...auch das ist aber eine Entwicklung der letzten 50 Jahre. Früher hatte jeder Saal ein Podium zwischen Sitzen und Leinwand, was schon einen Mindestabstand einbrachte, es gab eine gewisse Grundstruktur, die damals typisch war. Bazin wäre wahrscheinlich schreiend davongelaufen, wenn er in eines der UFA-Schachtelkinos der 1970er aufwärts gegangen wäre. Ich erinnere mich nur an Modelle, wo mitten im Saal eine Säule den Blick auf die Leinwand einschränkte. Und auch das Geländer im größten Imax bei Stuttgart geht da schon gefährlich nahe ins Blickfeld.
Trotzdem: Geh mal auf ein Filmfestival oder in eine Pressevorführung. Alle Kritiker sitzen vorne in den ersten vier Reihen, das ist halt einfach Usus und gehört zum Brauchtum.
