Freie Fahrt - neues Spiel von Friedemann Friese

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  • Sankt Peter

    Hat den Titel des Themas von „Freie Fahrt“ zu „Freie Fahrt - neues Spiel von Friedemann Friese“ geändert.
  • Das wirkt sehr seicht. Familienspielniveau würde ich sagen. Auch spielerisch scheint das kaum interessante Entscheidungen zu bieten. Wenn man dem Thread auf BGG glauben darf kommt die erste Idee dazu schon aus dem Jahr 2008, und das merkt man finde ich. Da ich Faultier auch nur nett fand werde ich #FreieFahrt wohl auslassen.

  • Familienspielniveau muß per se nicht schlecht sein. Allerdings frage ich mich, ob denn das Thema nicht zu ausgelutscht ist? Und einiges erinnert mich eben doch sehr an einschlägige Vorgänger. :rolleyes:

  • Einen ausführlichen Text schreibe ich im Wochenthread. Hier nur die Kurzfassung:

    • Erinnert an „Zug um Zug“, „Thurn und Taxis“ und „On the Underground“
    • Anleitung liest sich komplizierter als das Spiel ist; Spiel ist recht simpel
    • Spannungsbogen ist durch die drei Runden und die Boni, die ich in Runde 2 und 3 erhalte, ganz gut, da das Spiel dadurch schneller wird.
    • Tabletopia ist total unübersichtlich, da man die Ortsnamen auf der Karte herausgezoomt nicht lesen kann.
    • Solo ist es eine nette Knobelei, die aber auch viel vom Zufall abhängt, wie die möglichen Routen ausgelegt werden.
    • Zu zweit (solo zweihändig) fand ich, dass es sich etwas zieht, da man mit zwei Schienen bzw. zwei Zugbewegungen einfach keine großen Sprünge machen kann. Das war solo besser.
    • Alles in allem ganz nett.

    Eine Frage habe ich: Kann es passieren, dass sich jemand – vor allem im Spiel zu viert – ins Aus schießt? Konkreter Fall: Im Spiel zu viert teilen sich die Strecken auf dem Plan so ca. 1/4 pro Spielerin auf. Wenn ich also irgendwo hin will, ist die Chance groß, dass ich bezahlen muss. Münzen sind aber rar. Was passiert, wenn mir die Münzen ausgehen? Die einzige Möglichkeit sehe ich, Strecken dort zu bauen, wo die Mitspielerinnen auf alle Fälle hinfahren müssen (in der Hoffnung, ich komme bis dahin) und das Geld einzunehmen. Vermutlich haben aber alle vier Spielerinnen das Problem, sodass sich das insgesamt die Waage hält. Sprich, vermutlich wird nicht eine Person alle Münzen horten können.


    Gruß Dee

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  • Wir haben "Freie Fahrt" am Samstag und gestern jeweils zu viert gespielt.


    Im Grunde hat man nur die Möglichkeit eine von drei Mikroaktionen pro Zug auszuführen:

    • neue Gleise nehmen,
    • Strecken bauen (wie bei Trans Amerika / Trans Europa) / Gleise kaufen oder
    • Reisen / Strecken erfüllen / Neue Strecken nehmen.

    Hörte sich auch für uns ziemlich simpel an, erfordert aber doch ziemlich taktische Entscheidungen. Uns hat es in beiden, sehr unterschiedlichen Spielertypen in der Besetzung, sehr gut gefallen und es wird kommenden Samstag nochmals auf den Tisch kommen.


    Neue Gleise nehmen ist mehr oder weniger eine Aussetzaktion, in der man 5 neue Gleise bekommt (wenn man nur noch max. 1 Gleis besitzt). Diese Aktion ist dann allerdings kostenlos.


    Das Strecken bauen ist tatsächlich sehr stark an TE / TA angelehnt. Man baut 2 Gleise in neutraler Farbe und markiert diese mit einem Besitzmarker. Bestimmte Streckenabschnitte erfordern 2 Gleise. Kommen die Strecken zusammen, schließt sich auch das Streckennetz zu einem kompletten Netz zusammen und ich kann an beliebiger Stelle des Netzes weiterbauen (vorher halt nur am eigenen Schienennetz). Während des Zuges kann man für eine Münze, die allerdings 3 Siegpunkte wert ist, 5 neue Gleise kaufen (anstatt diese als Einzelaktion kostenlos zu nehmen) und diese direkt mit verarbeiten.


    Die Reisen-Aktion ist die variabelste aller Aktionen. Grundsätzlich fährt man mit seiner Lok Strecken im Schienennetz ab, die man erfüllen muss. Von A nach B. Komme ich an einer Stadt vorbei, die in der Auslage liegt und ich habe einen Waggon für neue Strecken frei, kann ich mir eine neue Route aus der Auslage wählen. Hier liegen 6 Kombinationen von 3 Städten


    A A A A A A

    B B B B B B

    C C C C C C


    hierbei kann A die Startstadt sein und B das Ziel oder B die Startstadt und C das Ziel. Aber niemals geht es von A nach C oder C nach B oder A. Das Kartendeck ist in 3 Phasen aufgeteilt, in jeder Phase kommt jede Stadt auf dem Spielplan genau einmal als Karte vor. Die Auslage der Städte ist rein zufällig und somit sehr glücksabhängig. Die Zielkarte liegt immer sichtbar auf einem Waggon. Komme ich in der Stadt an, habe ich die Strecke erfüllt und lege sie für die Endabrechnung beiseite. Jede einmalige Stadtkarte in meiner Sammlung ist am Spielende 5 Punkte wert. Habe ich eine Stadt 2 oder gar 3 mal in meiner Sammlung, ist die erste 5 und die weiteren nur noch 2 Punkte wert. Nimmt man aber mal mit, wenns auf dem Weg liegt.


    Für das Reisen kann ich das komplette, bereits erschlossene, Schienennetz aller Spieler nutzen. Möchte ich allerdings erstmals eine Strecke eines Mitspielers nutzen, muss ich diesem 1 Münze zahlen, dann wird die Strecke verstaatlicht und kann von allen Spielern kostenfrei genutzt werden.


    Immer mit dem Wechsel in einen neuen Kartenstapel, belohnt das Spiel alle Spieler. Mit dem Start von Stapel 2 bekommt man einen zweiten Waggon dazu. Mit dem 3. Stapel darf ich nun 3 Schritte pro Zug reisen - vorher waren es immer nur 2 Schritte.


    FAZIT: Europa ist groß, die Wege unter Umständen echt lang. Liegen die Strecken ungünstig aus (z.B. Moskau - Barcelona - Tirana), dauert es ziemlich lange, bis ich diese Strecke erfüllen kann. Mehr Punkte bringen lange Strecken aber nicht.... Unter Umständen wartet man dann auf eine bessere Auslage. Das machen aber alle Spieler, wenn nur ungünstige Strecken ausliegen. Deshalb nimmt man auch mal so eine sehr ungünstige Strecke mit. An den äußersten Städten liegen als Belohnung für den ersten, der ankommt, auch noch jeweils 2 Münzen, also 6 Punkte, aus.


    Das Spiel lebt von sehr kurzen Aktionen auch wenn es sich dennoch durch die Streckenwahl und Abwägungen sehr in die Länge ziehen kann. Darf dennoch immer wieder auf den Tisch kommen ;)


    9/12 Punkten

    Was man ernst meint, sagt man am Besten im Spaß (Wilhelm Busch)

  • Mir hat es zu zweit nicht gefallen und ich habe es wieder verkauft. Ich fand die Streckenauswahl eher unübersichtlich. Die Anzahl der Streckenaufträge die man aktiv erfüllt, sehr eingeschränkt und auch sehr zufällig, was so in der Auslage ausliegt.


    Es hat etliche Elemente von Zug um Zug, aber es wurde versucht, das Spiel doch noch etwas anders zu designen. Mir macht Zug um Zug deutlich mehr Spaß.

  • Es hat etliche Elemente von Zug um Zug, aber es wurde versucht, das Spiel doch noch etwas anders zu designen. Mir macht Zug um Zug deutlich mehr Spaß.

    Ich mag Zug um Zug im Grunde auch. Aber nur digital. Das Punkte zählen während des Spiels ging bei uns oft schief und so haben wir das ans Spielende verlegt. Zudem mag ich Zug um Zug erst ab 4 Spielern (außer so Karten wie Schweiz oder Nordic Countries), da der / die Gegner viel zu schnell enorme Umwege verursachen können. Europa hat ja hierfür die Bahnhöfe erfunden - aber aus welchem Grund auch immer, die vergesse ich unter dem Spiel meist ;)


    Ich finde so aus dem Bauch heraus Freie Fahrt ebenbürtig zu Zug um Zug Amerika (als Urversion des Spiels).

    Was man ernst meint, sagt man am Besten im Spaß (Wilhelm Busch)

  • Gut, zu zweit fällt der Verstaatlichungs-Aspekt etwas weg.

    Ich habe jetzt mehrere 2er Partien hinter mir, und muss sagen:

    Wenn ich als erster in einem entfernten Stadt mir die Münzen hole, wird der Gegner vermutlich meine Strecke dann auch verstaatlichen.

    Wenn er das nicht tut, werden ihm die Punkte fehlen.

    Und ganz wichtig zu zweit:

    Versuchen in einer Ecke Europas ein eigenes Netzwerk zu bauen.

    Das wird der andere zwar auch versuchen, es kommt aber darauf an die kürzen Strecken zu bauen.

    Und, letztlich bringt jede Münze 3 Punkte.

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Wir haben bisher eine Dreierpartie hinter uns, und die hat uns extrem gut gefallen. Es haben sich diverse taktische Zwickmühlen ergeben (ich könnte eine Strecke nach Moskau fertigbauen, aber dann ist vor mir meine Mitspielerin dran, sahnt die dort liegenden 2 Münzen und den attraktiven Auftrag Moskau-Sankt Petersburg ab, und ich schaue bis auf 1 Münze Verstaatlichung in die Röhre), das kenne ich so von Zug um Zug nicht. Für mich in einer gerechten Welt dieses Jahr definitiv ein Kandidat für den grauen Pöppel.

  • Wo das Spiel hier wieder in den Fokus rückt, verlinke ich meine Spielevorstellung, die sich in einem Wochenbericht vom Oktober '21 versteckt hat:

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

    "pimp my game" - Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Bemalungen, ... siehe Linkliste auf meiner Pinnwand

    Einmal editiert, zuletzt von Smuntz ()

  • Die fehlende Übersichtlichkeit bei der Streckenauswahl wird hier und auch in Reviews immer wieder genannt.


    Hat jemand von Euch mal versucht das Spiel mit farbigen Markern zu pimpen?

    Man könnte ja die Ortsnamen auf dem Spielbrett und den Karten bemalen. Ähnlich wie bei Brass.


    Oder weiß jemand, ob vielleicht genau das in einer 2. Auflage umgesetzt wird?

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  • Ähnliches machen wir für die 'ich weiß nicht mehr wie die wichtigen Verbindungen heißen' auch mit großen Pöppeln oder Fähnchen von spielmaterial.de. :)


    Müsste man nur Mal überlegen, wie man dieses 1, 2, 3 abgebildet bekommt. :/

    Einmal editiert, zuletzt von d0gb0t ()

  • Hat jemand von Euch mal versucht das Spiel mit farbigen Markern zu pimpen?

    Ja. Ich habe auch mal etwas nachgedacht und bin zu zwei Lösungen gekommen. Erstens jeweils vier 15x4mm-Standard-Scheiben in sechs Farben, selbst beschriftet mit "1", "2" und "3" und eine neutrale, die über die Reihe mit Zielen kommt. Alternativ jeweils vier kleine D6-Würfel in sechs Farben, die man auf 1, 2, 3 und irgendwas einstellt. Funktioniert beides gut.

    Die Plastik-D6-Würfel hatten den Vorteil, dass sie sich besser vom anderen Spielmaterial absetzen. Auch Scheiben waren da schon besser als die Würfelchen-Lösung von W. Eric Martin. Plastik vs Holz macht es aber nochmal besser. In meiner Freie Fahrt Schachtel sind jetzt die Würfel drin, sogar in mehr als 6 Farben, damit man Farben wählen kann, die nicht den Spielerfarben entsprechen. Denn das ist das gemeinsame Problem bei all diesen Pimp-Lösungen: wenn's zu voll und bunt auf dem Plan wird, geht die Übersichtlichkeit auch schnell verloren. Diesen unerwünschten Effekt gilt es zu minimieren.