Weather Machine (Lacerda 2021)

  • Warum ist das nochmal so gefühlt teuerer als andere Brettspiele?

    Habe da den Eindruck, dass Lacerda gerne höher eingepreist wird, weil die Zielgruppe auch nichts anderes erwartet bzw es ihr antrainiert wurde bei den Eagle Gryphon Preisstrukturen. Oder ist das schlicht der "faire Preis" für Brettspiele?

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  • Da ist auf jeden Fall eine Portion "weil sie's können" dabei. Auch wenn man Lacerdas untereinander vergleicht. The Gallerist war mal ein 60€ Titel in der Schmiede und auch Lisboa war mal bei unter 100. Wenn ich das Material von On Mars und Lisboa vergleiche, wo letzteres bei Skellig aktuell sogar leicht mehr kostet kann ich's selbst in der eigenen Welt von Lacerda/EGG/Skellig nicht nachvollziehen.


    On Mars hat einen Haufen Meeple mit Customer shapes die oft sogar Konkav sind (nochmal aufwendiger zu produzieren) die beidseitig bedruckt sind. Lisboa hat kaum Holzmaterial in Customshapes und sehr wenig bedruckt. Das Insert von Lisboa ist auch deutlich undurchdachter als das von On Mars und insgesamt hat On Mars auch einfach mehr Material, wobei Lisboa glaube ich mehr Pappe hat und die Pappe bei den Spielen ist wirklich vom feinsten, das muss man denen lassen.


    Weather Machine hat auch weniger unterschiedliche Custom Meeple und die sind nicht beidseitig bedruckt, wie sie es bei On Mars sind.


    Also das Material ist schon super, kann man sich kaum drüber beschweren, außer, dass sich die On Mars Playerboards bei mir zumindest wölben auf dem Tisch und die Drucke auf den Meepeln nicht ganz sauber sind. Aber ob, gerade im Eigenenvertrieb ohne Gewinn an den Retail abzutreten die Preise gerechtfertigt sind sei mal dahin gestellt. Möchte jetzt aber auch nicht die X-te Diskussion dazu hier lostreten, das wurde ja wirklich schon ausgiebig hier diskutiert.


    Ich find's einfach nur sogar zwischen den einzelnen Lacerdas teilweise schwer nachzuvollziehen wo da die Preise herkommen und ich denke bei The Galerist und Lisboa ist es wirklich ein "weil sie's können".

  • Das Spiel kostet bei Skellig 158,82€ - das ist ziemlich genau das, was es bei Eagle Gryphon auch kostet (+Steuer jeweils)

    Das ist alles was ich bei Skellig zu Weather Machine finde, wo liegt mein Fehler? Also ernst gemeint, bei mir taucht nur das Bei für 189€ auf. Es gibt ja Theorien, dass manche Flugportale Leuten die mit nem Mac browsen teurere Preise anzeigen, aber wenn Skellig solche Methoden anwendet wäre das schon echt was :D

    Na dann versuche das Spiel jetzt mal auf englisch zu kaufen und schaue was es kostet. Danach können wir über angebliche Mondpreise bei Skelling Games reden.

    Besser schlecht gespielt als gar nicht (oder war es umgedreht? 🤔)

  • The Galleri

    The Gallerist war mal ein 60€ Titel in der Schmiede

    Da musst du dann aber auch den Crowdfundingpreis von Weather Machine nehmen, nicht den Retailpreis, und dann biste halt beim damaligen Dollar-Kurs bei rund 115 oder 120 €.

    Im Retail hat The Gallerist dann später auch rund 90€ gekostet, was unverschämt viel war, von daher hat sich das Gefühl von "Lacerdas Spiele sind unverschämt teuer" seit damals nicht verändert, nur der Goalpost hat sich verschoben. :)

  • Das ist alles was ich bei Skellig zu Weather Machine finde, wo liegt mein Fehler? Also ernst gemeint, bei mir taucht nur das Bei für 189€ auf. Es gibt ja Theorien, dass manche Flugportale Leuten die mit nem Mac browsen teurere Preise anzeigen, aber wenn Skellig solche Methoden anwendet wäre das schon echt was :D

    Na dann versuche das Spiel jetzt mal auf englisch zu kaufen und schaue was es kostet. Danach können wir über angebliche Mondpreise bei Skelling Games reden.

    Also nur weil's bei EGG auch teuer ist, ändert das nix daran, dass ich 190€ dafür einen Mondpreis finde, aber wie schon festgestellt, ich hab da einfach ne andere Einstellung zu meinem Geld in Verbindung mit Brettspiele als viele in dem Hobby.


    Durchschnittliche Sales Tax 6,3%, also werden aus den 150 USD etwa 160 USD, was nach aktuell Kurs etwa 154€ sind, was etwa 80% vom Skelligpreis sind. Klar, USA und EU sind zwei paar Schuhe, aber genauso bescheuert ist's ja auch bescheuert den Preis den man bei nem Überseeimport von EGG zahlt mit dem Preis bei Skellig zu vergleichen oder?


    Mir ging's gar nicht darum ob der Preis bei Skellig jetzt teuer ist im Vergleich zu EGG, sondern einfach das ich den Preis für'n Brettspiel schon echt teuer sind, vor allem da sie ja auch den Mittelmann (aka Retailer) umgehen.


    Edit: grad gesehen, dass die 189€ Version bei Skellig das Upgrade Pack enthält, während das nochmal mit 15$ auf die 150 bei EGG drauf kommt, damit sind sich die Preise natürlich nochmal ähnlicher.

    Einmal editiert, zuletzt von Wuschel ()

  • Wuschel In den USA zahlt man Mehrwertsteuer erst an der Kasse - liegt an den teilweise unterschiedlichen Sätzen in den Bundesstaaten. Der ausgewiesene Preis ist also Brutto. Der Bruttopreis in Deutschland liegt bei 158€.


    Ich stimme allerdings völlig zu, dass 190€ für ein Euro zu viel sind. Ja, die Materialien sind super und das Spiel ist WIRKLICH schön - aber 200€ ist einfach (derzeit) 80€ mehr, als ich für ein Euro ausgeben würde. Insofern schaue ich mal, was der nächste Lacerda im KS kosten wird...

  • Da ist auf jeden Fall eine Portion "weil sie's können" dabei. Auch wenn man Lacerdas untereinander vergleicht. The Gallerist war mal ein 60€ Titel in der Schmiede und auch Lisboa war mal bei unter 100. Wenn ich das Material von On Mars und Lisboa vergleiche, wo letzteres bei Skellig aktuell sogar leicht mehr kostet kann ich's selbst in der eigenen Welt von Lacerda/EGG/Skellig nicht nachvollziehen.

    "war mal" ist hier auch ein signifikanter Punkt. Die Preise für Spiele haben sich in den letzten 4 Jahren durch die Bank massiv erhöht

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Wuschel In den USA zahlt man Mehrwertsteuer erst an der Kasse - liegt an den teilweise unterschiedlichen Sätzen in den Bundesstaaten. Der ausgewiesene Preis ist also Brutto. Der Bruttopreis in Deutschland liegt bei 158€.

    Ich stimme allerdings völlig zu, dass 190€ für ein Euro zu viel sind. Ja, die Materialien sind super und das Spiel ist WIRKLICH schön - aber 200€ ist einfach (derzeit) 80€ mehr, als ich für ein Euro ausgeben würde. Insofern schaue ich mal, was der nächste Lacerda im KS kosten wird...

    Ich weiß, daher hatte ich ja die ca 7% average sales tax auf die 150$ drauf gerechnet : ) In Japan ist's genauso, war immer super nervig das im Kopf noch drauf zu rechnen, waren damals 8%, sind mittlerweile aber 10 afaik.


    Ich find sogar 110€ sehr viel fürn Euro, so nen Kampagnenspiel kann man ja verkaufen wenn's durch ist und hat da auch echt viele Stunden reingesteckt, aber son heavy euro kommt halt nur ab und an mal auf den Tisch. Aber gemessen an dem was "normale" Spiele mittlerweile kosten, fände ich die 110€ auch eher gerechtfertigt bei dem Material.


    Im Kickstarter kommt man halt erfahrungsgemäß am günstigsten an die Lacerdas und normalerweise auch so, dass man es verlustfrei wieder los bekommt. Bei Weather Machine ist's jetzt halt dreifach extrem, weil zwischen Kickstarter und Retailrelease der Dollarkurs richtig beschissen für uns wurde und die Megainflation zugeschlagen hat.

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  • Naja das Argument mit Wiederverkauf geht auch bei einem Lacerda. Die Preise sind sehr hoch aber es kann ja Gott sei Dank jeder selbst entscheiden ;) Ansonsten Verweise ich gern auf den Schwerkraft Thread, da gibt es einen Regen Austausch zum Thema Preise.

  • Naja das Argument mit Wiederverkauf geht auch bei einem Lacerda. Die Preise sind sehr hoch aber es kann ja Gott sei Dank jeder selbst entscheiden ;) Ansonsten Verweise ich gern auf den Schwerkraft Thread, da gibt es einen Regen Austausch zum Thema Preise.

    Klar, nur hast du ein Euro halt höchstens totgespielt, aber nie durchgespielt so wie'n Kampagnenspiel wo's dann wirklich ganz eindeutig ein Punkt gibt an dem du mit dem Spiel fertig bist und es weiterziehen kann.


    Und klar kann das jeder selbst entscheiden, wirklich gut sind die Lacerdas die ich gespielt habe alle, bis auf Mercado de Lisboa, das war aber auch deutlich günstiger :D

  • Man muss aber auch sagen, dass EGG Spiele deutlich hochwertiger produziert sind als das "normale Brettspiel". Allein das Material an sich ist deutlich wertiger, die Grafik ist auch nicht schlecht und gehört ebenso honoriert. Durch Corona und Inflation sind die Preise in der Tat abartig geworden aber 120€ sind diese Spiele allemal wert.

    Argumente bezüglich Kampange spielt man länger dran und Co. sind für eine Preisdiskussion mMn nicht passend.

  • Im Kickstarter kommt man halt erfahrungsgemäß am günstigsten an die Lacerdas und normalerweise auch so, dass man es verlustfrei wieder los bekommt. Bei Weather Machine ist's jetzt halt dreifach extrem, weil zwischen Kickstarter und Retailrelease der Dollarkurs richtig beschissen für uns wurde und die Megainflation zugeschlagen hat.

    Ich bin mit meinem Frosthaven-Kickstarter durchaus auch sehr zufrieden...

  • Uwe (Chef von Skellig) hat in mehreren Interviews in letzter Zeit gesagt, dass EGG ihm die Preise vorschreibt. Er hat da keinen Einfluss drauf. So wie ich bisher ihn in persönlichen Gesprächen kennengelernt habe, wüsste ich auch nicht, wieso ich daran zweifeln sollte.

    Das ändert aber nichts daran, dass ich ebenfalls nicht bereit bin 190€ für ein Brettspiel auszugeben.

  • Uwe (Chef von Skellig) hat in mehreren Interviews in letzter Zeit gesagt, dass EGG ihm die Preise vorschreibt. Er hat da keinen Einfluss drauf. So wie ich bisher ihn in persönlichen Gesprächen kennengelernt habe, wüsste ich auch nicht, wieso ich daran zweifeln sollte.

    Das ändert aber nichts daran, dass ich ebenfalls nicht bereit bin 190€ für ein Brettspiel auszugeben.

    Zumindest nicht für ein Eurogame. 190€ sind 3x Gaia Project. Weder Material noch Spielerlebnis sind mMn 3x so gut.

  • 190 sind ein Brett. Bei mir kam der KS für 164 Euro inkl. Steuer und Versand an. Dabei waren auch die Metallräder enthalten. Das ist eine Steigerung von 55 Euro zu On Mars. Das gab es mit Versand für 109.

    Aber… Spiele sind über die Jahre insgesamt deutlich teurer geworden. Inflation, Materialpreise (gerade Papier/Pappe), Versand, die Steuer (gab es bei On Mars nicht extra).

    Wenn man dann die hochwertige Produktion bedenkt ist es okay. Und 164 sind es für mich auch noch gerade so. Lacerda Spiele sind wie Apple, sie verlieren kaum an Wert. Retail würde ich allerdings auch schwer ins überlegen kommen.

    Für das Voidfall hab ich trotz SB allerdings auch 190 überwiesen. Und Mindclash produziert nicht schlechter.

    Wir haben einfach in Teilen ein absolutes Luxushobby, das dürfen wir nicht vergessen!

  • Gaia ist zwar jetzt auch schon ein paar jahre gealtert, aber auch bei neuen Titeln wie Skymines, Tiletum, GWTArgentina, finde ich sehr viele gute bis sehr gute Spiele die mir mehr Spielspaßstunden liefern als ein 190eur WeatherMachine. Unmöglich, dass es mir für ein StrategieBretrspiel so viel Spaß machen könnte.

    Bei Kampagnen-Brocken liegt meine Messlatte mittlerweile höher, aber eben auch mit der Gewissheit ein entsprechendes Äquivalenz an Spielzeit damit zu vebringen.

    Besucht uns auf unserer Seite unter "www.mister-x.de"

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  • Zumindest nicht für ein Eurogame. 190€ sind 3x Gaia Project. Weder Material noch Spielerlebnis sind mMn 3x so gut.

    Srry, mit dem Argument kann man jedes Spiel infrage stellen. Es existieren auch günstigere Spiele wie ein Gaia Project, welche nicht X-fach schlechter sind.


    Ich finde es aber interessant, wie oft man bei unterschiedlichen Spielen die Preisdiskussion lostreten muss.

  • Uwe (Chef von Skellig) hat in mehreren Interviews in letzter Zeit gesagt, dass EGG ihm die Preise vorschreibt. Er hat da keinen Einfluss drauf. So wie ich bisher ihn in persönlichen Gesprächen kennengelernt habe, wüsste ich auch nicht, wieso ich daran zweifeln sollte.

    Das ändert aber nichts daran, dass ich ebenfalls nicht bereit bin 190€ für ein Brettspiel auszugeben.

    Zumindest nicht für ein Eurogame. 190€ sind 3x Gaia Project. Weder Material noch Spielerlebnis sind mMn 3x so gut.

    Ich zitiere Dich mal:


    Genau aus diesem Grund kaufe ich keine Lacerdas bei Skellig. Die verlangen Mondpreise für so einen Pfusch.


    Meine Antwort mit versuche es mal auf englisch günstiger zu bekommen bezog sich lediglich auf Deinen Vorwurf Skelling Games würde sich die Taschen voll machen. Das ist nicht der Fall und daher Deine Aussage nicht korrekt. Ob ein Spiel 190€ Wert ist, steht auf einem anderen Blatt. Vor kurzem wurde sich ja auch über Marrakesh aufgeregt und das ist ja fast ein Schnapper dagegen 😀. Die genaue Zusammenstellung der Preise wissen sicherlich nicht viele hier. Letztendlich ist es aber auch egal. Wir als Kunden entscheiden wieviel Geld wir für ein Spiel ausgeben möchten und können. Alles andere regelt der Markt (wie sehr ich den Spruch hasse 🙄).

    Besser schlecht gespielt als gar nicht (oder war es umgedreht? 🤔)

    Einmal editiert, zuletzt von Stulle05 ()

  • Preis kann auch durchaus was subjektives sein. 190€ sind erst mal viel Geld, wenn man es aber in ein Spiel steckt, was man im Umkehrschluss 100 Stunden spielt, dann ist das Spiel recht schnell "wieder drin". Dann spar ich mir lieber 5 Kartenspiele á 20€, die ich zu genüge kaufe und nach ein mal spielen im Regal versauern.


    Ein befreundetes Paar hat jeden Lacerda in der Regel mindestens 20, eher 30 mal gespielt. Damit ist die Kostenrechnung für mich schnell positiv.

    Natürlich ist es ein Luxusprodukt und in vielen Vergleichen auch einfach recht schnell als "zu teuer" abgestempelt, aber wenn es mir individuell das wert ist, weil ich weiß, dass ich meinen Spaß daraus gewinne... dann ist das legitim. Für mich.


    Man muss seine Einkäufe ja auch nicht immer rechtfertigen.

  • Gaia ist zwar jetzt auch schon ein paar jahre gealtert, aber auch bei neuen Titeln wie Skymines, Tiletum, GWTArgentina, finde ich sehr viele gute bis sehr gute Spiele die mir mehr Spielspaßstunden liefern als ein 190eur WeatherMachine. Unmöglich, dass es mir für ein StrategieBretrspiel so viel Spaß machen könnte.

    Bei Kampagnen-Brocken liegt meine Messlatte mittlerweile höher, aber eben auch mit der Gewissheit ein entsprechendes Äquivalenz an Spielzeit damit zu vebringen.

    Völlig richtig - die Titel von Eagle Gryphon sind natürlich dreimal aufwändiger produziert und DEUTLICH schöner vom Material her als z.B. Tiletum. Ein Tiletum in der Qualität würde vermutlich auch noch mal 50-60€ mehr kosten. Allerdings wäre man damit halt immer noch nicht bei 190.


    Wie dem auch sei: Eagle Gryphon ist halt der Porsche unter den Spieleherstellern. Entweder man gibt das aus oder nicht. Porsche Mondpreise vorzuwerfen wäre ja auch leicht albern.

  • Ich denke beim Kauf von Brettspielen nicht daran wie sich der Markt für gebrauchte Spiele entwickeln könnte, sondern kaufe das worauf ich Bock habe. Es zeigt sich aber das immer mehr in das Hobby eintauchen und ich gehe eher gesagt nicht von sinkenden Preisen bei solch speziellen Titeln aus.

  • Beitrag von Ragnar30 ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().