• Bei mir gab es in der letzten Zeit aufgrund der Arbeit leider nicht so viel.

    Es wurde eine weitere Partei #Anno1800 gespielt, #ReisedurchMittelerde hat es vom POS geschafft und garniert wurde das ganze von vielen Partien #FantastischeReiche .

    #Anno1800

    Es war unsere zweite Partie (wieder zu zweit) und diese hat den Ersteindruck bestätigt. Gefällt mir sehr gut!

    Das Spiel lief wesentlich runder als unsere erste Partie und die Züge liefen schneller.

    Wir haben uns beide diesmal mehr auf bestimmte Industrien konzentriert, dadurch florierte auch den Handel. Dafür entdeckten wir diesmal weniger, keiner von uns beiden hatte am Ende 4 Alte Welt-Erweiterungen, an neuen Welten erkundete jeder nur eine.

    Dadurch war auch das Spiel insgesamt fruher zu Ende, jeder von uns hatte zum Ende nur einen Investor. Ich verschlief leider etwas, dass meine Freundin nur noch wenige Handkarten hatte und wurde so etwas vom Spielende, das sie dann plötzlich einrief, überrascht. Durch gute Vorrausplanung (und etwas Glück evtl. auch ;) ) konnte ich aber auch noch alle meine Handkarten loswerden, was auch gut war, da wir Pyrphorier als Auftragskarte ausliegen hatten (also 2 Punkte Abzug für jede Handkarte, die man am Ende noch auf der Hand hat).

    Am Ende wurde es ein 153:143 für mich, hauptsächlich dadurch, dass ich die Auftragskarten besser bedient hatte. Freue mich auf die nächste Partie :) Bleibt bei einer 9/10.

    #ReiseDurchMittelerde

    Dann gab es die Erstpartie zu HdR - Reise durch Mittelerde. Als großer Fan von Villen des Wahnsinns sowie vom gesamten HdR - Universum stand das Spiel schon lange auf meiner Liste. Wir zogen als Legolas (ich) und Beravor (meine Freundin) in die Schlacht und spielten das erste Szenario der Kampagne. Es sollte direkt mal super eng werden am Ende. Das Grundlegende Spielprinzip erinnert natürlich schon sehr an Villen des Wahnsinns, wobei einige Kniffe doch sehr gut neu aufgelegt finde ich (dazu später mehr). Das Spiel lief zu Beginn recht gut. Wir erkundeten fleißig, schnetzelten die ersten Orks nieder und machten gut Fortschritt. Natürlich gab es hier und da schonmal nen Kratzer, auch die erste Furcht machte sich breit, doch alles nichts weltbewegendes. Doch dann änderte sich leider alles durch eine Furchtkarte, die ich zog. Und zwar bekam ich durch diese jede Runde eine weitere Furchtkarte. Das konnte ich zwar teilweise durch meinen Umhang mit Inspirationsmarkern abwehren, aber die hat man ja auch nicht unbegrenzt. Leider fand auch nur meine Freundin Chancen zum Heilen, da hatten wir irgendwie Pech. So tickte mein "Furcht-Countdown" runter und raffte mich dann zum Ende hin auch dahin. Da hatten wir zum Glück das Ziel schon in Sicht. Beravor musste also alleine weiter. Einmal musste dieser auch schon das "letzte Aufbäumen" nutzen, taufrisch war er also auch nicht mehr, ganz im Gegenteil...er kämpfte auch gegen den nahenden Tod. Also hieß es: Füße in die Hand nehmen und flüchten, in der Hoffnung das Ziel noch zu erreichen. Den Gegnern ausgewichen, am Ziel angekommen waren dann erstmal wieder die Bösen dran. Alle hinterher und alle auf den armen Beravor. Mit etwas Glück überlebte er die Angriffe und war wieder am Zug. Nun musste ein Erfolg her um...

    Spoiler anzeigen


    ...den Eingang zum Banditenlager zu finden.

    Und mit noch mehr Glück schaffte er es.

    Puuuuh...das war eng...aber die Freue war groß!

    Das war also das erste Kapitel. Für mich macht das Spiel einige Sachen besser als Villen des Wahnsinns, einige Sachen aber auch schlechter.

    Zu den positiven Änderungen verglichen zu VdW:

    Das Erfolgssystem! Anstatt zu würfeln, zieht man nun Karten, welche als Erfolge dienen, in Erfolge umgewandelt werden können oder halt ein Misserfolg sind. Das ganze hat den Kniff, dass genau diese Karten vor jeder Runde auch als Fähigkeiten vorbereitet werden können, welche dann wiederum später genutzt werden können, aber als möglicher Erfolg nicht mehr zur Verfügung stehen. Da muss man also abwägen: Will ich die Fähigkeit der Karte nutzen oder will ich sie auf meinen Probestapel legen,wo ich dann auch entscheiden kann, ob sie oben drauf kommt oder unter den Stapel. Dadurch kann ich also somit sichere Erfolge platzieren oder sichere Fehlerfolge vermeiden, verliere aber eine Fähigkeit. Dieses Abwägen ist echt eine geniale Sache!

    Charakterentwicklung:

    Ok, da kann ich jetzt noch nicht so viel zu sagen nach der ersten Partie. Aber das ganze wird als Kampagne gespielt, daher kann man zwischen den Spielsessions seine Charaktere weiterentwickeln. Dabei können neue Fertigkeiten erlernt werden oder die Ausrüstung wird verbessert. Sowas geht immer, finde ich knorke!

    Sonst ist das Spielgefühl halt ähnlich wie Villen des Wahnsinns, gefällt mir also grundlegend sehr gut!

    Die negativen Änderungen:

    Die Spielwelt! Villen des Wahnsinns ist unglaublich thematisch. Jeder Raum ist anders, jeder Raum sieht anders aus und jeder Raum versprüht seine eigene Atmosphäre. Im ersten Kapitel von Reise durch Mittelerde sah jedes Raumteil gleich aus. Hügelige Fläche mit Gras, ein paar Bäumen und hier und da mal ein Stein. Das wars. Das hat mich bisher wirklich sehr enttäuscht (wie gesagt, nur das Einführungszenario!). Meiner Meinung nach nimmt das doch sehr viel von der Atmosphäre, die ich in VdW so liebe. da hätte ich auch einfach nur direkt auf dem Tisch spielen können.

    Die Story:

    Bisher wirkt die Story eher beliebig. Herr der Ringe Flair kommt bei mir noch nicht auf, es fühlt sich wie generische Fantasy an. Auch hier sei wieder gesagt: Erstpartie! Da kommt (hoffentlich) noch mehr.

    Alles in allem ist mein Ersteindruck gut, aber nicht sehr gut. Ich muss sagen, vor allem der Aspekt mit der Spielwelt stößt mir sauer auf (hätte ich eigentlich nicht erwartet, dass mich sowas doch so stört). Nimmt meiner Meinung nach sehr viel Atmosphäre.

    Vom Spielprinzip bin ich begeistert, es nimmt das Gute von Villen des Wahnsinns und macht es noch besser.

    Ersteindruck: 7/10.

    Dann gab es über die Woche verteilt einige Runden #FantastischeReiche .

    Was ein geiles Ding! Das Spiel für zischendurch schlechthin. Gefällt mir nach jedem Mal besser und jedes mal will man noch eine Partie spielen. Das einfache Prinzip kombiniert mit den Möglichkeiten erzeugt echt einen unglaublichen Sog. Will ich mehr von, hoffe, dass die angekündigte Erweiterung auch schnell auf deutsch erscheint!

    Zwischeneindruck: 9/10.

    Das wars aus den letzten etwa 1,5 Wochen von mir. Bald gibts hoffentlich wieder mehr :)

    Was wird zur Zeit gespielt: Wonderlands War | The Kings Dilemma | Dominion | Boonlake | Dune Imperium | Kingdom Death: Monster | Arche Nova

    Einmal editiert, zuletzt von Moxi1991 (6. November 2020 um 12:00)

  • Monster Expedition

    Ein kleines Spiel vom Pfister. Man brauch Würfelglück. Ich hatte es nicht. Wenn man eine Summe von 10 benötigt und das mit 4 Würfeln mehrmals nicht schafft, ist das nicht gerade sehr motivierend bzw. spaßig.

    Ich persönlich lege lieber eine 1-3 raus, auch wenn ich damit riskiere keine Karte zu schaffen. Aber da hat jeder seine eigenen Überlegungen. Hängt natürlich auch ab wie knapp es bis zur Karte ist bzw. bei einem Käfig, wieviele freie Plätze es in der Auslage gibt. Will damit sagen, dass es per se keine schlechten Würfelzahlen gibt - wenn es nicht gerade ein Fehlwurf wird. 😀

  • Ich persönlich lege lieber eine 1-3 raus, auch wenn ich damit riskiere keine Karte zu schaffen. Aber da hat jeder seine eigenen Überlegungen. Hängt natürlich auch ab wie knapp es bis zur Karte ist bzw. bei einem Käfig, wieviele freie Plätze es in der Auslage gibt. Will damit sagen, dass es per se keine schlechten Würfelzahlen gibt - wenn es nicht gerade ein Fehlwurf wird. 😀

    Ich hab gestern bei der nächsten Solomission auch - zumindest anfangs - versucht, eher die 1er bis 3er abzugreifen und maximal noch ein kleines Monster oder einen Käfig dazu. Wenn das oft genug klappt, sichert es einem ja auch wiederum Käfige. Aber so ein Fehlwurf tut schon weh :D

    Die Solomissionen sind unterhaltsam bisher, und abends halt auch mit müdem Kopf noch mal schnell gespielt.

  • AlexP Leider ist es schon ca 2 Monate her, dass ich es gespielt habe. Ich weiß nur noch, dass ich viel Pech hatte, egal wie ich es versucht hatte. Selbst die beiden Mitspieler hatten schon Mitleid, weil es bei mir oft nach dem 2. Wurf schon gelaufen war. Aber es war auch nur eine Partie und da der Eigentümer es schon wieder verkauft hat, werde ich es wohl so schnell nicht erneut probieren können.

  • Bergziege ich hoffe auf baldige neue Solomissionen. Hängt natürlich alles auch vom Verlag ab. Ursprünglich war es ja auch für 1-4 Spieler gedacht (mit unterschiedlich vielen Karten im Nachziehstapel) also kooperativ. Aber Corona hat die nötigen Tests verhindert und so wurde es zur reinen Solokampagne. In der Familie haben wir es sehr gerne kooperativ gespielt, weil dann alle noch mehr mitfiebern.

    #MonsterExpedition

    Einmal editiert, zuletzt von AlexP (6. November 2020 um 18:51)

  • Paris

    Man sollte meinen, ein weiterer Spielbericht zu Paris (Kramer / Kiesling) meinerseits lohnt nicht mehr, hatte ich das doch vor wenigen Tagen schon ausführlich vorgestellt. Die Runde zu dritt gestern abend war insofern besonders, als ich zwei meiner Lieblings-Mitspieler erstmals zum Online-Spiel bewegen konnte und wir das auf tabletopia gespielt haben. Lange war ich standhaft, die SPIEl.digital brachte bei mir die Wende, das zu erproben - na und der Pandemie-Spuk ist leider auch noch in der Welt, da macht man Sachen, die man zu Beginn des Jahres so nicht erwartet hätte. Am Tisch spielen ist im Moment eben nicht angesagt.

    Zwei andere Dinge zum Spiel selbst sind berichtenswert.

    Zum einen war das Bonusteil Nr. 27, das bei Spielende Restgeld mit Siegpunkten vergütet, wieder der Matchwinner - ich hatte es mir gesichert und war damit (un)glücklicher Sieger - darüber konnte ich mich nur sehr begrenzt freuen. Ein Besuch bei BGG zeigte, dass ich nicht der einzige bin, der das Teil für "broken" hält - und ich halte mich sonst mit derart starken Worten lieber zurück, zumal hier profunde und von mir sehr geschätzte Autoren am Werk waren. In der BGG-Diskussion habe ich einen Beitrag ergänzt, der sich mit einer Hausregel-Idee beschäftigt, dieses Teil zu entschärfen, indem nur je 2 Restgeld 1 SP geben. Damit ist es immer noch stark, aber hoffentlich nicht mehr spielbestimmend. Für Details verweise ich auf den BGG-Thread. Ansonsten gibt es an Paris nichts zu bemängeln, nur sollte ein bestimmtes Teil, das ohne Risiko viele Punkte abwirft, nicht stärker sein als der Bau von Wahrzeichen, was eine aufwändige Strategie mit einer gut getimten Ressourcenmaschine und allerlei Unwägbarkeiten benötigt.

    Nun zum zweiten Punkt. Ich habe es bisher immer falsch gespielt! In der BGG-Diskussion fielen mir berichtete Ergebnisse von weit über 140 SP auf, während meine Spiele mit weniger als 90 SP gewonnen wurden. Der Fehler: in der Endphase, wenn die Gebäudeteile alle gezogen wurden, darf ein Spieler entweder einen Zug mit einem seiner Schlüssel machen oder ein Endplättchen nehmen (aussuchen, nicht blind ziehen - das war auch nicht richtig gespielt) und nicht sowohl als auch. Damit dauert das Spiel natürlich nach Lust und Laune der Spieler sehr viel länger, eben bis diese 12 Plättchen tatsächlich auch genommen worden sind.

    Dass das Spiel trotz dieses massiven Spielfehlers meinerseits viel Freude bereitete, spricht für die Robustheit des Systems. Und auch wenn es nicht im Sinn der Autoren ist, kann mein falsches Spiel als "Variante" herhalten, wenn man knapp an Spielzeit ist und so die Dauer definitiv auf eine gute Stunde begrenzen möchte. Nächstes Mal spiele ich es richtig, versprochen! :)

    #Paris

    Freiheit für :lachwein: - "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

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    Einmal editiert, zuletzt von Smuntz (7. November 2020 um 16:46)

  • Nach meiner Liebeserklärung vor ein paar Tagen zum Spiel #PaxPamir heute mein Ersteindruck. Zuvor noch ein paar Aufzählungen

    • Das Spiel hat von seiner Schönheit und seiner Faszination trotz 2 Tage am Pile of Shame nichts eingebüßt.
    • Meine heutigen "Mitgeniesser" (Neffe und Nachbar) am Spiel waren genau so "enthusasmiert".
    • Durch die Videoerklärung von "Modern Cardboard" und Ulli Blennemann's Vassal Video an den Vortagen konnte ich heute früh die Regeln ziemlich zügig und verständlich an die Mitspieler weiter geben. Es gab recht wenig Rückfragen. Das Erklären war nach knapp 40 Minuten durch. Da hilft eher die Vorgehensweise des englischen Videos (Teil 1) von Modern Cardboard.

    Wir starteten trotzdem mit einer Lernpartie, die es aber eigentlich gar nicht mehr für den Ablauf und die Regeln brauchte. Für das Verstehen der Karteneffekte aber sehr wohl. Was sich hier innerhalb einer Runde am Spielfeld ändern kann ist abartig. Fast jede Runde muss man zuvor ausgetüfftelte Strategien über Bord werfen. Das Ende in dieser Partie kam sehr abrupt bei der zweiten Dominanzkarte und eines 4 Punkte Vorsprungs des Neffen. Die nachträgliche Diskusion über das erste Spiel war vom feinsten, weil hier schon sehr viel Reflexion über Fehler und guten Zügen stattfand.

    Die zweite Partie war schon sehr extrem umkämpft und dauerte bis zur vierten Dominanzkarte (Spielzeit: Knapp 115 Minuten). Entgegen der ersten Partie wurde hier deutlich mehr mit Spionen gearbeitet und die Kampfaktion genutzt. Die Bewegungsaktion ist im Moment noch das Stiefkind. Weder bei Armeen noch bei Spionen wurde das oft genutzt. Ach ja. Ich hab gewonnen mit 2 Punkten Vorsprung.

    Der Neffe und Nachbar mussten dann weg. Beide mit dem Vorsatz das Spiel zu ordern. Meine Aufklärung, dass es ausverkauft sei wurde vom Nachbar "Ich bekomm alles, wenn ich will." entgegnet. Schau ma mal, aber er hat schon viele Dinge aus irgendwelchen Kanälen besorgt, Ich will sein Vorhaben jetzt nicht als Phantasterei abtun.

    Beendet habe ich meinen Spieltag mit zwei Solopartien gegen Whakan. Erwartet hab ich mir ein gutes Solomatch, aber nichts außergewöhnliches. Was aber in diesen 2 Partien alles passierte, könnte Bücher füllen. Ein stetiger Schlagabtausch, der meiner Meinung nach sogar härter als bei den Mehrspielerpartien war. Das wird sich sicher bei jeder weiteren Partie wegen der Lernkurve ändern, aber diese Intensität im Solomodus hätte ich nicht erwartet. Schon mal vorab gespoilert - ich hab beide Partien verloren, aber das war mir so egal. Ich hab mich gefreut wie ein "Hutschpferd", weil das Spielerlebnis so toll war.

    Nur als Beispiel. In der zweiten Partie hatte Whakan eine Schlagzahl zur Setzung von Armeen, Straßen und Stämme drauf, die mich nur reagieren lassen konnte. Nie agieren. Ich hatte voll Schiss, dass die erste Dominanzcheckkarte auftaucht und der Whakan diese kauft. Als die Karte dann kam, konnte Whakan sie wegen Geldmangel 2 Runden lang nicht ordern. Mein Glück. Ich wechselte meine Loyalität zu den Briten, in dem ich einen Patrioten vom Markt holte und sofort spielte. Der Whakan verhunzte seine 2 nächsten Züge, in wirkungslose afghanischen Armeen und Straßen. Somit für mich der Weg frei den erfolgreichen Dominanzcheck für die Briten auszulösen. Ich: 1 Loyalpunkt und 1 Patriot, keine Beute, kein Geschenk. Der Whakan dieselbe Situation. Ich hatte aber die Ereigniskarte gekauft, die Whakans Patrioten unwirksam macht. Somit easy win 5:3. ;)

    Schlußendlich hat Whakan mich im weiteren Spielverlauf gehörig den Popo verdroschen. 1:3 bei Dominanzcheck 2. Und der letzte Check war filmreif. 1 Karte wurde von mir gekauft und gespielt, in der Verwaltungsphase dies Karte durch eine Dominanzcheckkarte ersetzt. 2 Ereigniskarten ganz links vom Markt abgeworfen und ebenfalls ersetzt. Und was taucht auf? Richtig, Dominanzcheckkarte 4. Doppelte Wertung und weitere 2:6 Punkte für Whakan.

    Mir ist sehr wohl bewusst, daß es viele spielbegeisterte Personen geben wird, die mit dem Thema, der Art und der Komplexität dieser Perle überfordert sind bzw. besser gesagt - sich nicht angesprochen fühlen. Für mich ist dieses Kleinod eine glatte 10 von 10. Und ich habe noch gar nicht ansatzweise alles ausnutzen können und dürfen.

    Danke an Cole Wehrle und allen Beteiligten für diese Bombe und eine tiefe Verneigung vor Ulli Blennemann für die Umsetzung der deutschen Ausgabe. Ich bin ab jetzt Spielworxx Junkie und werde den Verlag genau beobachten. Spätestens bei John Company bin ich sicher dabei.

    Einmal editiert, zuletzt von Gewei (8. November 2020 um 10:28)

  • Danke, das ist jetzt schon der zweite Spielfehler, den wir gemacht haben. Weia! So dauert das Spiel dann tatsächlich deutlich länger, das ist spannend. Plättchen 27 finde ich auch sehr stark, habe aber bisher den Eindruck, dass man mit Wahrzeichen noch gegensteuern kann - es ist auch einfach arg langweilig nur auf Geld zu spielen. Dauert das Spiel allerdings so lange bis man alle Schlüssel raushauen kann sehe ich da Auch ein Problem.

    Einmal editiert, zuletzt von Schachtelmeer (8. November 2020 um 02:50)

  • #SherlockHolmesCriminalCabinet

    Unsere Gruppe trifft sich inzwischen regelmäßig per discord. Nachdem wir die letzten Monaten fast nur Rollenspiele gespielt hatte, wollten wir mal wieder was anderes spielen und unsere Wahl fiel auf das gute alte Spiel des Jahres 1985.

    Wir waren zu fünft, wobei das Spiel nur zweimal vorhanden war. Daher haben wir uns für den frei verfügbaren Fan-Fall Cleopatras Tod entschieden (BoardGameGeek). Und wir haben dies nicht bereut.

    Wir sind auch hier wieder Freunde von Sherlock Holmes, die einen Fall auflösen müssen. Dazu stehen uns eine Ausgabe der Sunday Times, ein Adressbuch und ein Stadtplan von London zu Verfügung.

    Nun kann man verschiedene Orte aufsuchen und Hinweise sammeln. Dazu muss am eine Koordinate z.B. aus dem Adressbuch herausfinden und sucht dann nach der entsprechenden Stelle im Buch der Indizien (oder hier eben im pdf). Dort wird dann eine Begegnung vor Ort beschrieben, oder eben auch sowas wie "Wir klopfen an der Tür, aber niemand öffnet", wenn am eine falsche Spur verfolgt hat. Dabei notiert man sich, welche Schritte man unternommen hat.

    Sobald man der Meinung ist, den Fall gelöst zu haben, kann man versuchen Fragen zu beantworten. Für jede richtige Antwort gibt es Punkte, für jeden Schritt, den man mehr als Sherlock Holmes gebraucht hat, dagegen Punktabzüge. Anschließend muss man sich dann noch von Sherlock Holmes anhören, was die ideale bzw. schnellste Lösung gewesen wäre.

    Das Grundprinzip ist auch nach über 30 Jahren immer noch gut (und m.E. um Welten besser als #detective und besser umgesetzt wie #MythosTales).

    Es war sehr bequem vor dem Rechner zu spielen, da man die Orte einfach im pdf suchen kann.

    Der Fall selbst war sehr gut, die Lösung in sich stimmig und die Texte super geschrieben. Unserer Einschätzung nach war er deutlich einfacher als die andere Fälle. Im Original gibt es nur einen kurzen Vermerk mit welchen Hinweisen es Sherlock Holmes gelöst hat. In diesem Fall wurde noch sehr detailreich geschildert, wie Holmes uns die beste Lösung erläutert, was mir besonders gut gefallen hat.

    Insgesamt hatten wir fast 3 Stunden richtig viel Spaß.

    Marcus siehst du dies ähnlich? Habe ich irgendwas vergessen?

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

    2 Mal editiert, zuletzt von Fobs (11. November 2020 um 14:53) aus folgendem Grund: Die Auflösung im Original ist auch sehr gut. Dies hatte ich irgendwie vergessen. Daher habe ich den den fehlerhaften Satz durchgestrichen. Ändert habe nichts an der Gesamtbewertung des Fan-Falls

  • Plättchen 27 finde ich auch sehr stark, habe aber bisher den Eindruck, dass man mit Wahrzeichen noch gegensteuern kann - es ist auch einfach arg langweilig nur auf Geld zu spielen.

    Ist es. Schau dir mal meine Vergleichsrechnung im BGG-Thread an. Die Zahlen sind ja eindeutig. Ist mir ein Rätsel, wie das im Playtesting durchrutschen konnte. Das Plättchen belohnt den Sparer gegenüber dem Wahrzeichen-Bauer im Mittel mit etwa 10 zusätzlichen (!) SP, sollte aber eher schlechter sein in seiner Wirkung gegenüber dem aufwändigen Bauen.

    #Paris

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    Einmal editiert, zuletzt von Smuntz (8. November 2020 um 00:59)

  • Am Freitag mit meinem erfahrenen Spiele-Buddy unsere 14 tägige Runde gespielt. Leider mussten wir aus bekannten Gründen unserer Nr3 absagen. Der ist neu in unserer Runde und die Absage hat bei mir einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Aber wenn er dafür kein Verständnis hat...... egal.

    Gespielt wurde #Anno1800 . Was sonst?

    Für ihn war es die Erstpartie und nach 15minütiger Regelerklärung ging es dann los mit den Start-Auftragskarten.

    45 Minuten später hat er dann das Spiel beendet. Und für ad absurdum gespielt.

    Da das Ziel ja ist seine Handkarten abzuspielen, baute er nur viele Schiffe um mit mir zu handeln und meine Industrien zu nutzen.

    "Du wirst schon sehen, wohin dich das führt," dachte ich.

    Tja, und dann hat er systematisch alle Karten weggetauscht, die ihm neue Karten bringen und letztlich mit nur 13 Karten das Spiel beendet. Plus 3 Karten aus der neuen Welt. Im nachhinein muss da seinerseits ein Fehler passiert sein.

    Darum haben wir eine 2. Partie nachgeschoben, in der ich da mehr auf ihn geachtet habe. Schon die Spielzeit kam mir spanisch vor.

    Um es vorweg zu sagen: Er hat zumindest in dieser Partie alles korrekt gespielt und er hat auch gemerkt, dass es so nicht immer läuft.

    Zumal meine beiden Hass-Auftragskarten mit den Minuspunkten pro Handkarte und die 18 Punkte bei max einem alten Welt Ausbau , auslagen.

    Hat er beides für sich entschieden.

    Irgendwann beschloss ich, mich von diesen 18 Punkten zu verabschieden um mehr Industrien zu bauen und meine Karten schneller abspielen zu können.

    Darauf hat er gewartet. Er baute auf seiner Insel nur das notwendigste und erhandelte bei mir als weitere. Das brachte mir zwar viel Gold, was 3 Stadtfeste extrem nach hinten verlagerte, kostete mich aber schlußendlich bei der Abrechnung der Aufträge satte 28 Punkte.

    Habe mich ähnlich belämmert gefühlt wie es sonst Torlok mit seiner holden ergeht.

    Gut gespielt aber doch verloren. 182:151.

    Anmerken muss ich aber wohl doch, dass es Karten-Combos geben muss, bei denen es möglich ist, seine Bevölkerung klein zu halten und schnell zu beenden und zu gewinnen.

    Für mich hat #Anno1800 innerhalb kürzester einen Platz in meiner persönlichen Top 10 erreicht.

    Und dabei vergleiche ich nur den Spielspaß und nicht andere Spiele von gleichen Autoren. Zumindest ist das meine Herangehensweise.

    Für mich hat das schon jetzt einen Pöppel verdient.


    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Braz

    Danke für deinen Bericht; ich hätte ihn fast übersehen.

    #TheFewAndCursed könnte mich vom Thema her interessieren. Ich mag aber Deckbuilding als Hauptmechanismus nicht. Das wird also für mich nichts werden.

    #Nidavellir hatte ich schon auf dem Schirm. Das habe ich, angeregt durch deinen Bericht, jetzt bei Pegasus bestellt. Da ist es aktuell lieferbar, 10% Rabatt, keine Lieferkosten.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen

    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Räuber aus Skythien, 7. Age of Industry, 8. Nieuw Amsterdam, 9. Siedler von Catan - Entdecker&Piraten, 10. Alubari - A nice cup of Tea

  • #SherlockHolmesCriminalCabinet

    Unsere Gruppe trifft sich inzwischen regelmäßig per discord. Nachdem wir die letzten Monaten fast nur Rollenspiele gespielt hatte, wollten wir mal wieder was anderes spielen und unsere Wahl fiel auf das gute alte Spiel des Jahres 1985.

    Wir waren zu fünft, wobei das Spiel nur zweimal vorhanden war. Daher haben wir uns für den frei verfügbaren Fan-Fall Cleopatras Tod entschieden (BoardGameGeek). Und wir haben dies nicht bereut.

    Habt ihr die alte Ausgabe aus den 80ern genutzt oder die aktuelle?

  • Habt ihr die alte Ausgabe aus den 80ern genutzt oder die aktuelle?

    Wir hatten die alte Ausgabe von #SherlockHolmesCriminalCabinet. Wobei die Adressen und der Stadtplan weitgehend kompatibel sein müssten, zumindest nach einer kurzen Stichprobe auf Stadtplan und im Adressbuch ...

    Hier mal eine Zusammenfassung unserer Erlebnisse. Aber nur anschauen, wenn man den Fall schon gespielt hat oder nicht vor hat ihn jemals zu spielen:

    Spoiler anzeigen

    Nach einer intensiven Lektüre der Sunday Times, hatten wir den Verdacht, dass es Charlotte war, die die wertvolle Uhr verkauft hatte. Diese Verdacht sollte sich im Laufe unserer Ermittlungen bestätigen.

    11SE Mit dem Gedanken als erstes mal den Tatort zu inspizieren besuchten wir die Dover Rooms. Dort erhielten wir Informationen, die sich im Laufe der Ermittlungen noch sehr nützlich erwiesen.

    20SE Danach haben wir ihren Nachbarn Verlon Grant auf seine Arbeit aufgesucht. Viel neues haben wir dort nicht erfahren.

    79SW Da die Spur bei Mr. Grant sich erstmal als Sackgasse erwiesen hat, sind wir nun zu Mr. Wadell. Möglicherweise war jemand von Charlottes zukünftigen Arbeitskollegen für ihren Tod verantwortlich. Wir wussten ja bereits, dass Donna Peacock ein Motiv hatte.

    Zunächst geriet Mr. Wadell in unseren Verdacht bereits am Samstagmorgen in Charlottes Wohnung gewesen zu sein, da er auf die Beschreibung der Vermieterin passte. Dieser Verdacht erwies ich aber recht bald als unbegründet.

    Den entscheidenden Hinweis, den er uns gab war den auf Charlottes Kollegin und Freundin “Polly Summer”. Es war für uns kein Problem zu erkennen, dass ihr tatsächlicher Name Polly Sutter war.

    38EC Doch zunächst besuchten wir Jasper Meeks in der Leichenbeschau. Dass Charlottes Tod kein Selbstmord war, war uns zu diesem Zeitpunkt längst klar. Doch sehr interessant war, dass sie nicht vergiftet worden war sondern durch Genickbruch ums Leben gekommen ist.

    79SE Polly Sutter erwies sich als sehr ausgiebige Quelle. Ihr erfuhren wir, dass Charlotte Gäste bestohlen hat. Vermutlich auch die Uhr. Und der eigentliche Dieb der Uhr war vermutlich hinter Charlotte her. Ein Verdacht, der sich weiter bestätigen würde.

    Viel interessanter war aber die Information, dass Charlotte eine Zwillingsschwester hatte. Sofort stellte sich uns die Frage: War die Tote wirklich Charlotte oder ihre Schwester Josephine?

    82EC Als nächstes besuchten wir Raymond Hadfield. Von ihm erfuhren wir, dass das Theater schon immer Charlottes Lebenstraum gewesen ist. Warum sollte sie, jetzt wo sie so kurz vor der Verwirklichung dieses Traumes stand, ihre Schwester umbringen und sich für sie ausgeben? Um ab jetzt ein langweiliges Leben an der Seite eines Arztes zu führen? Dies machte keinen Sinn.

    17WC Im Sommerset House bekamen wir den vollständigen Namen von Josephine Trevelyan. Bei den Ermittlung zum versuchten Mord an Mr. Fry kamen wir allerdings nicht voran.

    4WC Josephine, oder die Person, die wir zu diesem Zeitpunkt noch für Josephine erzählte uns jeden Menge. Von Charlottes Geldproblemen, bei denen die Trevelyans nicht helfen wollten, von dem Besuch ihres Mannes im Militärmuseum und von ihrem Besuch bei ihrer Kindheitsfreundin Tabeah Cranmer, der wir als nächstes einen Besuch abstatten würden.

    21EC Zwei Dinge an Tabeahs Ausführungen machten uns etwas stutzig: Es war ein Überraschungsbesuch am Freitagabend. Seltsam, dass uns Josephine dies nicht erzählt hatte. Und Josephine kam vollkommen durchnässt an. Klar hatte es am freitag abend geregnet, aber sie war doch mit einer Kutsche gekommen ...

    5WC Ein Besuch in der Droschkenzentrale sollte uns unsere nächste Spur bringen und außerdem Donna Peacock vollkommen entlasten …

    7SE Mrs Jetley hatte Charlotte und Josephine gesehen. Anscheinend hatte Charlotte Josephine hierher gelockt um sie um Geld zu bitten. Bei den Trevelyans durfte sie sich ja nicht mehr blicken lassen. Charlotte musste wirklich verzweifelt gewesen sein ….

    Josephine lief wütend weg und Charlotte rannte ihr verzweifelt hinterher.

    8SE Da wir sowieso schon in der Gegend waren, sind wir in die Richtung gelaufen, in der die beiden Schwestern am Freitagabend gestürmt sind. Dort trafen wir einen alten Mann. Er konnte zwar leider nichts sehen, da Laterne von Vertretern der “jüngeren Generation” zerstört worden war. Aber was er gehört hat, reichte aus, um den Fall aufzuklären.

    Aus dem ‘Josie, Josie’-Heulen konnten wir zwei Dinge schließen: das Opfer war Josephine und es musste ein Unfall gewesen sein.

    Anschließend haben wir noch verschiedene Orte besucht, um den Uhrendieb zu finden oder den Mordversuch an Mr. Fry aufzuklären (100SW, 16EC, 33SE, 59NW, 52EC). Allerdings haben wir dort nichts neues erfahren, was wir nicht sowieso schon wussten…

    Fabian Zimmermann - Autor von Tiefe Taschen / GoodCritters
    Fobs Games - Stand 5-D715 in Essen

    Einmal editiert, zuletzt von Fobs (8. November 2020 um 12:05)

  • Nachdem die Kontaktbeschränkungen nun wieder verschärft sind, werden meine Frau und ich uns wohl erst einmal auf unsere Duelle einstellen müssen. Da kommt es gelegen, dass wir auch ein paar Spiele für genau diese Spielerzahl in der Sammlung haben.

    Entsprechend wurde die Spielewoche mit zwei Partien Claim 2 von Scott Almes eingeleitet. Die letzte Partie lag bereits etwas zurück, sodass wir uns erst einmal in den Fraktionen (verschiedene Fähigkeiten) zurechtfinden mussten. Mir gelang das besser, insbesondere da ich für die erste Phase (Anhänger rekrutieren) mit den einigen Sehern (Fraktion; pro gewonnener Runde mit einem Seher darfst du dir die oberste Karte vom Nachziehstapel anschauen und entscheiden: diese Karte oder die aufgedeckte Karte nehmen) gut gerüstet war.

    In der zweiten Phase (die Gunst der Fraktionen gewinnen) musste ich meinen Anhängerstapel (wird in der ersten Phase gebildet; wird in der zweiten Phase auf die Hand genommen) eigentlich nur noch runterspielen. Meine Frau konnte irgendwann auch einfach nicht mehr bedienen (eine Karte der Fraktion ausspielen, die der erste Spieler ausgespielt hat), sodass es letztlich beim 5-0 mehr als deutlich wurde.

    Das sah in der zweiten Partie schon ganz anders aus. Dieses Mal gelang es beiden einen brauchbaren Anhängerstapel zusammenzustellen, sodass die zweite Phase mehr zu bieten hatte. Hier konnte jeder zwei Fraktionen relativ einfach dominieren, sodass es zu einem unterhaltsamen Schlagabtausch kam, der durch die Drachen (Fraktion; wer als Letztes in einer Runde einen Drachen spielt, ist Startspieler der nächsten Runde) mal zum Vorteil des einen, mal des anderen war. Letztlich fehlte mir etwas das Durchhaltevermögen und ich konnte hinten raus nicht mehr die Stärke meiner Riesen (Fraktion; pro gewonnenem Riesen einen Gnom des Gegners aus dem Spiel nehmen) ausspielen. Das brachte ihr die Gunst (wer die meisten Karten einer Fraktion hat, erringt die Gunst dieser Fraktion) der dritten Fraktion und den Sieg beim 3-2.

    Nachdem wir vertrauter mit Stichspielen werden, sieht man ganz andere Nuancen des Spieles. So kann man durch das eigene Vorgehen und entsprechende Kenntnisse die Partie in seine gewünschte Richtung schieben. Ein bisschen Zufall ist zwar nicht von der Hand zu weisen, aber das lässt sich insgesamt verkraften.

             

    Aber nicht nur Spiele für Zwei eignen sich für ein Duell. Daher wurde bei einer Erstpartie The Cost von Armando H. Canales, Lyndon M. Martin und Brian A. Willcutt dessen Tauglichkeit überprüft. Die beigefügten Spielhilfen (Spielablauf und weitere wichtige Informationen) vereinfachten die Erklärung, könnten aber eigentlich auch als Kurzregel durchgehen.

    Der Beginn der Partie stand ganz im Erkunden der Optionen. Insbesondere da beim Asbest transportieren (der Spieler transportiert Asbest von einem Ort zu einem Ziel, um Geld zu verdienen) einiges beachtet werden muss. Während meine Frau sich anfangs auf Rohasbest (blaue Würfel; wird entweder direkt verkauft oder in Mühlen weiterverarbeitet) konzentrierte, den sie über den Schwellenmarkt (Einkommen entsprechend der Tabelle; der Spieler schaut nach der Position des Schwellenmarktanzeigers und dem Würfelwert des Asbests) absetzte, baute ich erst einmal eine Mühle (werden dazu verwendet, um Rohasbest in raffinierten Asbest zu verarbeiten), um den Rohasbest in lukrativeren raffinierten Asbest (grüner Würfel; erhöht den Profit) zu verarbeiten.

    Dies erwies sich als gewinnbringender, sodass ich mich früh im Spiel beim Geld (die Spieler erhalten Geld aus dem Vorrat und zahlen alle Geldbeträge immer in den Vorrat zurück; sie können Geld für die Rohstoffe der vier Staaten ausgeben; Geld bestimmt aber auch den Sieger des Spiels) absetzen konnte. Meine Frau war aber nicht untätig und setzte mit dem Bau von Schienen (der Spieler legt zwei eigene Schienenplättchen auf offene Schienendreiecke im aktiven Staat; Alternativ darf der Spieler ein eigenes Schienenplättchen auf ein offenes Industriegelände des Staats legen; beim Transport des Asbestwürfels erhalten die Besitzer der genutzten Schienen Einkommen) und dem Bau eines Hafens (der Spieler legt ein eigenes Hafenplättchen auf ein offenes Hafendreieck im aktiven Staat; beim Transport des Asbestwürfels erhalten die Besitzer der genutzten Häfen Einkommen) dagegen. Durch rechtzeitiges Investieren (in einen von vier Effekten investieren: Verbesserter Abbau beziehungsweise Verarbeitung, Schienenvollmacht, Hafenvollmacht und verbesserter Schwellenmarkt) meinerseits hielt sich der Erfolg aber in Grenzen, sodass ich nicht mehr in Bedrängnis geriet und mich beim 76-53 klar durchsetzen konnte.

    Obwohl wir in unserer Partie eher vorsichtig an die Sache herangingen und lange auf den Sicheren Abbau von Asbest (die Kosten betragen zwei Rohstoffe des Staates pro Arbeiter, in dem sich die Mine befindet - und zwar pro Arbeiter in der Mine, sowohl lebend als auch tot) zurückgriffen, zeigte sich bereits das schnelle Profitmaximierung nur auf Kosten von Arbeitern (arbeiten in den Minen und Mühlen) gehen kann. Dadurch, dass das Spiel durch hohe Todeszahlen (falls alle Staaten den Asbesthandel aufgrund zu hoher Todeszahlen innerhalb ihrer Grenzen verbieten, endet das Spiel vorzeitig) aber vorzeitig enden kann und auch die Nachfrage (jedes Mal, wenn ein Arbeiter im Staat stirbt, müssen die Spieler den Nachfrageanzeiger ein Feld nach rechts versetzen; auf diese Weise wird die Nachfrage in dem Staat sofort dauerhaft gesenkt; erreicht der Nachfrageanzeiger Feld Null der Leiste, erkennt der Staat den hohen Preis „The Cost“ und verbietet sofort den Handel mit Asbest innerhalb seiner Grenzen) beeinflusst wird, wandert man auf einem schmalem Grat. Das verspricht spannende Partien und zeigt auch den thematisierten Zwiespalt zwischen dem Anerkennen der schädlichen Effekte des Minerals und der Verlockung des möglichen Profits.

             

    Zum Abschluss des Abends gab es noch zwei Partien Paleo von Peter Rustemeyer. Inzwischen in Level IV (Module C+G) angelangt, wollte es nicht direkt so funktionieren wie gewünscht, sodass meine Frau und ich erneut zwei Versuche benötigten.

    Spoiler anzeigen

    Das seltsame Fieber (Mission, bei der jeder Mensch in jeder Nachtphase einen Schaden erleidet) war aber auch lästig, insbesondere da unsere Menschen (bilden die Gruppe und ermöglichen es, unterschiedliche Aktionen auszuführen) in unserer ersten Partie nicht gerade mit Lebenspunkten (sind alle Herz-Felder mit Schadenplättchen belegt legt man das Schadensplättchen auf das Totenkopf-Feld und in diesem Moment stirbt dieser Mensch) gesegnet waren und umfielen wie die Fliegen. Immerhin konnten wir dabei bereits den Weg erkunden, um das Level erfolgreich abzuschließen, sodass wir trotz 1-5 motiviert in die zweite Partie gingen.

    In dieser Partie lief es sogar besser als erwartet, als wir frühzeitig bereits auf den Alten Schamanen (Aktionskarte, die einen Hinweis liefert welche Beeren der Schamane mag) trafen, der uns hilfreiche Hinweise für die Beeren (werden für die Heilung des Fiebers benötigt) gab. So war es ein leichtes Jhules Heilkunst (Aktionskarte, die eine Heilung für das seltsame Fieber anbietet) anzuwenden und die Partie beim 5-3 zu einem positiven Ergebnis umzumünzen.

    Nachdem wir inzwischen mit ein paar Modulen vertraut sind, ist der Anstieg der Schwierigkeit durch die späteren eine willkommene Abwechselung. So ist man gezwungen von seinem üblichen Vorgehen abzuweichen und auch mehr Risiko einzugehen. Das weiß zu gefallen und wir sind bereits gespannt, was uns noch erwartet.

    Neben den bereits erwähnten Partien konnten meine Frau und ich noch MicroMacro: Crime City von Johannes Sich kennenlernen. Auf einem Tisch ausgebreitet, wartet es immer wieder darauf, dass wir den nächsten Kriminalfall (verschiedene Szenen auf dem Spielplan finden) angehen. Inzwischen bei Dead Cat (drei Sterne) angekommen, führen die Fälle bereits über einen Großteil des Spielplans und obwohl wir versuchen den ganzen Fall vorab zu lösen, entgeht uns doch bereits die ein oder andere Kleinigkeit.

    Meine Frau liebt es Rätsel zu lösen, daher ist es genau das richtige für sie. Leider eignet sich der Spielplan nicht wirklich, um dies mit mehreren anzugehen und ich denke die Spielerzahl vier ist hier vollkommen ungeeignet. Ich kann mich aber immerhin ab und an auch einbringen. Die sechszehn Fälle werden wir auf jeden Fall gemeinsam lösen.

    #Claim #TheCost #Paleo #MicroMacroCrimeCity

    Wenn eine Figur aus dem Wirtshaus stirbt, muss sie in ein anonymes Grab gelegt werden. Für

    nichtsnutzige Trunkenbolde hält die Chronik nun mal keine Plätze bereit... - Village Inn

    Verlässt ein Patient oder ein Mitarbeiter deine Klinik, lege ein beliebiges Auto von deinem

    Tableau zurück in den Vorrat. (Ja, der Patient ist gerade mit dem Maserati des Chefarztes

    weggefahren. Warum lässt er auch die Schlüssel stecken?) - Die Klinik

  • #SherlockHolmesCriminalCabinet

    Es war sehr bequem vor dem Rechner zu spielen, da man die Orte einfach im pdf suchen kann.

    Da hier ja auch der eine oder andere Verlagsmitarbeiter mitliest. Vielleicht wäre es ja in dieser besonderen Situation, welche das gemeinsame Spielen an einem Ort verhindert, möglich, Spielmaterial als PDF zur Verfügung zu stellen. Gerade Spiele wie Sherlock Holmes lassen sich super Online spielen, wenn jeder die Texte digital vor sich hat. Ich kann jetzt nicht abschätzen wie groß der Aufwand wäre das Material z.B. bei drivethrurpg einzustellen, aber vielleicht können die Verantwortlichen ja einmal darüber nachdenken.

    Ansonsten schließe ich mich Fobs an, es war eine sehr unterhaltsame Runde.

    Autor von: Deep Dive (Logis), Quaki (Beleduc), Papaya Boats (Piatnik), Stau vorm Bau (Schmidt), Poodle Taxi (Piatnik), Panda Pool Party (magellan), Bella Mozzarella (magellan)

  • #Coatl von Synapsis Games aufgrund eines Videos von Ben vom Brettspielblog gekauft.

    Das Material ist sehr ansprechend und man möchte direkt anfangen, die Teile zu einem Coatl zusammen zu fügen. Aber es gibt gewisse Zwänge. Also das Material besteht aus Köpfen, Mittelteilen und Schwänzen von so einer Art Krokodilen, die Coatls eben. In der Mitte liegt ein kreisförmiges Tableau, in dem inneren Kreis liegt auf jedem Viertel ein Teil, je zwei Schwänze und zwei Köpfe, Auf dem äußeren Kreis sind 8 Felder, auf jedem liegen zwei Mittelteile. Nehmen darf ich immer von einem Feld (1. Aktionsmöglichkeit). Aufgefüllt wird, wenn der innere der äußere Kreis leer ist.

    Dazu hat man Prophezeiungs-Karten auf der Hand, die man den Coatln zuordnet, die Siegpunktbedingungen enthalten: z. B. ein blauer und in roter abwechselnd - Die Kombi zweimal gibt 4 Punkte, dreimal 7 Punkte (frei erfunden, das Beispiel). Eine Karte kann ich einem Coatl zuordnen, wenn ich Teile angelegt habe und die Kombi mindestens einmal enthalten ist. Max. 4 Karten darf man einem Coatl zuordnen. Ich kann mit der Aktion Karten nehmen, so viele nehmen wie ich möchte, aber Handkartenlimit 5. (2. Aktionsmöglichkeit)

    Dritte Möglichkeit: Coatl zusammen setzen. Man darf maximal an zwei Coatls gleichzeitig bauen und so viele Teile anlegen wie man möchte. Wenn man das Coatl vervollständigt (Kopf und Schwanz dran - mindestens ein Mittelteil) muss man eine Prophezeihungskarte anlegen, die auch erfüllt sein muss. Spiel ist zuende, wenn jemand sein drittes Coatl vervollständigt, das kann schon mal ziemlich plötzlich sein.

    Altersangabe ab 10 (kann ich nicht beurteilen, ob auch mit jünger geht). Zu zweit dauert so eine Partie 30 bis 40 Minuten, macht viel Spaß aufgrund des Materials und hat einen wunderbaren Spannungsbogen. Kann ich nur wärmstens empfehlen.

    #MicroMacroCrimeCity - die ersten Runden gespielt. Uns macht es durchaus Spaß, aber mehr als zwei Fälle hintereinander schaffe ich nicht, dann wimmelts in mir...

    #Anno1800 Bisher das beste Spiel in diesem Jahr, ist ja schon viel drüber geschrieben worden. Bisher alle Runden zu zweit und es macht viel Spaß.

    #Paleo: war Liebe auf den zweiten Blick. Was ich anfangs so gelesen und gesehen habe, hat mich nicht wirklich angesprochen. Nachdem die Begeisterung insgesamt aber so groß war, musste ich das jetzt doch haben und ausprobieren: Und siehe: gestern Abend die erste Partie gespielt und es wusste wohl zu gefallen. Am Anfang haben wir uns etwas schwer mit den Symbolen getan, aber wir sind schnell rein gekommen. Meine Menschen standen alle kurz vor Tod als uns das Kartenschicksal dann ein bisschen gnädiger wurde und wir die Zeichnungsteile (Siegpunktteile) bekamen, wenn wir auch einander helfen konnten, so dass es zum Ende des dritten Tags plötzlich ganz schnell ging, den Sieg zu erringen. Heute steht direkt die nächste Runde an. Es macht wirklich viel Spaß und das Material ist einfach wunderschön.

    #SkullsofSedlec (von Button Shy): Beifang vom Kickstarter Food Chain Island. Abgefahrenes Thema: wir sollen einen Friedhof aufräumen...

    Zu zweit hat jeder am Ende eine Pyramide mit 4/3/2 Karten ausliegen. Maximal zwei Handkarten darf man haben. Aus der Auslage darf man eine offene Karte nehmen oder zwei verdeckte umdrehen und eine davon nehmen. Auf jeder Karte sind zwei Symbole.

    Am Ende muss man die verschiedenen Symbole gut angeordnet haben: Die Adligen zählen Punkte für jeden Adligen und jeden einfachen Mann, der unter ihnen liegt in der Pyramide. Die Priester möchten in breiten Schichten in der Bevölkerung vorhanden sein, Also für jede der 6 "Schichten", in der sie vertreten sind, 2 Punkte. Die Kriminellen suchen Gnade fürs Jenseits und bekommen 2 Punkte, wenn sie in Verbindung mit einem Priester stehen. Die Liebenden bekommen jeweils drei Punkte, wenn sie mit einem anderen Liebenden verbunden sind (sind aber nicht viele enthalten) und für jeden einfachen Mann gibt es einen Punkt. Herrliches Thema, schnell gespielt, schöne Mechanismen. Soll wohl ab Herbst verfügbar sein.

    Ich bin ja sowieso ein Fan von diesen Button Shy Spielen mit nur 18 Karten, die ja wohl nach und nach bei Frosted Games erscheinen sollen. Einzig mit der englischen Regel von Food Chain Island tue ich mich noch schwer, aber es stehen ein paar Tage Urlaub an und Verreisen fällt ja aus, da wird es schon werden mit den paar englischen Begriffen....

    :jester:

    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

  • Meine erste Partie der deutschen #RingkriegCE gespielt - endlich mal. HAt Spaß gemacht und war bis zum Ende spannend, wobei ich die Korumpierungsregeln für die Gefährten am Ende des Spiels etwas losgelöst empfinde. Was hindert mich als Sauron-Spieler, entsprechend viele Augen in die Jagd-Box zu werfen, sodass es dann bei einem Verhältnis von 16 zu 5 Augen-Symbolen im Sack eigentlich nur noch darum geht, ob beim Fortschreiten ein Auge gezogen wird oder nicht. Wir werden das demnächst mal wiederholen.

  • In Vorbereitung auf eine 4er Partie, die halbwegs flüssig und regelfest laufen soll, habe ich mich gestern mit meiner Frau an Maracaibo zu zweit gewagt, einem Geburtstagsgeschenk aus dem wunderschönen Herbstmonat Oktober. Schon beim Regelstudium habe ich an manchen Stellen beinahe schon laut gedacht "stark", "finde ich gut" und "sehr schön gelöst" und so war ich hochmotiviert auf eine erste echte Partie, nachdem ich einige Tage zuvor einige Spielzüge solo zur besseren Verinnerlichung gespielt hatte.

    Mit so manch einem Spiel hinke ich der Zeit leider etwas hinterher und Maracaibo wurde an vielen Stellen mehrfach positiv erwähnt und hervorgehoben, was natürlich auch ein wenig dank dieser Vorschußlorbeeren für eine positive Vorfreude auf das Spiel sorgte, die durch die Spielregel bestärkt worden ist.

    Eines vorweg: Maracaibo funktioniert ganz hervorragend zu zweit und zwar so gut, dass ich mich schon jetzt frage, ob eine Partie zu viert das Spiel nicht unnötig in die Länge zieht. Andererseits wird man im Spiel mit 3-4 ggf. häufiger einmal dazu genötigt Nationensteine zu verdrängen, was sich als interessant gestalten dürfte.

    Gut gefallen hat mir die Entwicklung im Spiel, bei der am Anfang Dorfaktionen mangels Geldknappheit eher belanglos sind, bis man bessere Dorfaktionen hinzugewinnen kann. Am Anfang ist das Geld natürlich auch besonders knapp und so verlief unser Spiel so, dass wir in der zweiten Spielhälfte Dorfaktionen zur Verwirklichung bzw. Abschluß von Projektkarten gebraucht haben, aber gelegentlich Stadt- und Gehilfenaktionen interessanter waren. So ist man froh gewesen, wenn man dazwischen eine dörflich anmutende Lücke finden konnte. :)

    Weiterhin gefällt mir, dass das Spiel überwiegend sehr fair ist. So gibt es keine Minuspunkte am Ende für eventuell noch ausliegende und nicht erfüllte Projektkarten (ich sagte dabei zu meiner Frau : "Es ist halt ein Pfister und kein Rosenberg!"), Synergieplättchen erhöhen auch bei einem Erwerb nach Abschluß eines Projekts das Einkommen (Geld + SP), dass ein Entdecker kostenlos übersprungen werden darf, usw... All das sind schöne und durchaus faire Kniffe, die uns Spaß machen. Selbst das Verdrängen von Nationenmarkern finde ich sehr gut gelungen, so dass nicht zwangsläufig die Nation, die auf der Nationenleiste die wenigsten Steine hat am Ende automatisch einen Mehrheitsbonus bekommt. Hier sind Spieler gefragt ein wenig aufzupassen und ggf. den Multiplikator für den vermeindlich führenden Spieler im Auge zu behalten und "bedarfsgerecht" die Interessen einer anderen Nation durchzusetzen, bei der man selbst natürlich stärker vertreten ist. Gerade durch die Verdrängung von Nationensteinen sollte man immer die aktuelle Reihenfolge der Nationen im Blick behalten, was jederzeit halbwegs gut möglich ist.

    Am Anfang fragten wir uns, ob man die 200 Punkte Seite des Wertungsplättchens benötigt und dann endete unsere Partie mit einem sehr knappen 191 : 186. Wir waren also bereits in unserer Erstpartie knapp an der 200er Marke dran und das bei verschiedenen Vorgehensweisen. Meine Frau hat beispielsweise die Entdeckerleiste fast völlig außer Acht gelassen und sich dafür auf andere Dinge konzentriert und am Ende fast doppelt so viele Projektkarten wie ich ausgespielen können. Dagegen widerum war ich bei 2 Nationen sehr weit fortgeschritten, während sie einen starken Vorsprung auf den Einkommensleisten hatte (maximales Geld und bei den SP 1x die 20 überschritten).

    Kurz vor Spielende hätte ich fast einen entscheidenden Fehler gemacht und alle meine Figuren in einem letzten Scharmützel für Frankreich eingesetzt, bis mir gerade noch rechtzeitig ein Licht aufging, dass ich für ein Prestigegebäude 1 Figur benötige. Puh, das war knapp!

    Maracaibo ist eine hervorragende Komposition, bei der ich mich auf die morgen startende Kampagne zu viert (2 Haushalte) sehr freue.

    Bleibt gesund!!!

    #Maracaibo

    Ein Bild sagt mehr als 298 Wörter... :floet:

    Einmal editiert, zuletzt von velvre (9. November 2020 um 14:50)

  • Seit der Spiel Digital ein paar Neuheiten probiert.

    #PragaCaputRegni

    Mittlerweile 5 Partien. Meiner Frau gefällts sehr trotz meiner 100% Siegquote bisher. Hab jetzt schon verschiedene Ansätze probiert und waren ähnlich erfolgreich punktemäßig. Die Buchleiste mit den Boni machen mir am meisten Spaß. Vielleicht nicht ganz so innovativ wie Underwater Cities, aber uns macht es trotzdem mehr Spaß wie der Vorgänger. Und der Spielplan ist wunderschön, macht Spaß diesen genauer unter die Lupe zu nehmen.

    #Paleo

    Gefällt trotz anfänglicher Skepsis. In Szenario 3 sind wir jetzt das erste mal (hauchdünn) gescheitert. Eigentlich nur weil meine Frau sich etwas wichtiges nicht richtig gemerkt hat und mir dann was falsches erzählt hat, und beim nächsten Versuch die Karte dann zu weit unten im Stapel war :lachwein: Mal schauen wie sich das Szenario spielt wenn eigentlich alles schon bekannt ist, hier besteht die Gefahr das der Spielspaß dann etwas abfällt, denn das "Nichtwissen" der möglichen Gefahren macht schon einen großen Reiz aus. Die 9 Szenarien werden wir wohl auf jeden Fall abschließen.

    #CivilizationEinNeuesZeitalter

    Mit der neuen Erweiterung. War quasi wieder eine Erstpartie weil die letzte Partie mit dem Grundspiel lange zurückliegt. Verbessert ein paar Sachen, vor allem das Militär.

    Bei mir lief es ziemlich schlecht und ab Punkt X war absehbar das ich verloren habe. Dann war die Luft halt raus. Wir waren aber auch nicht sonderlich effizient, erstmal wieder die ganzen Effekte der Karten überblicken ist ziemlich zeitaufwändig und so haben wir mehr drauf losgespielt.

    Muss öfters gespielt um zu beurteilen ob es mir wirklich gefällt.

    #TroyesDice

    Eine Partie, erstmal die ganzen Spalten vor dem bösen Würfel gesichert. Nach ein paar Zügen dann erschreckt festgestellt dass das Spiel gleich zu Ende ist. Dementsprechend wenig Punkte gemacht. Interessant, aber auch nix weltbewegendes.

    #SmallWorldOfWarcraft

    Small World halt. Einige Youtuber hatten ja das Warcraft Thema angepriesen. Aber naja. Ich mag Warcraft sehr und hab jahrelang gespielt. Aber mir hätte das normale Small World gereicht. Auch dort waren die Eigenschaften der Völker passend und schön ausgearbeitet. Für mich kein Mehrwert. Schade.


    #Smart10

    Quiz halt. Ich weiß nicht viel aber meine Frau noch weniger. Aber gut gemacht und nicht kompliziert. Wird zum Familienfest mitgenommen.

    #TheGrandCarnival

    Hat der Koboldkoenig angepriesen. Und das verdient. Die meisten Legespiele der letzten Zeit (Grüße an Rosenberg gehen raus) haben mich gelangweilt.

    Das hat mir aber endlich wieder Spaß gemacht und haben auch gleich 3 Partien gespielt. Erst versuch ich passendes Gelände zu bauen um dort dann Attraktionen drauf zu bauen. Und dann lass ich die Besucher durch meinen Park schlendern. Das ist sehr kurzweilig und sieht auch noch sehr gut aus.


    #Carcasonne Jäger und Sammler

    Carcassonne halt. War früher besser ;) unser Kleiner hat mitgespielt und mit unserer Hilfe dann gewonnen. War ein bissl zu lang für meinen Geschmack, vielleicht sortier ich mal noch ein paar Teile raus.

    #Anno1800

    Ganz gut, aber find ich nicht so überragend wie scheinbar die meisten. Nach 3 Partien ist jetzt schon ein bisschen die Luft raus. Fühlt sich für mich ein bisschen zu beliebig an und lässt mich nach der Wertung (egal ob Sieg oder Niederlage) unbefriedigt zurück.


    #TinyTowns

    Mit der neuen Erweiterung. Das Grundspiel schon viel zu wenig gespielt. Aber es kommt einfach öfters was größeres auf den Tisch als Tiny Town. Aber würde ich jederzeit mitspielen weil es einfach jedes Mal Spaß macht. Auch wenn es manchmal komische Kombis gibt.

  • Schon wieder Mitte der Woche, Zeit für den Bericht! :)

    Zu Wildes Weltall, dass ich diese Woche mehrfach solo auf dem Tisch hatte, findet ihr hier einen ausführlichen Eindruck:

    RE: Solo- / Alleinespielen, die (ca.) zehnte!

    Zusätzlich war auch wieder mehrfach Zeit für eine Runde Tussie Mussie, und Orchard durfte auch mal wieder raus zum Spielen. Zu beiden Spielen habe ich aber schon viel berichtet :)

    Nachdem Wildes Weltall ja meine Entdeckung der Woche war und mich für das kleine Spiel echt begeistert, hier kurz ein gegenteiliger Eindruck:

    New York Zoo, solo

    Hm. Ich weiß gar nicht so recht. Also puzzeln liegt mir, Uwe Rosenberg liegt mir, niedliche Tiermeeple liegen mir. Ich wusste auch vorab, wie das Spiel funktioniert. Dass es auf dem Tisch selbst dann so dröge ist, hat mich echt überrascht. Ich habe eine Runde durchgespielt, hab 2 Punkte errungen im Solo, finde das mit den Reichweitenplättchen da auch ganz nett umgesetzt, aber das Spiel selbst hat mich null abgeholt. Mich hat auch dieses Rumgefummele mit diesen Tierfiguren genervt – daaaa muss jetzt noch der Pinguin dazwischen, uh das wird eng, oh hoppla, die Nachbarn Känguru und Erdmännchen wieder umgekegelt….

    Ich hab es eingepackt, ins Regal gelegt, und als ich drüber nachgedacht hab, ob ich es nochmal würde spielen wollen, war die Antwort klar – wenn ich Rosenberg puzzle, dann nehm ich Cottage Garden. Daher wird New York Zoo direkt wieder ausziehen.

    Sherlock, Der Pate, solo

    Ein weiterer Sherlock-Fall, der solo erfolgreich gelöst wurde – das ist wie gesagt auch nicht schwer, aber unterhaltsam ;) Dieses Mal war ich auch lange auf der falschen Fährte! Spaßig.

    Escape Tales, Low Memory – File 2, solo

    Die zweite Akte in der Schachtel wollte gespielt werden – die Story die sich da entfaltet, finde ich spannend, allerdings war ich dieses Mal grottig bei den Rätseln und hab echt vieles nur mit Hilfe gelöst. Entweder lagen mir die alle nicht, oder ich hatte einen wirklich schlechten Tag. Da wäre es glaube ich als doch besser, man wäre nicht alleine, ein andere Blickwinkel und neue Ideen helfen bei sowas einfach sehr. Nun denn, ich spiele mich am WE noch durch Akte 3, mal schauen ob ich da wieder an die Erfolge von der ersten anknüpfen kann. Ansonsten spiele ich es eben für die Story.

    Café, solo

    Nachdem Puma und gab62 mich auf meinen groben Spielfehler bei den ersten Partien hingewiesen haben, liefen die nächsten Versuche gleich mal gar nicht mehr so gut :D Dennoch hab ich einmal 32 Punkte geschafft, das bisher beste Ergebnis bei den zählenden Versuchen, ansonsten hatte ich immer 21,22 rum. Schönes kleines Spiel für zwischendurch, wird für Solo aber nicht mehr lange taugen, auch wenn es so tatsächlich deutlich anspruchsvoller ist und der Reiz auch größer :)

    Monster Expedition, solo

    Ich spiele mich ja durch die Solomissionen und bin mittlerweile mit der siebten durch – tatsächlich finde ich die extrem einfach. Bisher hab ich alle auf Anhieb geschafft, einmal war es sehr knapp, ansonsten recht bequem. Also vielleicht hab ich auch hier nen fetten Fehler drin, aber ich hab die Anleitung jetzt mehrfach durchgelesen, ich finde nix. Als kleines Würfelspiel abends ist das sehr entspannt und extrem schnell durchgespielt, solo dauert es ja nur 7 Runden für eine Partie.

    Am kommenden Wochenende steht eine Skype-Partie „Detective – Erste Fälle“ mit den Krimi-Mädels an *froi* Außerdem lerne ich gerade Aufbruch nach Newdale, und Insel der Katzen kam gestern an. Und ich hab 2 Tage frei, juhu!

  • So, heute eine weiter Solopartie #SpaceEmpires4X

    Diesmal das zweite Soloszenario gegen 2 KI gesteuerte Alienempires die 5 CP als Einkommen hatten.

    Dauer war mit ca. 3h inkl. Auf-und Abbau absolut im Rahmen.

    Dieser Solomodus gefiel mir wesentlich besser als noch Doomsday Machines.

    Man hatte weit mehr Exploration was für mich meißt der schönste Teil der 4x Spiele ist.

    Ich hatte mir noch eine Empires Advantagekarte genommen um noch mehr Flair zu haben (ja,ja, nicht empfohlen aber wer soll mich aufhalten 🤣). Dazu hatte ich die Regel das besiedelte Barrenplaneten Alientechnologie bieten die aber 10CP kostet wenn man sie nimmt. Dadurch kosteten Cruiser für mich nur halbe Maintenance und hatten einen Attackwert von +1. Gut aber nicht broken.

    Nach 10 Runden konnte ich Gelb vernichten und nach 12 war dann Rot dran.

    Werde das nächste mal mit 10CP pro Income Phase spielen. Auch muß ich mir was mit den Minen überlegen, finde das etwas übertrieben das man quasi mit 5-10 Minesweeper in der Flotte zu den Heimatplaneten fliegen muss.

    Mal sehen.

    Aber das ist ja der ganz große Pluspunkt des Spiels: Modularität!

    Ist echt ein Kleinod unter den Brettspielen und liegt Solotechnisch bei 9. Bin mal gespannt wann ich es im MP spielen kann.

    Ein Bombenspiel 😍

    Und durch Replicators auch optisch ansprechend durch die Hextiles.

    Meine Sammlung

    Meine 10er : Europa Universalis - Fire in the Lake - HeroQuest - Hoplomachus - Labyrinth-War on Terror - Obsession - Pax Renaissance - Uprising

    Meine 9+er: 2 Minutes 2 Midnight - Abomination - BIOS-Origins - Dark Domains - Dinosaur World - Empires of the Void II - Maracaibo - Orleans - Pax Emancipation- SpaceCorp - Teotihuacan - Vijayanagara - Yedo

    Einmal editiert, zuletzt von Bender30 (11. November 2020 um 16:21)

  • Asche auf mein Haupt. Habe doch tatsächlich versäumt hier meinen Donnerstagsbericht zu platzieren. Nein, gab kein Nemesis, da wir diesmal zu dritt waren, somit spielten Sleevomat 5.000 , ich und ein Unbekannter zusammen eine Runde Too Many Bones gegen Gendricks. Leider muss ich gestehen, dass mich die aktuellen TMB-Mods für den TTS richtig kalt lassen. Die alten "buggen" oftmals mit den Chips und die neueren sind lediglich Kopien der alten + Zusatzinhalte. Dadurch klappt das Skripting nicht mehr oder aber die Materialien mischen sich. Bis hin zu wirklich unsauberen Bildern/Grafiken von echtem Material. Dadurch verzerren sich Elemente und das, was man über den TTS schon mal nicht generieren kann - nämlich die Haptik - wird durch unschöne Grafik noch mal verschlimmert. Mal sehen, ob ich da nochmal Energie reinstecke...

    Kommen wir zurück zum eigentlichen Spiel. Tantrum, Ghillie und Picket zogen also aus .. und handelten eine Begegung nach der nächsten ab, nur um an Tag 8 bei ihm mal anzuklopfen. Den Bosskampf haben wir leider nicht überlebt ... so dass wir aufgrund fortgeschrittener Zeit das Match trotz noch spielbarer Tage als verloren gewertet haben. War nett, aber aufgrund der Online-Aufmachung leider absolut kein Ersatz für das physische Spiel.

    Dennoch .. ein schöner Abend in bekannter Runde.

    #TooManyBones