Iki Spieleschmiede

  • IKi bekommt in der Spieleschmiede mit neuer Grafik eine zweite Chance.

    Die Kampagne ist heute gestartet.

    Die erste Kampagne ist ja nicht erfolgreich abgeschlossen worden, bei der Essen-Messe 2021ist es aber mit seiner überarbeiteten Grafik wieder in den Fokus geraten und als spannend geschildert worden.

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  • Wir hatten uns Iki im letzten Jahr in der englischen Version geholt (ist bis auf die Anleitung sprachneutral). Mir gefällt es, wir haben es allerdings bisher nur zu zweit und zu dritt gespielt. Könnte mir vorstellen, dass es zu viert etwas knackiger ist.

  • Habe das 2017 mal gespielt. Fand es von der Grafik sehr ansprechend und spielerisch gut gelungen.

    Nichts was danach in meine Sammlung musste - das lag aber gewiss nicht an der grafischen Aufmachung.

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

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    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

  • Ich muss ehrlich sagen, dass ich die erste Auflage von der Gestaltung interessanter finde.

    Volle Zustimmung. Wobei ich denke, dass die Neuauflage ein Hauptproblem der alten Version, nämlich die wenig intuitive Ikonografie/Symbolik, beseitigt haben dürfte.

    Unbedingt haben muss man das Spiel trotzdem nicht. Die Suche bringt Spielberichte der alten Version, u.a. einen von mir. Mir war das Spiel zu sehr Punktesalat und auf neudeutsch zu "swingy" mit den ausbrechenden Feuern. Alte Grafik mit etwas redaktioneller Bearbeitung, das wär's gewesen...


    Die sieht einfach mehr nach japanischer Kunst aus. Ich habe nur leider keine Ahnung, wo man diese beziehen kann :(

    Die alte Version konnte man damals in Essen an dem Gemeinschaftsstand der japanischen Kleinverlage kaufen (wenn man rechtzeitig vorbestellt hatte; war schnell ausverkauft). Die verkaufte Stückzahl in Europa dürfte so niedrig sein, dass es sehr, sehr schwer wird, das zu finden.

  • Ich bin froh über die überarbeitete Neuauflage mit dem Re-Design.

    Gefällt mir besser und bekomm ich so auch leichter auf den Tisch.


    Find die Idee mit den Workern cool, dass die auch irgendwann in Ruhestand gehen.

    Und auch das Feuer ausbrechen kann, passt thematisch super zu dem Spiel.

    Bringt einfach noch etwas zusätzliche Spannung mit rein.

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  • Ich konnte die Neuauflage in englischer Version in entspannter 3er-Runde erstspielen. Obwohl, eigentlich war es die zweite Partie, denn kennengelernt habe ich es vor Jahren auf der SPIEL in Essen. Dort wurde damals die Erstauflage von einem deutschsprachigen Übersetzer und seinem nicht deutschsprechenden Meister erklärt. Das war damals eine sehr merkwürdige Situation, weil ich in der Erklärung wenig verstanden habe, der Übersetzer sich aber schon fast bei seinem Meister für jede unserer Nachfragen entschuldigen musste. In Summe unangenehm und so blieb uns das Spiel eher fern, weil wir keine Ahnung hatten, ob wir es damals überhaupt richtig erfasst hatten.


    Seitdem fast schon vergessen und auch nicht vermisst. Jetzt dann in Neuauflage wiedererkannt. Die Symbolik war eigentlich recht gut verständlich und der Spielablauf ebenso eingängig. Durch die nötige Vorausplanung der Schrittweite aber arg erbarmungslos, wenn man selbst zu wenig Optionen hat, um die Schrittweite anpassen zu können. Bis man selbst seinen Zug ausführen kann, hat sich aber eventuell schon etliches verändert, so dass die Vorausplanungen so gar nicht mehr umsetzbar sind. Aus dem Bauch spielen bringt aber auch nichts, weil ohne Optimierungen der vielen Abhängigkeiten, die dann zur Maximierung der eigenen Siegpunkte führen sollen, verliert man den Anschluss. Und Aufholmechanismen kennt das Spiel nicht. Wer gut spielt, hat mehr Potential, noch besser zu werden.


    Dazu kommt diese Feuerleiste. Eigentlich muss man da mitziehen, auch weil davon die Spielreihenfolge abhängt. Und wenn nicht, dann muss man schlicht auf sein Glück hoffen, dass einen das Feuer verschont. Kann funktionieren, ist aber arg riskant und hat heftige Folgen, wenn eben mal eben ein oder zwei teuer erworbene Geschäfte mit aufgelevelten Personal vernichtet wird.


    Ein Spiel mit klarem Lernfaktor, da die ausliegenden Karten viele Vorteile bringen und die muss man erkennen und nutzen. Zudem auch welche eingesammelten Plättchen Punkte bringen und wie man seine Geschäfte platziert und so zeitlich abstimmt, das die zum richtigen Zeitpunkt noch vorhanden sind, um in den Harmonie-Wertungen Bonuspunkte zu bringen, aber dann ebenso zeitig in die eigene Ablage wandern, um dort zu wirken. Nebenbei muss man noch seine Leute ernähren und sollte sich nicht (wie ich) in eine Sackgasse spielen, weil zu lange alle Leute in unbeliebten Geschäften blockiert sind.


    Viel zu beachten und viel Potential, es gut und besser zu machen. Kommt mit seinem einfachsten Rundenablauf arg harmlos daher, bietet aber eine enorme Spieltiefe, wenn man erfolgreich sein will. War gut, aber nur, wenn alle auf Augenhöhe spielen oder eben chancenlose Kennenlernpartien akzeptieren.

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  • Kann man die spielerischen Unterschiede der Versionen nachlesen? Ich habe die erste Version sogar mit gedruckter deutscher Anleitung und frage mich, ob der Umstieg spielerisch lohnen würde.

  • Ich habe das Spiel (neue Version) am letzten Wochenende in Merseburg spielen können und war sehr begeistert.

    Reichhaltiges Material, ein optischer Hingucker, sehr hohe Interaktion, fordert ordentlich das Hirn ohne überkompliziert zu sein und hält den Spannungsbogen wirklich bis zum Schluß. Ähnliches Feedback kam aus anderen Spielrunden.

    Meine persönliche Einstufung: gehobenes Kennerspiel. Könnte sogar auf einer der Listen für den grauen Pöppel 2023 auftauchen.

  • Mein Iki hatte kleine Fehldrucke (rote Nummern, japanischer Text) auf ein paar Karten sowie eine leicht fehlbedruckte Kartenrückseite.

    Happyshops hat das anstandslos und mit netter Email ersetzt, wird mir gerade zugeschickt. Guter Service, hat mich gefreut!


    Das Spiel selbst kam in unserer Gruppe gespalten an, mir gefiel es besser als meinen Mitspielern. Nett fand ich z.B. wie die Händer Erfahrung kriegen, das war für mich eine frische Idee, wie man Anreize zu Interaktivität schafft. Auch der Setbonus fühlte sich auf gute Weise interaktiv an. Dass verschiedene Wege zum Weg führen, ist an sich auch erstmal positiv, aber auf uns wirkte es etwas, hmm, verwaschen. Mir persönlich sind es dazu ein Ticken zuviele Tokens für Setup und Spiel.


    Das Element des gefährlichen Brandes fand ich interessant. Für ein Euro-Spiel ist dieses Glücksspiel ungewöhnlich, mit Pech kann hier einiges kaputt gehen und mit Glück pokert man gut und spart Ressourcen, oder vielmehr gewinnt sie statt in Brandstärke zu investieren. Auf der anderen Seite kann man hier durchaus taktisch spielen, z.B. indem man seine Gebäude hinter die eines feuerfesteren Mitspielers baut (aber dafür vielleicht auf einen attraktiveren Platz mit mehr Setboni verzichtet?). Da die Brandstärke auch die Spielreihenfolge bestimmt, blieb sie aber so oder so interessant.

    Insgesamt hat mir die Idee des Feuer gefallen, weil es den denklastigeren Spielfluss mit gegelentlichem Drama anreichert. Überhaupt hatte ich durchgehend das Gefühl, dass es flott nach vorne ging und ich immer was zu tun hatte.


    Das Material ist prima. Auch wenn ich das alte Design passender fand und ihm erst etwas nachgetrauert habe, hat mich das neue nun überzeugt. Gefällt mir richtig gut.


    Da meine Vielspielerrunde nicht so angetan war, werde ich Iki abgeben. Ansonsten hätte ich es behalten.

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