Folgen aus dem Ukraine Krieg für die Bresttspielindustrie?

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  • Hier soll es nicht um politische Dinge, den Krieg als solches oder Meinungen zur Haltung verschiedener Mächte gehen...


    Meine Frage ist insbesondere an die Verlagsmitarbeiter und Insider, welche strukturellen Wandel nund als Folge des Ganzen entstehen. Natürlich sind auch die Spieler/Käufer gefragt welche Lehren sie aus der Situation mitnehmen.


    Kurz meine Gedanken - China unterstützt Russland ja mehr oder weniger in seinem Vorgehen. Die meisten Spiele werden derzeit in China produziert. Die Umweltfrage stand ja schon länger im Raum. Ethische Aspekte können nun durch die Haltung Chinas hinzu kommen.


    Planen Verläge derzeit die Produktion in China zu stoppen, bzw. diese nach Europa zu verlegen? Wie steht es derzeit mit russischen Verlägen, werden evtl. geplante Übersetzungen verschoben oder gecancelt? Gibt es weitere Aspekte die ich derzeit noch nicht durchblicke, welche die Industrie betreffen?


    Ich selbst möchte als Reaktion auf die Haltung Chinas hin zukünftig nach Möglichkeit Produkte aus China meiden, ergo auch auf Spiele verzichten, die dort produziert werden. Wie sehen ander Spieler das Ganze?

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  • Wird schwierig werden, das Thema ohne die genannten Faktoren diskutieren zu können. Du selbst widersprichst Dich ja schon im ersten und letzten Absatz mit der Aussage über "Reaktion auf Haltung Chinas".


    Ich würde alles bis auf den vorletzten Absatz löschen, um die Diskussion darauf zu fokussieren.

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  • Wird schwierig werden, das Thema ohne die genannten Faktoren diskutieren zu können. Du selbst widersprichst Dich ja schon im ersten und letzten Absatz mit der Aussage über "Reaktion auf Haltung Chinas".


    Ich würde alles bis auf den vorletzten Absatz löschen, um die Diskussion darauf zu fokussieren.

    Ok, ich wahr wohl zu unklar, sorry dafür - ich wollte die Haltung Chinas nicht kommentieren und meine persönliche Sicht darauf nicht diskutieren. Die persönliche Reaktion darauf, bzw. die Konsequenzen die der Einzelne daraus zieht sollen schon diskutiert werden

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  • Die SPIEL22 hat bereits die russischen Verlage "ausgeladen". (Offizieller Post)


    Sicherlich können die Mitarbeiter dort persönlich überhaupt nichts dafür, was gerade passiert, aber das ist wohl einer der folgenden Schritte, dass auch russische Brettspiel Produkte nicht mehr gewünscht sind. Ich denke da folgt mehr, dass alle Spiele von dort aus dem europäischen (und mehr) Sortiment raus fliegen.

  • Die Spiele haben nichts mit dem Krieg oder ihren Initiatoren zu tun, ergo ändert das nichts für mich. Man könnte ja auch argumentieren, dass man damit die unschuldigen trifft, die weder Interesse noch Schuld an der aktuelle Situation haben.


    Am Ende dürfte man dann so gut wie nichts mehr tun, kaufen oder unterstützen (Spenden, Kleidung, Handys, Essen, etc), da so gut wie immer jemand der daran involviert ist, eine andere Meinung hat, oder schlicht andere für seinen eigenen Profit ausnutzt.

  • Ganz unabhängig davon, ob Spiele von russischen Verlagen noch erwünscht sind oder nicht, vermute ich noch ganz andere Probleme. Wie soll denn ein deutscher Verlag überhaupt die Lizenzgebühren nach Russland überweisen? Das ist doch durch den SWIFT-Ausschluss quasi blockiert, oder irre ich mich da?

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Ganz unabhängig davon, ob Spiele von russischen Verlagen noch erwünscht sind oder nicht, vermute ich noch ganz andere Probleme. Wie soll denn ein deutscher Verlag überhaupt die Lizenzgebühren nach Russland überweisen? Das ist doch durch den SWIFT-Ausschluss quasi blockiert, oder irre ich mich da?

    Ich hatte nur gehört dass ein Teil der russischen Banken ausgeschlossen wurde ob das vollständig ist kann ich nicht zu 100% sagen. Zudem fehlt mir der Einblick wie internationale Banktransfers funktionieren. Aber natürlich könntest du recht haben mit der Einschätzung.


    Wurde bei Pegasus schon mal diskutiert ob man auch chinesische Hersteller zukünftig meidet? Oder habt ihr evtl. schon komplett auf Europa umgestellt ohne dass ich es mitbekommen hätte?

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  • Letztendlich werden Spiele ja nicht in China produziert weil man den Arbeitern oder der Wirtschaft was Gutes tun will sondern weil es schlichtweg deutlich preiswerter ist und größere Produktionskapazitäten bietet. Den ökologischen Aspekt lassen wir jetzt mal außen vor.

    Kurz nach der Wende wurde ja das Outsourcing bewußt von der Wirtschaft betrieben um Kosten zu sparen und höhere Profite zu generieren. Zuerst nach Polen und mit jedem EU Beitritt immer weiter ost- bzw. südostwärts und eben auch nach China.

    Ähnlich die LKW Fahrer... Vor 20 Jahren gab es noch extrem viele deutsche Fahrer, dann Polen und mittlerweile fahren die Ukrainer für nen Appel und ein Ei unsere Waren quer durch die EU.

    An einer Produktion in China wird der Krieg in der Ukraine gar nichts ändern. Lediglich die stockende Logistik, Corona und vor allem steigende Löhne in China könnten zu einem Umdenken führen.

  • Wurde bei Pegasus schon mal diskutiert ob man auch chinesische Hersteller zukünftig meidet? Oder habt ihr evtl. schon komplett auf Europa umgestellt ohne dass ich es mitbekommen hätte?

    Es ist völlig unmöglich, alles auf Europa umzustellen. Die Produktionskapazitäten in Europa sind seit ca. 2 Jahren völlig überlastet, bis auf wenige Ausnahmen. Wenn ich in Deutschland ein Spiel in Auftrag gebe, bekomme ich es in knapp einem Jahr geliefert. So etwas ist für Neuheiten ein No Go, da man als Verlag völlig unflexibel ist. Bei Bedarf könnte man nicht schnell nachproduzieren und dadurch quasi ein Spiel komplett vom Markt killen. Nur Longseller kann man mit einem Jahr Vorlauf in Auftrag geben, weil man hier halbwegs gut abschätzen kann, wie viele man verkaufen wird.

    Zudem gibt es auch zahlreiche Titel, die Pegasus nur vom Lizenzgeber fertig zukauft wie Tainted Grail, Everdell, Eclipse, Merchants Cove etc. - auf alle solche Titel müsste man komplett verzichten. Und wie aus anderen Threads mit vergleichbaren Themen längst bekannt sein dürfte, gibt es nach wie vor einige Spielmaterialien, die man nicht zu sinnvollen Preisen in Europa produzieren könnte. Auf die müsste man dann ebenfalls verzichten.

    Alles in allem würde ein völliger Verzicht auf China-Produktionen vermutlich dazu führen, dass bei Pegasus grob geschätzte 20-30 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden müssten, weil das Sortiment schlagartig viel kleiner wäre. - Dies ist meine ganz persönliche Einschätzung und gibt nicht die Meinung von Pegasus wieder.

    Völlig unabhängig davon bin ich der Meinung, dass so etwas reiner Aktionismus wäre. Man sollte hier erst mal die Entwicklung abwarten. Ich persönlich rechne damit, dass China seine Haltung zu dem Krieg bald überdenken und sich nach und nach anders positionieren wird.

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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  • Ich frage mich immer, warum nicht eine europäische Firma aufstockt und versucht konkurrenzfähig zu werden. Zumindest was die Produktion ohne Plastik angeht. Wobei auch das sicherlich eine Frage der Zeit ist, wenn man sich anschaut wie weit es der 3D-Druck schon gebracht hat.

  • Ich lese schon immer wo ein Spiel hergestellt wurde. Und wenn ich da China lese, habe ich leider seit einigen Wochen kein so gutes Gefühl mehr.


    Ich persönlich würde auch mehr für Spiele bezahlen wenn sie nicht mehr in China produziert werden.


    Ich glaube nicht dass China ihre Haltung großartig ändert. Es sind jetzt mehr als 4 Wochen unerträglichen Horrors vergangen und sie haben die Nato als Grund für den Ausbruch des Krieges beschuldigt =O und stehen laut Aussage wie ein Fels zu Russland =O .

    Ich liebe nur Solo-Spiele mit Gewinnen-Verlieren Voraussetzung (keine Highscore-Jagden)

    4 Mal editiert, zuletzt von Sympathikus ()

  • Ich frage mich immer, warum nicht eine europäische Firma aufstockt und versucht konkurrenzfähig zu werden.

    Zum einen geht das nicht von heute auf morgen. Zum zweiten kostet so etwas sehr, sehr viel Geld. Zum dritten muss man dann auch das nötige Personal dafür finden. (Ludo Fact zum Beispiel hat das Problem, dass sie in ihrer Region keine Mitarbeiter mehr finden und deshalb nicht mehr so leicht aufstocken können.)

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Ich denke der Krieg wird in allen Sektoren einiges ändern und in kommender Zeit auch vieles verzögern.

    China ist da ein Faktor, aber auch Ressourcen und Energie ist ein rießen Thema.

    Im Moment merken wir, meiner Meinung nach, die Auswirkungen erstmal primär an den offensictliche Dingen wie Sprit, Getreide und Gas.

    Aber "sekundär" laufen da viele Dinge noch im Hintergrund die erst in mehreren Monaten zu spüren sind.

    Und das wird auch die Brettspielverlage/-Industrie treffen. Als Vorgeschmack hatten wir ja jetzt erstmal Materialknappheit und Schiffscontainer als Thema.


    Ich hoffe, das "der Westen", die EU, Deutschland oder wer auch immer daraus endlich die richtien Schlüsse zieht und wir jegliche Abhängigkeiten deutlich reduzieren. Das ist kein Schritt der von heute auf morgen geht. Und auch uns als Bevölkerung wird das, vor allem am Geldbeutel, treffen.

    Fav.Games: Twilight Imperium, Brass, Robinson Crusoe.

  • Ich denke, China sollte man da etwas ausklammern. Das Land hat eine viel zu große Bedeutung für die Wirtschaft und es gibt abseits von (natürlich extrem wichtigen, aber darum geht es ja nicht) einigen Menschenrechtsfragen keinen Grund, die Zusammenarbeit zu stoppen. Ich sehe das auch bei sich ändernden Vorzeichen in Bezug auf den Krieg nicht, sofern es kein WW3 wird. Das nur grundsätzlich, unten detaillierter.


    Die russischen und ukrainischen Verlage dürften am deutschen Markt keinen allzu großen Anteil haben. Anders herum ist es aber interessanter: Welche Umsatzzahlen versprechen Lizenzierungen oder Direktexporte nach Russland? Ist das eine relevante Größe? Und in dem Zusammenhang: Welcher Schaden entsteht durch ungenehmigte Produktionen (das Problem gab es meines Wissens gerade in Russland immermal wieder). Dass derzeit kein Handel stattfinden kann, ist klar, denn es gibt wohl keine ernsthaften Lieferketten mehr.

    Die mit der globalen Situation zusammenhängende Verlagerung der Produktion könnte noch spannend werden. Polen und Tschechien stehen ja bereits verstärkter als vor einigen Jahren im Produktionsnetz. Und der eine oder andere Verlag wie Ravensburger, Noris, Piatnik oder ASS dürften sich n den letzten zwei Jahren im deutschsprachigen Raum "dumm und dusslig" produziert haben. Die haben nämlich meines Wissens noch eigene Fabriken (zumindest kleine). Ich denke, dass bereits Corona viele nach Alternativen zu Chinaproduktionen haben gucken lassen. Dieser Trend wird sich sicher fortsetzen.

    Ich selbst bin ja in der "tollen" und mitunter "elenden" (ist halt auch Arbeit und zuwar auch mit vielen Graupen) Situation, dass viele Spiele durch meine Rezensentenhand wandern. Ich kaufe daher nur wenige Titel und würde dann auch nicht sooo auf die Produktion schauen. Aber ich ärgere mich immer wieder über Fernostkram, der nicht meinen eigenen ganz indivduellen Material-Ansprüchen genügt. Und fast immer ist es Fernostkram.


    Ein ganz anderer Effekt könnte noch greifen. Kunststoff ist letztlich aus Öl hergestellt. Obwohl auch Holz und Pappe teuer geworden sind, ist speziell bei Plasitik sicher noch ein Anstieg zu erwarten. Das dürfte Holz interessanter machen oder/und die Preise generell deutlich steigen lassen.

  • Kickstarter würde ich heutzutage auch nur noch backen, wenn die Macher die Frachtkosten realistisch veranschlagen.

    Oder es handelt sich um "Big Player" wie CMON, Mythic oder ähnliche.


    Bei Unbekannten oder Erstlingswerken wäre ich jetzt sehr vorsichtig.

    Ich mag zwar Spiele, aber keine Glücksspiele mit meinem Backer-Geld.

  • Wie soll denn ein deutscher Verlag überhaupt die Lizenzgebühren nach Russland überweisen?

    Zumindest bei Hobbyworld sollte das noch gehen, die haben eine Briefkasten-Mutterfirma auf Zypern, der man vermutlich noch Geld überweisen und die vermutlich auch selbst für Lizenzen zahlen könnte.

    Zudem produziert Hobbyworld meines Wissens nach alles selbst (auch lizensierte Spiele) und kauft nur bedingt Einzelteile dazu (bei Paleo etwa das Holzmaterial).


    Also sollte prinzipiell alles ungefähr weiterlaufen können wie bisher. Ob es das "sollte", steht auf einem anderen Blatt.


    ---

    Die russischen und ukrainischen Verlage dürften am deutschen Markt keinen allzu großen Anteil haben. Anders herum ist es aber interessanter: Welche Umsatzzahlen versprechen Lizenzierungen oder Direktexporte nach Russland? Ist das eine relevante Größe?

    Hin und wieder kommt aus Russland ein international halbwegs erfolgreiches Spiel (zuletzt #Furnace, BGG ca. Platz 500 mit 4k Stimmen und 7k Owned, was wohl mindestens 20k verkaufte Schachteln bedeutet). Aber ja, der Marktanteil russischer Spiele in der Restwelt hält sich wohl in Grenzen.


    Andersrum geht es auch eher um kleinere Auflagen, deren Wegfall vermutlich jeder halbwegs gut aufgestellte Verlag verkraften könnte.

    So groß Russland auch ist, der Markt für moderne Brettspiele (also Schach u.ä. ausgenommen) dort ist kleiner als zB der von Holland.

  • Wurde bei Pegasus schon mal diskutiert ob man auch chinesische Hersteller zukünftig meidet? Oder habt ihr evtl. schon komplett auf Europa umgestellt ohne dass ich es mitbekommen hätte?

    Es ist völlig unmöglich, alles auf Europa umzustellen. Die Produktionskapazitäten in Europa sind seit ca. 2 Jahren völlig überlastet, bis auf wenige Ausnahmen. Wenn ich in Deutschland ein Spiel in Auftrag gebe, bekomme ich es in knapp einem Jahr geliefert. So etwas ist für Neuheiten ein No Go, da man als Verlag völlig unflexibel ist. Bei Bedarf könnte man nicht schnell nachproduzieren und dadurch quasi ein Spiel komplett vom Markt killen. Nur Longseller kann man mit einem Jahr Vorlauf in Auftrag geben, weil man hier halbwegs gut abschätzen kann, wie viele man verkaufen wird.

    Zudem gibt es auch zahlreiche Titel, die Pegasus nur vom Lizenzgeber fertig zukauft wie Tainted Grail, Everdell, Eclipse, Merchants Cove etc. - auf alle solche Titel müsste man komplett verzichten. Und wie aus anderen Threads mit vergleichbaren Themen längst bekannt sein dürfte, gibt es nach wie vor einige Spielmaterialien, die man nicht zu sinnvollen Preisen in Europa produzieren könnte. Auf die müsste man dann ebenfalls verzichten.

    Alles in allem würde ein völliger Verzicht auf China-Produktionen vermutlich dazu führen, dass bei Pegasus grob geschätzte 20-30 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden müssten, weil das Sortiment schlagartig viel kleiner wäre. - Dies ist meine ganz persönliche Einschätzung und gibt nicht die Meinung von Pegasus wieder.

    Völlig unabhängig davon bin ich der Meinung, dass so etwas reiner Aktionismus wäre. Man sollte hier erst mal die Entwicklung abwarten. Ich persönlich rechne damit, dass China seine Haltung zu dem Krieg bald überdenken und sich nach und nach anders positionieren wird.

    Es ist mir durchaus klar, dass man nichts von heute auf morgen forcieren kann... die Frage war ja die ob man darüber diskutiert hat und ggf. ein langfristiges Konzept entwickelt hat... wenn man von Jahr zu Jahr 10% verlagern könnte wäre man in 10 Jahren unabhängig...


    Ob China seine Haltung überdenken wird sehe ich ehrlich gesagt als fraglich, weil in der Presse über eine Art quid pro quo mit Russland spekutliert wurde. Wer interessiert ist findet sicher Artikel dazu...

    Von reinem Aktionismus zu sprechen finde ich auch angesichts der jüngeren Geschichte Chinas schwierig...


    Mal ganz spitz gefragt und ohne Vorwissen diesbezüglich - bei dem neuen Werk von VW in China wurde ja bereits in den Medien gemeldet, dass dort nicht produziert werden könne ohne den Völkermord an den Uiguren zu unterstützen und dass auch Zwangsarbeit im Bereich der Werke oder bei den Zulieferungen nicht ausgeschlossen werden kann - können Spieleverlage ausschließen durch Produktion in China Diesen ebenfalls zu unterstützen, bzw. kann Zwangsarbeit bei der Produktion von Brettspielen ausgeschlossen werden?


    Edit:

    Ich würde aus verschiedenen ethischen Gründen auch kein deutsches Auto fahren, egal welche Marke

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    Einmal editiert, zuletzt von matthias19281 ()

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  • Zumindest bei Hobbyworld sollte das noch gehen, die haben eine Briefkasten-Mutterfirma auf Zypern, der man vermutlich noch Geld überweisen und die vermutlich auch selbst für Lizenzen zahlen könnte.

    Das weiß ich natürlich, aber Hobbyworld ist ja nur einer von mehreren russischen Verlagen. Und ob die ihr Geld im Moment noch aus Zypern rausholen können, weiß ich nicht, ist aber auch nicht wichtig.

    Zudem produziert Hobbyworld meines Wissens nach alles selbst (auch lizensierte Spiele) und kauft nur bedingt Einzelteile dazu (bei Paleo etwa das Holzmaterial).

    Wo die produzieren, ist aber doch unerheblich für unsere Diskussion!?

    Von reinem Aktionismus zu sprechen finde ich auch angesichts der jüngeren Geschichte Chinas schwierig...

    Ich meinte "Aktionismus" im Zusammenhang mit der chinesischen Haltung zum Ukrainekrieg. Da gibt es imho schwergewichtigere Gründe, eine Zusammenarbeit mit China zu überdenken.

    André Zottmann (geb. Bronswyk)
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    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Von reinem Aktionismus zu sprechen finde ich auch angesichts der jüngeren Geschichte Chinas schwierig...

    Ich meinte "Aktionismus" im Zusammenhang mit der chinesischen Haltung zum Ukrainekrieg. Da gibt es imho schwergewichtigere Gründe, eine Zusammenarbeit mit China zu überdenken.

    Ok, ich glaube dann verstehen wir uns im Prinzip doch ganz gut - für mich persönlich war das halt der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat...

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