• Bei Spielen folgt man mittlerweile auch dem Trend, der bei Filmen schon seit Jahren herrscht: Alte Spiele neu auflegen ... So richtig neue Mechaniken findet man kaum noch. Auch denke ich, dass Trismegistus bereits beim ersten Mal mit etwas mehr redaktioneller Arbeit hätte gut werden können. Gut im Sinne von: erfolgreicher.

    Gib mir mein ... Gib mir mein :lachwein: zurück ... Bevor es auseinanderbricht.

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  • Gibt jetzt auch erste Videos dazu:

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    Trismegistus: New Edition - Tutorial & Playthrough
    Trsimegistus: New Edition - Tutorial & PlaythroughGaming Rules! is a channel providing you with How-to-Play videos, Playthroughs, and other content. Support ...
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  • Ich habe jetzt Trismegistus in der zweiten (hübscheren) Auflage aus der Spieleschmiede erhalten.

    An sich klang und sah das alles nach einem Spiel aus, dass mir sehr gefällt: Euro, keine Kramer-Punkteleiste, (eventuell) Kettenzüge.
    Dazu optisch in der Version eine echte Schönheit (meiner Meinung nach) und mit den Acryl-Tokens schon auch haptisch toll.

    ABER: Beim ersten zweihändigen Solo bemerke ich schon, dass ich da irgendwie keinen Zusammenhang von den Würfeln zu den Elementen zu den Essenzen herstellen kann - ich tue mich echt schwer, hier einen roten Faden zu finden, an dem ich mich entlang hangeln kann.

    Außerdem habe ich das Gefühl (...), man muss seine Züge alle (!) optimalst (...!) vorplanen, damit man später überhaupt was sinnvolles zusammen bekommt.
    Und somit ist mein Spielgefühl kein so gutes und ich fühle mich "gespielt", da ich zwingend das machen muss, was das Spiel mir vorwirft - nicht rechts noch links vom Weg gibt es da mögliche andere Züge die mir Punkte bringen würden (später).

    Ist das so oder mache ich mir das Leben hier unnötig schwer oder was grundlegend falsch?
    Am Anfang der zweiten (von drei!) Runden beispielsweise hatte ich mit dem einen Spieler nur ein einziges Experiment durchgeführt und magere 4 Punkte erzeugt. Ich hatte auch keinen blassen Schimmer, wie ich das noch besser hätte spielen können....der andere Spieler hatte leider noch gar nix gerissen und war auch noch meilenweit von der benötigten Voraussetzung auf einer der Wissensleisten.
    Und im zweiten ziehen diese Voraussetzungen ja nochmal merklich an, so dass ich beim zweiten Würfel in der zweiten Runde und ohne bereits bei beiden irgendein weiteres Experiment in Aussicht zu haben, das überhaupt durchzuführen, frustriert zusammen gepackt habe.....

  • Ich hätte damals die erste Version einmal mitgespielt und vor kurzem auch die Neuauflage.

    Mich hat das Spiel leider überhaupt nicht abgeholt. Es funktioniert mechanisch schon und hat da auch diesen kleinen Kniff mit den Würfeln drin (Aktionsstärke je nach Anzahl der Würfel, die dort liegen - mache ich ggf. stärkere bzw. mehr Aktionen, die ich nicht unbedingt machen will oder schwächere bzw. weniger, aber genau das, was ich machen will).

    Könnte schon sein, dass entweder du oder wir etwas falsch gespielt haben.

    Es ging zwar schleppend los mit den Experimenten, aber am Ende hatte schon jeder (in einer 3er Partie) 5-6 durchgeführt.

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  • Ich habe jetzt die Neuauflage zweimal gespielt, jeweils zu zweit. Dazu einige Male die alte Ausgabe. Trismegistus ist ein knallhartes Experteneuro, in dem gute Planung zweifelsohne belohnt wird. Dass man am Anfang noch nicht alle Zusammenhänge erfassen kann, sollte eher normal sein. Eine Lernkurve ist definitiv vorhanden. Gespielt gefühlt habe ich mich bei Trismegistus aber noch nie, weder bei der alten, noch bei der neuen Auflage, dazu sind die Möglichkeiten zu vielfältig. Mit Königswasser kann man die Würfel ja auch nach eigenem Gusto manipulieren.

  • Ich habe jetzt die Neuauflage zweimal gespielt, jeweils zu zweit. Dazu einige Male die alte Ausgabe.

    Ich besitze die alte Ausgabe, und frage mich schon länger, ob es sinnvoll wäre, sie mit der neuen zu ersetzen. Die alte finde ich von der Aufmachung her deutlich schöner (natürlich Geschmackssache) - trotz der grafischen Fehler und Missgriffe. Und mein größtes Balancing-Problem (die Experiment-Karten) scheint sich ja nicht signifikant geändert zu haben.
    Kannst du mir vielleicht in kurzen Stichpunkten sagen, was die beiden unterscheidet, und warum die alte oder die neue Version zu bevorzugen ist (wie gesagt, abgesehen von den grafischen Elementen)?

  • Dass man am Anfang noch nicht alle Zusammenhänge erfassen kann, sollte eher normal sein. Eine Lernkurve ist definitiv vorhanden. Gespielt gefühlt habe ich mich bei Trismegistus aber noch nie, weder bei der alten, noch bei der neuen Auflage, dazu sind die Möglichkeiten zu vielfältig. Mit Königswasser kann man die Würfel ja auch nach eigenem Gusto manipulieren.

    Hm...ja, kann ich nachvollziehen.

    Aber dann passt das Spiel vermutlich nicht zu meiner Art zu spielen, denn natürlich ist es bei fast allen Experten-Spielen so, dass man anfangs noch nicht alle Zusammenhänge erkennt. Aber anders als bei den anderen Spielen sitze ich davor und habe keinen blassen Dunst, was das Spiel von mir will bzw. habe das Gefühl, hier nicht annähernd überhaupt einen Weg zu haben, mit dem ich zurecht komme und mit dem ich vor allem auch punktemäßig weiter komme.

    Beispiel: Lacerada´s #Speakeasy , welches ja auch eher ein Expertenspiel ist und einem eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet. Da merke ich schon, dass mir anfangs noch viel an Wissen fehlt wie das alles zusammen hängt und wie das am Ende viele Punkte gibt. Aber da habe ich während des Spiels schon ein gutes Gefühl, weil das Spiel mich einfach machen und ausprobieren lässt.

    Anders als bei #Trismegistus : Hier gibt mir das Spiel mit den ausliegenden Experimenten, den ausliegenden Würfeln und den ausliegenden Artefakten ein Puzzle vor, dass ich einfach bestmöglich lösen muss um in der kurzen und knappen Zeit überhaupt eine Chance auf den Sieg zu haben. Da sind die Möglichkeiten eher sehr begrenzt. Ich kann zwar machen, was ich will (wie immer), aber habe immer das Gefühl, dass ich einfach nicht vom Fleck komme, da ich immer wieder in eine Sackgasse gerate die mir in Bezug auf die Experimente nicht weiterhilft.

    Aber vermutlich ist das einfach ein Spiel wie anfangs erwähnt: Es passt nicht zu mir/meiner Spielweise. Schade.

  • Dumon

    Ist schon eine Weile her, dass ich die beiden Ausgaben verglichen habe und die alte Ausgabe habe ich auch schon länger nicht mehr gespielt und mittlerweile verkauft. Was die Gestaltung angeht, bin ich bei Dir (vielleicht mal vom Cover abgesehen). Die alte Ausgabe war da für mich stimmiger. Genervt hat mich jedes Mal die redaktionelle Schlamperei bei der alten Ausgabe. Unvollständige Benennung der Alchemisten (wir hatten damals auf BGG darüber diskutiert), falsches Symbol eines Elementes, abenteuerliche Farbzuordnung (schwarz/gelb) ...

    Definitiv besser gelöst bei der Neuauflage ist der Umgang mit den gesammelten Symbolen für Artefakte und Experimente. Die Publikationskarten sind abgeschafft. Die waren immer sehr swingy, von passt zufällig ideal bis geht gar nicht. Durch die jetzt verwendeten Publikationstableaus wird es fairer. Auch das ewige Nachzählen und kontrollieren, ob man genug der benötigten Symbole zusammen hat entfällt nun.

    Die Experimentkarten fand ich vom Balancing her nicht so problematisch, da sollte sich im Vergleich wenig geändert haben. Problematischer fand ich das Balancing der Artefakte. Das scheint in der Neuauflage besser gelungen zu sein. (Bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob es da nicht auch Ausreißer gibt. Muss noch weiter getestet werden.)

    Das Abgreifen der Boni auf den Leisten ist nun auch besser gelöst. Bei der alten Ausgabe konnte man, wenn es schlecht läuft, nur zusehen, wie vor einem die Boni abgeräumt werden. Dadurch, dass jetzt eine gemeinsame Auslage für alle Leisten vorhanden ist, geht es auch hier jetzt deutlich fairer zu.

    Die Artefakte werden jetzt nicht mehr einzelnen Transmutationspfaden zugeordnet, sondern jeweils zwei zu einer Farbe (schwarz, weiß, rot). Man wählt jeweils eines der beiden aus. Man kann daher die Artefakte situativer nutzen. Die Anzahl der Artefakte ist außerdem auf sechs beschränkt, Nachziehen und Abwerfen funktioniert nicht mehr. Man muss daher sorgfältiger planen.

    Pro Zug kann nur noch ein Artefakt aktiviert werden. Das grenzt die Kettenzüge etwas ein.

    Die Versorgung mit Metallen ist etwas einfacher, da man beim Nehmen eines Würfels gleich eines dazu bekommt. Dafür entfallen die Reaktionstoken. Zusätzlich sind die Batterien ins Spiel gekommen, die dies mit ausgleichen.

    Insgesamt gesehen ist das Spiel etwas geglättet worden, was ihm aber meiner Meinung nach gut tut. Die nervigen redaktionellen Schnitzer sind ausgeräumt und es geht etwas fairer zu, weil mehr auf das Balancing geachtet wurde. An das neue Artwork kann man sich auch gewöhnen.

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  • Es ist möglicherweise falsch angekommen.
    "Danke" war ernstgemeint, der negative Unterton allerdings nicht. Zwar hatte ich (natürlich) gehofft, dass das Urteil anders ausfallen würde (zwecks Geldbeutel-Schonung), aber jetzt weiß ich, dass ich mir dann doch lieber die Neuauflage zulegen werde. Wann, ist noch nicht klar.
    Also, danke, Sempre, du hast mir sehr weitergeholfen. ;)