dass sich andere daran sicher stören werden) und finde, dass die Zeichnungen auf den Comics hervorragend gelungen sind. Die Aktionen als solche machen auch allesamt Sinn. Es spielt sich sehr flott und auch wenn das Spiel geradliniger ist, muss man es dennoch gut überblicken. Immer wieder gibt es nämlich kleinere Entscheidungen, die man treffen muss, die durchaus eine große Tragkraft zum Ende hin haben. Persönlich denke ich auch, dass das Spiel mit 3 oder 4 Spielern besser ist, da es an spannenden Überlegungen dazugewinnen dürfte. Die Spielzeit sollte dabei nicht dramatisch ansteigen, da die eigenen Züge wie erwähnt sehr schnell absolviert sind.


    Final bleibt mir zu sagen, dass ich definitiv meinen Spaß an dem Spiel hatte, aber nicht vollends überzeugt werden konnte. Wenngleich ich glaube, dass es mir zu 3. oder 4. sogar recht gut gefallen würde, ist das auch zugleich eine Spieleranzahl, die ich aktuell nicht allzu oft erreiche. Insgesamt konkurriert es mit seinen Mechaniken natürlich auch mit anderen Spielen in meiner Sammlung und zieht dann letztendlich auch da den Kürzeren. Entsprechend wird das Spiel bei mir keinen Einzug in die Sammlung erfahren.

  • Fast noch rechtzeitig für die finalen 48 Stunden der Kampagne möchte ich euch mein Preview zu Age of Comics teilen. Ich habe den Prototypen kurz vor der Messe zugesendet bekommen und habe nun mehrere Partien gespielt. Was ich gesehen und erfahren habe gefällt mir richtig gut. Schaut gern mal rein. Ich habe auch einen kurzen Regelüberblick miteinfließen lassen:


  • Gibt es eigentlich noch eine Möglichkeit beim Spiel mit einzusteigen ? KS habe ich erst zu spät gesehen.

    Ich konnte jetzt nichts Offizielles finden, es sollte aber einen Late Pledge geben. Noch ist der Pledge Manager für das Spiel nicht offen.

    Alles klar, dann behalt ich das mal im Auge.