Golem - Engine-Builder von Simone Luciani, Virginio Gigli und Flaminia Brasini [Herbst 2021]

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  • Matze  bernsteinkatze Dankeschön - das war zu einfach... ;)

    Mit Gewaltlosigkeit hat noch nie jemand etwas erreicht. (Montgomery Burns)

    Ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Präsident der EZB. (Das Känguru)


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  • Hallo,

    eine Regelfrage; S. 10 Artefakte:

    Wozu sind die Symbole “Goldmünzen abgeben 1/3/5/7“ auf den Kesseln? Wann benutzt man die?

    VG

    Mit Gewaltlosigkeit hat noch nie jemand etwas erreicht. (Montgomery Burns)

    Ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Präsident der EZB. (Das Känguru)


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  • Damit lassen sich weitere Auslöser kaufen, die die Artefakte aktivieren. Da sollten zwei doppelseitige goldene Marker sein, die eine rote bzw. blaue Murmel oder ein Buch und ein Golem (glaube ich, habe das Spiel gerade nicht zur Hand) zeigen. Die lassen sich als Upgrade kaufen und auf einen Kessel legen. Nimmst du eine entsprechende Murmel, kaufst ein erstes Buch für eine Spalte oder baust einen Golem, aktivierst du damit das Artefakt.

  • Eine Partie zu dritt, hmmm, tja, es ist gut. Aber ich bedauere es nicht, es nicht gekauft zu haben.


    Die Murmeln, dreifach verzahnt. Aktion der Reihe mit Stärke, Bonus der Farbe, und der Blick auf das Rundenende-Effekt. Gut gelungen

    3 Aktionen pro Runde, 2x Murmeln, 1x Rabbi, die Reihenfolge der beiden Optionen bringen einen guten Zwist, insbesondere wenn weniger Kugeln im Slot liegen und man gefahr läuft eine beliebte Aktion zu verpassen.

    Optisch, blaue und gelbe Reihe, okay, aber waurm liegen in der roten olivfarbene Plättchen ?

    Wege das Spiel zu erkunden, ich bin all-in auf Wissen gegangen, konnte so alle Leuchter drehen. Nächstes Mal, theoretisch, spiele ich etwas weniger all-in, habe zu spät erkannt, dass man besser 2 Punktpfade gut hebelt als einen bis zur Spitze um dann bei einem anderen noch ein bisschen mitzunehmen was geht. Da es derer 3 Hauptpfade gibt, sind shcon ein paar Möglichkeiten enthalten, darin einen passenden Pfad zu finden und situativ auf die Murmelauswahl zu reagieren.

    Das Timing und Auge das ausbalanciert zu halten ist das A und O. Blöd wenn einem seine Golems davon rennen und es sauteuer wird sie unter Kontrolle zu halten. Etwas tückisch fand ich die Endzielkarten, die suggerierten Punkte sind weniger als man über das Hebeln rausholen kann, habe ich zu spät gerafft und gezielt meine 678 Bücher alle einzutüten. F+r die 12 Punkte oder 14, da bringt anderes mehr ein. Okay seis drum.


    Alles soweit so gut, aber eines ging mir an dem Spiel gegen den Strich.

    Beim Einfüllen der Murmeln muss man zu zwei aus zwei Seiten kommend mit je 5-7 Murmeln diese reinfallen lassen. Ich habe es nach der Partie mal für mich simuliert. Wenn ich alle Murmeln einfülle dann kann ich mit Bestimmheit sagen, dass die Aktionen "Kopieren" und "Bücher" nicht triggern.

    Mein präzisester Wurf war ein 255 verteilung. gefolgt von einer 1146. Das ist so... hmm... ein Zufall der keiner ist, kein offenes Begünstigen eigener Tendenzen aber so ein bisschen vielleicht. Kann einen zudem dann harsch treffen, wenn allein davon abhängt ob man nochmal an Bücher rankommt, oder eben nicht. Mit 2 Personen die von beiden Ende jeweils einwarfen fand ich es okay.


    Für mich eine BGG 7,6 in Anbetracht einer gut verteilten Kugelsteuerung.

    Besucht uns auf unserer Seite unter "www.mister-x.de"

  • misterx

    Mein Spiel wartet noch auf die erste 3er Partie. Ich finde Deine Kritik an den Farben berechtigt.

    Das mit den Murmeln ist mir bei den beiden Probepartien noch nicht aufgefallen.

    Ich hadere vielmehr mit der Anleitung. Ich finde, dass sie wenig konkret ist. An einigen Stellen hätte ich mir direkte Verweise bzw. eine eindeutigere Handlung/Resultat gewünscht. Ich habe einige Zeit gebraucht bestimmte Mechanismen überhaupt zu begreifen.

    Mit Gewaltlosigkeit hat noch nie jemand etwas erreicht. (Montgomery Burns)

    Ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Präsident der EZB. (Das Känguru)


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  • Ich hadere vielmehr mit der Anleitung. Ich finde, dass sie wenig konkret ist. An einigen Stellen hätte ich mir direkte Verweise bzw. eine eindeutigere Handlung/Resultat gewünscht. Ich habe einige Zeit gebraucht bestimmte Mechanismen überhaupt zu begreifen.

    Den Eindruck teile ich ... habe das ein oder andere YT-Regelvideo geschaut um Sicher zu gehen ob ich es richtig interpretiert habe... alles kein Hexenwerk jetzt passt es!!!

  • misterx

    Mein Spiel wartet noch auf die erste 3er Partie. Ich finde Deine Kritik an den Farben berechtigt.

    Das mit den Murmeln ist mir bei den beiden Probepartien noch nicht aufgefallen.

    Ich hadere vielmehr mit der Anleitung. Ich finde, dass sie wenig konkret ist. An einigen Stellen hätte ich mir direkte Verweise bzw. eine eindeutigere Handlung/Resultat gewünscht. Ich habe einige Zeit gebraucht bestimmte Mechanismen überhaupt zu begreifen.

    Die Anleitung kann ich nicht beurteilen, Besitzer des Spiels = guter Erklärer.

    Durch ebenjene fand ich die Symbolik sehr gut gestaltet, während der Partie gabs nichts Nachschlagebedürftiges mehr.

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  • War ja Golem letztes Jahr ziemlich im Hype stand es jetzt gut einen Monat bei uns auf der Pile of Shame. Heute dann die erste Partie mit 2 Spielern.


    Ich schreibe selten was zum Spiel nach einer Runde, aber ich bin mir noch nicht so sicher was in dem Spiel passiert ist.

    Erstmal die Box nervt mich, da es keine Möglichkeit gibt auch nur Ansatzweise was zu sortieren, aber gut, ist halt so. Der Aufbau dauerte ewig, erklären auch und die Symbole waren dann erst zum Ende verinnerlicht.


    Wir haben mit dem empfohlenen Aufbau gespielt, also Zielkarten ect.


    Meine Erwartungen waren, Golems bauen, auf die Reise schicken, Forschung usw. aber nach der Hälfte des Spiels haben wir uns gefragt "huch, das geht aber schnell" und wir waren uns bis zum Ende nicht sicher ob wir nicht was grundlegendes falsch gespielt haben.


    Ich verstehe schon, dass viele Aktion miteinander verknüpft sind aber ich habe nicht wirklich das Gefühl was tolles aufgebaut zu haben wie es zum Beispiel bei Wasserkraft passiert. Auch war ich in der Runde planlos und mir war nicht klar, auf was ich überhaupt hinarbeite. Ehe mir das alles klar war, war das Spiel auch schon vorbei und ich habe mich gefragt, wozu ich jetzt alles aufgebaut habe.

    Ich kann mir schon vorstellen mit den Zielkarten und Startkarten das der Draft etwas mehr würze reinbringt, aber wir fanden es im großen und ganzen langweilig. Vielleicht bekommt das Spiel noch eine Chance, aber wenn neben Golem Wasserkraft im Regal steht, würde ich ein Wasserkraft vermutlich immer vorziehen. Vermutlich wird Golem aber bald schon wieder veräußert und ich ärgere mich, dass ich es mir gekauft habe.

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  • muewo

    So unterschiedlich sind Geschmäcker...


    Golem ist für mich ein geniales Spiel und Wasserkraft erschließt sich mir nicht.

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

  • Ich habe es auf der Berlin-Con erstmals zu viert gespielt - selbst mitgebracht zu diesem Zweck.


    Es muss einem klar sein, dass man nur 12 Aktionen zur Verfügung hat. Die muss man intensiv und optimal nutzen. Es ist definitiv ein Spiel, das man mehrfach spielen sollte, um herauszufinden, ob es einem zusagt.


    Die Ordnung in der Schachtel ist nicht existent. Ich habe alles in Ziplocks, macht es nicht besser. Der Aufbau ist grenzwertig, aber wenigstens nicht kompliziert. Ich habe schon alles, was zum Spielertableau gehört zusammensortiert. Ich mag die Ressourcen Marker nicht - dafür liefert Cranio jetzt aber Abhilfe. Der, der die Würfelsynagoge bediente, war unfähig Murmeln in den Trichter zu werfen - dafür gibt es bei BGG alternative Ideen. Die rote Straße hat grüne Plättchen. (EDIT:) Die Symbolik ist trotz verschiedener Hilfen nicht in allen Fällen klar. Ich habe mir aus der deutschen Anleitung alle Übersichten herauskopiert und als Schnellhilfe bereit gelegt - dennoch ist es manchmal schwierig.


    Dennoch hat es seinen Reiz, wenn man den freien Aufbau wählt. Ich werde es nicht mit Grüblern oder Schnelldenkern spielen. Ich mag diesen Druck zum "perfekten" Zug. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich vor die Wahl gestellt, Golem Wasserkraft vorziehe.

    Mit Gewaltlosigkeit hat noch nie jemand etwas erreicht. (Montgomery Burns)

    Ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Präsident der EZB. (Das Känguru)


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    Einmal editiert, zuletzt von Gerrit ()

  • Passt hier vllt ganz gut:


    Golem
    Der Sage nach wurde der Golem in Prag erschaffen. Sehr wirklichkeitsgetreu also, dass er in einem Eurogame mitspielt. Wie geht GOLEM? A...
    rezensionen-fuer-millionen.blogspot.com

  • Ich möchte widersprechen. Man braucht Spiele nicht mehrfach spielen, wenn sie einem beim ersten Mal schon nicht gefallen. Es gibt Spiele, da möchte man sich lieber stattdessen ein Loch ins Knie bohren, um überhaupt was zu fühlen - das braucht man dann nicht noch mal. Wenn ein Spiel nicht beim ersten Mal wenigstens ein "ok, das war interessant.... ich würd gern noch mal spielen, um zu gucken, was dann passiert" hinterlässt, fasse ich es nicht noch mal an.


    Zum Rest stimme ich zu. Ich selbst finde Golem "solide" und würde es mitspielen, vermutlich aber nicht häufig vorschlagen.

  • Ich denke muewo ist zu voreingenommen von seinen Erwartungen in das Spiel gegangen.

    Uns hat weder der Aufbau gestört noch haben wir direkt „das Handtuch“ geworfen.

    Im Gegenteil….wir haben nach ersten Partie einfach eine Zweite gespielt…und die lief dann schon ganz anders. 😊

    Und im Karton aufräumen….das klappt ja bei vielen Spielen nicht so richtig….😅

  • Ich denke muewo ist zu voreingenommen von seinen Erwartungen in das Spiel gegangen.

    Uns hat weder der Aufbau gestört noch haben wir direkt „das Handtuch“ geworfen.

    Im Gegenteil….wir haben nach ersten Partie einfach eine Zweite gespielt…und die lief dann schon ganz anders. 😊

    Und im Karton aufräumen….das klappt ja bei vielen Spielen nicht so richtig….😅

    Ein Problem bei uns war garantiert die falsche Erwartungshaltung. Ich habe ja selbst bei der Hälfte gemerkt, dass ich viel weniger Zeit hatte als zunächst angenommen.

    Aber, Wasserkraft geht bei uns deutlich länger und fühlte sich viel spannender an (auch in der ersten Partie) als Golem gestern.

  • Ich habe gestern meine dritte Partie gespielt und von Partie zu Partie gefällt es mir noch besser. Die erste Partie war definitiv eine Lernpartie obwohl es bei mir schon recht gut geklappt hat. Erst nach der Punktwertung war mir klar auf was ich beim nächsten Mal besser achten muss. Es war aber direkt die Motivation da aus den 12 Zügen mehr zu machen was inzwischen auch klappt. Das gefällt mir schon bei Praga caput Regni sehr gut mit den begrenzten Zügen.


    Ja, eine wirkliche Ordnung ist in dem Karton nicht, das stimmt aber für mich persönlich ist der Spielaufbau in den seltenstes Fällen nervig. Man kann sich währenddessen schon unterhalten und aufs Spiel freuen. So lange dauert der Aufbau bei Golem dann ja auch nicht. Da gibt es ganz andere Kanditen.

    Das mit den Murmeln reinwerfen kann schon zum Problem werden, doch bisher ging es bei meinen Partien eigentlich recht gut und nur selten wurde gejammert das die Kugeln blöd liegen. Ich versuche die einfach von oben herabfallen zu lassen und hoffe auf vernünftige Verteilung. Tatsächlich besteht aber die Gefahr das man das beeinflussen kann wenn man es nur möchte.

    Ich würde dem Spiel an Deiner Stelle muewo definitiv noch ne zweite Chance geben aber Brettspiel Dude hat natürlich recht wenn er sagt das man sich zu keinem zweiten Spiel zwingen sollte wenn die erste Partie nicht mindestens OK war.

    Ich persönlich habe mich mal zu drei Partien Terraforming Mars gezwungen und habe anschließend bedauert so viel Spielzeit in dieses Spiel gesteckt zu haben.

    Besser schlecht gespielt als gar nicht (oder war es umgedreht? 🤔)

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  • Ich möchte widersprechen. Man braucht Spiele nicht mehrfach spielen, wenn sie einem beim ersten Mal schon nicht gefallen.

    Muss man nicht. Für eine solide Meinung sollte man aber gerade anspruchsvollen Spielen die Gelegenheit geben, diesen zu untermauern.


    Es gibt Spiele, die wachsen mit der Zeit.


    Brettspiel Dude Lass bleiben, was Dich unglücklich macht. Lebenszeit muss man nicht vergeuden.

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  • Im Rahmen einer guten Kritik stimme ich Dir zu - da es aber in Deutschland im Bereich Brettspiele meines Wissens keine Redaktionen gibt, die ihre Mitarbeitenden derart bezahlen, dass sie auch schlechte Brettspiele öfter spielen, um eine Rezension zu schreiben, bewegen wir uns zumindest da im theoretischen Raum. Oder es handelt sich um einen Fall von Masochismus :D

  • Brettspiel Dude ...der Anspruch könnte ja auch privat hier oder bei bgg bestehen - zumindest bevor man öffentlich ein Spiel zerfetzt. Es soll aber auch Leute geben, die können das nach einem Spiel oder sogar schon beim Regellesen (wer Lust hat, wirft mal einen Blick in den Cosim-Stammtisch 😀).

    Mit Gewaltlosigkeit hat noch nie jemand etwas erreicht. (Montgomery Burns)

    Ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Präsident der EZB. (Das Känguru)


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  • Gerrit Zerfetzen kann jede*r, was er/sie mag. Es ist halt ne Frage, wie ernst ein*e Rezipient*in das dann nimmt. Wenn ich ein Spiel doof finde, sag ich das. Aber ich hab ja (huch!) auch keine Weisheit mit Löffeln gefressen und bemühe mich immer dabei zu sagen, dass man sich besser selbst ein Bild machen sollte. Allerdings: Bei vielen Spielen weiß man ja sogar schon vor dem Spielen, ob man es ggf. mögen wird. Thema, Mechanik etc. können da rein wirken. Eine Kombination aus Tableau Builder mit Deckbuilding-Mechanismus und Kramerleiste mit einem (für mich) ansprechenden Thema wird bei mir eher zünden, als ein Trick Taking Card Game mit Push-your-Luck-Elementen zum Thema KfZ.


    Aber das ist schon sehr Meta :)

  • Muss man nicht. Für eine solide Meinung sollte man aber gerade anspruchsvollen Spielen die Gelegenheit geben, diesen zu untermauern.

    Warum?

    Es ist eine Meinung. Die ist solide, auch nach 3 Sekunden. Die muss man nicht wasserdicht begründen oder falsifizieren oder was auch immer, da reicht einfach das eigene Gefühl.

    "Hab eine Aktion bei Golem gemacht. Mag das Spiel nicht, hab abgebrochen und fertig" ist eine durch und durch solide Meinung.


    Ansonsten müsste man von jedem, dem das Spiel auf Anhieb gefällt verlangen, es erst mal ein paar Mal zu spielen, ob es ihm wirklich gefällt, ein Gefallen nach der ersten Partie wäre dann nämlich auch keine "solide" Meinung.

    Einmal editiert, zuletzt von Huutini ()

  • Huutini Die Diskussion entstand ursprünglich daraus, dass ich bei Golem und anderen anspruchsvollen Spielen der Meinung bin, dass man diesen in verschiedenen Situationen erleben sollte, um Tiefe, Strategien etc. auf sich wirken zu lassen. Eben weil es nicht Kniffeln ist. Wer das nicht möchte, weil total gelangweilt, genervt, Marmelade an den Händen, wasauchimmer - soll es bleiben lassen.

    Richtig, Du hast meinen Standpunkt verstanden; wenn mich ein Spiel total anfixt, muss ich natürlich auch erneut spielen. Andere Gemengelage, Stimmung, etc.

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  • Ich habe jetzt vielleicht eine blöde Frage... ;)


    Heute Abend spielen wir Golem und da ist mit Spielmaterial in die Finger gefallen, das ich mit dem Regelheft nicht zuordnen konnte. Das muss doch zum Automa gehören, dachte ich, in meinem jugendlichen Leichtsinn. Das wollte ich kurz bestätigen und stellte dann fest, dass ich nirgends Automa-Regeln finden kann...


    Liegen die bei euch als gesondertes Heft bei?

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  • Ich habe das Spiel nun hier stehen trotz seiner Ähnlichkeit zu Praga Caput Regni und jetzt drei Partien im Kreuz (2p,3p,4p).


    Im direkten Vergleich landen beide Spiele bei mir etwa gleichauf, wobei auf Dauer PCR die Nase etwas vorne haben könnte.


    Folgende Punkte einmal im Vergleich mit PCR:


    Golem wirkt insgesamt deutlich aufgeräumter, das Board mit seinen drei linearen Wegen und den zusätzlichen Flächen für die Rundenwertungen, Buchauslage und Friedhof sind gut auszumachen und Überblick über den gesamten Feldzustand und die Entwicklung der unterschiedlichen Spieler ist

    sofort präsent.


    Die Entwicklung der drei Punktepfade (Bücher, Golem, Artefakte) auf seinem Playerboard ist ebenfalls ziemlich sauber gestaltet, die Mechaniken

    unterscheiden sich hierbei in jedem Bereich, sind hier aber auch wieder geradliniger (in der Gestaltung) als bei PCR.

    Der Überblick über die Siegpunkte ist hier ebenfalls eleganter. Jeder Bereich arbeitet mit einem Multiplikator in Form von freigeschalteten Menoras

    auf seinem Board bis zu 8 pro Bereich, der Multiplikand geht bis auf 4 (gefüllte Regale im Bereich Bücher, gebaute Golems im Bereich Golems, Aktivierte Artefakte im Bereich Artefakte) und die Maximalsumme von 32 pro Bereich somit leicht zu überschlagen. In der Endwertung kommt dann noch die Summe von der Kramerleiste dazu (und die Punkte für erfüllte Aufträge, wenn ihr die nicht auf der Kramerleiste stellt). Auf den Leisten auf dem Spielbrett gibt es noch pro Bereich einmalig eine neunte Menora zu holen für den Spieler, der zuerst mit seinem Studenten über die Schwelle läuft. Dies kann die Maximalwertung in einem Bereich somit auf 36 erhöhen für einen Spieler.


    Beide Action- Selection Mechaniken haben hier ihren besonderen Kniff und sind somit auf ihre Weise interessant.

    Bei Golem ist hier die Auswahl über die Kugel etwas geradliniger, durch die unterschiedliche Faktoren aber trotzdem sehr interessant.

    Die Reihe, aus der ich die Kugel entnehme, bestimmt über die Aktion, die damit ausgeführt wird. Die Anzahl der Kugeln, die in der Reihe liegen, gibt

    der Aktion etwas mehr Power, und die Farbe der Kugel erlaubt mir zusätzlich eine Bewegung meines Studenten auf dem Board und sind für die Rundenwertung ebenfalls relevant. Die Rundenwertungen verlangen von mir jeweils eine Kombination der Kugeln Rot, Gelb oder Blau, die ich in der Runde als Aktionen ziehe. Diese erlauben mir bei Auswahl auch direkt zusätzlich, meinen Studenten der entsprechenden Farbe auf dem Board ein Feld weiter zu bewegen. Nun befinden sich dort jedoch noch Weiße und Schwarze Kugeln im Pool. Die weiße erlaubt mir keine Bewegung, zählt dafür jedoch als Joker für die Rundenwertung. Die Schwarze erlaubt mir sogar zwei Bewegungen, zählt aber quasi als Niete für die Rundenwertung.

    Über das Passen gibt es auch nochmal die Möglichkeit, verbliebene Kugeln nochmal neu werfen zu lassen, falls jetzt einmal gar nichts passendes für mich über ist.

    Hier ist die Interaktion in dem Ringen mit den Mitspielern um die verfügbaren Aktionen somit weniger kompetitiv als in PCR. Auf dem

    Spielfeld ist hier die Interaktion auch deutlich geringer, ich kämpfe hier lediglich um noch verfügbare Boni auf dem Friedhof sowie ggf.

    um die zusätzlich zu erreichende Menora am Ende der Lanes.


    Das Spielgeschehen auf dem zentralen Board ist hier bei Golem ebenfalls deutlich geradliniger als bei PCR. Die drei linearen Wanderpfade

    werden hier mit leicht variierenden Tiles bestückt, die Mechaniken mit der Bewegung und Aktivierung von Studenten und Golems

    ist hier auf allen drei Pfaden gleich, wohingegen die Spielbereiche und Mechaniken bei PCR sich deutlich voneinander unterscheiden.


    Beide Spiele bedienen unterm Strich somit dieselben Spielmotive bei mir.

    Golem ist hier das klar geradlinigere und übersichtlichere Spiel,

    Praga Caput Regni dafür das klar thematischere Spiel mit härteren Abweichungen in den Mechaniken der unterschiedlichen Punktebereichen

    und höherer Interaktion in der Action- Selection sowie auf dem Spielfeld.

  • So, mein Insert ist da und es hat leider nicht die größten Begeisterungsstürme bei mir ausgelöst.


    Pro: Es passt alles sehr gut in die Box, der Deckel steht nicht ab und das Spiel kann weiterhin aufrecht gelagert werden.


    Die Box ist bis zum letzten Millimeter gefüllt. Und das ist wohl auch der Grund, warum die Contra-Punkte bei mir überwiegen:


    Ich glaube nicht, dass der Spielaufbau beschleunigt wird. Zumindest nicht, wenn man sich an die Sortierung hält:

    Ich weiß nicht, ob man es genau erkennen kann. Aber es gibt die ganzen Entwicklungsteile einzelne Fächer. Ein Fach für Golem-Upgrades, drei für die Wissensupgrades und eines für die Artefakt-Upgrades. Da werden die Teile für alle Spieler*innen zusammen abgelegt. Das macht das Sortieren vor jedem Spiel unerlässlich.

    Ich habe es jetzt umsortiert und in das Tray für die Spieler-Meeple, die Goldstücke und Murmeln nun auch zu den passenden Spielfiguren alle Upgrade-Teile gelegt. Passt gut rein. Da das aber ein zusammenhängendes Tray für alle vier Spieler*innen ist, wird es schwieriger nur das Material für Zweier- oder Dreierpartien herauszuholen.


    Die restlichen Ressourcen hängen auch in einem gemeinsamen Tray mit eckigen Boden und sind nach Größe sortiert. Mal schauen, wie das in der Praxis dann aussieht. Für große Finger ist das nichts.



    Das große Problem ist wohl einfach die prall gefüllte Box, die wohl praktikableren Lösungen im Weg steht.