Oranienburger Kanal (2022) Rosenberg bei Spielworxx

Online spielen? Erstelle einen Termin oder melde Dich an: KLICK
  • Am letzten Freitag habe ich das Spiel mit Smuntz auf Tabletopia ausprobiert. Die Grafik ist funktional. Keine Schönheit, aber absolut ausreichend für diese Art von Spiel. Das Thema ist aufgesetzt, aber durchaus passend und stimmig aufgesetzt. Aber die Hauptsache ist, dass das Spiel als solches gut ist und da haben sich meine Erwartungen beim Anspielen absolut bestätigt. Das Spiel ist an sich empfehlenswert. Ich werde es nach langem Hin-und-her-überlegen trotzdem nicht backen und hoffe stattdessen auf eine App-Umsetzung, die ich dann kaufen würde.

    Der Hauptgrund ist, dass das Spiel für mich im wesentlichen ein Solo-Spiel ist und ich kein Solo-Brettspieler bin. Oder eigentlich eher: Es ist ein Puzzle, irgendwo zwischen Logik-Puzzle und Mathe-Optimieraufgabe mit stark räumlichem Charakter. Man kann Oranienburger Kanal zwar zu zweit spielen, aber die Interaktion dort ist gering und vor allem, das ist ein bisschen das Problem hier, rein destruktiv.

    Man spielt eher nebeneinander als miteinander, und wenn man das "miteinander" wirklich ernst nimmt, dann heißt das, dass man konstant schauen muss, wie man dem Mitspieler seine Pläne möglichst brutal zerschießen kann (bzw. beim eigenen Spielen immer auf die Absicherung dagegen achten). Die Interaktion besteht vor allem aus dem Wegschnappen von Karten aus der Auslage, die mir zwar nicht viel nutzen, aber von denen meiner einzigen Gegner mehr profitieren würde als mich der suboptimale Zug kostet.

    Weil es ein 2er-Spiel ist und kein Spiel für 3+ Spieler, braucht man auch keine Angst haben, dass unter dem Strich nur ein unbeteiligter Dritter von einem Zug profitiert, der mir nicht viel nutzt und nur den Gegner stört. Das verstärkt den rein destruktiven Charakter der Interaktion. Damit sehe ich nicht, dass ich das Spiel mit meiner Frau oft spielen würde. Also kann ich mir die 49 bzw. 59 Euro auch sparen.

    Der (Solo-) Puzzle-Aspekt ist jedoch toll umgesetzt. Das macht Spaß. Solospielen hätte hier auch den Vorteil, dass jeder solange herumrechnen kann, wie es ihm beliebt, ohne damit Mitspieler warten zu lassen. Denn das kann man bei Oranienburger Kanal auch beliebig exzessiv betreiben, weil alles bis auf den dreigeteilten Karten-Nachziehstapel offene Information ist. Aber: Wenn das Spiel eigentlich ein Solo-Spiel bzw. Optimier-Puzzle mit Highscore-Jagd ist, dann möchte ich persönlich das am Computer spielen und nicht am Brett. Also: Bitte eine App veröffentlichen, die einem den ganzen lästigen Regelüberwachungs-, Aufbau-, Verwaltungs- und Auszähl-Mist abnimmt, so dass man sich ausschließlich um das kümmern kann, was wirklich Spaß macht. Eine solche App kaufe ich mir dann.

  • ANZEIGE
  • Wie sehr braucht man die Erweiterungen wenn man zu zweit spielt?

    Ob solo oder zu zweit, das macht für die Beantwortung dieser Frage wenig Unterschied.

    Man spielt mit 18 (solo) bzw. 24 (2er) Karten eines zuvor ausgewählten Decks von 60 Karten. Also gerade mal 30% bzw. 40% des Decks. Das ist schon Abwechslung genug für ein paar Spiele, bis man alle Karten des Decks mal hatte. Das Grundspiel hat zwei Decks => doppelt so viele Spiele möglich bis zum "alles mal gesehen" Status. Die beiden Erweiterungen haben zusammen dann noch nochmal vier (!) Decks mehr. Diese zusammen sechs Decks unterscheiden sich nicht großartig, alles eher "more of the same".

    Reicht das, um dir die Frage selbst zu beantworten?

  • Mir hat meine erste Solopartie via Tabletopia übrigens gut gefallen bzw. eigentlich waren es sogar anderthalb, weil ich beim ersten Versuch das Handling der Auslage und der Nachziehstapel komplett verplant hatte und deshalb bis Runde 4 oder so nur grüne Karten im Spiel hatte.


    Wie hier schon erwähnt wurde war es wirklich nervig, dass die Baukosten für die Wege etc. nirgendwo stehen. Die habe ich mir dann auf einem Zettel notiert und dann ging es. Ansonsten habe ich das bekommen, was ich hier nach den ersten Meinungen erwartet hatte. Ein denklastiges Logikpuzzle und Optimierspiel, das auf Tabletopia ein wenig unter der Unübersichtlichkeit leidet, was aber auf dem Tisch sicher besser ist. Die Ikonografie fand ich jetzt zumindest nicht auf Anhieb eingänglich, das sind aber auch einfach recht viele unterschiedliche Effekte. Ich musste erstmal noch viel nachschlagen, aber mit der Erfahrung von ein, zwei weiteren Partien, wird das wohl gut funktionieren. Tendenz geht jedenfalls bei mir zum Einsteigen bei der Spieleschmiede, vorwiegend wohl als Solospiel.

    Meine Top 15 (in loser Reihenfolge):

    Terra Mystica - Gaia Project - Ein Fest für Odin - Great Western Trail - Clans of Caledonia - Underwater Cities - Arche Nova - Orleans (inkl. Handelserweiterung) - Scythe - Tzolk'in - Heaven & Ale - Wasserkraft/Barrage - Food Chain Magnate - Auf den Spuren von Marco Polo - The Gallerist

  • Bin gespannt auf das Spiel, habe es auch vor paar Tagen mitgefördert. Aber da ich spiele meist Blind kaufe, habe ich weder Regeln gelesen noch irgendein Video dazu gesehen. Es wird schon gut sein :)

  • Bin gespannt auf das Spiel, habe es auch vor paar Tagen mitgefördert. Aber da ich spiele meist Blind kaufe, habe ich weder Regeln gelesen noch irgendein Video dazu gesehen. Es wird schon gut sein :)

    blindes Vertrauen ist immer gut ^^

  • Bin gespannt auf das Spiel, habe es auch vor paar Tagen mitgefördert. Aber da ich spiele meist Blind kaufe, habe ich weder Regeln gelesen noch irgendein Video dazu gesehen. Es wird schon gut sein :)

    Regeln gelesen hab ich. Bin auch dabei will es als solo nutzen

  • ANZEIGE
  • Ich habe gerade meine dritte Runde gespielt. Es war die erste Runde mit Mitspieler. Entsprechend gespannt war ich, wie und ob sich das Spielgefühl verändert.

    Im wesentlichen gleicht es dem Solo-Modus, nur weißt du eben nicht und kannst es auch nicht mit in die Überlegung einbeziehen, welche Felder gesperrt sein werden. Das war mir soweit vorher schon klar. Viel spannender fand ich, wie sich die Verringerung der Aktionen je Runde auswirkt. Im Solo habe ich jede Runde 4 Aktionen, im Duell abwechselnd 2 oder 3. Hier hatte ich befürchtet, dass es Spielspaß nimmt. Tut es aber nicht. Im Zweispieler Spiel spielt man gefühlt (haben nicht gezählt) deutlich mehr Runden. Und durch abwechselnden Startspieler und unterschiedliche Aktionsanzahl tariert sich das sehr gut aus.

    Das Spiel war unendlich spannend und endete am Schluss mit 9 Punkten Unterschied zu meinen Ungunsten (mit einer Aktion mehr für mich wären es 3 Punkte Unterschied zu meinen Gunsten gewesen ;-))

    Mein Gegenüber hat es zum ersten Mal gespielt, war auf Grund der recht simplen Regeln auch sofort drin und am Schluss auch genau wie ich sehr begeistert.

    Die Entscheidung, zu backen, hat sich für mich also auch im Duell als richtig bestätigt.


    Zur Optik:

    Ich hab das ja schon erwähnt, aber auch heute wieder: Ich nehme null Illustration während dieses Spiels wahr, weil ich zu sehr mit Überlegen beschäftigt bin. Interessant fand ich auch eine Aussage von Ulli Blennemann im Stream: Einige, darunter auch ich, hätten sich ja Illustrationen der Häuser gewünscht. Er hat erklärt, dass man nicht nur auf Grund der Kosten darauf verzichtet hat, sondern vor allem, weil die Karten schon so sehr voll mit Informationen sind und schlicht der Platz fehlt.

    Auf einem Bild des Prototypen ließ sich erkennen, dass die Karten ursprünglich mal viereckig geplant waren. Das war wirklich zu viel Info auf zu wenig Platz, daher war die Veränderung auf Kartenformat zur besseren Lesbarkeit denke ich gut. Den gewonnenen Platz jetzt durch Illustrationen wieder zu nehmen, wäre für den Spieler nicht sehr hilfreich gewesen.

    Von daher: Auch wenn mir die Optik sonst sehr wichtig ist: Hier ist’s mir völlig egal, das Spiel ist geil! ;)

  • Nach einigem Hin und Her werde ich mich wohl gegen eine Förderung entscheiden. Die Mechanik und das Knobeln sprechen mich zwar ziemlich an, aber ...


    - nachdem im Vorfeld #ArlerErde als "Vergleich/Vorgänger" in den Ring geworfen wurde, kann ich nicht anders und vergleiche zwangsläufig die Materialfülle und -gestaltung. Und da schneidet #ArlerErde um Längen besser ab.


    - halte ich lieber die genaue Anzahl von Ressourcen in Händen anstatt sie mir über ein Rad anzeigen zu lassen. Sorry, das hat wohl was mit persönlicher Vorliebe zu tun.


    - müssen bei mir Neuerwerbungen mindestens für zwei Spieler tauglich sein. Einen (sehr) gut funktionierenden Solomodus weiß ich sehr wohl zu schätzen, aber noch bin ich nicht soweit, daß das Solospiel für mich den Hauptgrund für einen Neuerwerb darstellt. Und derzeit sehe ich leider keinen Mitspieler, den ich zu #OranienburgerKanal "überreden" könnte.

  • Ich bin jetzt reingegangen kurz vor Schluss (Kampagne läuft noch bis morgen Abend) und nach meiner zweiten Solopartie, die ich wieder sehr interessant fand. Die von vielen kritisierte Optik stört mich hier erstmal wenig und mechanisch hat mir das sehr gut gefallen.

    Meine Top 15 (in loser Reihenfolge):

    Terra Mystica - Gaia Project - Ein Fest für Odin - Great Western Trail - Clans of Caledonia - Underwater Cities - Arche Nova - Orleans (inkl. Handelserweiterung) - Scythe - Tzolk'in - Heaven & Ale - Wasserkraft/Barrage - Food Chain Magnate - Auf den Spuren von Marco Polo - The Gallerist

  • Es gibt nun auch einen Mod im TTS: Steam Workshop::Oranienburger Kanal

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

    "pimp my game" - Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Bemalungen, ... siehe Linkliste auf meiner Pinnwand